Zitat

    In einer gewissen Weise möchte ich vielleicht meinen Eltern nacheifern, aber nicht weil "Gott" es verurteilen würde, sondern weil ich für mich empfinde, mir und meiner Beziehung damit gut zu tun.


    Ich würde es gerne so versuchen. Klar Sex, wenn es dazu kommt, aber gegenseitiges Verständnis, wenn es mal nicht dazu kommt...

    Entschuldige erneut meine dumme Frage, aber wenn es dir nur darum geht, warum all das "Gedöns" ?? Warum den Sex generell an den Pranger stellen, wenn es doch letzten Endes nur darum geht, dass DU mit deiner Art, zu leben, glücklich wirst ??


    Und mal ganz im Ernst, so schlecht schätze ich die Chancen für dich, deinen persönlichen Traum von so einer Beziehung verwirklichen zu können, echt nicht ein - Jungfrau und Single und persönliche Probleme hin oder her.


    Da draußen laufen ZIG Frauen rum, denen Sex nur sehr bedingt wichtig ist und die mit deinem "Nur einmal im Monat, wenn ich gerade mal Bock drauf habe" Sexzyklus wahrscheinlich sogar recht gut leben könnten. Okay, in den unteren Jahrgängen dürfte es wohl zum Teil vielleicht etwas schwierig werden, dazu sind die Teens und Twens dann wohl doch noch zu neugierig auf Sex und zu sehr Sklave ihrer Hormone ;-). Aber auch da gibt es bestimmt bereits 'ne Reihe an Ausnahmen.


    Ach ja, ich wollte dir in dem Zusammenhang noch mal zwei weitere Bücher antragen, die sich zum Teil mit deinen Fragen befassen. Und zwar einmal "Nie mehr Sex" von Arne Hoffmann, wo es primär darum geht, wie sich Leute so fühlen, die unter Umständen bis ans Ende ihres Lebens keinen Sex mehr haben werden und auch erklären, warum das so ist. Und zum anderen "Unberührt" vom selben Autor. Da geht es um männliche und weibliche Jungfrauen, wie du eine bist und die Frage, warum sie noch "unberührt" sind. Habe es nicht gelesen, könnte mir aber schon vorstellen, dass da vielleicht zum Teil ähnliche Gründe angeführt werden könnten, wie du hier schreibst.


    Hmm, bist du sicher, dass du vielleicht nicht doch asexuell bist ?? Dir ist hoffentlich klar, dass "asexuell" nicht zwangsläufig bedeutet, dass du auch auf partnerschaftliches Zusammensein keinen Bock hast und erhobenen Hauptes als Dauersingle durchs Leben gehst. Es gibt auch eine Gruppe von Asexuellen, die schon gerne Liebesbeziehungen eingehen, aber an Sex in dem Zusammenhang wenig bis kein Interesse haben.


    Warte mal, ich suche dir mal 'nen Link zu dem größten Forum für Asexeulle in Deutschland raus, vielleicht kannst du dich da mal umschauen. Und vielleicht findest du dort sogar noch weitere Gleichgesinnte.


    Hier erstmal ein recht erhellender Wikipedia Artikel zum Thema. Vielleicht findest du dich in den Aussagen da ja bereits wieder.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Asexualit%C3%A4t


    Und hier der Link zur deutschsprachigen Asexuellen Website AVEN:


    http://www.asexuality.org/de/


    Viel Spaß beim Stöbern.

    @ Geist des Waldes

    Leider wird mir immer vorgeworfen, etwas an der Gesellschaft ÄNDERN zu wollen!! Das stimmt doch nicht! Ich stellte doch nie den Sex an den Pranger, wo liest du das den alles??


    Ich würde gern versuchen mit triebkontrolle leben zu können, weiß aber nicht, wie es dann wirklich sein wird.


    Aber ich stelle doch nur die Frage (in die richtung)

    Zitat

    ..., sondern um die Frage: wird Sex zu wichtig genommen, führt ein aussschweifendes Sexleben nicht öfter auch zu partnerschaftlichen Problemen??

    Warum muss ich das wirklich zig mal betonen, damit endlich verstanden wird, was ich meine?


    Mir kommt wirklich so vor, typen wie du picken sich eben diese Dinge aus meinen beiträgen heraus, die in ihr bild vom typischen asexuellen, konservativen, altmodischen, eigenbrötlerischen, Jungfern passt, um dann darauf herumreiten zu können!!


