-socrates-

    Zitat

    Wenn ich sowas lesen -> grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr


    Was ist bitte bedeutungsloser Sex ?

    Du liest nicht genau ;-) Ich schrieb nicht von bedeutungslosem Sex, sondern von einem bedeutungslosen **Fehltritt[/i]. Lass es mich genauer darlegen:


    Gehen wir von einer langjährigen Beziehung aus, okay? 10, 15 oder 20 Jahre. Beide Partner lieben und begehren sich, aber sie sind eben 15 Jahre Tag für Tag zusammen, haben seit 15 Jahren keine fremde Haut berührt und keine fremden Lippen geschmeckt. Sie haben viel erlebt, Gutes wie Schlechtes und es hat sie zusammen geschweißt. Jetzt gab es ein paar Wochen keinen Sex, weil der Stress überhand nahm. Der 10jährige Sprößling fällt in der Schule unangenehm auf, das Haus muss abbezahlt werden, die Schwiegermutter kündigt ihren Besuch an, der Chef meckert - eben der ganz normale Wahnsinn in einer Durchschnittsehe. Man schläft abends erschöpft nebeneinander ein ...


    Irgendwann gibt es dann einen Frauen- oder Männerabend. Man kommt »raus«. Ein Glas Wein, die heitere Stimmung und der flüchtige Blickkontakt zu einer anderen Person. Irgendwie prickelt es und der Alltagsstress rückt in weite Ferne. Jetzt kommt eins zum anderen (und ja, man hätte vorher abbrechen können/sollen/müssen, aber es »passiert« eben) und schon haben wir den Fehltritt.


    Wir können jetzt mahnen und rufen: »Wieso hast du nicht an deine Familie gedacht!« ... Aber das macht die Sache nicht ungeschehen. Es war vielleicht kein bedeutungsloser Sex, aber auch kein Zeugnis tiefer inniger Liebe. Es war Lust und Begierde. Das kurze Auflodern einer Flamme, die danach schnell wieder erlischt.


    Jetzt kann man hergehen und es dem Partner zu Hause beichten. Man kann sich trennen, scheiden lassen, alle anderen Gemeinsamkeiten aufgeben - alles wegen einem Fehltritt, dessen Namen man schon nicht mehr weiß oder nie erfahren hat.


    Oder man schweigt eben.


    Versteh mich nicht falsch. Ich kann und will Sex bislang nicht von Liebe trennen. Es war für mich noch nie ein rein körperlicher Vorgang. Aber es gibt Menschen, die es trennen können und wollen.


    Das wäre dann für mich der zitierte »bedeutungslose Fehltritt«. Bedeutungslos deshalb, weil es dabei nicht um jahrelange Frustation oder enorme Defizite ging. Es war spontan, vielleicht nicht löblich, aber auch nicht tiefgreifend.


    Herrscht eine grundsätzliche Disharmonie und ist eine [b]erfüllende** partnerschaftliche Sexualität grundsätzlich NICHT möglich, dann ist das natürlich noch mal eine ganz andere Sache und macht alles viel komplizierter ...

    Ohje, nein. Nochmal, damits für die Augen angenehmer ist:

    Du liest nicht genau Ich schrieb nicht von bedeutungslosem Sex, sondern von einem bedeutungslosen Fehltritt. Lass es mich genauer darlegen:


    Gehen wir von einer langjährigen Beziehung aus, okay? 10, 15 oder 20 Jahre. Beide Partner lieben und begehren sich, aber sie sind eben 15 Jahre Tag für Tag zusammen, haben seit 15 Jahren keine fremde Haut berührt und keine fremden Lippen geschmeckt. Sie haben viel erlebt, Gutes wie Schlechtes und es hat sie zusammen geschweißt. Jetzt gab es ein paar Wochen keinen Sex, weil der Stress überhand nahm. Der 10jährige Sprößling fällt in der Schule unangenehm auf, das Haus muss abbezahlt werden, die Schwiegermutter kündigt ihren Besuch an, der Chef meckert - eben der ganz normale Wahnsinn in einer Durchschnittsehe. Man schläft abends erschöpft nebeneinander ein ...


    Irgendwann gibt es dann einen Frauen- oder Männerabend. Man kommt »raus«. Ein Glas Wein, die heitere Stimmung und der flüchtige Blickkontakt zu einer anderen Person. Irgendwie prickelt es und der Alltagsstress rückt in weite Ferne. Jetzt kommt eins zum anderen (und ja, man hätte vorher abbrechen können/sollen/müssen, aber es »passiert« eben) und schon haben wir den Fehltritt.


