Schnüffz

    Sex mit Kindern, Tieren und Toten ist ja auch verboten. Leider steht Sodomie noch nicht unter Strafe, aber auch der Sex mit Toten ist strafbar (Störung der Totenruhe) - was Sodomie angeht, so ist dieser Straftatbestand längst fällig - der Gesetzgeber hat nur noch nicht gehandelt...


    Aber es gibt auch andere Fälle - die ich ebenfalls "pervers" finde - obwohl sie nicht unter Strafe stehen. - Der Sex mit Prostituierten zB! - Das finde ICH pervers! (Es ist pervers, sich für Geld von fremden Männern ficken zu lassen - wer das toll findet, hat doch einen weg! - Und es ist pervers, für Geld einen Körper (ein Stück Fleisch) zu ficken)


    - auch wenn Prostitution allgegenwärtig ist - es ist pervers!!!!


    Verstanden???

    Hi Micha,

    ich bin 24 und hatte ne Affäre mit einer 37 jährigen. Es war echt toll, nun will ich doch was junges. Ich glaub das was mich angeregt hat, war daß die Frau erfahren war und bei allem mitgemacht hat. Ich stellte einfach fest daß ich nicht nach was älterem suchte, sondern nach einer Frau, die sexuell offen und erfahren ist.


    hth

    Perversion

    Ich finde es wenig fruchtbar, wenn sich jeder seine eigene Definition für Begriffe des Alltagslebens ausdenkt. Nicht jede kleine Abweichung vom Durchschnitt ist eine Perversion, wer den Begriff in einer solch verzerrten Weise verwendet, programmiert geradezu ein Missverständnis vor.


    Laut Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Perversion) ist eine Perversion:

    Zitat

    ... ein xenophobes (fremdenfeindliches) Schimpfwort für eine starke bis sehr starke Abweichung von den eigenen Moralvorstellungen, häufig im Bereich des Trieb- und Sexualverhaltens.


    Im Sinne von "sexueller Perversion" wird heute der wertneutralere Begriff Paraphilie verwendet.


    In der Psychologie steht der Begriff für eine sexuelle Bedürfnisstruktur und die daraus hervorgehenden Verhaltensweisen. Diese weichen von dem als gewöhnlich geltenden Geschlechtsleben konstant erheblich ab. Vor allem dadurch, dass die Personen im grunde keine Partnerschaft anstreben, sondern lediglich ihren Sexualtrieb befriedigende Reize suchen.

    Um auf das Ausgangsthema zurückzukommen - sexuelle Attraktion durch eine erheblich ältere Frau, so sollte man, ohne den Begriff der Perversion ins Spiel zu bringen, unterscheiden, ob bei dieser Attraktion das Alter der bestimmende, die Attraktion auslösende Faktor ist oder nicht. Beide Fälle sind m.E. nicht zu verurteilen, solange alle Beteiligten einvernehmlich handeln. Jedoch sollte derjenige, der primär auf das erheblich höhere Alter seiner Partnerin fixiert ist, bei sich selber ein wenig nachforschen, warum das so ist und ob ihn diese Fixierung evt. dahingehend einschränkt, eine erfüllte Partnerschaft zu führen.


    Ähnlich sieht es bei der Fixierung auf Schwangere, andere Ethnien, Behinderte etc. aus. Natürlich ist es nichts besonderes, mit einer Schwangeren Sex zu haben, jedoch ist eine Fixierung auf schwangere Sexualpartnerinnen einer erfüllten Partnerschaft nicht sonderlich dienlich.


    Bei der Homo- oder Heterosexualität ist die Fixierung auf ein bestimmtes Geschlecht des Sexualpartners hingegen völlig normal (lassen wir die Bisexualität hier einmal außen vor), und obwohl auch diese sexuelle Präferenz die Zahl der möglichen Sexualpartner einschränkt, so käme doch niemand auf die Idee, hierin etwas ungewöhnliches oder gar pathologisches zu sehen.


    Ähnlich sieht es bei den Vorlieben für eine gewisse Haut- oder Haarfarbe aus, solange diese nicht zur Obsession werden.


    Man sieht, es gibt einen fließenden Übergang zwischen absolut gängigen Vorlieben und sexuellen Präferenzen auf der einen Seite und extremen Paraphilien auf der anderen Seite, wobei letztere strafbewert sein können aber nicht müssen. Eine moralische Wertung fällt im Einzelfall mitunter schwer und wird auch innerhalb einer Gesellschaft oft in sehr unterschiedlicher Weise vorgenommen.


    Die Vorliebe für ältere Frauen mit Necrophilie oder Pädophilie auf eine Stufe zu stellen, erscheint einer sachlichen Diskussion zumindest nicht sonderlich zuträglich.

    @ Ismael

    Sehr gut geschrieben. Aber was den Punkt Homosexualität betrifft, denke ich etwas anders. Diese zu tolerieren ist eine Sache, sie gut zu finden, eine andere. Wenn mir einer sagt: Homosexualität wäre ebenso normal wie Heterosexualität, dann muss Gott oder der Evolution wohl ein Fehler unterlaufen sein. ;-)

    Die Evolution

    ... macht zwar, hat aber keine Fehler.


