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    Du brauchst zwei Männer, einen fürs Bett und einen für die anderen Angelegenheiten. Das ist ja heutzutage schon Gang und Gebe..

    ":/ :-/


    Statistik?


    Auch wenn es sowas gibt, dürfte es nicht die Regel sein- und bei Frauen, die es so handhaben, haben nicht den "richtigen Blick" für Männer, die beides gleichwertig gut erfüllen...

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    filo.sofia, du siehst zuviel fern.

    Das wollte ich schon nach ihrem zweiten Beitrag anmerken.


    Hier geht es doch nicht um Rollenbilder aus der Werbung und aus amerikanischen Fernsehserien, sondern um eine etwas weiter greifende Definition, insbesondere um die Differenz zwischen Theorie und Praxis.


    Um einen Bogen zur Völkerkunde zu spannen, ethnische Betrachtungen sollten sich genausowenig auf Vorurteile beschränken.

    @ Homo

    wie gesagt, Medien sind mein Beruf, da bleibt es nicht aus, dass ich einen recht guten Überblick habe. Aber ich lese auch viel nur ist es mit der Genderliteratur immer so ne Sache, da die meisten (Männer) davon keine Ahnung haben und es kaum eine Basis gibt, auf der man diskutieren kann. Das ist mit TV einfacher: kennt jeder, guckt jeder, kappiert jeder....

    Zitat

    Hier geht es doch nicht um Rollenbilder [...] sondern um eine etwas weiter greifende Definition, insbesondere um die Differenz zwischen Theorie und Praxis.

    was ist denn die weiter greifende Definition? und wovon überhaupt? welche Theorie und welche Praxis? sehr schleierhaft das alles ":/

    @filo.sofia

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    da die meisten (Männer) davon keine Ahnung haben

    Natürlich ... deshalb ja auch deren jahrhundertalte naiv-simple Erwartungshaltung in Bezug auf das typische Kirche/Küche-Kinder-Koitus-Weibchen.


    Aber zum Glück finden sich ja immer wieder

    Experten, die denen und uns Klischee-Frauen in High Heels, engem Mini-Kleid und tief rotem Kussmund erklären, was Sache ist und wie wie zu empfinden haben! :)^


    Was genau heißt eigentlich "Medien sind mein Beruf"? Hast du 'nen Zeitungskiosk oder jobst du im Media-Markt?

    @ bluegal

    Du kannst gerne mitdiskutieren, aber ich sehe von Dir weder Thesen noch halbwegs intelligente Äußerungen zum Thema, sondern schlichtweg dumpfes und plumpes Rumgehacke und Angefeinde, wie es nur eine bestimmte Sorte von Frauen kann: Zicken mit niedrigem Selbstwertgefühl.


    So, reicht mir jetzt. Kein weiterer Kommentar.

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    Der Feminismus (ich rede jetzt mal davon) sieht immer einperspektivisch die Frau als das große Opfergeschlecht

    Es ist einfach empirische Tatsache, dass Frauen als sozial konstruierte Kategorie (gender) massiv diskriminiert werden. Wobei es in Deutschland im globalen Vergleich noch sehr gut aussieht.


    Kennst du dich mit Feminismus aus? Ich habe nämlich eher den Verdacht das du irgendwelche Klischees über Feminismus wiedergibst. Fast alle Feministinnen nennen nämlich auch die Nachteile für Männer dieses Zwangsrollenmodells.

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    Wer weiß, ob nicht gerade die Frauen angefangen haben mit den "traditionellen Rollenzuweisungen", damals vor der Steinzeithöhle, als sie den Männern schon klargemacht haben: 1. Wir lassen nicht jeden ran 2. Derjenige, der die dicksten Fleischbrocken herbeischafft, ist klar im Vorteil (=der Starke, der Dominante)

    Schlicht die gigantisch hohe Zahl an Vergewaltigungen (und damit verbundenen Gewalttaten gegen Frauen) wiederlegt das.

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    Und heute: jaja, gerät "(...) die eindeutige Rolle des Mannes als Macho/ Ernährer/Berufsausübender/ charakterstarkes Wesen etc. ins Wanken (...)" Aber so richtig unruhig werden viele Frauen immer noch nur bei dem Typ Mann, der diesem "traditionellen Rollenbild" entspricht und nicht bei dem Typ, der den Eindruck macht, gut "Haus- und Kinderarbeit" erledigen zu können..

    Aha... du musst es ja wissen...

