hallo


    ich habe jetzt nicht alle beiträge gelesen aber da ich selber auch pädophil bin besser gesagt bin ich täter kann ich rudi gut verstehen.


    denke persönlich nicht das du in den hort gehen solltest oder dir eine person herraus nehmen von den betreuuern und mit ihm ganz offen und ehrlich sprechen und gemeinsam eine lösung und einen aufpasser zu haben.


    ich bin wie auch schon in meinem anderen beitrag ende letzen jahres übergrifflich geworden an ein 7jähriges mädchen.


    beitrag einfach mal lesen bei interesse.


    ich bin selber auch in psychotherapie mit gruppenstunden und einzelgespräche, gott sei dank fällt bei uns nichts aus weill wir da mit zwei therapeuten arbeiten.


    selbst wenn nur einer zur gruppe kommt wird die "tagung" gemacht.


    es wird auf dauer jedem der solche gedanken hat und auch wirklich an sich selber arbeiten und das für sich ändern will helfen.


    leider ist diese krankheit gesellschaftlich und nach meiner meinung gesetzlich nicht als krankheit angesehen wie alkoholismuss. von daher werden immer die dunkelziffer der leute höher bleiben und keiner den mut haben damit "öffentlich" zu stehen.


    wenn ich vorher gewusst hätte wie gut mir die gruppe gefällt und wieviel hilfe ich da bekomme wäre ich niemals übergrifflich geworden.


    und zuletzt ist meine stütze weggebrochen die ich sehr gelibt habe und eigentlich immer noch liebe. jetzt stehe ich ganz alleine da was einem wie mir auch zum verhängniss werden kann wenn man keine therapie macht.


    gott schütze die kinder


    lg


    fluch82

    Ich halte es halt so, dass ich mich trotz pädophiler Präferenz an Jugendliche halte. Es gibt ja auch jung wirkende Jugendliche und in diesem Altersbereich gibt es kaum eine Strafverfolgungsgefahr.

    Also, wenn Du mich meinst, ich habe schon viele psychotherapeutische und sonstige Beratungsangebote genutzt, zur Zeit bin ich auch in einer eher weitmaschigen Psychotherapie aber letztlich ändert das nicht so arg viel an der sexuellen Grundproblematik.

    An den Nachmittagen des 16. und des 17.03.2009 wurde ich, wie ich ja schon am 14.03.2009 geschrieben habe, von meiner Zeitarbeitsfirma in einem Kinderhort mit Hausaufgabenbetreuung eingesetzt. Ich hatte erst Bedenken wegen meines Problems, weil ich aber nicht wusste, wie ich mich rausreden sollte, und diese Einsätze auch als Übungsfeld sah, nahm ich die Aufträge dann wahr. Es lief eigentlich ganz gut. Ich kam gut mit den Kindern klar, und weil ich ja, als ich selber noch Schüler war, oft Nachhilfe gegeben habe, um mein Taschengeld aufzubessern, konnte ich den Kindern auch gut bei den Hausaufgaben helfen. Die Kinder fanden mich toll, und die anderen Mitarbeiter fanden auch, dass ich das sehr gut gemacht habe.


    Aber obwohl ich mich gut beherrschen konnte und auch nie so eine Position ausnutzen würde, haben sich doch bestimmte Szenen und Bilder tief in mein Gedächtnis eingebrannt und meine nächtlichen Phantasien beflügelt. Und jetzt, da es wieder langsam sommerlich draußen wird, sehe ich immer mehr knapp bekleidete Kinder rumlaufen, die mich doch ziemlich in ihren Bann schlagen. Und ich merke, wie ich immer absichtlich zu der Bushaltestelle gehe, für die ich an der Grundschule vorbeigehen muss, auch wenn die andere Bushaltestelle viel praktischer für mich wäre. [...]


