also:


    - ich muss nie teilen, vor allen dingen nicht die aufmerksamkeit


    - meine eltern sagen mir nie "warte, erst dein bruder/deine schwester"


    - ich muss auf keine kleinen geschwister aufpassen, nicht mit großen streiten


    - ich habe eine etage für mich allein


    - es gibt nur MEINEN abi-ball, MEINE fotos an der wand, MEINE erfolge, nur nur MICH


    - ich bin der mittelpunkt meiner familie


    - von mir wird nie in plural gesprochen "die kinder"


    - ich muss nicht zugunsten von einem geschwisterteil auf etwas verzichten (selbst wenn es kleinigkeiten sind)


    und da ich nie große probleme mit meinen eltern hatte, brauche ich niemanden mit dem ich zusammen heulen kann oder sonstiges. heulen kann ich eh am besten allein und zum spaß haben habe ich meinen freund.


    ach ja:


    - wenn "das/die kind(er)" eine entscheidung treffen sollen (was gibts zum essen, was gucken wir, wo wollt ihr im urlaub hin...) muss ich keine kompromisse eingehen.


    - niemand leiht sich meine anziehsachen, mein auto, meine schminke, meine cd's usw... ohne dass ich es erlaube.


    mir fällt noch so vieles ein, das glaubst du gar nicht.


    aber, bevor du losschreibst, vergiss bitte nicht:


    du hast mich gefragt, das bin ich, ich mag das und solche dinge, die will ich so haben. ich kann mir vorstellen, dass du es wichtig findest zu teilen usw... mag sein, dass es für dich (oder andere) zutrifft. aber für mich nicht.


    lg

    Zitat

    du hast mich gefragt, das bin ich, ich mag das und solche dinge, die will ich so haben. ich kann mir vorstellen, dass du es wichtig findest zu teilen usw... mag sein, dass es für dich (oder andere) zutrifft. aber für mich nicht.

    Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei? Du magst nicht teilen, drum fandest du es toll Einzelkind zu sein? Oder magst du das Teilen nicht, eben weil du Einzelkind warst? Ich denke eher letzteres.


    Es ist natürlich eine Herausvorderung an die Eltern, allen Kindern gegenüber gleich aufmerksam zu sein. Mir hat es an nichts gefehlt. Und du wärst wahrscheinlich anders, wenn du Geschwister gehabt hättest, genauso wäre ich bestimmt anders, wenn ich keine gehabt hätte, völlig ohne Wertung.

    Zitat

    Oder magst du das Teilen nicht, eben weil du Einzelkind warst? Ich denke eher letzteres.

    ich denke nicht


    ich habe es doch bei meinem freund mitbekommen. seine eltern sind toll, wirklich wunderbar. er hat einen bruder, der ist 10 und eine halbschwester (die eltern haben sich vor 2 jahren im frieden getrennt und die mutter ist neu-verliebt, aber der vater ist oft da zu besuch, die beim vater und den großeltern..also richtig schön ruhig, nur für die kinder..)


    und trotzdem sind da dinge, wo mein freund einfach zurückstecken muss als älterer oder der kleine muss warten, weil der große grad mal dran ist. ich meine, ich finds toll, wirklich, aber das wäre nichts für mich. und ich wollte schon mit 4 jahren kein geschwisterchen haben. normalerweise sagen viele kinder "toll", weil es etwas neues, fast ein spielzeug ist (so auch mein freund, der hat sich gefreut, den namen ausgesucht für den kleinen), ich sagte "wenn du noch eins kriegst spring ich aus dem fenster, dann brauchst du mich ja nicht mehr".. da war ich wie gesagt 4, da kann ich noch nicht so viel vom einzelkind dasein mitbekommen haben.


    und letztens auch so eine sache, wo ich sagte "gott sei dank".. wir ziehen um und der vater von meinem freund muss an dem tag zum geburtstag des kleinen bruders (der wird 11) und entscheidet sich für den geburtstag. meine eltern waren beide da.


    genauso beim abi-ball. die mutter von meinem freund musste früher weg, weil die kleine schwester ins bett musste, hat also einen schönen teil nicht mitbekommen - wo ihr großer das erste mal richtig getanzt hat ;-D, meine mama hätt fast angefangen zu heulen und es war schön, dass bei mir alle da waren..


    ich geschwister-kinder merkt das nicht und wenn ihr es merkt, dann sagt ihr (wie mein freund) "ach, das ist doch nicht die welt".. aber das will ich nicht, das wollte ich nie, weil ich einfach von der person her so bin.


