dank an 6pack für diesen sehr informativen beitrag. Was da nicht alles reinspielt....


    aber erzählen wollte ich eigentlich etwas anders: Ich bin seit zwei monaten mit einem lieben freund zusammen, den ich quasi entjungfert habe - er ist 24!!!


    Ist das total selten oder ist das total selten?


    Ich kann es mir schon ganz gut erklären wieso das bei ihm bisher nicht funktioniert hat, da er vor kurzem sehr viel abgenommen hat und auch eine sehr eigenwillige Persönlichkeit ist ( kennt ihr Monk??? vielleicht ein bisschen weniger paranoid...) außerdem ein Arbeitstier par excellence.


    Aber ich denke dass für männer der gruppendruck möglichst früh sex zu haben noch sehr viel höher ist, denn ich habe es durch meinen freund mitbekommen dass er schon ziemlich verzweifelt ist deswegen.


    Ich selbst habe den Gruppendruck nicht so stark gespürt, mir Zeit gelassen und erst mit 17 das erste mal sex gehabt, bin jetzt 22, also keine volkommen andere generation. Oder kann das sein, dass das bei uns einfach noch nicht so stark war mit dem druck?


    Was meint ihr?

    an RBlume

    Also zu "meiner Zeit" (bin 28) hatte ich noch nicht so ein großes Druckgefühl von aussen. Das lag aber wohl vor allem auch an meinem sozialen Umfeld - ich hab' selbst erst mit 19 angefangen Sex zu haben (war auch meine erste Freundin überhaupt), bei vielen meiner Freunde war es in etwa im gleichen Alter, kaum einer war viel früher dabei. Auch heute sind in meinem Freundeskreis noch zwei Jungs vertreten, die mit knapp 29 die Latte leider noch immer nicht zum Biber gebracht haben... Aber das scheint allgemein auch nicht so selten zu sein, wenn du dich z. B. hier im Forum mal umschaust... Ich denke, dass sich aber so in den letzten 5 bis 10 Jahren die Situation in unserer Gesellschaft durch die Medien auch ziemlich verschlimmert hat. Wenn man sich dieses teilweise extrem niveaulose Fernsehprogramm z. B. mal anschaut, wo es immer nur um Ficken geht (es leben die bescheurten Telefonsex-Wrbespots...;-) ), kann einem echt anders werden. Auch durch das Internet hat sich das Problem m. E. noch weiter verschärft - jedes Kind hat Zugang zu Pornos jeder Art! Ich kann mir vorstellen, dass das die Jugendlichen sexuell mitunter extrem unter Druck setzt und sie glauben, das wäre die Realität... In meiner Jugend war Internet z. B. praktisch noch nicht existent! Meinen ersten Hardcore-Porno hab' ich "erst" mit 16 gesehen... Da lachen doch die Jugendlichen heute drüber... Ich finde Pornos ehrlich gesagt bisweilen echt spitze, aber ich glaube, es wäre besser, wenn Kinder und Pubertierende nicht so einen leichten Zugang dazu hätten. Dadurch manifestiert sich vermutlich ein verzerrtes Bild von der Sexualität, außerdem sind die Jugendlichen vielleicht schon sexuell abgestumpft, bevor sie überhaupt das erste Mal Sex mit einem Partner hatten! Aber was will man in einer Gesellschaft, die medial so dermaßen sexualisiert wird, auch anderes erwarten...

    hatte auch erst mit 20 mein erstes Mal.


    Der "Gruppenzwang" existierte für mich nicht - denn ich lass mir von den anderen doch nicht sagen, was ich tun muss. hab mich auch nie dafür geschämt und stand immer offen dazu. bin froh, dass ich es mir aufgehoben habe.


    aber ich kenne auch einige mädchen, die eben unbedingt mitreden wollten und sich dann den nächstbesten gesucht haben.

    In meiner Clique befinden sich mehere Jungfrauen, die sich damit Zeit lassen. Jeder mus doch sleber wissen, wann es für ihn Zeit wird.


    Als ich meinen ersten Porno gesehen hab, fand ich den eher abschreckend als anregend! Ich find die nach wie vor zum Kaputtlachen;-D

    Ich muss sagen, dass ich mich zwei Jahre lang geärgert habe, dass ich keinen Sex hatte. Und jetzt ist es so und ich bereue es im Nachhinein nicht. Ich kann auch jetzt noch genügend Erfahrungen sammeln und ich weiß, dass es nicht IRGENDJEMAND war, sondern mein Freund. Die Sache mit dem Stress kenne ich aber wie eben erwähnt auch. Man will halt mitreden, aber bei mir gab's keine richtige Gelegenheit bzw. ich habe immer einen Rückzieher gemacht.

