@ Kitsune

    Jetzt geht’s natürlich doch sehr arg vom Thema ab und auf die gaaanz großen Themen zu – aber gut...


    Das mit dem "Feindbild Emanze" geht mir ein bisschen zu weit. Allermeist (?) habe ich mich hier im Forum doch um einiges differenzierter geäußert.


    Eine Bekannte, die sich selbst Feministin nennt, (und ich gehe durchaus mit solchen Bekannten Kaffee trinken!) hat mich mal sehr gelobt: Ich sei einer der wenigen Männer in ihrem Umkreis, die den Feminismus ernst nähmen und eine, wenn auch kritische, aber ehrliche männliche Position dazu bezöge. Naja, hat mich sehr geschmeichelt...


    Ich denke, ich habe hier schon KONKRETER gesagt (in den genannten Diskussionsfäden), was mir als Mann an weiblichen/ "feministischen" Positionen nicht passt (hier in Bezug auf den Themenbereich Sexualität), was ich im Grunde genommen GERADE vom Gedanken der GLEICHBERECHTIGUNG her inkonsequent finde.


    Deine "Emanzipation der Männer", wie stellst Du Dir die denn eigentlich vor? Als eine Art Psychotherapie? Die Emanzipation der Frauen war zu weiten Teilen eine Emanzipation gegen die Männer. Eine "Emanzipation der Männer" würde mMn auch zu weiten Teilen eine Emanzipation gegen die Frauen sein – mit gewissen Reibungen.

    die aber nötig wären, wenn beide geschlechter sich irgendwann mal in die augen sehen wollen. und in gewissen punkten fände ich es durchaus angebracht, wenn männer sich auch mal was erstreiten, was in frauenhand liegt. zb bei den rechten am kind.

    Zitat

    Die Emanzipation der Frauen war zu weiten Teilen eine Emanzipation gegen die Männer.

    richtig. du vergisst aber de unterschiedliche ausgangslage: bis dato waren sämtliche rechte deutlich zu gunsten der männer verteilt, man nehme mal alleine das wahlrecht oder den zugang zu beruf und blidung. Frauen mussten sich viele rechte, die für männer seit hunderten von jahren selbstverständlich waren, erst erstreiten. natürlich war das ein "kampf gegen die männer"., denn wer will seine macht schon gerne teilen.


    und bis heute sehe ich noch sehr viele punkte, in denen frauen benachteiligt sind. schlichtweg aufgrund ihrer biologie-eine Frau kann kinder bekommen und stellt daher für jeden arbeitgeber ein risiko dar. und nachdem männer meist besser verdienen, muss die frau auch zu hause bleiben und den nachwuchs aufziehen. zumal kaum ein mann freiwillig erzeihungsurlaub nimmt-also gibt´s quotenregelungen....wirkliche gleichberechtigung ist,grade auf dem sektor, noch nicht wirklich erreicht, und sehr häufig heisst es für frauen noch Kind oder Karriere, wohingegen männer beides meist problemlos unter einen hut bringen.


    ich möchte hier auch nicht über das schicksal der Frau lamentieren, sondern nur nochmal darauf hinweisen, dass "gleichberechtigung" immer noch teilweise nur ein konzept auf´m papier ist, und dass männer einfach eine wesentlich bessere ausgangsposition haben, von wo aus sie in der hinsicht durchstarten können 8oder andersrum: der leidensdruck ist viel geringer)


    und das "feindbild emanze" hab ich deswegen rausgelesen, weil ich hier den eindruck hatte "die sind scghuld das männer jetzt untergebuttert werden"


    und ich sage, das liegt an der orientierungslosigkeit der Männer

    @ Johnny Depp:

    Überhaupt interessant: die ganzen Promi-Größen, die als "Frauentypen" gelten – obwohl sie ja im Grund genommen "alte Säcke" sind. Da gäbe es ja eine ganze Reihe Namen zu nennen. Selbst Robbie Williams hat die 30 doch inzwischen deutlich überschritten. Gut aber da tritt das "alter-Sack-Sein" im Frauenbewusstsein eben in den Hintergrund.

    Zitat

    und plötzlich stehen männer da, haben selbstbewusste frauen um sich

    So?


    Wo sind denn diese Frauen?


    Die Frauen, die ich kennen gelernt hatte waren so:


    Hübsch, intelligent, einige jung, einige älter. Aber fast allen ist gemein, dass sie mit Männern zusammen sind, die sie bescheißen, unterdrücken, mies behandeln, einsperren usw. usf.


    Wo ist da das sogenannte Selbstvertrauen?


    Natürlich gibt es auch andere Frauen, die wirklich selbstbewusst sind und sich NICHT von ihrem Partner alles gefallen lassen. Aber sie sind wohl kaum die Mehrheit.

