Ja, ungefähr 1000 Optionen. ;-)


    Es gibt unendlich viele Nuancen zwischen den Extremen. Was ich meine ist, dass die beiden miteinander herausbekommen, was für sie das beste ist. Und sie sollten sich Zeit lassen dabei. Und die Lösung ist oft dort, woran man nie gedacht hatte. Also z.B. Lösung d)


    Hanna, wenn Du es mal probierst mit seinem Vorschlag, dann sprecht darüber. Ihr werdet merken, ob und wie es funktioniert.

    @ Wolfgang:

    Option a hatte ich voriges Jahr – das GANZE lange Jahr – und jetzt kann ich einfach nicht mehr.... und Option c – ich kann mir nicht vorstellen, ohne ihn zu leben :°( Also wäre nur mehr Option b möglich – das Problem: Mein "Schubladen"-Denken – weil sowas sich nicht gehört...

    Alos ich denke das ihr doch offenbar das Schwerste schon hinter euch habt, ihr habt das Problaem an-/besprochen. Und er ist offensichtlich sogar bereit dir hier Freiheiten zu geben. Wenn du jetzt damit ein Problem hast muss man überlegen wie dein Unbehagen beseitigt werden kann. Zum Beispiel indem dein Mann beim Sex mit dem anderen dabei ist. Oder indem ihr in einen Swingerclub geht, vielleicht hat das ja sogar noch den positiven Effekt das seine Libido sich auch wieder meldet ? In eurer Situation ist jedenfalls Phantasie gefragt, keine Bedenkenträgerei ;-)

    Zitat

    Wenn ein Mann (aus medizinischen Gründen) keinen Sex mehr haben möchte (Libidoverlust) und er seiner Frau sagt, sie kann mit anderen Männern machen & tun was sie will, Hauptsache sie ist glücklich – ist das dann fremdgehen, wenn sie es wirklich tut?

    Nein, es ist kein Fremdgehen, aber es ist nach meinem Empfinden trotzdem Sch.....e.


    Nur schon die Tatsache, dass einem der eigene Mann zu einem anderen schickt, damit man "glücklich" ist, ist so etwas von bitter.


    Wenn ich mir diese Situation im Kopf durchspiele, dann komme ich letztendlich nur auf Schmerz. Selbst wenn mir der fremde Mann für eine Stunde den Druck nimmt, irgendwann geht der Puls wieder normal und das Denken setzt wieder ein. Dann liege ich neben einem Fremden und denke an meinem Mann zuhause, der nicht kann, irgendwie vielleicht auch nicht will und die Situation wird immer verfahrener. Ans Heimkommen und unter die Augen treten nach so einem Event möchte ich gar nicht denken.


    Was mir dabei am meisten zu schaffen macht, ist der Zusammenhang mit einer Krankeit. Ich denke, man kann Sex (oder Teile davon) schon delegieren. Z.B. wenn eine spezielle Praktik unbedingt sein muss, innerhalb der Beziehung aber nicht möglich ist - diesen einen begrenzten Bereich könnte man outsourcen. Aber den ganzen Sex...? Sex ist ja ein bisschen mehr als nur das Verlinken von Geschlechtsorganen. Da bleibt eine grosse, laut schweigende Lücke zurück.


    Der Mann braucht seine Medikamente. Er wählt das kleinere von zwei Uebeln. Die Angst, dass die Depressionen ohne die Medikamente zurückkommen, ist grösser als der Frust über den Verlust von Libido und Liebesleben. Wenn er die Medis absetzen würde, könnte er vielleicht wieder vögeln, würde aber psychisch immer am Abgrund entlang schrammen. Und so blockt er und zieht Trennlinien.


    Ich denke, in einer solchen Situation gehört der Partner immer in die (hoffentlich parallel stattfindende) Psychotherapie miteinbezogen. Sex unter Antidepressiva wird fast immer kompliziert, für den Betroffenen selbst, aber auch für den Partner. Die wenigsten Paare können mit so einer Situation locker umgehen. Da fehlen uns die Worte und im Freundeskreis kann man auch nicht darüber reden, weil es einerseits ein Tabu-Thema ist und andererseits alle überfordert sind.


    Ich würde schauen, dass man ein paar Stunden gemeinsame Therapie machen könnte. Wo man über seine Bedürfnisse, Aengste, Frustrationen, Ohnmachtsgefühle, etc. reden kann. Und wie man Wege zur gegenseitigen (seelischen und körperlichen!) Befriedigung finden kann, ohne dass man die Zweier-Beziehung dafür opfern muss.

    Hanna

    Zitat

    Eine Gefühls- bzw. Gedankenlesemaschine wurde ja leider noch nicht erfunden...

    Und selbst, wenn es sie gäbe, man bräuchte ja eine, die die Gedanken und Gefühle einer möglichen Zukunft liest, also gleichzeitig noch eine Zeitmaschine in die Zukunft ist mit der Möglichkeit, verschiedene Alternativen auszuprobieren. ;-)


    Ok, Spaß beiseite. Du hast viele gute Antworten bekommen - mach' was draus, aber lass' es nicht einfach laufen. :)*


    Eigentlich brauchst erst dann ein Ventil, wenn du merkst, dass du deinem Mann seine Lustlosigkeit übelnimmst und grantig und böse mit ihm wirst. Bis dahin kann Alternative

    Zitat

    a) Leben wie eine Nonne

    eine auch positiv nutzbare Alternative sein. Du kannst dir ja deine "Klosterregeln", die Sexualität betreffend selber gestalten (1000 und mehr Möglichkeiten, wie der normale-typ schon festgestellt hat ;-) ).

    Mayflower

    :)z :)=

    @ Mayflower:

    Danke für deine Antwort.... da hast du voll ins Schwarze getroffen: Es geht um eine spezielle Praktik... und ich bin echt nicht stolz drauf, dass ich mir über sowas Gedanken mache...

    @ LovHus:

    Auch dir vielen Dank! Ich werde ihm NIE böse sein... er kann ja nichts dafür... wenn da nichts ist, ist da eben nichts... aber mir geht's halt sehr schlecht deswegen...


    Alles Liebe!

    Zitat

    Fremdgehen mit Erlaubnis = okay?

    Meinem Empfinden nach, ja. Jedenfalls wenn der kein Sex habende Partner, nicht unter dem Fremdgehen leidet...


    Wenn er es okay findet, dass seine Frau mit anderen Männern Sex hat und sie nicht auf Sex verzichten möchte und das Angebot ihres Ehemannes deshalb gerne annimmt – wer wird denn durch den Fremdsex verletzt? Und wenn niemand verletzt wird und daraus nur Vorteile erwachsen, warum sollte man dieses Arrangement nicht als okay betrachten?

    Zitat

    Wenn ein Mann (aus medizinischen Gründen) keinen Sex mehr haben möchte (Libidoverlust) und er seiner Frau sagt, sie kann mit anderen Männern machen & tun was sie will, Hauptsache sie ist glücklich – ist das dann fremdgehen, wenn sie es wirklich tut?

    Rein vom Wortlaut her ist es, genau genommen, schon fremdgehen, denn man geht ja mit einer beziehungsfremden Person ins Bett. Es ist nur eben kein Betrügen, da man den Partner dabei nicht hintergeht.