Gefühle des Partners bei Frauenarztbesuch der Partnerin

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    Ich meine, das Thema ist noch nicht durch, wenn man/frau auf einer etwas tieferen Ebene darauf einsteigt.


    Unser Körper ist nämlich in vielerlei Hinsicht von einer sehr tiegehenden Symbolik geprägt. Deshalb ist auch die Untersuchung beim Frauenarzt überhaupt nicht 'genauso' wie etwa beim Zahnarzt.


    Meine Gefühle hierzu sind unterschiedlich in dreierlei Richtungen:


    1. Verärgerung darüber, daß meine Frau an intimen Stellen von einem anderen Mann berührt wurde, ohne sich dagegen wehren zu können.


    2. Neid darauf, daß ich selbst nicht eine solche 'Macht' über Frauen ausüben kann.


    2. Geilheit bei der Vorstellung, ich selbst könnte gut gebaute Frauen ausgiebig und gründlich intim betrachten und berühren.


    Donatello

    *gähn*

    Zitat

    1. Verärgerung darüber, daß meine Frau an intimen Stellen von einem anderen Mann berührt wurde, ohne sich dagegen wehren zu können.

    Deine Frau wird weder gezwungen sich von einem Mann untersuchen zu lassen, noch sich überhaupt untersuchen zu lassen.

    Zitat

    2. Neid darauf, daß ich selbst nicht eine solche 'Macht' über Frauen ausüben kann.

    Wer auf den Frauenarzt wegen angeblicher "Macht" neidisch ist, der ist meiner Meinung nach krank im Kopf, sorry.

    Zitat

    2. Geilheit bei der Vorstellung, ich selbst könnte gut gebaute Frauen ausgiebig und gründlich intim betrachten und berühren.

    Schon eher verständlich, welcher Mann will Frauen nicht gern nackt sehen. Aber ein FA tut das nicht aus Geilheit, es ist sein Job und wenn er das mit Geilheit vermischt ist er den Job ganz schnell los.


    So, Thema durch.

    @Turandot: hallo??

    Hallo, @Turandot, wollte mal daran erinnern, dass übrigens auch niemand "gezwungen" wird, sich an irgendwelchen der hunderten von Themen (Threads) zu beteiligen, die es hier im Forum gibt.


    Ich glaube, wenn ein FA 'ne Verteidigung brauchte, bei Dir, und einigen anderen weiblichen Zeitgenossen kriegt er sie gratis, oder darf er dafür vielleicht abrechnen? (zu seinen Gunsten)? [für die ganz Kritischen: dieser Satz ist zynisch gemeint, nicht ernst].

    @ Donatello,

    ich schlage vor, wir unterhalten uns über PN (Private Nachricht) weiter, wer konstruktiv mitdiskutieren will, bitte 'ne Mail an mich schicken.


    Ohne Donatello's Aussage ohne Weiteres anzunehmen, finde ich es sehr positiv, dass sich endlich auch mal wieder jemand meldet, der grundsätzlich der Ansicht ist, dass FA-Besuche "NICHT NORMAL" sind (NORMAL ist hier als ein sehr "dehnbarer" Begriff aufzufassen :-)

    Die Sterne zittern vor Liebe und Hoffnung... (frei nach...)

    @Donatello...

    Hallo Donatello, habe Dir grad ne PN geschickt. Schau mal in Deine Mailbox.


    Übrigens, es gibt Leute, bei denen "zittern die Sterne vor Liebe und Hoffnung", und ich glaube, die intimsten Stellen von diesen (weiblichen) Leuten werden regelmäßig von Nicht-Liebhabern beschaut und begutachtet. Was tut man nicht alles auf dieser Welt...

    @ Donatello

    Zitat

    Unser Körper ist nämlich in vielerlei Hinsicht von einer sehr tiegehenden Symbolik geprägt. Deshalb ist auch die Untersuchung beim Frauenarzt überhaupt nicht 'genauso' wie etwa beim Zahnarzt.

    Und welche Symbolik liegt deiner Meinung nach im Körper einer sich zwecks Untersuchung beim Gyn befindlichen Frau ???

    @ From Europe

    Da hast du doch tatsächlich letztendlich noch einen (natürlich männlichen, was auch sonst) Seelenverwandten gefunden! ;-D

    @Kleio

    "Wer als Krebsvorsorge nur medizinisch gesehen sinnlose PAP-Test machen kann, sieht am Ende jeder Vagina den - ach statistisch ja so "häufigen" möglichen Gebärmutterhalskrebs..." - frei nach "Wer als Werkzeug..."