    Zitat

    Die Frauen, die ich kennen gelernt hatte waren so:


    Hübsch, intelligent, einige jung, einige älter. Aber fast allen ist gemein, dass sie mit Männern zusammen sind, die sie bescheißen, unterdrücken, mies behandeln, einsperren usw. usf.

    kenne ich aus meinem umfeld gar nicht.


    da hab ich nur einen mann mit einer krankhaft eifersüchtigen frau, und frage mich, wie er das mit ihr aushält (und warum sie einen spielmann geheiratet hat....;-D)

    Ich beglückwünsche Dich zu Deinem Umfeld. Das extremste Beispiel, das ich kenne, ist eine 53-Jährige noch äußerst attraktive und intelligente Frau, die sehr künstlerisch interessiert ist, sehr liberal, weltoffen und - auf den ersten Blick - selbstbewusst.


    Sie ist mit einem Mann zusammen, der Frauen nur als Sex-Objekt sieht, der extrem konservativ, fremdenfeindlich ist und für den Songs von Andrea Berg und den Zillertaler Schürzenjägern die einzig erträgliche Kunst ist.


    Sie sagt ihren Freunden und Freundinnen gerne, wie sehr sie seine Art zu tanzen, seine konservative Art hasst. Aber ihn lächelt sie an, sagt ihm, wie toll er nicht ist usw. usf.


    Das ist ein extremes Beispiel, aber ich könnte Dir noch viele weitere nennen.


    Solche Frauen entsetzen mich und machen mir Angst. Denn ich selbst wünsche mir eine WIRKLICH selbstbewusste Partnerin, die mir sagt, was ihr gefällt und was nicht und die nicht von mir verlangt ihre Gedanken lesen zu müssen.

    Hallo!


    Ichhab das jetzt hier mal so quergelesen und finde das doch recht interessant. Vor allem als "Betroffene"


    Also, ums jetzt gleich mal vorweg zu nehmen, mein Freund ist 30 Jahre älter als ich. Ich 24, er 54. Und das klappt jetzt seit 4 Jahren ganz wunderbar. Wir wohnen inzwischen zusammen, niemand wird von irgendjemandem unterdrückt oder so. Ich finde auch, daß Liebe nichts mit dem Alter zu tun hat. Ich hätte es mir auch vor 5 Jahren nicht träumen lassen, daß ich mal einen Freund ahbe, der so viel älter ist. Aber wir haben uns gesehen und gefunden. Da spiet das Alter echt nur ne Nebenrolle.


    Klar gibt es Frauen, die ältere Männer ausnehmen wollen, das kann man wohl nicht abstreiten, aber ich hoffe doch, daß es da draußen noch Frauen gibt, die ihren (älteren) Mann der Liebe und nicht des Erbes wegen heiraten.


    Gruß, phaleanopsis

    @ Grüner Kaktus @Kitsune:

    Mein Reden ist das ja schon lange, dass das mit der Emanzipation der Frauen (vor allem mit der Emanzipation in sich) eine merkwürdig widersprüchliche Geschichte ist. Vielleicht ist das ja sogar gerade das Problem.


    Frauen fordern ein neues Rollenverständnis und fallen selbst doch immer wieder (auch oft ohne es selbst überhaupt zu bemerken) in alte Rollenverständnisse zurück. Was wäre, Kitsune, wenn Deine "Orientierungslosigkeit der Männer" genau daher käme? Was wollen Frauen denn von Männern? Die Signale sind doch völlig wirr.


    In Bezug auf den Bereich Sexualität hier, habe ich ja schon (in anderen Fäden) die Frage aufgeworfen, ob das weibliche Festhalten am passiv-sich-umweben-lassenden "Steinzeitweibchenverhalten" (so wie ich’s genannt habe) überhaupt mit diesem schönen neuen Rollenverständnis vereinbar ist.

    @ Kitsune:

    Ich hab’s in einem anderen Faden mal so ausgedrückt:

    Zitat

    Ich glaube, es gab und es gibt einen patchworkartigen Flickenteppich von gegenseitigen Diskriminierungen zwischen Männern und Frauen. In der Vergangenheit sind Frauen sicherlich im Endeffekt dann im relevanten Maße schlechter weggekommen. Was aber eben auch in Bezug auf die Vergangenheit nicht heißt, dass die Männer im reinen Paradies gelebt hätten. Und sie waren auch nicht nur die Täter und die Frauen nur die Opfer.


    Heute hat sich eine ganze Menge für Frauen geändert. Und ich sehe heute fast den Gleichstand von gegenseitigen Diskriminierungen. Und das macht’s ziemlich kompliziert.