    Also bei uns,

    zu meiner Zeit, so vor 15 Jahren, da gab es das alles noch nicht mit Gruppenzwang. Wir haben die Bravo gelesen und bisschen gekichert, aber dass da schon jemand gepopt hätte...wenn, dann haben die das nie im großen Stil erzählt. Kleinstadt hat eben was für sich.


    Ehrlich gesagt finde ich allein die Überschrift dieses Threads etwas zu dramatisiert und theatralisch. Klingt eher nach Vergewaltigung.


    Ich weiß nicht, muss man diesem albernen ersten Mal soviel Bedeutung beimessen? Ich kann das nicht nachvollziehen. Es klingt für mich genauso pupertär wie die Zwang-Popperei an sich.


    Ich kann auch mit diesem Ich-bereue-es-Gedöhns nix anfangen. Mein erstes Mal war weder gut noch schlecht. Ich war naiv und verliebt, der Kerl hat mich nur verarscht. Warum soll ich es aber heute bereuen? Ich habe damals so entschieden und ich hatte damals meine Gründe dafür. Für irgendwas wars gut.:)^


    Wie Pazifika schon sagte: Es gibt viele erste Male im Leben.


    Und die wiederholten Male sind manchmal noch viel besser. ;-D

    @ vincent40

    das Männer eine solche Meinung haben ist ja wohl auch klar...


    die meisten denken eh total einlinig "rein und fertig" leider ist das nunmal so, auch wenn jetzt wieder 10000 Gegenargumente kommen. Und ich wollte von Frauen wissen, ob sie solche Erfahrungen gemacht haben und JA für Frauen ist das ein großes Thema.


    Außerdem hab ich doch versucht zu vermitteln, dass man es machen soll, wenn man reif ist und es auch will...


    aber zugeben will ja eh keiner, dass man einen fehler gemacht hat^^

    Also ich würde nie sagen das ich damals einen fehler gemacht habe.Ich war zwar erst einen knappen monat mit meinem freund zusammen,aber ich habe es nie bereut. mein erstes mal war auch nicht besonders toll,tat weh und habe geblutet aber dafür habe ich mit dem gleichen mann auch knapp 5 jahre später immer noch wunderbaren sex. Übrigens waren wir beide damals noch Jungfrau.

    Gegenseite

    Also, ich hab mir immer gedacht "keine Eile, hat ja Zeit" und "Wenn grad niemand da ist, der sich für mich interessiert, macht nix, meine Zeit kommt noch". Naja, nun bin ich 32 (also zweimal 16!) und immer noch Jungmann. Hätte ich die Sache mehr forciert, hätte es vielleicht mal geklappt und ich würde mich jetzt nicht so militant in den Arsch beißen. Also, ewig geduldig warten, das ist auch nicht unbedingt das Richtige. Ich denke, ich kann in Sachen Sex wenigstens diese Erfahrung weitergeben an alle, die warten wollen...

    Gruppenzwang kann aber auch irgendwie "positiv sein".


    Wir Mädels (5 oder 6), dicke freundinnen, haben uns damals geschworen, vor der ehe keinen Sex zu haben. ^^


    Sicher lachen jetzt einige darüber, aber es war ein gutes Prinzip, sich nicht dem nächst besten hinzugeben.


    Inzwischen haben wir alle unsere Jungfräulichkeit verloren, ;-) aber nicht im Teeniealter sondern erst mit 17-19 und das mit einem einzigartigen Menschen, mit denen die meisten von uns auch eine lange Beziehung führen.


    Ich selber hatte mein erstes mal mit 17, und jetzt nach 2 1/2 Jahren Beziehung ist er meine große liebe.


    Ich finde, man kann das spüren, ob man einem wichtig ist oder nicht, wenn man nur in sich reinhört. Vor dm sechsenten Lebensjahr sind die meisten nicht reif genug dafür, sie tun es, um es hinter sich zu bringen, nur um deswegen angesehen zu werden.


    Aber die soziale Umgebung spielt eine wirklich enorme Rolle, das kann man nicht abstreiten.


    Ich kann auch verstehen, dass manche um angesehen zu werden ihre jungfräulichkeit aufgeben. Es ist irgendwie rudelverhalten, das zu tun, was die anderen auch machen. Denn wenn man hört, was sie erzählen, dann klingt das nicht schlecht, und was anderes kennt man nicht ...

    ich weiss nicht was ich Frauen im Bezug auf das erste mal raten soll. Frauen haben da doch die große Freiheit. Warten können sie immer, Sex haben können sie auch immer, denn sie brauchen sich nur anbieten. Männern hingegen sage ich: Je früher desto besser, und wenns mit 12 ist... Denn sonst passiert es schnell, dass es einem ergeht wie Captain Future und mir. Mag nämlich sein, dass der Druck wie schon angedeutet bei Männern hier größer ist. Hat man während seiner Schulzeit erstmal das Image des Schüchternen ist die Sache schon so gut wie gelaufen. Nach der Schulzeit also mit 20 lernt man(n) das unbefangene Zugehen auf Frauen auch kaum mehr. Da bleibt nur noch der Gang in den Puff. Der Grund liegt ja hier darin, dass man(n) nicht sich einfach nur hinlegen muss und einen auf Seestern machen, sondern das ganze drumherum: Anmachen, Abschleppen, Umwerben und dann irgendwann ins Bett kriegen. Falls also irgendein männlicher Teenie vermeintliche Horrorgeschichten vom ersten Mal hört: lasst euch davon nicht abschrecken! Das Warten selbst ist schlimmer als jedes erste Mal sein kann.