    Und langsam beginnt mich das zu nerven.


    Wo steht denn etwas von einem

    Zitat

    "Nur einmal im Monat, wenn ich gerade mal Bock drauf habe" Sexzyklus

    ???


    Ich werde doch nicht ernsthaft planen nur 1 mal im Monat Sex haben zu dürfen, darum geht es ja gar nicht!!! Ich glaube nicht, dass ich asexuell bin...


    Danke jedenfalls für die Buchtipps, hört sich ganz interessant an!

    So, ich gebe es jetzt offiziell auf. Hopfen und Malz verloren, gegenseitige Verständigung miteinander offenbar nicht möglich und darum ist jetzt hier finito. Wir reden anscheinend kontinuirlich aneinander vorbei und das wird mir jetzt doch allmählich zu stressig.


    Schön, dass wenigstens DU deinen eigenen "point of view" noch zu kennen meinst, ich habe ihn allerdings schon vor mindestens drei Seiten verloren. Und für jemanden, der sich angeblich nicht schwammig ausdrückt, wirst du anscheinend doch überraschend oft missverstanden.


    Ach ja, nur noch mal fürs Protokoll und als weiteres Beispiel für eines der etwa 10.000 "Missverständnisse" in diesem Thread: Das hier war die postingmäßige Basis für meine, zugegebenermaßen etwas saloppe "Einmal im Monat, wenn ich gerade mal Bock drauf habe"-Sexzyklus Formulierung:

    Zitat

    Wenn ich sage: Ich will jetzt mal vl 1 Monat keinen Sex, dann wird sie rotieren ;-) oder interpretiert sonstwas hinein.

    doch nocj ein zusatz:

    Zitat

    ...wirst du anscheinend doch überraschend oft missverstanden.

    Zitat

    Mir kommt wirklich so vor, typen wie du picken sich eben diese Dinge aus meinen beiträgen heraus, die in ihr bild vom typischen asexuellen, konservativen, altmodischen, eigenbrötlerischen, Jungfern passt, um dann darauf herumreiten zu können!!

    Seltsamerweise sind es nur diejenigen, die mich "missverstehen"!


    ein Der Rebell, agEWE, Floh2007,Alleine_m, u.s.w. hatten offensichtlich keine Probleme zu verstehen was ich meine.... hmmm

    Zitat

    sondern dass jemand diesen Sex so in den Mittelpunkt einer beziehung stellt, dass er in Kauf nimmt, ein Scheidungskind hervorzubringen. Und dann soll er am ende dem Kind noch glaubhaft erklären:"Deine Mutter kann mich nicht mehr befriedigen, also ciao!"

    Generell mal die Frage in dem Raum: Wieso ist es einfacherer dem Trieb nachzugeben, zu lügen, seinen persönlichen Vorteil vor den eines anderen zu stellen als Treu, Ehrlich und Nachgiebig zu sein? Das "Schlechte" zu tun ist immer leichter als es ins Gegenteil zu verkehren.

    Zitat

    Nicht einen besseren Sexpartner suchen, sondern ein besserer Vater/Liebender/u.s.w zu werden!

    Wie schon geschrieben, ich verstehe dich. Aber ich wiederspreche dir, wenn es darum geht den Sex vollständig auszuklammern. Wenn man sich gegenseitig anziehend findet, sich liebt und dieses Erlebnis gerne oft teilen möchte - okay. Jeder der länger in einer Beziehung ist kann bestätigen, dass Anziehung und Lust mit den Jahren verloren geht (ich spreche jetzt nicht die 3-Monats-Beziehungen eines durchschnitts-Teenie an). Sex spielt irgendwann eine untergeordnete Rolle, wenn man dafür einen verständnisvollen, liebevollen Partner hat.

    @ WullyGully

    Zitat

    Generell mal die Frage in dem Raum: Wieso ist es einfacherer dem Trieb nachzugeben, zu lügen, seinen persönlichen Vorteil vor den eines anderen zu stellen als Treu, Ehrlich und Nachgiebig zu sein? Das "Schlechte" zu tun ist immer leichter als es ins Gegenteil zu verkehren.

    Klar ist es leichter, aber nur weil etwas leichter ist, muss es eben nicht besser sein.

    Zitat

    Wie schon geschrieben, ich verstehe dich. Aber ich wiederspreche dir, wenn es darum geht den Sex vollständig auszuklammern.