    Wir können jetzt mahnen und rufen: »Wieso hast du nicht an deine Familie gedacht!« ... Aber das macht die Sache nicht ungeschehen. Es war vielleicht kein bedeutungsloser Sex, aber auch kein Zeugnis tiefer inniger Liebe. Es war Lust und Begierde. Das kurze Auflodern einer Flamme, die danach schnell wieder erlischt.


    Jetzt kann man hergehen und es dem Partner zu Hause beichten. Man kann sich trennen, scheiden lassen, alle anderen Gemeinsamkeiten aufgeben - alles wegen einem Fehltritt, dessen Namen man schon nicht mehr weiß oder nie erfahren hat.


    Oder man schweigt eben.


    Versteh mich nicht falsch. Ich kann und will Sex bislang nicht von Liebe trennen. Es war für mich noch nie ein rein körperlicher Vorgang. Aber es gibt Menschen, die es trennen können und wollen.


    Das wäre dann für mich der zitierte »bedeutungslose Fehltritt«. Bedeutungslos deshalb, weil es dabei nicht um jahrelange Frustation oder enorme Defizite ging. Es war spontan, vielleicht nicht löblich, aber auch nicht tiefgreifend.


    Herrscht eine grundsätzliche Disharmonie und ist eine erfüllende partnerschaftliche Sexualität grundsätzlich NICHT möglich, dann ist das natürlich noch mal eine ganz andere Sache und macht alles viel komplizierter ...

    Sex kann total bedeutungslos sein, selbst mit dem geliebten Partner und ein anderes Mall kann er sehr viel bedeuten. Mir ist es lieber, man misst dem nicht zu viel bei, sonst wirds leicht stressig, auch in der Beziehung.. ich liebe die Highlights, die es dabei immer mal gibt, aber logischerweise ist dann nicht jeder Sex ein solches Highlight. Hauptsache es ist ingesamt und unter dem Strich eine bereichernde Sache.

    socrates

    Deine Beiträge haben nur eine Aussage:


    Eine funktionierende Beziehung besteht a u s s c h l i e ß l i c h aus


    NICHTFREMDGEHEN


    NICHTFREMDGEHEN


    NICHTFREMDGEHEN


    NICHTFR::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::


    Armer/Armes !


    Du tust mir echt leid.


    Und wieviel dir eine gute Beziehung wert ist. wiederholst du in jedem Beitrag: Nichts! Weil du bei einem Fehltritt eines Partners alles hinschmeisst.


    Du bist nicht beziehungsfähig. Dein Partner lebt in einem unsichtbaren Kerker. Und pass gut auf: Einmal bricht er doch aus!!

    tontch

    meinste?


    ich sag mal so. ich fühlte mich schon immer zu meiner damaligen schwägerin sexuell hingezogen und hab mir dann bei der SB sie vorgestellt. und eines tages ergab es sich, das wir einen quickie hatten. und ja nach langem hin und her hab ich mit meiner freundin schluss gemacht und hab mir dann ihre schwester angebandelt. der sex usw ist der hammer, sozusagen besser als mit meiner ex, aber das zwischenmenschliche usw fehlt.


    unsere beziehung besteht fast nur aus sex, den ich ach nicht missen möchte aber bin mir nicht sicher was ich machen soll...


    ohje...

    Zitat

    Und wieviel dir eine gute Beziehung wert ist. wiederholst du in jedem Beitrag: Nichts! Weil du bei einem Fehltritt eines Partners alles hinschmeisst.

    Deshalb habe ich immer nur von mir gesprochen.


    So paradox es klingen mag, ich würde einen Seitensprung meines Mannes nicht unbedingt gebeichtet bekommen wollen, so lange ich mir sicher sein kann, dass ein möglicher "Fehltritt" seinerseits seine Gefühle zu mir nicht in Frage stellen.

    Ich würds nicht machen, warum auch, ich liebe meinen Mann, ich gönne ihm auch, ich will dass er glücklich ist.


    Ist das egoistisch?


    Genauso schaue ich aber auch darauf, dass ich glücklich bin.


    Und unsere Ehe ist intakt und funktioniert, warum bezeichnest du andere Lebensformen als Schwachsinn, socrates?


    Keiner will dir deine Haltung ausreden, im Gegenteil, sie ist bewundernswert, aber warum kannst du andere Menschen nicht ihr Leben leben lassen?


    Mir bedeutet Sex nicht so viel wie dir, ich finde es nun nicht das heilige Intime, willst du mir einreden, ich sei schwachsinnig, weil ich anders denke als du?

    @G.W. von Rue

    Zuerst einmal -> wirklich wunderschön formuliert und ich finde es immer wieder genial, wie du schreibst. Dafür meine Hochachtung. :)^:)*

    Zitat

    Du liest nicht genau Ich schrieb nicht von bedeutungslosem Sex, sondern von einem bedeutungslosen Fehltritt.

