Eine nachlassende Libido ist sicherlich kein Problem.


    Es wird allerdings zu einem, wenn folgende Faktoren greifen :


    1.


    man leidet selber darunter


    2.


    man befindet sich in einer Beziehung und der Partner hat noch Lust auf Sex.


    Dann bedarf es einer Klärung der Partnerschaft und wie diese Fortgeführt wird.


    Wenn Du nun Single bist und unter der mangelnden Lust nicht leidest, so ist alles in bester Ordnung. .. :-)


    Grüße

    Zitat

    Aber sollte mein Testosteronwert tatsächlich zu niedrig sein und ich würde ihn mit Medikamenten wieder auf ein "normales" Level bringen, was würde es mir helfen?


    Wieder spitz wie Lumpi sein, aber weiterhin ohne Chancen, es ausleben zu können?

    Hormonersatztherapien haben neben Vorteilen, leider auch jede Menge Risiken. Ein Mann muss genau wie eine Frau sorgfältig abwägen, ob es sich tatsächlich lohnt, diese Risiken auf sich zu nehmen.


    Hormone zu nehmen, für eine Libido, die man nicht nutzen kann bzw. eher als Last empfindet, halte ich für sinnlos.


    Ich persönlich denke auch nicht, dass Du ein hormonelles Problem hast. So wie Du Dich über Deine Beziehung, bzw. Deine Frau äusserst, dürften die Probleme eher im emotionalen, zwischenmenschlichen Breich liegen. Und in Deiner Angst, das Leben nicht richtig ausgekostet zu haben. Vielleicht ist es an der Zeit Bilanz zu ziehen?

    Du suchst also hier im Forum nur jemanden der die selben Erfahrungen gemacht hat wie Du und willst wissen


    wie der Leidensgenosse damit umgeht!


    Es geht Dir ja nicht darum das Du Ratschläge bekommst was Deinen Libido Verlust ausgelöst hat und was man dagegen


    machen kann ,denn Du bist ja eigentlich zufrieden mit dieser neuen Erfahrung!

    Sehr richtig. Wobei ich keinen Leidensgenossen suche, da ich ja nicht leide (nicht mehr), sondern Leute mit gleicher Erfahrung.


    Mein Libidoverlust kann viele Ursachen haben, schnurz, ich betrachte ihn als temporär, denn wie die Seherin schon bemerkt hat, besteht durchaus die Möglichkeit, dass ich irgendwann mal eine andere Frau sexuell anziehend finden kann, nicht muss aber kann. DANN ist sicher der Moment erreicht, an dem man Bilanz ziehen sollte, wie auch Mayflower richtig geschrieben hat. Wenn dies nicht eintrifft, auch gut, null Probleme.


    Es ist glaub ich eine Eigenart dieses Forums, dass man sich auf den TE stürzt und Probleme ergründen möchte. Gut gemeint, aber hier nicht nötig.

    Nachtrag:


    Vielleicht ist es auch gar kein echter Libidoverlust, sondern nur die Erkenntnis, sexuelle Erfüllung bzw. das ganze Thema SEX lange Jahre überbewertet zu haben?!


    Für mich sind mittlerweile andere Dinge wichtiger geworden. Gerade eben habe ich noch einen Waldsparziergang gemacht und mich an den wundervollen Herbstfarben berauscht. Da brauch ich keinen Orgasmus mehr. ;-D


    Und ich fühle mich noch immer sehr zu Frauen hingezogen. Früher dachte ich, klar, bist auf nen Sprung aus. Stimmte aber nicht. Ich bin einfach gerne mit Frauen zusammen, weil ich Menschen mit weiblichem Geschlecht sehr gerne mag. (blöder Ausdruck, aber damit versuche ich darzustellen, dass es mir um den weiblichen Menschen geht, und nicht um das sexuelle Gegenstück zu mir)

    Wenn ich Deinen ersten Beitrag hier im Faden durchlese, dann haben wir doch ähnliche Anlagen.


    Wenngleich Dein Libidoverlust wohl organisch bedingt ist und meiner wahrscheinlich nicht, so warst Du ebenfalls (oder bist es noch) gerne mit Frauen zusammen, wie ich auch.


    Wenn man das Thema Sex dabei ausklammern kann, was oft nicht leicht, aber letztlich notwendig ist, ist das eine recht entspannte Angelegenheit für einen Mann.

    Zitat

    Für mich sind mittlerweile andere Dinge wichtiger geworden. Gerade eben habe ich noch einen Waldsparziergang gemacht und mich an den wundervollen Herbstfarben berauscht. Da brauch ich keinen Orgasmus mehr.

    Vielleicht ist Freuds Theorie der "Sublimierung" interessant für Dich?