    Wie in meiner Fragestellung formuliert finde ich es auch nicht wirklich realitätsnah den Sex komplett auszuklammern (das habe ich vielleicht öfter krasser geschrieben um auf den Punkt zu kommen), sondern ihn nicht zum Lebensmittelpunkt zu machen, ihn nicht so wichtig zu nehmen, dass man für ihn andere (sicher wichtige) dinge aufgibt. Drum frage ich mich: Hat Sex einen zu hohen Stellenwert?


    (über mein persönliches Sexleben bzw. meine Einstellung dazu wollte ich eigentlich ursprünglich gar nicht schreiben, das hat sich dann durch gegenfragen, etc.. so ergeben. Nun vermischt sich die eigentliche Frage stets mit der Annahme, ich würde dazu aufrufen es MIR gleichzumachen, MEINE persönliche Auffassung, so wie ICH mein Liebesleben anlegen will, auf andere zu projizieren. Und dem muss ich widersprechen)


    lg

    cyberrie


    Gestatte, dass ich mich auch noch kurz einmische. Zum Teil kann ich dich verstehen-auf den ersten Blick scheint Sex in unserer heutigen Gesellschaft tatsächlich überbewertet. Aus jeder Richtung hängen einem täglich Titten entgegen, mit Sex wird jeder Mist vermarktet, kaum ein Komiker kommt ohne billigste Zoten zurecht, das Postfach läuft zu mit 90% sexbezogenem Spam usw...Mit dem realen Leben hat das nur sehr wenig zu tun; namhafte Soziologen sind der Auffassung, dass es heutzutage weniger oft zu echtem Sex kommt als zu früheren Zeiten (Stichwort "oversexed and underfucked")


    Wenn ich dir einen Rat geben darf: bastele dir kein Weltbild zurecht, welches aus der Theorie heraus und durch oft zweckgebundene äussere Einflüsse entstanden ist, sondern versuche herauszufinden, was für dich am besten ist. Ich sehe einige Ungereimtheitem in deinen Ausführungen, z. B. bezeichnest du Sex als die schönste Sache der Welt. Woher weisst du das? Vielleicht, vielleicht nicht.. Du schreibst, du willst mit Triebkontrolle leben-ein gefährliches Unterfangen! Der Sex wird durch Verzicht nämlich nicht besser, sondern nur verkrampfter und die Wunschvorstellungen in deinem Kopf immer phantastischer-so passt du dich eigentlich perfekt dieser ulkigen Welt an, wo sich alles um Sex dreht, der aber kaum noch stattfindet. Ausserdem ist es so: Triebkontrolle kann sehr leicht zu schlechtem Sex führen, und zwar nicht, weil guter Sex aus ausgefallener Akrobatik und delikaten Techniken besteht, sondern aus Loslassen, Hingabe, "sich-Fallen-Lassen" und ein "triebkontrollierter" Mensch sich kaum fallen lassen kann. Nun ist es auch so: du wirst guten Sex kaum als solchen erkennen, wenn du nicht auch "normalen" Sex kennengelernt hast, bzw du wirst "normalen" Sex leicht mit gutem verwechseln und dich bis ans Lebensende damit zufriedengeben (du weisst ja nicht, was du verpasst hast) Das machen viele Leute. Man kann nur durch trial und error dahinterkommen, oder man spricht wie der Blinde über die Farben. Ich wünsch dir alles gute!


    Grüsse vom Maasai

    ich will versuchen mal alle 9 seiten zu vergessen und dir darauf eine antwort zu geben:

    Zitat

    Wie in meiner Fragestellung formuliert finde ich es auch nicht wirklich realitätsnah den Sex komplett auszuklammern, sondern ihn nicht zum Lebensmittelpunkt zu machen, ihn nicht so wichtig zu nehmen, dass man für ihn andere (sicher wichtige) dinge aufgibt. Drum frage ich mich: Hat Sex einen zu hohen Stellenwert?

    der stellenwert von sex ist individuell. der eine ist sex-süchtig, der andere asexuell, authistisch veranlagte können mit berührungen nichts anfangen...


    um den stellenwert von sex zu beurteilen und meine individuelle haltung dazu zu bemessen nehme ich mal allgemein an, dass der gesellschaft mittlerweile vermittelt wurde, dass eine funktionierende beziehung zu 50% auf einem glücklichen sexualleben basiert.