    Hier im Bereich Sexualität sind heute im Endeffekt mMn eher die Männer die diskrimierten, als die Frauen (in dem von mir beschriebenen Sinne) – auch wenn die Männer die starken Sprüche kloppen.

    @ phaleanopsis:

    Es melden sich doch eine ganze Reihe Frauen, die positiv antworten!


    Sehr richtig finde ich auch: Wenn‘s (WIRKLICH) um Liebe geht, kann es nicht um irgendwelche albernen Altersgrenzen gehen.


    Und wenn’s um Sexualität geht, sollte mann/frau sich nichts von Moden oder irgendwelchen dummen Sprüchen vormachen lassen. Was anturnt, turnt an und fertig.


    Nun könnte es das Ganze natürlich auch umgekehrt geben (jüngerer Mann – ältere Frau - gibt’s ja in seltenen Fällen auch mal).


    Da sind wir mMn in den Weiten des gerade zuletzt Diskutierten.

    Zitat

    Frauen fordern ein neues Rollenverständnis und fallen selbst doch immer wieder (auch oft ohne es selbst überhaupt zu bemerken) in alte Rollenverständnisse zurück.


    ...


    Was wollen Frauen denn von Männern? Die Signale sind doch völlig wirr.

    :)^:)^:)^


    Genau das ist das Problem. Die meisten Frauen wollen erobert werden, wollen einen starken Mann, aber ohne dass er sie von oben herab behandelt. Das ist leider meist ein Widerspruch in sich. Deshalb haben diese Frauen selten eine lang dauernde Beziehung. Denn auf der einen Seite finden sie einen Mann, der sie gleichberechtigt behandelt nicht attraktiv genug. Auf der anderen Seite können sie es nicht ertragen von einem Mann, der stärker ist dann plötzlich nur mehr als das schwache Geschlecht behandelt zu werden.


    Ich kannte mal so eine Frau. Sie hat sich nur in Typen verknallt, die sie zweitklassig behandelt haben. Mich dagegen, der sie gleichberechtigt behandelt hat, konnte sie nicht lieben. Sie mochte mich sehr gern, fühlte sich sehr wohl mit mir, aber Liebe war unmöglich. Also habe ich sie aus meinem Leben entfernt, denn ich bin zu gut, um nur eine Nummer 2 zu sein.

    Zitat

    wollen einen starken Mann, aber ohne dass er sie von oben herab behandelt. Das ist leider meist ein Widerspruch in sich.

    wenn beide es schaffen, sich auf gleicher augenhöhe zu begegnen, dann kann es klappen. denn stark muss ja nicht immer auch überlegen heissen. und selbst wenn, muss man diese überlegenheit ja nicht unbedingt raushängen lassen


    ich würde mir auch oft einen partner wünschen, der mir auch was entgegen zu setzen hat, ohne mich dabei unterzubuttern....

    Kitsune,


    das Problem ist, dass Macht und Stärke korrumpiert. D.h. jemand der diese Attribute besitzt lässt meistens auch keine Gelegenheit aus sie zu benutzen. Deswegen ist es sehr schwierig einen starken Mann zu finden, der diese Stärke NICHT ständig raushängen lässt.


    Und selbst wenn nicht: Ich habe das Gefühl, dass die meisten Frauen diesen Mann dann nicht einmal interessant finden würden.

    naja, ich hatte den gegenteiligen effekt mit nem schwachen mann: anfangs hab ich ihn dauernd provoziert, um zu sehen, ob ich irgendwann an eine grenze stosse, irgendwann eine abwehrreaktion kommt-dann hab ich mich verliebt, und mit der liebe kam auch die fähigkeit, ihn trotz seiner schwäche zu respektieren.


    ich rede auch nicht von stärke im sinne von macht. ich rede von stärke im sinne einer gefestigten persönlichkeit. im idealfall weisen beide partner eine solch starke, unabhängige persönlichkeit auf-unmd eine solche partnerschaft würde ich gerne einmal (wieder) erleben.

    Zitat

    ich rede von stärke im sinne einer gefestigten persönlichkeit.

    Klar, das meinte ich auch :)^

    Zitat

    im idealfall weisen beide partner eine solch starke, unabhängige persönlichkeit auf-unmd eine solche partnerschaft würde ich gerne einmal (wieder) erleben.

    :)^ Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Das wäre auch meine Wunschvorstellung. Doch leider sind Frauen recht selten, die dem entsprechen.

    Hatte als 39-jähriger mal was mit einer 21-jährigen - aber nur fast!


    Habe irgendwann doch die Bremse gezogen. Wir haben uns super verstanden, aber immerhin könnte sie meine Tochter sein. Da habe ich eine Hemmschwelle gespürt, die ich nicht so einfach überwinden konnte... Jetzt bin ich ganz froh drüber.