Es läuft alles darauf hinaus,

    dass viele von Euch (Frauen) es sehr normal finden, dass sie in ihrem Leben in ihren intimen Bereichen (Vagina etc.) außer von geliebten Partnern (kann männl. oder weiblich sein) auch noch von einem anderen Mann (Männern) immer mal wieder kurz angefasst/berührt/"hineingeschaut" werden, den (die) sie nicht lieben. Nämlich von Frauenärzten (bzw. Ärzten, die gynäkologische Untersuchungen) durchführen.


    Eine solche Frau hat - eine treue Beziehung vorausgesetzt - mind. 2 Männer, die bei ihr unten randürfen: Der geliebte Partner (häufig, lustvoll, aus Liebe) und ein Frauenarzt (regelmäßig, ca. 1 im Jahr zwecks (Vorsorge-)Untersuchungen, die es erfordern, dass sich die Frau untenrum unbekleidet auf einen gyn. Stuhl legt, auf dem der Arzt diese Untersuchungen an ihr vornimmt).

    Wenn ich das Forum nicht hätte...

    Zitat

    Lasst Euch mal freundlich gesagt sein, dass das Wort PARTNER von Lat. "pars" - "Teil" kommt. Beide "teilen" ihr gemeinsames Leben. (Bevor hier wieder eine (r) reinknallt - das heißt NICHT, dass man/frau alles zusammenmacht - aber in Dingen, die dem PARTNER wichtig sind, ihn/sie aus Liebe zu verstehen sucht. Scheint manchen fremd zu sein, so etwas...

    Ich hätts nicht gewusst......


    Ups, wollte aber nicht reinknallen


    Zwergi

    Ja, weil es nun mal normal ist, einen Ärzte nackt oder teilnackt zu Gesicht bekommen! Und da ist es mir vollkommen egal, ob das nun ein Mann ist oder eine Frau (weil es mitunter bei beiden Geschlechtern unangenehm werden kann)! Wenn mir der Mensch helfen kann, um mich wieder gesund zu machen, dann nimmt man das gerne in Kauf! Egal, welcher Bereich nun untersucht wird, der Arzt wird immer mal eine nackte Hautstelle sehen, selbst bei der einfachsten Untersuchung, wo man abgehört wird, muss man seinen Oberkörper freimachen (und da reicht schon eine schlimmere Erkältung, die einen zu so einer Untersuchung zwingt oder willst du mir weis machen, kein Mensch wird im Leben mal krank?)


    Ich hatte erst kürzlich eine Blasenentzündung und musste zum Urologen wegen den Beschwerden. Hätte der Arzt (ja es war ein Mann und was hätte ich tun sollen, wenn man beispielsweise bei einem Mann einen schnelleren Termin bekommt?) einen Abstrich durch meine Unterwäsche machen sollen, um rauszufinden, was mir fehlt? Oder hätte er ein Röntgen von dem Stück Stofffetzchen machen sollen anstatt von meiner Blase und Nieren? Ich bin froh, dass ich dort war, sonst hätte ich immer noch Schmerzen und die Bakterien wären nie gefunden worden, wenn ich so ein Theater um "Oh Gott, ein fremder Mann muss meine Vagina untersuchen" gemacht hätte!


    Und da kannst du noch so sehr darauf pochen, dass die Vagina einer Frau nicht mit anderen Körperteilen gleich gestellt werden sollte. In dem Moment, wo man Beschwerden hat, sieht man sein Geschlechtsorgan auch nur als Organ und will so schnell wie möglich gesund/behandelt werden und da ist es einem völlig egal, ob einen der (männliche) Arzt dann für 5 Min. (teil)nackt zu Gesicht bekommt oder nicht! Im Übrigen fände ich es auch nicht viel besser, wenn mich eine Frau nackt sehen würde ...


    Und das Gleiche gilt für Vorsorgeuntersuchgungen: man lässt sich gerne untersuchen (mein Gott, wegen zwei maligen Untersuchungen im Jahr so ein Theater zu veranstalten!), wenn man danach erfährt, es ist alles in Ordnung oder noch besser, wenn man dadurch erfährt, es ist etwas nicht in Ordnung und man hat es rechtzeitig erfahren!!


    Wie blöd muss man eigentlich sein, um das nicht zu verstehen? (Tut mir leid, aber ich bin gerade in Rage wegen dieser Ignoranz) >:(

    Zitat

    Für mich paßt das ins Bild. Denn ich habe die Erfahrung gemacht, daß meist diejenigen die eifersüchtigsten sind (oft obsessiv eifersüchtig), die es selbst nicht so genau nehmen...