    Nachts habe ich oft schlimme Alpträume und tagsüber schwere Depressionen. Ich habe mir über Ostern, während ich bei meiner Familie in Hessen war, einen schweren grippalen Infekt zugezogen. Als die Uni wieder anfing und ich eigentlich zu einer Prüfung antreten musste, war es immer noch ganz schlimm. Ich bin zum Arzt, und der hat mich für 8 Tage krankgeschrieben und mir jede Menge Medikamente, unter anderem Antibiotika, verschrieben. Er hat mir auch nahegelegt, die 8 Tage wirklich zu nutzen, um mich zu schonen und zu erholen, da ich die Infektion sonst verschleppen würde und monatelang damit zu kämpfen hätte.


    Ich glaube, ich bin nur so schlimm krank geworden, weil ich seit Monaten psychisch so stark angespannt bin. Leider haben sich meine pädophilen Gedanken jetzt, da ich wegen meiner Grippe nicht mehr den ganzen Tag an der Uni und auf der Arbeit bin, wo ich ja abgelenkt bin, wieder verschlimmert. Ich habe heute auch wieder den ganzen Tag die fußballspielenden Kinder vom Sportplatz drüben gehört und wäre am liebsten rausgegangen, um ihenen zuzuschauen.


    Ich habe Angst, dass ich irgendwann ganz zusammenbreche. Ich habe keine Kräfte mehr, um zu kämpfen. Ich fühle mich so ausgelaugt. Und ich fühle mich so schäbig. Jedes Mal, wenn ich mich wieder meinen Phantasien hingegeben habe, würde ich mich am liebsten umbringen. Ich könnte jedes Mal sterben, wenn im Kollegen- oder Familienkreis das Thema Kindesmissbrauch oder Kinderpornographie aufkommt, [...] Ich darf mir dann nichts anmerken lassen, darf nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig sagen [...]


    Ich sehne mich so sehr nach engem Kontakt mit Kindern, darf dem Verlangen aber nicht nachgeben. Ich muss ein Leben lang wie ein Mönch leben oder es eben noch mal mit einer Frau versuchen, auf die Gefahr hin, dass ich wieder scheitere oder eben den Rest meines Lebens beim Sex mit meiner Frau an Kinder denken muss, sie in Gedanken betrügen muss, sie belügen muss. Und was, wenn sie dann Kinder mit mir will? Kann ich irgendwann normal mit Kindern umgehen oder vergehe ich mich an meinen eigenen Kindern und mache sie kaputt? Ich will das nicht, kann mir aber selbst nicht trauen. Ich habe an Weihnachten und jetzt wieder an Ostern daran gedacht, mich meiner Familie zu offenbaren, aber das ist wohl keine gute Idee. Die werden es nicht verstehen und mich verachten und nie wieder normal und ekelfrei mit mir umgehen können.


    Gruß. Rudi

    Noch einen Monat muss ich warten, dann geht endlich die Gruppentherapie in der Charité los. Hoffentlich wird der Beginn nicht schon wieder verschoben! Es muss jetzt endlich mal was geschehen. Ich habe jetzt zwar auch einen normalen niedergelassenen Psychologen gefunden, aber nur, weil ich ihm nicht gesagt habe, dass ich pädophil bin. Ich habe ihm enfach nur gesagt, dass ich Depressionen habe. Mit ihm kann ich dann viele Probleme besprechen, aber für mein Hauptproblem brauche ich die Charité. Wenn ich mich dem normalen Psychologen offenbaren würde, würde er mich doch auch nur wieder wegschicken, mir Medikamente verschreiben oder mich in eine geschlossene Psychiatrie einweisen.

    Zitat

    Noch einen Monat muss ich warten, dann geht endlich die Gruppentherapie in der Charité los.

    jetzt musstes du sooo lange warten, den monat sitzt du doch auf einer arschbacke ab ;-) :)^


    ich finde das schlimm wenn man solche gedanken bzw. fantasien hat, hilfe will und keine kriegt :(v


    sollte was passieren, ist das geschrei gross :|N


    damit will ich das ganze nicht verharmlosen, aber wenn einer den mut hat, sich zu outen und hilfe zu suchen, sollte er sie auch bekommen.


    viel glück!

    Hallo Rudi,


    Erstmal vorneweg - meinen allergrößten Respekt.


    Ich bin erst 15 Jahre alt und jetzt werden sich wahrscheinlich einige fragen, wieso ich sowas lese etc...Ich weiß es selbst nicht, aber mich hat deine Erzählung fasziniert, erschreckt und verblüfft.