    aber wollen wir wieder mich diskutieren, steffi? (regina, du hast dich in letzter zeit ordentlich auf mich eingeschossen. ich könnte auch zu vielen deiner aussagen die augen rollen oder weisen kommentare abgeben. ich mach es nicht, weil ich nicht unnötig jemanden treffen will. muss diese ständige provokation denn sein? nur weil ich anderer meinung in einigen fäden bin? ich weiß nicht, mach weiter, wenn du es nötig hast, aber ich frage mich warum..)


    lg

    Zitat

    und trotzdem sind da dinge, wo mein freund einfach zurückstecken muss als älterer oder der kleine muss warten, weil der große grad mal dran ist. ich meine, ich finds toll, wirklich, aber das wäre nichts für mich.

    Na genau das meine ich doch. Ich bewerte das als positiv für die persönlich Entwicklung, dass man zurückstecken muss und teilen usw. du siehst das wahrscheinlich anders, weil du Einzelkind bist. Du würdest es wahrscheinlich anders sehen, wenn du kein Einzelkind gewesen wärst.


    Das denk ich deshalb, weil ich noch niemand getroffen hab, der Geschwister hat und so argumentiert, dass Einzelkind sein toll ist, weil man nicht teilen muss usw.

    Zitat

    ich geschwister-kinder merkt das nicht und wenn ihr es merkt, dann sagt ihr (wie mein freund) "ach, das ist doch nicht die welt"..

    Das meine ich.

    Zitat

    ".. aber das will ich nicht, das wollte ich nie, weil ich einfach von der person her so bin.

    Aber du bist so geworden, weil du ein Einzelkind bist.

    Zitat

    aber wollen wir wieder mich diskutieren, steffi?

    Nö, dich und mich und Einzelkinder und Geschwister-Kinder. Ich finds grad interessant :-)


    Auch wenn´s nicht ganz passt...

    wie kann ich diskutieren, wenn ich sage "nein, es hängt nicht damit zusammen, dass ich einzelkind bin" und du sagst "doch".


    du kennst mich doch nicht..


    ich sage dir was passiert wäre, wenn ich kein einzelkind wäre und glaub mir das bitte, weil ich mich besser kenne: es gäbe nur streit, ich wäre unausstehlich und rebbelisch, ständig eingeschnappt und vollkommen unglücklich zu hause. ich wäre so schnell es geht von zu hause ausgezogen und hätte jedes mal streit mit meinen eltern, wenn die frage wäre ich oder er/sie.


    und jetzt muss ich raus, aber ich komm abends nochmal rein.


    *:)

    striptease

    Mit einschiessen hat das wohl kaum etwas zu tun.


    Nach dem ich deine Listen über die Vorteile von Einzelkindern gelesen habe, ist bei mir nur einfach der Groschen gefallen, warum du so bist wie du bist.;-D


    'Das wollte ich mit meinem Satz ausdrücken. Nicht mehr und nicht weniger. Aber ich gebe gern zu, dass ich mit Charakteren, wie du sie verkörperst arge Probleme habe.


    Denn nun bist du die jenige, die um Toleranz bettelt. Fast so, wie wir Mütter es in besagtem Faden getan haben.


    Jetzt bittest du darum, dich so zu nehmen wie du bist. Wenn ich aber doch nun mit deiner Weltanschauung so ganz und gar nicht konform gehen kann, dann darf ich mich doch dazu äußern, ohne dass du gleich dahinter etwas vermutest.:-)


    LG

    Also ich finde es gut, mehrere Geschwister zu haben. Ich bin das mittlere Kind. Es war immer jemand da. Ich mußte auf nichts verzichten.Es gab von allem genug. Ich mußte nicht auf andere warten, wir machten alles gemeinsam und ich mußte nichts teilen. Jeder hatte seinen eigenen Kram. Heute kann ich meinen Bruder anrufen und fragen ob er mir im Garten hilft. Oder meine Schwester, ob sie mal auf die Kinder aufpasst. Sie sind nämlich gerne bei ihrer Tante.

    Ich bin auch Einzelkind - na und?

    OH mein Gott, jetzt fangen diese Diskussionen wieder an, ob es nicht besser ist, ein Einzelkind zu sein oder doch Geschwister zu haben %-|


    Es hat beides seine Vor- und Nachteile - die einen finden es so besser, die anderen so.