    From Europe

    Zitat

    Hallo, @Turandot, wollte mal daran erinnern, dass übrigens auch niemand "gezwungen" wird, sich an irgendwelchen der hunderten von Themen (Threads) zu beteiligen, die es hier im Forum gibt.

    Es steht jedem frei, sich an den Fäden zu beteiligen, an denen sie es wollen. ;-)

    Zitat

    Ich glaube, wenn ein FA 'ne Verteidigung brauchte, bei Dir, und einigen anderen weiblichen Zeitgenossen kriegt er sie gratis, oder darf er dafür vielleicht abrechnen? (zu seinen Gunsten)? [für die ganz Kritischen: dieser Satz ist zynisch gemeint, nicht ernst].

    Darf ich Dich an Deine Worte erinnern, die Du an Frauen gerichtet hast:


    Ich würde gern von Euch erfahren, wie Ihr das Thema FRAUENARZTBESUCH - ROLLE DES MÄNNL. PARTNERS - ROLLE DES (MÄNNL.) FRAUENARZTES einschätzt.


    An die Frauen die Frage: Welche ROLLE spielt der (männliche) Frauenarzt in Eurem Leben?


    Mit anderen Worten:


    Was sind Eure wirklichen spontanen Gedanken zum Thema Frauenarztbesuch (Frau wird von männl. Frauenarzt untersucht)?


    Du hast ein Problem mit den Antworten. Weder Frauen, die zum FA gehen, noch FAs haben es nötig, sich gegen Unterstellungen zu verteidigen. Wenn Du die Erklärungen nicht glaubst, ist es auch Dein Problem.

    From Europe

    Zitat

    Wer als Krebsvorsorge nur medizinisch gesehen sinnlose PAP-Test machen kann, sieht am Ende jeder Vagina den - ach statistisch ja so "häufigen" möglichen Gebärmutterhalskrebs..." - frei nach "Wer als Werkzeug...

    Welcher Test sinnvoll oder sinnlos ist, entscheide ich zusammen mit dem Fachmann. Ich gebe die Sache in die Hände des komptenten Schmieds und gehe doch nicht zum Schmiedl oder gar zum Koch. ;-)

    Gähn, gezwungen, Symbolik, Neid, Macht, Geilheit

    Meine jetzige Frau war damals 19 und wollte sich die Pille verschreiben lassen. In der Kleinstadt, in der sie wohnte, gab es nur einen (männlichen) Gynäkologen. Da ich zuvor meine Bedenken gegen die - meines Erachtens unnötigen Untersuchungen von Vagina und Brust - geäußert hatte, sagte sie mir danach, daß sie keinerlei Chancen gehabt habe, diese zu umgehen. Wenn sie nicht die Pille gebraucht hätte, hätte sie sich sicherlich nicht ihre Brüste zur "Krebsvorsorge" (Quatsch bei einer 19-jährigen) betasten lassen.


    Seitdem musste ich oft daran denken, was dieser Arzt bei ihr gemacht hatte, im Zusammenhang damit, wenn ich sie mit Blick auf ihre begehrenswerte Nackheit genüsslich anschaute.


    Ich empfand es fast wie eine Vergewaltigung meiner Geliebten. Das stört mich auch heute noch. Seither geht sie nur noch zu weiblichen Frauenärtzten, was mir überhaupt nichts ausmacht.


    Bei den Geburt unserer drei Kinder, bei denen ich dabei war, konnten wir nur einmal bewirken, daß eine weibliche Gynäkologin dafür verantwortlich war.


    Das erste, was der männliche, sehr kompetente und bestimmt integre Gynäkologe zu Beginn des insgesamt sehr bewegenden Erlebnisses gemacht hat, war, daß er ihr seinen Finger dort unten reingeschoben hat. Dieses hat mich peinlich berührt und und es wäre mir lieber gewesen, eine Frau hätte diese medizinisch sinnvolle Aktion vollzogen. Aber wir hatten keine Wahlmöglichkeit.


    Wenn mir jemand erzählt, daß es ein rein mechanischer, professioneller Akt sei ohne jegliche Symbolik, wenn ein Mann einer Frau seinen Finger in die Vagina schiebt, habe ich andere Gefühle dabei. Daß die Gefühle des Arztes andere als meine sind, wenn er dieses täglich x-mal macht, ist eh klar - aber hier schildere ich halt meine Gefühle.