    Ich muss zugeben, Pädophile waren für mich immer das typische Klischee eines perversen Mannes, dem jegliches Gewissen fehlt und mit Kindern macht was er will. Es war ein Fehler, so zu denken, ich weiß.


    Aber durch deine Geschichte weiß ich jetzt, dass es auch anders sein kann...eben so, wie es beispielsweise bei dir ist.


    Ich finde toll, dass du den Mut hattest, dich deinem Problem zu stellen und etwas dafür zu tun.


    Ich wünsche dir alles Gute und viel Glück und Kraft für die Zukunft! :)*

    hmm, ich versteh irgendwie nicht ganz die Logik-


    wenn du zB Kinder anziehend findest, so wie ich zB erwachsene Frauen bzw Mädchen in meinem Alter (18-25) dann hat man sich doch trotzdem unter Kontrolle,


    besonders die Personen die gegenüber Kindern dann auch handgreiflich werden, das sind Sachen die ich nicht ganz verstehe, denn dann müßten ja auch unwahrscheinlich viele Männer wie ich zB handgreiflich gegenüber Frauen ihres Alters werden...


    Oder ist der Lustfaktor und der Drang bei euch wesentlich ausgeprägter?


    ich weiß es nicht ???

    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich auch eine war, die immer gesagt hat "Schwanz ab und einsperren".


    Nach deinem Beitrag aber (oder deinen Beiträgen) fing ich an, nachzudenken.


    Vorab muss ich sagen, dass ich selber Kinder habe und jetzt noch mehr schaue, weil ich durch deinen Beitrag darauf aufmerksam wurde, dass auch unschuldige, normale junge Männer solche Neigungen haben.


    Man sieht es ihnen einfach nicht an. Ich habe es aber sonst immer relativ weit weggeschoben, so nach dem Motto "Ach, hier passiert schon nichts". Ich weiß, das ist nicht toll, aber so war es.


    Durch deinen Beitrag hier wurde ich noch vorsichtiger. Aber wie gesagt, ich fing auch an zu denken.


    Irgendjemand schrieb hier, dass es eine sexuelle Neigung ist und nicht therapierbar. Einen schwulen oder eine lesbische Frau kann man ja auch nicht auf hetero trimmen.


    Und das ist ja das schlimme an pädophilen.


    Wenn ich mir vorstelle, meine Kinder werden beobachtet, von jemanden der dann abends von ihnen träumt... da wird mir ganz anders.


    Aber ich sehe jetzt ein, dass es wirklich eine Krankheit ist. Und du bist das beste Beispiel dafür, dass man sich dagegen wehren will und Kindern nicht "real" weh tun möchte (wobei ich das mit den Fotos, Kinder beobachten e tc. schon sehr schlimm finde).


    Aber es gibt viel zu wenig Betreuung und Hilfen für Pädophile Menschen und das finde ich ganz schliimm.


    Du möchtest dir helfen lassen, damit kein Umglück geschieht, aber du musstest sehr lange warten und hast durch "Glück" einen Platz bekommen. Was ist aber mit den anderen 1000 Pädophilen die sich Hilfe holen wollen?


    Da sollte der STaat mal anfangen, mehr Hilfsmöglichkeiten aufzubauen! In der Prävention und nicht nur dann , wenn es zu spät ist.


    Ich hoffe für dich, dass du deinen Weg gehst und die Therapie dir hilft. Was ist aber nach der Therapie? Es ist ja nicht heilbar, weil es eine sexuelle Neigung ist. Aber was ist danach? Lernst du, damit besser umzugehen oder was bewirkt die Therapie?


    Es ist doch so, dass ihr alle tickende Zeitbomben seid.

    vorab: ich hab mich nicht eingehend mit Pädophilie beschäftigt und den Faden auch nicht ganz durchgelesen..dafür entschuldige ich mich gleich jetzt!