    Sorry, war gerade in einem Lauf. ;-)

    Zitat

    Irgendwann gibt es dann einen Frauen- oder Männerabend. Man kommt »raus«. Ein Glas Wein, die heitere Stimmung und der flüchtige Blickkontakt zu einer anderen Person. Irgendwie prickelt es und der Alltagsstress rückt in weite Ferne. Jetzt kommt eins zum anderen (und ja, man hätte vorher abbrechen können/sollen/müssen, aber es »passiert« eben) und schon haben wir den Fehltritt.

    Das Problem bei diesem Gedankengang ist, dass es bei diesen Abend viele Menschen gibt, die sich kennen. Die Wahrscheinlichkeit, dass so ein Fehltritt dann heraus kommt, ist wirklich unglaublich groß.

    Zitat

    Wir können jetzt mahnen und rufen: »Wieso hast du nicht an deine Familie gedacht!« ... Aber das macht die Sache nicht ungeschehen. Es war vielleicht kein bedeutungsloser Sex, aber auch kein Zeugnis tiefer inniger Liebe. Es war Lust und Begierde. Das kurze Auflodern einer Flamme, die danach schnell wieder erlischt.

    Wunderschön formuliert, aber dadurch wird das Geschehene nicht ungeschehen gemacht.

    Zitat

    Jetzt kann man hergehen und es dem Partner zu Hause beichten. Man kann sich trennen, scheiden lassen, alle anderen Gemeinsamkeiten aufgeben - alles wegen einem Fehltritt, dessen Namen man schon nicht mehr weiß oder nie erfahren hat.

    Mir stellen sich die Nackenhaare auf, wenn ich höre, dass man nicht einmal den Namen kannte.

    Zitat

    Versteh mich nicht falsch. Ich kann und will Sex bislang nicht von Liebe trennen. Es war für mich noch nie ein rein körperlicher Vorgang. Aber es gibt Menschen, die es trennen können und wollen.

    Die sollten dies dann auch bitte dem Partner mitteilen.

    Zitat

    Das wäre dann für mich der zitierte »bedeutungslose Fehltritt«. Bedeutungslos deshalb, weil es dabei nicht um jahrelange Frustation oder enorme Defizite ging. Es war spontan, vielleicht nicht löblich, aber auch nicht tiefgreifend.

    Vollkommen verstanden und ich weiß genau, wieso du es so schön formuliert hast. ;-)

    Zitat

    Herrscht eine grundsätzliche Disharmonie und ist eine erfüllende partnerschaftliche Sexualität grundsätzlich NICHT möglich, dann ist das natürlich noch mal eine ganz andere Sache und macht alles viel komplizierter ...

    Da stimme ich vollkommen zu.


    Du schreibst so völlig überzeugt davon, dass es dann nichts bedeutet. Wieso, wenn man so frustriert von seinem Alltagleben ist, kann man dies nicht seinem Partner mitteilen? Wieso kann man dies nicht vorher entscheiden? Wieso lässt man es so weit kommen?


    Ich verstehe vollkommen deine Argumentation und "vielleicht" würde ich es dann auch nicht wissen wollen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass bei deinem Beispiel es um 10 Ecken an meine Ohren getragen wird ist unglaublich groß und damit würde die ganze Ehe sicher zusammen brechen, da das Vertrauen dann auch in diese Beziehung zerstört wäre.


    Aber wirklich meine Hochachtung, wunderschön dargelegt. :)*:)^@:)

    sumsebiene25

    Zitat

    ich kann natürlich nicht beurteilen wie das nach 20 jahren ist und das möchte ich ja auch nicht. ich bin 25 und sehe das eben bzw sah das schon immer so wie jetzt. aber wenn man das alles so liest, könnte man echt glauben, es gibt keine treuen menschen mehr. und es gibt nunmal auch leute die auf sowas sehr viel wert legen.

    mit dem alter hat das überhaupt nichts zu tun..ich habe mit 17 gesagt, daß mir das nie passieren wird, mit 37, jetzt mit mitte 40 und das wird auch so bleiben...da gibts keinen grund, warum das anders ein sollte, weil ich so wie du es auch schon geschrieben habe einfach vorher nachdenke und die beziehung gegebenenfalls beende anstatt zu betrügen...ich möchte mir auch noch morgen in die augen blicken können...:)^

    Zitat

    werde eure antworten akzeptieren.

    gut, denn auch das zeugt von respekt und nur weil es anderen an respekt fehlt, ist das keine rechtfertigung, sie ihnen zu verweigern...:)^