    Neidisch zu sein, ist eigentlich immer etwas "krank im Kopf". Aber es lässt sich nun mal nicht immer vermeiden, daß wir gerade auf das neidisch sind, was uns lieb ist und was wir gerne hätten aber nicht haben können. Und ich schaue mir halt mal gerne nackte Frauen an, und hätte schon gerne öfter mal Gelegenheit dazu.


    Daß Ärzte eine ungeheure Macht über ihre Patienten haben, wird man wohl kaum bestreiten können. Darauf neidisch zu sein, halte ich auch nicht für in Ordnung. Deshalb beteilige ich mich an diesem Gespräch, um meinen "Tick" besser in den Griff zu bekommen.


    Ich habe nicht unterstellt, daß Frauenärzte in ihrer Berufsausübung geil sind.


    Wäre ja wohl auch etwas zuviel, wenn einer den ganzen Tag mit einem Ständer rumlaufen würde. Ich habe lediglich geschildert, welche Assoziationen ich als Nicht-Mediziner habe.

    Zitat

    ... ich schlage vor, wir unterhalten uns über PN (Private Nachricht) weiter, wer konstruktiv mitdiskutieren will, bitte 'ne Mail an mich schicken.

    Aha - weil die eingeforderten Antworten nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen, daher also wohl nicht "konstruktiv" sind, gibt es jetzt die Privatdiskussion unter Gleichgesinnten.


    Ist nicht wirklich schade drum, wie Turandot schreibt:

    Zitat

    So, Thema durch.

    Gerade auch wegen der Sturheit, mit der sich From Europe und wenige andere den Erfahrungen und Meinungen der anderen Teilnehmer gegenüber verschließen, ist sein Rückzug hier nicht weiter zu bedauern.

    Zitat

    Ich empfand es fast wie eine Vergewaltigung meiner Geliebten. Das stört mich auch heute noch. Seither geht sie nur noch zu weiblichen Frauenärtzten, was mir überhaupt nichts ausmacht

    Und wenn du nun wüßtest, daß die Frauenärztin lesbisch ist, hättest du dasselbe Problem?

    Lesbische Frauenärztin

    Ein ganz persönlicher Beitrag vorab:


    Vor einigen Jahren war ich - aus lauter eingebildeter/eingeredeter Angst und aus heutger Sicht unnötigerweise - bei einem Proktologen.


    Außer das es eher unangenehm war (denn: "ein Mann kennt keinen Schmerz") hatte ich kein Problem damit, daß er mir ein Riesenrohr und weiß Gott was sonst noch in den Hintern geschoben hat. Und ich hatte auch kein Problem damit, daß ihm eine jüngere weibliche Sprechstundenhilfe - wie beim Zahnarzt - dabei assistierte. (Schließlich sind wir doch moderne, aufgeklärte ?! Menschen, gelle!).


    Ein Problem hätte ich allerdings, wenn ich erfahren würde, daß dieser Proktologe ein heimlicher oder bekennender Schwuler ist. Ein weiteres Problem hätte ich dann, wenn der Prokologe vorher schon gewusst hätte, daß diese ganze Scheißprozedur - Entschuldigung! - diesem zweideutigen Wortspiel konnte ich einfach nicht widerstehen! - unnötig gewesen ist.


    Nun zur "lesbischen Frauenärztin", mit der ich als Partner kein Problem hätte (für meine Frau kann ich hier nicht sprechen):


    Frauen werden normalerweise nicht von Frauen vergewaltigt, sondern nur von Männern - oder?


    Und: Bei Frauen bin ich einfach nicht eifersüchtig, wenn sie meine Frau angrapschen, bei Männern schon!

    Zitat

    Wenn mir jemand erzählt, daß es ein rein mechanischer, professioneller Akt sei ohne jegliche Symbolik, wenn ein Mann einer Frau seinen Finger in die Vagina schiebt, habe ich andere Gefühle dabei.

    Und bei einer Lesbe hätte es keine Symbolik. Aha.

    Zitat

    Frauen werden normalerweise nicht von Frauen vergewaltigt, sondern nur von Männern - oder?

    Vielleicht hab ich irgendwas verpaßt, aber wieso geht es jetzt in diesem Zusammenhang plötzlich um Vergewaltigung???


    Eine Vergewaltigung geschieht in der Regel durch den Einsatz von physischer Kraft und durch die Ausnutzung der diesbezüglichen männlichen Überlegenheit. Mir ist nicht bekannt, daß eine Gyn-Untersuchung schon mal unter Zuhilfenahme solcher Zwangsmittel zustande gekommen wäre. ;-D