    Rudi84:

    ich wünsche dir alle Kraft der Welt, dass du stark bleiben kannst! Und jemand, der so sehr kämpft wie du, der (darf ich es als Krankheit bezeichnen?..ich möchte nix falsches sagen..wie gesagt, ich kenn mich nicht so gut aus damit) seine Krankheit nicht toleriert (auch ich hatte bis jetzt immer nur das Bild eines Perversen im Kopf..das hat sich jetzt geändert..und ich bewundere dich wie gut du mit deinem Schicksal umgehst)...du hast es verdient glücklich zu werden...


    ich weiß leider nicht genau, wie das klappen kann..und natürlich darf es nicht mit Kindern passieren (!!!) aber ich wünsche es dir!

    stormtrooper21

    Zitat

    hmm, ich versteh irgendwie nicht ganz die Logik-


    wenn du zB Kinder anziehend findest, so wie ich zB erwachsene Frauen bzw Mädchen in meinem Alter (18-25) dann hat man sich doch trotzdem unter Kontrolle,

    das stimmt schon...aber was ist denn mit den vielen Vergewaltigungen die tagtäglich passieren?


    diese Täter haben sich auch nicht unter Kontrolle


    der Unterschied ist nur, dass man sehr sehr viele gibt, die auf Mädchen in ihrem Alter stehen und sich in Kontrolle haben...das kriegt man im Alltag überall mit...


    aber von Pädophilen die sich unter Kontrolle haben kriegt man nix mit...klar...sich als Pädophiler zu outen...ich denke nicht, dass das gut geht!


    daher denkt man bei pädophil sofort an Menschen die Kinder missbrauchen


    Vergewaltigungsopfer gibts in allen Altersstufen


    ach..ich weiß nicht wie ichs klar ausdrücken kann...tut mir leid!

    Zitat

    Oder ist der Lustfaktor und der Drang bei euch wesentlich ausgeprägter?


    ich weiß es nicht ???

    das weiß ich auch nicht...das wäre interessant zu erfahren


    aber was sicher auch mitspielt ist, dass dieser Drang...diese Lust (gott sei dank)nicht "legal" befriedigt werden kann....das ist bei Menschen, die nicht auf Kinder stehen, anders...


    es gibt ONS, Pornos, Professionelle...


    ..kann es vielleicht damit zu tun haben?


    ich bin DEFINITIV DAGEGEN, dass Pädophile diesen Drang legal befriedigen dürfen..ABSOLUT!!!!!


    aber es wäre vielleicht eine Erklärung..kann das sein???

    @ Rudi84 :

    Jetzt hast Du 3 Monate nicht geschrieben.


    Oh-oh! Ich hoffe nicht, dass Du Dich umgebracht hast, weil


    die Therapie nicht anschlägt. :-o


    Melde Dich und schreib uns, wie es Dir in der Therapie geht!

    @ Die_Sinnliche:

    >Vorab muss ich sagen, dass ich selber Kinder habe und jetzt noch mehr schaue, weil ich durch deinen Beitrag >darauf aufmerksam wurde, dass auch unschuldige, normale junge Männer solche Neigungen haben.


    Aber nicht alle Männer, ich hoffe, wir werden jetzt nicht von Dir alle unter Generalverdacht gestellt!


    >Irgendjemand schrieb hier, dass es eine sexuelle Neigung ist und nicht therapierbar. Einen schwulen oder eine >lesbische Frau kann man ja auch nicht auf hetero trimmen.


    Das bezweifle ich! Wenn es durch ein Trauma "erworben" ist, muss es auch irgendwie wieder "wegtherapierbar" sein"!


    >Es ist doch so, dass ihr alle tickende Zeitbomben seid.


    Das baut den Rudi84 aber bestimmt nicht auf!


    Da kommt wieder ein Feindbild hoch.


    :-/

    Hallo, Leute!


    Nachdem ich seit 7 Monaten nichts mehr geschrieben habe, wollte ich mich mal wieder zu Wort melden.