    Ein noch junger, aber sehr interessanter Thread.


    Ich kann eigentlich alle vertretenen Standpunkte nachvollziehen, da ich selber erst mit 25 (oder war's mit 26? grübel) das erste mal Sex hatte und so einige über 30 persönlich kenne, die mit fast 100%iger Sicherheit noch gar keinen Sex hatten (nicht nur Männer!!). Inzwischen hab ich gelernt, wie das männliche Balzverhalten zu funktionieren hat (trotz späten Einstiegs) und kann auch die andere Seite gut verstehen.


    Zur Darstellung des Sex in den Medien fällt mir Michael Mooore ein. Wie war das? "Die Verbrechensrate ist um 50% gesunken, die Darstellung der Verbrechen in den Medien aber um 800% gestiegen". Folge: die Bevölkerung läßt sich unter Druck setzen, bestimmte Bezirke werden ganz gemieden, ein Haufen Waffen wird verkauft und 11000 Amis pro Jahr kommen durch Schusswaffengebrauch, -missbrauch und -unfälle um.


    Kann man das auf die Darstellung des Sex in unseren Medien übertragen? Ich denke schon. Die Zeiten, als "Wahre Liebe" oder das Pro7-Pendant "Liebe Sünde" noch wirklich Tips zu erfüllter Sexualität gaben, sind lang vorbei. Heut wird nur noch von Swingerclubs und SM-Parties erzählt, und dass man ja praktisch unnormal ist, wenn man das nicht jeden zweiten Sonntag macht.


    Da liegt m.E. auch der Hase im Pfeffer, wenn's um die Jugendlichen geht. Viele sind eben noch nicht soweit, dass sie dieses verzerrte Bild für sich selbst wieder entzerren können. Und bei den Eltern holt man sich in dem Fall wohl keine Hilfe (zumindest ich hab das nicht getan, obwohl meine Eltern nie Abweisung in dem Punkt signalisiert haben, aber es wäre mir trotzdem hochnotpeinlich gewesen).


    Mit 14 ist man eben (idR) noch nicht so souverän, dass man den Gruppendruck, den einige Trottel innerhalb der Gruppe ausüben, einfach ignoriert. Weil man vielleicht erst mit 18 erkennt, dass diese Leute Trottel sind.


    Als ich ins Teenie-Alter kam, ging die Diskussion um die grade aufkommenden Video-Recorder und die Möglichkeit, damit kopierte Gewalt-Videos auszutauschen (naja, Gewalt....Mad Max und so Zeug, da lacht man heut auch drüber; wieder ein Beweis dafür, wie sich die Wahrnehmung verschoben hat). Ich behaupte, ich war damals in DIESER Beziehung schon reif genug, um mich nicht davon beeinflussen zu lassen. Andere in meinem Kaff sind in den Keller gegangen und haben da in KungFu Manier die Türen rausgetreten. Und mancher tut's mit 40 noch. Reife hängt eben nicht unbedingt mit dem Alter zusammen. Aber um der Einfachheit willen sagt man halt "ab diesem Alter sind die Leute in der überwiegenden Mehrheit reif genug, um verantwortungsbewusst dies und jenes zu tun (Auto fahren, Bier trinken etc)". In Wahrheit müsste bei jedem einzelnen eine "Reifeerlaubnis" erwirkt werden. Dann würden manche halbverrückten Raser nie den Führerschein bekommen und damit auch nicht die Möglichkeit, andere Leute umzubringen.


    So, genug, sonst verlier ich noch völlig den Faden...

    Im allgemeinen neigen junge Mädchen dazu, sich vollkommen falsche Vorstellungen vom "ersten mal" zu machen. Da muß alles perfekt sein und MrPerfekt sollte es vollziehen,usw. Das ist dann so im Kopf, daß man nicht mehr davonloskommt und alles andere ist dann irgendwie schlecht und das erste Mal wird zum vollkommenen Desaster. Macht euch von diesen Wuschvorstellungen frei, dann geht es euch viel besser. War bei mir auch so. Ich hab einfach gewartet, bis ich mir selber dachte, jetzt könntest du mal loslegen. Die Zeit war da, der Typ war da, los gings. Nix Besonderes. Aber danach wurde es immer besser.