    @ turkish_women

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    Kennst du dich mit Feminismus aus? Ich habe nämlich eher den Verdacht das du irgendwelche Klischees über Feminismus wiedergibst. Fast alle Feministinnen nennen nämlich auch die Nachteile für Männer dieses Zwangsrollenmodells.

    danke, echt danke! Ich dachte schon ich sei die einzige weibliche Vertreterin, die in der Lage ist, sich ernsthaft mit diesem Thema auseinander zu setzen. you made my day! :)z

    @ turkish_woman

    Aua, jetzt kommen die großen Theorien! - Ich gehöre zu den bösen Buben, die die gender-Theorie für weitgehend fragwürdig und eine Ideologie halten. Geschlechterrollen sind meiner Einschätzung nach höchstens zu einem geringen Teil "soziale Konstrukte", sondern haben sich wesentlich aus genetischen Vorprägungen entwickelt. Das heißt für mich nicht, dass die Geschlechterrollen genetisch festgelegt sind und fertig. Aber man kann die Genetik dabei auch nicht ignorieren.


    Mit den "empirischen Tatsachen" in der einen wie in der anderen Richtung wäre ich vorsichtig.


    Meine Position entspricht da ungefähr der dieses Blogs: http://www.scilogs.de/blogs/blog/geschlechtsverwirrung/ (ist NICHT mein Blog)

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    Fast alle Feministinnen nennen nämlich auch die Nachteile für Männer dieses Zwangsrollenmodells.

    Ja, mag sein. Aber sie glauben, dass Frauen mit dem Entstehen dieses "Zwangsrollenmodells" absolut nichts zu tun haben, es quasi von Männern und der "Männergesellschaft" "erfunden" worden ist.

    Zitat

    Kennst du dich mit Feminismus aus?

    Naja, die Zeit langatmiger Diskussionen mit Kommilitoninnen während es Studiums ist bei mir schon länger her.

    Zitat

    Schlicht die gigantisch hohe Zahl an Vergewaltigungen (und damit verbundenen Gewalttaten gegen Frauen) wiederlegt das.

    Ich verstehe die Logik nicht. Es muss nicht alles mit den Vergewaltigungen angefangen haben.

    Zitat

    Aha... du musst es ja wissen...

    Es ist meine Wahrnehmung.

    Zitat

    Ich verstehe die Logik nicht. Es muss nicht alles mit den Vergewaltigungen angefangen haben.

    Muss nicht. Zeigt aber das Frauen ihre Sexualität nicht als Verknechtungsmittel für Männer einsetzen (können). Mal ganz davon abgesehen davon das so eine Theorie völlig außer acht lässt das Frauen auch aus sexueller Lust handelsmotiviert werden.

    Zitat

    Ja, mag sein. Aber sie glauben, dass Frauen mit dem Entstehen dieses "Zwangsrollenmodells" absolut nichts zu tun haben, es quasi von Männern und der "Männergesellschaft" "erfunden" worden ist.

    Stimmt auch nicht. Es stimmt natürlich das Männer als in dem System besser als Frauen gestellte eher beschuldigt werden, aber die Schuld von Frauen wird sehr wohl auch beachtet. Einige Feministinnen verfallen da sogar schnell in eine Rhetorik des Verrats am eigenen Geschlecht.

    Zitat

    Geschlechterrollen sind meiner Einschätzung nach höchstens zu einem geringen Teil "soziale Konstrukte", sondern haben sich wesentlich aus genetischen Vorprägungen entwickelt. Das heißt für mich nicht, dass die Geschlechterrollen genetisch festgelegt sind und fertig. Aber man kann die Genetik dabei auch nicht ignorieren.

    Ach so... das Frauen massenweise vergewaltigt und physisch wie psychisch Missbraucht werden – und das abhängig ist von ihrem Geschlecht – ist also genetisch vorprogrammiert. Von der systematischen Benachteiligung im öffentlichen Leben nicht zu sprechen.


    Zwischen Genetik und dem biologistischen Müll (anders kann man das nicht nennen) den du hier fabrizierst liegt ein Unterschied.

    Zitat

    Mit den "empirischen Tatsachen" in der einen wie in der anderen Richtung wäre ich vorsichtig.

    Ach so. Die soziale Realität darf nicht benannt werden, wenn sie dir nicht gefällt... Stattdessen soll man sich auf deinen wirren biologistischen Quatsch einlassen.

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    Aua, jetzt kommen die großen Theorien! – Ich gehöre zu den bösen Buben, die die gender-Theorie für weitgehend fragwürdig und eine Ideologie halten.

    Du scheinst wohl eher zu denen zu gehören die von der Thematik wenig Ahnung haben, sich aber ein Feindbild zusammenspinnen. Die Frage ist nur warum: welches Recht willst du denn Frauen nicht gönnen oder inwiefern fühlst du dich als Mann bedroht, wenn Frauen die gleichen Chancen und keine Gewalt gegen sich gerichtet haben wollen?