    So. Mh. ich bin nicht sex-süchtig. aber auch lang nicht asexuell. ich genieße sex und bin der überzeugung, dass unser sex auch dafür verantwortlich ist, dass unsere beziehung sehr gut funktioniert. ich denke unsere beziehung basiert zu 25 auf unserem praktizierten sex und zu 10% auf der (meiner erfahrung nach seltenen) eigenschaft, unverkrampft über unsere gedanken zu sex und unsere phantasien, vorlieben und "no-gos" zu reden. hieraus entsteht eine wechselwirkung, denn durch diese eigenschaft sind wir beide das erste mal sexuell komplett erfüllt.


    die restlichen 65% sind ganz andere beziehungstechnische komponenten, wie das teilen von sorgen, mitgefühl, das ausklammern überzogener und falscher erwartungshaltungen an den anderen, gegenseitiges 100%iges vertrauen (ich bin mir sicher meine freundin redet mit mir wenn sie etwas stört, bevor sie sich in die arme eines anderen flüchtet) und damit verbundene freiheiten, gleiche interessen, der respekt vor den familien des anderen, die akzeptanz der freunde des anderen... etcpp. ich spar mir die punkte jetzt einzeln aufzudröseln.


    ich denke also mit ca. 1/3 dem sex eine angemessene bedeutung beizumessen, wobei das ja nicht zuvor bestimmt wurde, sondern sich so ergibt. und verglichen mit der annahme, dass angeblich sex 50% einer beziehung ausmacht muss ich also sagen: ja, sex wird zuviel bedeutung in einer beziehung beigemessen. subjektiv gesehen.


    ABER: mal angenommen ich wäre mit dem sex nicht zufrieden (also unser sex wäre für mich nicht erfüllend, weil mir gewisse dinge fehlen), dann würde die bedeutung hochschnellen. ich muss zugeben, dass ich (und das beruht auch auf erfahrungen) mit einem nicht erfüllenden sexleben für die nächsten 40 jahre nicht zurecht käme. wäre der sex also subjektiv für mich scheiße, würden diese 35% ausreichen um die beziehung als "nicht zielführend" abzuhaken. natürlich wäre ich durch die anderen 65% motiviert energie dazu zu investieren, am sex zu arbeiten, aber aus den 35% dann 5% zu machen und den mangel dann zu kompensieren wäre unmöglich, ganz einfach weil sex für mich individuell einen, egal wie großen, platz im leben hat.


    ich denke der stellenwert von sexualität in einer beziehung wird in der öffentlichkeit künstlich übertrieben. basis dafür ist aber die tatsache, dass sexualität ein grundbedürfnis ist, dessen stellenwert individuell bemessen wird, aber in den seltesten fällen auf null gesetzt werden kann.

    @ TILT

    Damit es nicht ständig so aussieht, als würde ich krampfhaft deinen beiträgen widersprechen wollen, schreibe ich hiermit, dass ich all deine Sichtweisen zu 99% unterschreiben kann und das was DU in deiner Beziehung erlebst nie zur Diskussion stellen wollte/will.


    Es ist primär für mich interessant, dass man Beziehungen tatsächlich beenden würde, wenn man nicht genug Befriedigung bekommt.

    Zitat

    ich muss zugeben, dass ich (und das beruht auch auf erfahrungen) mit einem nicht erfüllenden sexleben für die nächsten 40 jahre nicht zurecht käme

    Ich denke da z.B. an eine Ehepaar, wo der Mann plötzlich einen Schlaganfall hatte, gelähmt wurde u.s.w, und sich die Frau trotzdem nicht von ihm trennt, auch wenn sie klarerweise kaum mehr etwas mit ihrem Mann anfangen kann. Trotzdem ist offensichtlich die Liebe stärker.


    Ich finde diese einstellung einfach schöner, ohne dir deine Meinung irgendwie abstreitig machen zu wollen...


    und: die 9 Seiten brauchst du ja nicht vergessen, immerhin habe ICH auf den 9 Seiten stets dasselbe geschrieben, bzw. mit dem Focus auf dieselbe Frage!


    Ich hoffe du fühlst dich nicht persönlich angegriffen, wenn ich das so sehe...


    lg

    ich fühle mich keineswegs angegriffen!

