@ Mae

    Bei Kirchensachen kann ich leider so überhaupt nicht mitreden - hab mich daher auch schon bei den Bibelsprüchen zurüchgehalten ;-)


    Allerdings könnte ich jetzt ketzerisch fragen, was im biblischen Sinne "Treue halten" meint - ob nun "sexuell treu sein", oder eben bei einander bleiben und so im übertragenen Sinne "treu sein" ... :-/ Aber ich will mich hier nicht auf Boden begeben, wo ich nun wirklich keinen Plan von habe ... *:)

    Zitat

    Bei Kirchensachen kann ich leider so überhaupt nicht mitreden

    Drum schreib ich's ja. ;-) Und jetzt weißt du auch, warum der Ring mich auch an meine Treue gemahnt. :)z

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    was im biblischen Sinne "Treue halten" meint - ob nun "sexuell treu sein", oder eben bei einander bleiben und so im übertragenen Sinne "treu sein"

    Das ist gar nicht übertragen, Prions. Genau das meint Treue: das "treu" zueinander halten, auch Schwierigkeiten meistern, bei Problemen nicht gleich davon laufen. Eben "in Freud und Leid".


    Und so ein Leid kann auch die Untreue des Partners sein. Auch da gilt es, nicht gleich davonzulaufen. :)z Aber - man muss es eben gemeinsam durchstehen. So, wie ihr gerade versucht, euren Weg zu finden. :)*


    Für mich ist Treue aber auch ganz eng verwandt mit trauen, Vertrauen, wie ich oben schrieb. Mein Mann vertraut mir, so, wie ich ihm auch vertraue. Ohne dieses Vertrauen könnten wir keine Partnerschaft aufbauen. Und dieses Vertrauen zu verletzen ist schlimm.

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    Und so ein Leid kann auch die Untreue des Partners sein. Auch da gilt es, nicht gleich davonzulaufen. Aber - man muss es eben gemeinsam durchstehen. So, wie ihr gerade versucht, euren Weg zu finden.

    Mmmhhh - so denke ich das nämlich auch. Dann sollte es wohl 2 Worte dafür geben - "sexuelle Treue" und "emotionale Treue"!?


    Für mich hieß diese "treu sein in guten, wie in schlechten Zeiten", daß man eben z.B. gesundheitlich Problem gemeinsam meistert, oder finanzielle, oder eben auch emotionale ...

    Zitat

    Dann sollte es wohl 2 Worte dafür geben - "sexuelle Treue" und "emotionale Treue"!?

    Das ist eigentlich nicht nötig, jedenfalls nicht in dieser Trauformel. Es heißt nämlich davor:

    Zitat

    Willst du mit ihm/ihr nach Gottes Geboten leben?

    Und dass die sexuelle Treue ein Gebot ist, haben wir hier ja schon gehabt. ;-)

    Zitat

    Dann sollte es wohl 2 Worte dafür geben - "sexuelle Treue" und "emotionale Treue"!?

    Ich denke man bräuchte sogar noch einen dritten Begriff, der für das tatsächliche Zusammenbleiben steht. Denn die "emotionale Treue" könnte man ja rein theoretisch ja auch im Fall einer Trennung aufrecht erhalten. (Das wäre z.B. der Fall wenn man sich aus vernunftgründen trennt, sein Herz aber nie wieder für jemand anderen öffnet... :-/ )

    Ich hab mal fix die 10 Gebote gegoogeld - da hat man echt eine Bildungslücke als oller Atheist |-o Sorry:


    http://www.mdr.de/kultur/64773…grund-661112.html#absatz4


    :)D

    Wo wir grad dabei sind:

    Zitat

    Matth. 19,8: "Von Anfang an aber ist's nicht so gewesen", daß sich der Mann von der Frau scheiden konnte.

    und

    Zitat

    Was nun Gott zusammengefühgt hat, soll der Mensch nicht scheiden!"

    (Matth. 19,6)


    A pro pos, das 7. Gebot soll besonders das sexuelle Warten bis zur Ehe berücksichtigen!? Arme hoch, wer das hat! ;-)

    Zitat

    ...soll besonders das sexuelle Warten bis zur Ehe berücksichtigen!? Arme hoch, wer das hat!

    *Arme unten lass...*


    Es geht doch wohl eher um die Werte als solches. Nicht um die Haarspalterei einer ersten Gesetzgebung (oder nennen wir es Regelung des Miteinanders verschiedener Menschen, die nicht alle aus ein und demselben Familienverband stammen), die als "Geschichten" verpackt weitergegeben und in grauer Vorzeit einmal niedergeschrieben wurden.


    Wortwörtlich genommen war ich dann ja noch nie in meinem Leben verheiratet. Mir stehen da tatsächlich noch "alle Wege offen" :-D


    Und, mal ohne Jux - ich werde (sollte ich nochmals heiraten) tatsächlich dann die erste/letzte Ehe vor dem Traualtar schließen.


    Manchmal ist es wirklich klug zu warten... o:)


    *Klugscheiß...*


    Außerdem betrifft dieser "§" das 6. gebot!

    Und um den Faden weiter zu spinnen: wenn man also wirklich OHNE jeglichen sexuellen Kontakt (oder Ahnung) in die Ehe geht, ist dann nicht die sexuelle Frustration in der Beziehung quasi vorprogrammiert? DANN weiß man doch erst recht nicht, OB man zusammen paßt - ja, man kennt ja seine eigene Sexualität (Vor- und Nachlieben) selber noch nicht einmal ... :-o:-/

    Zitat

    EIGENTLICH dürfen ja auch nur "unbefleckte" (also jungfräuliche) Frauen in weiß heiraten!!!

    ... was wiederum nichts mit Religion oder Kirche zu tun hat, sondern mit Brauchtum. ;-)


    Meine Oma (Jahrgang 1904) hat mir mal von der Hochzeit ihrer Mutter erzählt. Damals war es üblich, mit Myrthenkranz zu heiraten. Der durfte aber nur geschlossen sein, wenn die Braut nicht schwanger war. Von Jungfräulichkeit war nicht die Rede. Und das war zu Kaisers Zeiten. :)z

    Gerade gefunden:


    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." Sören Kierkegaard


    Demnach: WENN man es schafft, Ehefrau und Geliebte zu haben, ohne die beiden zu vergleichen und gleichzeitig beide sich nicht wiederum vergleichen, DANN hat man eine Chance, damit klar zu kommen.


    Ziemlich anspruchsvolle Bedingung, die erklärt, warum es theoretisch eigentlich möglich sein müsste, aber in der Praxis meist nur viel Leid bringt:)z.