    Um ehrlich zu sein: wenn ich das hier lese:

    Zitat

    Und heute: jaja, gerät "(...) die eindeutige Rolle des Mannes als Macho/ Ernährer/Berufsausübender/ charakterstarkes Wesen etc. ins Wanken (...)" Aber so richtig unruhig werden viele Frauen immer noch nur bei dem Typ Mann, der diesem "traditionellen Rollenbild" entspricht und nicht bei dem Typ, der den Eindruck macht, gut "Haus- und Kinderarbeit" erledigen zu können..

    Habe ich eher den Verdacht, dass es daran liegt, dass du nicht oft genug bzw. überhaupt rangelassen wirst und anstatt mal über den eigentlichen Grund dafür zu reflektieren sind halt der Feminismus und die Frauen schuld.

    @ turkish_woman

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    Zeigt aber das Frauen ihre Sexualität nicht als Verknechtungsmittel für Männer einsetzen (können).

    Ich würde schon sagen, dass sie das tun (jedenfalls tendenziell). Und sie können das auch. Vergewaltigungen sind meiner Meinung nach immer noch – entgegen anderen Darstellungen - nur die Ausnahme und nicht die Regel (gewesen).

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    (...) die Schuld von Frauen wird sehr wohl auch beachtet. Einige Feministinnen verfallen da sogar schnell in eine Rhetorik des Verrats am eigenen Geschlecht.

    Kenne ich. Das ist das Reden von dem "ganz anderen Feminismus", den es auch noch gibt. Auch wenn ich nicht viel weiß ;-) , weiß ich doch, dass es im Feminismus auch recht unterschiedliche Argumentationslinien gibt – übrigens auch bei den Feminismuskritikern. Aber es gibt auch eine deutlich vorherrschende Linie, die den Ton bestimmt...

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    (...) Realität darf nicht benannt werden, wenn sie dir nicht gefällt... Stattdessen soll man sich auf deinen wirren biologistischen Quatsch einlassen

    ;-D spricht eigentlich für sich selbst. Also das eine ist eben wahr, und das andere ist es eben nicht. Punkt.

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    von der Thematik wenig Ahnung haben, sich aber ein Feindbild zusammenspinnen.

    So reden Scientologen auch über Menschen, die Scientology kritisieren (auf so einige Heilslehren übertragbar)

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    dass du nicht oft genug (...) rangelassen wirst

    ABER KLAR IST DAS SO!! ABSOLUT! - Ich gehöre zu der, glaube ich, nicht so gaaanz kleinen Zahl von blöööden Kerlen, denen es nicht reicht, was ihnen da so "geboten" wird. Ja, und vielleicht auch, die ein Problem haben mit der unendlichen Vielzahl an Erwartungen und Bedingungen, die sie da zu erfüllen haben, während das für Frauen im umgekehrten Falle koooomischerweise (jedenfalls heute) sehr viel weniger gilt. – Aber da sind wir eben schon mittendrin...


    Übrigens: Feministinnen reden gern über Würdeverletzungen die Frauen angetan werden. Also also ein klein bisschen würdeverletztend empfinde ich Deinen persönlichen Anwurf gegen mich schon ;-) (Nein, ich will NICHT die Löschung des Beitrags!)


    Ein durchaus wichtiger Punkt: Frauen/ Feminstinnen haben (jedenfalls von der deutlichen Tendenz her) so einen ziemlichen Hang über die "Notgeilheit der Kerle" herzuziehen – wohlwissend, dass sie von ihrer angestammten Geschlechterrolle her sehr viel seltener in die Verlegenheit einer solchen "Notgeilheit" kommen werden. Siehe auch: den Faden http://www.med1.de/Forum/Sexualitaet/223859/ hier.


    Nebenbei auch interessant, wie sich die Dinge gleichen: früher haben traditionell orientierte Männer über Feministinnen gehöhnt, sie sein nur deshalb Feministinnen, weil sexuell frustriert ;-) .

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    welches Recht willst du denn Frauen nicht gönnen oder inwiefern fühlst du dich als Mann bedroht, wenn Frauen die gleichen Chancen und keine Gewalt gegen sich gerichtet haben wollen?

    Vom Ideal her möchte ich, dass Männer fair mit Frauen umgehen und Frauen fair mit Männern (auch dann, wenn sich herausstellen sollte, dass so unbegrenzt gleich Männer und Frauen nicht sind). Das, was Feminismus manchmal Fairness nennt, nehme ich als Mann oft nicht als Fairness wahr.

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    Vom Ideal her möchte ich, dass Männer fair mit Frauen umgehen und Frauen fair mit Männern (auch dann, wenn sich herausstellen sollte, dass so unbegrenzt gleich Männer und Frauen nicht sind).

    Es gibt eine nicht verschwindend kleine Zahl an Menschen, wo deine Fairnessregel näherungsweise zutrifft.