    Zitat

    Ich denke da z.B. an eine Ehepaar, wo der Mann plötzlich einen Schlaganfall hatte, gelähmt wurde u.s.w, und sich die Frau trotzdem nicht von ihm trennt, auch wenn sie klarerweise kaum mehr etwas mit ihrem Mann anfangen kann. Trotzdem ist offensichtlich die Liebe stärker.

    diesen fall habe ich absichtlich nicht berücksichtigt! ich gehe in dem vorhergehenden beitrag davon aus, dass solche dauerhaften einschränkungen nicht existieren. temporären einschränkungen durch krankheit etc. sind für mich selbstverständlich.


    für meinen beitrag gilt es eben tatsächlich zwischen freiwilliger und unfreiwilligen einschränkungen zu unterscheiden. die liebe zu meiner freundin ist so groß, dass ich mir momentan keinen schicksalsschlag vorstellen kann, der mich dazu bringen würde sie zu verlassen, auch nicht, wenn das schicksal uns jegliche sexualität nimmt!


    wenn aber die gefühle da sind, in puncto sexualität auf freiwilliger basis einschränkungen bestehen, dann passt man eben einfach nicht zusammen.


    hier liegt also ein großer unterschied!!!

    @TILT

    Zitat

    hier liegt also ein großer unterschied!!!

    ich finde nicht, dass hier ein so wahnsinnig großer unterschied liegt.


    Wie kann man es denn wirklich verkraften, wenn man zuerst ein intensives Sexleben hatte und es einem dann aus dem nichts heraus, (von 1 Seite her) genommen wird?


    Ist dann plötzlich der partner um 1/3 weniger Wert?


    Es ist mir leider nachwievor unbegreiflich (auch wenn es nur MIR so geht, soll so sein) dass man sich sonst im Leben so oft einschränkt, einschränken kann, einschränken muss, man es aber nicht zuwege bringen würde, auf gegenseitigen Kompromiss, in verschiedenen Situationen einfach einmal auf GV zu verzichten.


    Tja, es läuft immer wieder auf das hinaus.


    Diese Tatsache konnte mir noch niemand plausibel erklären, und du verzweifelst (bzw. Der GEist des Waldes und Konsorten), dass ich "es nicht kapieren" will...


    sorry...


    lg

    Zitat

    ich finde nicht, dass hier ein so wahnsinnig großer unterschied liegt.

    der unterschied liegt für mich darin, ob eine sexuelle einschränkung durch "schicksal" entsteht (krankheiten, impotenz...), oder ob ich ihn freiwillig in kauf nehme. wenn meine frau in 15 jahren durch einen schicksalsschlag nie wieder gv haben könnte, würde ich, so denke ich, lernen damit umzugehen, bzw. wir würden lernen damit umzugehen, weil keiner von uns die entscheidung gefällt hat und es eben schicksal ist. in einer solchen situation bestünde dann ja auch die möglichkeit, seine triebe sexuell ohne gv auszuleben, also durch oralverkehr etc. wenn meine frau mir in 15 jahren eröffnet, sie will freiwillig ab jetzt auf sex verzichten und wir würden ab dann keine zärtlichkeiten mehr austauschen, so würde mich das vor die wahl stellen, ob ich mich in meinen bedürfnissen ihrzuliebe versuche zurückzunehmen und damit lebe, oder ob ich an mich selbst denke und sage: sexualität ist mir zu wichtig, als dass ich für dich den rest meines lebens darauf verzichte.


    und darin liegt für mich der unterschied...

    achso: das war jetzt schwarz weiß gedacht, also sex oder nix sex... die grauzone kann ich in der theorie nicht abhandeln. ich kann dir nichtmal sagen wieviel sex in der woche ich für angemessen halte - das ist phasenweise extremst unterschiedlich, wobei die "glücksgefühlskurve" in meinem leben davon nicht allzu abhängig ist (weil ich ja auch weiß, das andere phasen folgen ;-) ). ich hatte schon beziehungen mit täglich mehrmals sex und monatelang keinen. soweit kann ich also für mich nur sagen:


    sex ist mir wichtig im leben und freiwillig würde ich nicht dauerhaft darauf verzichten.

    Zitat

    Es ist mir leider nachwievor unbegreiflich (auch wenn es nur MIR so geht, soll so sein) dass man sich sonst im Leben so oft einschränkt, einschränken kann, einschränken muss, man es aber nicht zuwege bringen würde, auf gegenseitigen Kompromiss, in verschiedenen Situationen einfach einmal auf GV zu verzichten.

    Also da muss ich dir recht geben, ein solcher Verzicht muss einem Menschen möglich sein. Ich denke, das ist auch in vielen Beziehungen so, denn dauerhaft immer genau gleich viel Lust wird wohl selten der Fall sein.:-/