    Wie das? Um ein Verhalten als falsch zu bezeichnen, bedarf es eines Richters. Den gibt es in der Natur nur in Form der Fortpflanzung, also des Arterhalts. Weiters gibt es auch kein kategorisches richtig oder falsch, sondern nur verschiedene Grade von Wettbewerbsvor- bzw. -nachteilen, und die hängen auch wiederum stark von den äußeren Gegebenheiten ab. Kurz gesagt: Wer überlebt, hat recht.


    Wenn das jetzt zu akademisch klingt, dann will ich ein paar Beispiele nennen. Wenn eine genetische Mutation zum Absterben eines Fetus im Mutterleib führt, dann kann man dieser Mutation sicher eine gewisse Fehlerhaftigkeit unterstellen. Wenn eine Mutation zu einer Unfruchtbarkeit führt, wird sie sich nicht fortpflanzen, aus der Sicht der Evolution wohl auch eine Fehlentwicklung. Das sind aber Extrembeispiele, über die wir nicht weiter diskutieren müssen, da sie sich selbst beseitigen.


    Alle übrigen Merkmale sind in irgendeiner Weise zu irgendetwas nütze, auf jeden Fall stellen sie keinen entscheidenden Nachteil dar.


    Es ist keineswegs selbstredend, dass Homosexualität ein "Fehler" der Evolution sei, seine bloße Existenz bei so vielen Spezies, nicht nur beim Menschen, beweist bereits seine Bedeutung in der Evolution des Menschen, auch wenn diese zunächst nicht erklärlich erscheint. Es gibt aber auch hierfür einige Erklärungsmodelle.


    1.) Der o.g. Nutzen von genetischen Manifestationen kann künstlich sein, wie bei der Züchtung besonderer Hunderassen durch den Menschen, in einem individuellen biologischen Vorteil bestehen oder aber, und das wird von vielen oftmals übersehen, er kann sich auch erst in einer Gesellschaft, bei den Tieren innerhalb eines Vogelschwarms, Wolfsrudels oder Ameisenstaates manifestieren. Der letztere ist ein gutes Beispiel hierfür. Arbeiter geben ihre eigene Fortpflanzung auf und haben doch für das Überleben und die Evolution des gesamten Staates eine enorme Bedeutung (http://www.wiko-berlin.de/koll…der/november/Do-Coll-Korb). In einem gesellschaftlichen bzw. familiären Kontext könnte der Schwule also sehr wohl seine das Überleben der Familie sichernde Aufgabe haben.


    2.) Ein weiterer Ansatz ist der, dass ein Gen, welches homosexuelles Verhalten begünstigt, noch andere massive Vorteile mit sich bringen kann, die über die mütterliche Linie weitervererbt werden. Diese Vorteile könnten die aus evolutorischer Sicht bestehenden Nachteile einer reduzierten Fortpflanzung auf der männlichen Linie überwiegen (http://www.wissenschaft.de/wissen/news/245743.html).


    3.) Der letzte Ansatz schließlich beruht auf der Tatsache, dass homoerotisches Verhalten nicht zwangsläufig Nachkommenschaft ausschließt. Das sieht man im Tierreich, das findet man genauso unter den Menschen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich lesbische Frauen oder schwule Männer auch leibliche Kinder wünschen und zu diesem Zweck eine vorübergehende Zweckbeziehung zum anderen Geschlecht eingehen. Dass die Aufzucht der eigenen Nachkommenschaft ohne das Geschlechtspendant sehr gut funktioniert, ist mittlerweile zur Genüge bewiesen (http://www.wissenschaft.de/wissen/news/246634).


    Also zusammengefasst: Homosexualität ist zwar nicht die dominante sexuelle Ausrichtung, aber sicherlich auch nicht widernatürlich.

    @ sachsenlicht

    Die Diskussion ist dahingekommen, dass Aspasia gepostet hatte, dass "der Sex eines jungen Mannes mit einer älteren Frau pervers sei, genauso wie männlicher Sex mit prostituierten, Homosexualität und Sex mit Kindern".


    Wir kamen deswegen etwas vo Thema ab, weil


    a) ich es gewagt fand,in dem (Threaderöffnungs-)Fall überhaupt von "Perversion" zu reden und


    b) sowas wie Homosexualität, Prostitutuion auf eine Stufe mit Sex mit Kindern zu stellen!


    ...

    @Ismael

    wie gut daß ich in Biologie aufgepaßt habe, denn Ihren Ausführungen zu folgen ist nicht einfach.

    Zitat

    Kurz gesagt: Wer überlebt, hat recht.

    Die Natur hat immer Recht. Wenn der Mensch als absolute Fehlentwicklung nicht so immens viel Intelligenz besäße, sich durch Einmischen in den natürlichen Lauf den Überlebenskampf immer wieder zu seinen Gunsten zu entscheiden, hätte wir weit weniger Probleme...und gewiß keine Diskussion, was unter den derzeit modernen Etihkvorstellungen als 'normal' oder 'pervers' anzusehen ist.