Valentina

    mist ;-D


    hab den beitrag abgeschickt, da ist die verbindung abgebrochen. also hier nochmal, nur vielleicht etwas kürzer.


    ich will nicht suchen, ich schreib es lieber einmal neu und alles zusammen.


    ich denke einfach, dass der satz "was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß" stimmt.


    wenn wir von einem reinen sexualen verlangen ausgehen, das in einer beziehung nicht gestillt werden kann, weil der partner sich einfach nicht zu einem völlig fremden menschen transformieren kann, weil man mit einem menschen, mit dem man schon seit mehreren jahren zusammen ist, einfach keine unsicherheit und ungewissheit entwickeln kann oder wenn der partner eben nicht auf analsex oder sm-spielchen steht, dann ist es wie essen oder joggen. ein kleines verlangen, leider äußerst bedeutsam in unserer gesellschaft.


    wozu dann eine intakte beziehung zerstören? unnötig jemandem weh tun, der, wenn er nie davon erfährt, nie unglücklich sein wird?


    geteiltes leid (in dem fall eben geteiltes schlechtes gewissen) mag zwar halbes leid sein, aber in dem fall ist es dann doppeltes leid.


    es ist einfach nur das abwälzen der eigenen inneren probleme auf den partner, betitelt mit den großen worten "wahrheit sagen". für mich in wirklichkeit einfach die unfähigkeit mit den konsequenzen der eigenen entscheidung zum fremdgehen zu leben. und die konsequenz ist nun mal das bewusstsein, dass man etwas getan hat, was der partner nicht gut heißen würde. trotzdem ist es eben meine meinung, dass man dem partner viel mehr gutes damit tut, dass man den mund hält, anstatt dass man diese bürde dem partner auferlegt.


    mir ist klar, dass man es anders sehen kann. das ist also kein diskussionsansatz oder überzeugungsversuch, sondern nur die persönliche begründung, um die du gebeten hast :-)

    Zitat

    mir ist klar, dass man es anders sehen kann. das ist also kein diskussionsansatz oder überzeugungsversuch, sondern nur die persönliche begründung, um die du gebeten hast

    Richtig und ich denke, momentan besteht zumindest von deiner Seite aus kein Interesse zu diskutieren und deshalb lasse ich deine Begründung einfach mal so stehen. Obwohl ich es natürlich bisschen anders sehe ;-)


    Danke dir hierfür :-)

    @ striptease

    Zitat

    es ist einfach nur das abwälzen der eigenen inneren probleme auf den partner, betitelt mit den großen worten "wahrheit sagen". für mich in wirklichkeit einfach die unfähigkeit mit den konsequenzen der eigenen entscheidung zum fremdgehen zu leben. und die konsequenz ist nun mal das bewusstsein, dass man etwas getan hat, was der partner nicht gut heißen würde.

    ja, man kann es natürlich so drehen. Wer dann doch ehrlich ist (vielleicht auch erst nach einer gewissen Zeit), ist zu schwach, um das ganze mit seinem eigenen Gewissen auszumachen. Hm...


    Was ist mit der Schwäche, die sich in der Angst vor den Konsequenzen, wenn man die Karten auf den Tisch legt, ausdrückt?

    Außerdem bleibe ich dabei, dass ich Unehrlichkeit respektlos finde. Damit entmündigt man den Partner quasi, indem man ihm eine "Realität" vortäuscht, die eben keine ist. Der Partner weiß nichts, also wird ihm die Entscheidungsfreiheit genommen, ob er unter DIESEN Bedingungen sich eine Beziehung noch vorstellen kann oder nicht. Und das Ganze dann so darzustellen, als wolle man in erster Linie "nicht weh tun", finde ich dann schon recht unverfroren.

    Zina

    klar :-)


    man könnte auch fragen, was mit der schwäche ist, die man zeigt, weil man nicht einfach verzichtet. entmündigung ist auch ein gutes argument, ein weiteres wäre zum beispiel, dass man sich verstellen muss und in kauf nimmt, dass der partner einen nicht so akzeptiert, wie man wirklich ist (denn in wirklichkeit hat man ja eben diese wünsche und weiß, dass man nicht so toll ist, als dass der partner einen mit diesen wünschen und sehnsüchten akzeptieren würde)...


    ich sage ja, man kann vieles gegen diese sichtweise sagen :-), da gibt es kein abschließendes ultra-argument.

    in einer Beziehung muss man immer wieder neu bestimmen, wie viel ich von mir selber dem anderen zeige, offenbare und erzähle. Wenn man schon länger zusammen ist und das Interesse aneinander weniger wird, ist es doch ganz logisch, nachvollziehbar und moralisch überhaupt nicht verwerflich, dass ich das, was mit meiner Patnerin nicht mehr gemeinsam lebbar ist, mit jemandem anderes lebe. Das kann ein persönliches Gespräch sein über intime Themen und das kann auch körperlich werden. Warum muss man das der Partnerin erzählen?


    Diejenigen, die moralisch (ver)urteilen, haben oft eine andere Sicht der Dinge, wenn sie plötzlich der "Betrüger" sind und nicht der "Betrogene"

    Zitat

    Wenn man schon länger zusammen ist und das Interesse aneinander weniger wird, ist es doch ganz logisch, nachvollziehbar und moralisch überhaupt nicht verwerflich, dass ich das, was mit meiner Patnerin nicht mehr gemeinsam lebbar ist, mit jemandem anderes lebe.

    Da hast du absolut Recht, wenn deine Partnerin davon weiss ;-)

    Das ist auf die gesamte Beziehung bezogen. Also am Anfang der Beziehung redet man doch recht viel, was der andere sagt, ist interessant, man diskutiert, teilt verschiedene Leidenschaften für etwa Musik, Kunst oder was weiß ich alles. Sex ist geil miteinander, man liebt sich leidenschaftlich, ist ganz wild und gierig nach dem Körper des anderen, empfindet gemeinsame Lust und Erregung.


    Und irgendwann wird es zur Gewohnheit, man kennt den anderen mehr oder weniger in- und auswendig, weiß, was er sagt, denkt und beim Sex tut. Durch die andauernde Wiederholung wird das Interesse am anderen weniger - man kennt halt schon alles, es gibt nichts neues, überraschendes mehr - und dann wird das Fernsehprogramm spannender als ein schöner, gemeinsamer Abend, auch wenn es im Fernsehen eingentlich nichts gibt, was man sehen will und man nur herumzappt...


    Da denke ich mir doch, da lasse ich meine Freundin zappen und wende mich andern Menschen zu