    Seit Montag, dem 25. Mai 2009, gehe ich in die Gruppentherapie, die jeden Montag von 16 bis 19 Uhr stattfindet. Ich fuhr an jenem 25. Mai in die Charité und begab mich in den Wartebereich. Ich war sehr aufgeregt, weil ich nicht wusste, was mich erwarten würde. Doch trotz aller Schüchternheit und Angst legte sich die Aufregung mit der Zeit, und ich fühlte mich wohl in der Gruppe, die aus 8 Männern aus verschiedenen Altersgruppen besteht und von einer Therapeutin und einem Therapeuten betreut wird. Die Sitzungen der kommenden Wochen taten mir sehr gut. Endlich konnte ich mich mit Männern austauschen, die das gleiche Problem haben wie ich, und endlich nahmen sich Therapeuten, die sich mit dem Problem auskennen, meiner an. Ich gewann mit der Zeit immer mehr Sicherheit und Zuversicht und konnte mit meiner Pädophilie immer besser umgehen.


    Wir haben schon viel gelernt, z.B. dass die Ursachen von Pädophilie noch nicht geklärt sind, sie aber wohl eine Mischung aus genetischer Veranlagung, psychischen Problemen und sozialer Prägung sind und bei jedem anders ausfallen können. Wir haben auch gelernt zu akzeptieren, dass wir so sind, wie wir sind, weil wir es nicht ändern können. Es macht keinen Sinn, sich für etwas zu hassen, was man nicht beeinflussen kann. Wir sollen unsere Energie lieber darauf verwenden, unser Verhalten zu verändern und zu kontrollieren, denn dafür sind wir verantwortlich und das können wir beeinflussen. Auch unser Problembewusstsein wurde geschärft; wir können nun besser kritische Situationen und Gefahren vermeiden und nehmen nun schon die erste Ausfahrt, bevor es zu spät ist und wir Dinge tun, die wir später bereuen. In der Gruppe herrscht ein recht gutes Klima, und wir vertrauen einander, so dass wir offen über unsere Gedanken, Gefühle, Erlebnisse und Rückschläge reden können.


    Gestern habe ich übrigens zwei große Schritte getan: Ich habe endlich meine beiden Backup-DVDs von den Kinderpornobildern und Teenievideos, die ich noch hatte, vernichtet. Die Daten hatte ich schon vor einiger Zeit von meinem PC gelöscht, von den Backup-DVDs konnte ich mich aber einfach nicht trennen, habe mir die Bilder vor zwei Wochen dann auch wieder angesehen. Ich hoffe, dass ich nun endlich davon loskomme und nicht wieder neue Bilder im Internet suche. Außerdem habe ich einen langen und ausführlichen Brief an meine Mutter geschrieben, in dem ich ihr meine Pädophilie gestand, von meinem langen Leidensweg berichtete und von meinen Fortschritten in der Gruppentherapie erzählte. Jetzt habe ich ein bisschen Angst vor der Reaktion. Wie wird meine Mutter damit umgehen? Wird sie mich nun verachten und hassen oder wird sie stolz auf mich sein, dass ich mich dem Problem gestellt habe, nach Berlin umgezogen bin und die Therapie begonnen habe?


    Falls ihr noch Fragen habt, stellt sie ruhig.


    Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und einen schönen Sonntag.


    Viele liebe Grüße.


    Rudi

    Also, ich finde es toll, dass Du Dich dem Problem stellst und gut, dass Du hier drüber berichtest. So können andere mit demselben Problem davon lesen und fassen hoffentlich den Entschluss an sich zu arbeiten.


    Es ist nie zu spät sich zu ändern.

    Hmmm ,


    ziemlich krasser Text. War am überlegen ob ich etwas schreibe, kann da nicht so klare Gedanken fassen.


    Sehr übel was du da zwei Menschen angetan hast, find ich sehr traurig obwohl ich sie nicht kenne.


    Will jetzt hier keine Lobhymnen halten, das du dich bessern willst etc. , aber bleib einfach am Ball !


    Mach die Therapie und lass dich öfters mal checken wenn wieder solche Gedanken kommen.


    Gruß und Gute Besserung.

    @ YeaH

    Ich will gar keine Lobeshymnen lesen. Dass ich gegen meine Triebe kämpfe und die Therapie mache, ist keine Heldentat, sondern schlicht und einfach meine Pflicht. Ich habe die Verantwortung dafür, dass ich keinem Kind Schaden zufüge.