    Ich bin auch Einzelkind, bin ich deshalb verzogen, egoistisch, gierig oder herschsüchtig? Nein, glaube ich nicht. Und ich finde es trotzdem gut, dass ich Einzelkind bin, nicht weil ich mich um keine anderen Leute kümmern muss (nein, im Gegenteil ich bin hilfsbereit und denke nicht zuerst an mich, sondern wie ich andern helfen kann), sondern weil ich durch mein Einzelkind-Dasein sehr viel über mich gelernt habe - ich bin selbstständiger geworden, weil ich eben nicht ein Geschwisterchen hatte, das ich bei Problemen hätte fragen oder vorschieben hätte können. Ich bin kommunikativer geworden, weil ich aus mich heraus gehen musste, um mit anderen Kinder zu spielen, wo ich vielleicht nur überwiegend mit meinen Geschwistern gespielt hätte. Und es hat meiner Entwicklung sehr gut getan, dass ich die ungeteilte Liebe von meiner Mutter hatte - nein, nicht weil ich egoistisch war, sondern weil ich früher als Kind ein Sensibelchen und schüchtern war (was sich im Laufe meiner Entwicklung und wahrscheinlich gerade deshalb geändert hat).


    Und noch etwas, weshalb ich froh bin, ein Einzelkind zu sein: die finanziellen Möglichkeiten meiner Mutter hätten nicht gereicht, zwei Kinder bis zum Studium zu unterstützen - daher kann ich froh sein, dass ich es mit der Unterstützung meiner Mutter bis zum Studium geschafft habe - alleine wäre das nicht gegangen und mit zwei oder mehreren Kindern muss man sich nun mal finanziell einschränken.


    Welche Vorteile man daraus zieht, Einzelkind oder ein Geschwister-Kind zu sein, sind unterschiedlich und für jeden anders, aber einen Vorteil gibt es gegenüber Geschwistern und das ist der finanzielle Punkt: wenn die Eltern nicht soviel Geld haben, mehreren Kindern die höchstmögliche Ausbildung (die sie vielleicht anstreben möchten) zu finanzieren, dann profitiert hierbei das Einzelkind. Wenn sich die Eltern natürlich mehr leisten können, dann profitieren beide Kinder - nur wenn die finanziellen Mittel fehlen, wird es eben eng.


    Also bitte nicht mit Vorurteilen über Einzelkinder um sich werfen, es gäbe auch genug über Geschwister-Kinder - aber das ist doch kindisch, das ein oder andere zu verurteilen, nicht? ;-)

    Zitat

    wie kann ich diskutieren, wenn ich sage "nein, es hängt nicht damit zusammen, dass ich einzelkind bin" und du sagst "doch".


    du kennst mich doch nicht..

    Nein, du hast recht ich kenn dich nicht und vielleicht wärst du genaus so wie du bist geworden, wenn du Geschwister gehabt hättest. Nur ist das äußerst unwahrscheinlich, wei ich noch nie jemand gesehen hab, der Geschwister hat und das als Nachteil empfunden hat.

    Zitat

    ich sage dir was passiert wäre, wenn ich kein einzelkind wäre und glaub mir das bitte, weil ich mich besser kenne:

    Das kannst du nicht beurteilen. Klar kriegt man sich öfter in die Haare, man streitet mit den Geschwistern und mit den Eltern, weil man sich manchmal ungerecht behandelt fühlt (als Kind, im Nachhinein sieht man das anders). Aber davon profitiert man! Man lernt zu teilen und merkt, dass es schön ist zu teilen. Und man lernt Kompromisse zu machen und dass sich die Welt nicht nur um einen selbst dreht. Du sagst du bist der Mittelpunkt der Familie. In meiner Familie gab es keinen Mittelpunkt, jeder ist ein gleichbedeutender Teil der Familie. Ich finde diese Vorstellung viel schöner. Du siehst das anders, aber du weißt gar nicht, was dir entgeht. Klar ich weiß auch nicht, wie es mir als Einzelkind ergangen wäre, aber ich hätte da auf so vieles verzichten müssen!

    dieSanfte

    Der fianzielle Aspekt ist was ganz anderes. Mir hat es an nichts gefehlt und sprach nur von meiner Situation. Wenn für ein zweites Kind die Mittel einfach nicht gereicht hätten, würde ich das auch anders sehen.


    Aber die Liebe meiner Eltern musste ich auch nicht teilen. Liebe hätten sie für 10 Kinder gehabt.

    Darum sage ich ja, der finanzielle Aspekt mag in manchen Situationen ein objektiver Vorteil sein - alles andere ist subjektiv abhängig, in welcher familären Situation (ob als Einzelkind oder nicht) man sich wohler fühlt.