    Dahinter steckt sogar eine gwisse Logik, denn der Mensch schließt ja gerne von sich auf Andere. D.h. ein Mensch, der von sich weiß, dass es für ihn leicht wöre fremdzugehen, dem müsste es ja auch recht leicht fallen, diese Tendenzen anderen Mitmenschen unterzuschieben.

    Zitat

    aber in Dingen, die dem PARTNER wichtig sind, ihn/sie aus Liebe zu verstehen sucht. Scheint manchen fremd zu sein, so etwas...

    Du bringst hier m.E. zwei Dinge durcheinander. Natürlich ist es wichtig die Ängste, Befindlichkeit, die Gefühle des andren zu verstehn. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass ich darauf immer Rücksicht nehmen muss. Denn das würde bedeuten, dass ich mich komplett zurücknehme und meine Bedürfnisse nicht mehr wichtig nehme.....

    Zitat

    Du hast völlig recht: Das nennt sich Projektion

    Yep :)^ Wie sagt der gute Michael-Lukas Moeller? "Ich werfe dem andren vor, was ich mir selbst vorwerfe"

    Danke Anais, geht schon wieder ;-)


    Aber es ist doch wirklich erstaunlich, welchen Blödsinn sich manche im Hirn zusammen spinnen ...


    Außerdem, so weit ich mitbekommen habe, hat Europe's Frau bereits ein Kind geboren. Was macht er denn dann bei der Geburt, wo nicht unbedingt der Arzt des Vertrauens dabei ist, sondern vielleicht der Arzt in der Klinik und zig andere Menschen rumstehen und seine Frau offen wie ein "Scheunentor" vor diesen Menschen liegt/sitz?

    @Zwergterroristin (öhm) @dieSanfte

    ‚Hintergrund‘:


    Lies doch bitte meine früheren Beiträge zum Thema.


    Nachdem mir ‚Menschenkind‘ angeraten hatte, zum Therapeuten zu gehen, wollte ich die Situation etwas entspannen und bin ich auf Ironie ausgewichen. Und jetzt bin ich im Zweifel, ob diese Ironie nicht für bare Münze genommen wurde/wird - weshalb ich nun wieder davon Abstand nehme ... bzw. ich schreib‘s jetzt vorher immer ausdrücklich dazu, wenn es ironisch gemeint ist und verwende dort umgangssprachliche Ausdrucksweise.

    Zitat

    Was macht er denn dann bei der Geburt, wo nicht unbedingt der Arzt des Vertrauens dabei ist, sondern vielleicht der Arzt in der Klinik und zig andere Menschen rumstehen und seine Frau offen wie ein "Scheunentor" vor diesen Menschen liegt/sitz?

    Also


    (nicht ironisch! und ganz ehrlich, ehrlich!):


    Ich war bei allen drei Geburten meiner Kinder dabei.


    Mit Abstand am schönsten für mich und auch meine Frau war die letzte Geburt, bei der eine erfahrene Gynäkologin die Leitung hatte.


    Bei den Geburten davor hat mich das ewige, wichtigtuerische Herumge-fuhrwerke der männlichen Ärzte in der Muschi meiner Frau ziemlich tierisch genervt. Im Vergleich dazu konnte ich dann auch klar feststellen, wieviel Unnötiges davon dabei war - anders als bei der weiblichen Geburtshelferin.


    Ich meine auch, daß die ‚sanften weisen‘ Frauen hier wieder das Ruder in die Hand nehmen sollten, nachdem es ihnen in den letzten 150 Jahren von (machtbesessenen?) Männern entrissen worden war und Hebammen mehr und mehr degradiert worden sind.


    Die physiologischen Fortschritte der Medizin sind nicht zu bestreiten, über den parallel laufenden psychischen Verarmungs/Entseelungsprozess sollten wir zumindest mal offen reden.


    Irgendeine Wahlmöglichkeit der Frauen, sich den/die Gyn ihres Vertrauens für dieses prägende Erlebnis aussuchen zu können, ist in einer großen Uniklinik eher nicht vorgesehen - und dieses wäre eines meine Anliegen, z.B. für unsere nunmehr volljährige Tochter.

    golden-dream

    Zitat

    Für mich war es wichig, daß Frau/Kind im Extremfall sofort intensivmedizinisch versorgt werden können.

    Ohja, das war für mich auch sehr wichtig. Hatte ne Horrorgeburt beim ersten Kind (trotz völlig problemloser Schwangerschaft!), ohne Klinik wär mein Sohn heut nicht da und ich auch nicht :-( BTW: Damals war die Hebamme im Gegensatz zum FA mir gegenüber völlig respektlos und hat an und in mir "gefuhrwerkt", dass es eine wahre Pracht war :-( Klar sind das Einzelfälle, wollt nur sagen, dass das mit dem Geschlecht rein gar nix zu tun hat.