    Ich schreibe über meinen Fall, weil ich den Menschen klar machen will, dass nicht alle Pädophile verantwortungslose lustgesteuerte Kindervergewaltiger sind, und weil ich anderen Pädophilen Mut machen will, sich Hilfe zu holen, bevor sie etwas Schlimmes tun, so wie jaysung oben schon schrieb.




    Ich habe übrigens mittlerweile mit meiner Mutter telefoniert. Nachdem ich ihr den Brief geschrieben hatte, hatte ich ganz schön Angst vor ihrer Reaktion. Als sie sich nicht bei mir meldete, hatte ich schon Angst, sie hätte mich verstoßen. Ich traute mich auch nicht, selber bei ihr anzurufen. Dann, letzten Samstag, kam von ihr ein Anruf. Wir haben sehr lange geredet. Ich bin sehr erleichtert, denn sie ist zwar schockiert gewesen über mein Geständnis, ich bin aber weiterhin ihr Sohn und sie hat mich immer noch lieb. Sie ist stolz auf mich, dass ich mir Hilfe geholt habe, nach Berlin umgezogen bin und nun diese Gruppentherapie mache. Sie hat mir viel Kraft gewünscht und gesagt, dass sie weiß, dass ich keinem Kind weh tun könnte.


    Trotzdem leide ich sehr unter meiner Veranlagung. Ich will nicht ständig die kleinen Mädchen, die mir auf der Straße und in der Bahn begegnen, anglotzen müssen, will nicht ständig diese Phantasien haben müssen, will nicht ständig von Sex mit kleinen Mädchen träumen müssen. Ich will doch einfach nur ganz normal leben. Aber bis dahin ist es noch ein ziemlich weiter Weg. Ich habe mir damals mit den Bildern und den Geschichten ganz schön meine Seele und mein Gehirn vergiftet. Ich habe ja schon seit meiner Jugend dieses Problem, aber erst als ich mit den Bildern und den Geschichten angefangen habe, ist es richtig schlimm geworden. An alle Pädophilen: Lasst die Finger von Bildern und Geschichten! Ihr macht es damit nur schlimmer, und ihr wollt immer mehr. Holt euch möglichst früh Hilfe, dann ist vielleicht noch was zu retten!

    so, ich habe jetzt von anfang bis zum ende diesen faden gelesen. und rudi, du bekommst von mir (auch wenn du es nicht hören magst) den allergrößten Respekt. Dass Du trotz Deines Drangs standhaft geblieben bist, das finde ich gut. Ich kann auch den Selbsthass in gewisser Weise verstehen. Ich denke, Du bist nicht der einzige Pädophile, den es so geht.


    Es ist schön, dass Du Dich in der Gruppe geborgen fühlst. Die Therapie wird helfen. Ich denke zwar nicht, dass sie die Gedanken etc. beseitigen kann, aber die Therapie hilft damit zu leben und sie zeigt Dir Möglichkeiten ein Ventil zu finden, wenn die Gedanken wieder in die falsche Richtung gleiten. Ich selbst litt letztes Jahr unter leichten Depressionen. Ist jetzt nichts vergleichbares, aber das Reden mit meinem Therapeuten hat mir echt geholfen, und das wird es Dir auch.


    Dass es so wenig Therapeuten gibt, die sich dem Thema Pädophilie annehmen, liegt sicherlich an dem Thema. Therapeuten hören einiges, aber man muss schon ein sehr dickes Fell haben, wenn man sich dem Thema annimmt und sich mit dem Patienten darüber unterhalten möchte. Nicht jeder kann das. Ich persönlich finde es traurig, denn wenn jemand Hilfe möchte sollte er sie auch bekommen. Auch, denke ich, müssten die Therapeuten sicherlich bei dem Fachgebiet gesonderte Lehrgänge mitmachen - auch dazu ist leider nicht jeder bereit.


    Berichte bitte weiterhin wie es Dir geht und wie die Therapie vorangeht. Kannst mir auch gerne eine private Nachricht schicken, ich bin echt neugierig :)


    Lieben Gruß


    René

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