    Zitat

    In Freuds psychoanalytischer Theorie wird sexueller Energie eine begrenzte Menge an Ausdruck zugestanden wegen der Einschränkungen der menschlichen Gesellschaft und Zivilisation. Sie erfordert deshalb andere Freisetzungsmöglichkeiten, insbesondere wenn eine Person psychisch ausgeglichen bleiben soll. Sigmund Freud verstand unter Sublimierung eine Umwandlung oder Umlenkung von Libido in "sozial nützliche" Errungenschaften, in eine geistige Leistung oder kulturell anerkannte Verhaltensweise (vor allem in den Bereichen wie Kunst und Wissenschaft). Sie stellt ein Gegenstück zu den Abwehrmechanismen des Ichs dar, da sie als Aspekt der normalen Ich-Funktion gewertet wird.


    .

    Quelle: Wikipedia

    @ Earthbondingpoint

    Ja das Interesse an Frauen war schon immer da , aber ich war leider eigentlich nie sehr lange mit einer Frau zusammen ,ich habe eigentlich nie eine richtige Beziehung gehabt und die wenigen sexuellen Kontakte waren in der Regel nicht befriedigend!


    Ich bin nicht schüchtern oder so und auch nicht hässlich ,aber ich konnte ,kann irgendwie nicht richtig zu einer Beziehung finden , weil ich irgendwie gehemmt war oder mir unwohl war


    Ich hatte ja nicht nur unbefriedigende Erlebnisse es waren auch 1-2 befriedigende Erlebnisse dabei , wo es wirklich Spass gemacht hat!


    Warum das bei mir nicht immer der Fall war ,kann mir nur ein Arzt beantworten!


    Aber das ist anscheinend alles Ursache meiner hormonellen Störungen, denn diese habe ich schon seit meiner Pubertät!


    Ich bin ja schon zufrieden ,wenn meine Krankheit so weit geheilt ist ,das ich endlich eine natürliche und normale Libido


    haben kann und diese nicht so schwankend ist wie es früher war!


    Hauptsache ,ich kann meine Sexualität endlich mal richtig ausleben !


    Eine längere Beziehung ist erstmal zweitrangig!


    Es ist bei mir ja nicht nur die sexuelle Unlust ,ich habe auch ein emotionale Unlust ,um es mal so auszudrücken!


    Und mit diesen Problemen kann meinen keinen Kontakt zu einer Frau herstellen,oder soziale Kontakte pflegen!


    Deswegen hänge ich schon seit Jahren zu Hause rum ,weil einfach kein Interesse das ist etwas zu unternehmen!


    Aber ich bin jetzt aber doch entschlossen dagegen etwas zu tun!


    Einen Termin bei einem Arzt der mir helfen kann ,habe ich ja in nächster Zeit!

    Dann wünsche ich Dir viel Glück dabei.


    Meine Situation ist dann doch anders. Ich habe als Pubertierender schnell zu Mädchen gefunden und einige Freundinnen gehabt.


    Meine Sexualität, mein Verkangen war stets überbordend. Allerdings hatte ich in der Zeit ein traumatisches Erlebnis, auf das ich nicht näher eingehen möchte. Dies verschaffte mir einen Zwiespalt zw. dem beschriebenen Verlangen und dem tatsächlichen Ausleben aufgrund plötzlicher, tief verankerter Hemmungen. Obwohl sehr frühreif, hatte ich meinen ersten Beischlaf mit einer Freundin dann letztlich erst mit 23 Jahren.


    Anschließend fand ich meine heutige Partnerin und erwischte mit ihr eine sehr liebe Person, die allerdings nur in den ersten Jahren Interesse an Sex hatte.


    Irgendwann kam mir der Gedanke, mein Schicksal hätte bei mir alles mögliche eingeplant, sexuelle Erfüllung käme dabei aber nicht vor... ":/


    Dies zum Thema und auch zu Mayflowers Hinweis der Sublimierung.


    Da könnte wohl etwas dran sein.


    Trotzdem, die (fast zwanghafte) Suche nach Erfüllung mit einem Menschen, der dafür nicht geschaffen ist, und die vielen Fehlschläge daraus will ich hinter mir gelassen wissen. Mir ist es recht, so wie es jetzt ist.

    Manchmal muss man sich eine Sache auch "schönreden", damit man dran glauben kann... :=o


    Ich betreibe schon seit einer ganzen Weile achtsames, aber knallhartes Yoga und dazu zeitweilig auch athletisches Ausdauertraining. Dies gibt mir enoooorm viel Energie.


    Auch wenn man danach selten an Sex denkt, ist es für mich kein zwanghafter Ersatz für nicht vorhandenen Sex oder fehlende Libido, sondern etwas, das absolut meiner Natur entspricht und ohne das ich nicht sein könnte.


    Sublmierung...?