ja, hab meinen eintrag nochmals gelesen und das schlechte gefühl bekommen, dass der falsch rübergekommen ist. so wars ja dann auch. und ich geh ungern ins bett, wenn sowas im raum steht.


    drum möchte ich ihn nicht so stehen lassen. weil er wirklich etwas arrogant rüberkommt. was aber wirklich nicht meine absicht war. s ist nur die müdigkeit und die tatsache, dass ich nebenher noch ner kollegin einen crashkurs im photoshop per messenger gegeben hab und drum nicht lang überlegt hab.


    sollte früher ins bett. und mein geschreibe zu später stunde vielleicht nochmals besser durchlesen.


    für den unnötigen ärger noch ein alpenrösli zur wiedergutmachung @:)

    hm, da hab ich nochmal reingeschaut

    und das Mühen um Herrn Koch mitgekriegt. Eins ist mir aufgefallen: Herr Koch meinte, er sei einfach zu feige. Naja, dann kann man ihm Möglichkeiten aufzählen wie man will... Im Übrigen glaube ich, daß Herr Koch die ganz tief in seinem Inneren auch kennt! Nur ist da eben der mangelnde Mut. Tja, dann stellt sich doch die Frage, wieso. Vor irgendwas haben viele Jungmänner also Angst. Was könnte es bedeuten, wenn wer Angst hat, Sex mit einer Frau zu haben? Da gibt es vielleicht irgendein Bild, was nicht gefährdet werden darf. Eine Frau ist angeblich etwas Hehres, zum Beispiel. Das Tückische daran ist, daß als Alternative angegeben wird, daß eine Frau eine komplette Schlampe ist, die keinen Respekt verdient. Und damit ist das hehre Bild wunderbar abgesegnet. Dann wäre da noch was: man könnte der Frau ja wehtun, psychisch. Aber auch das funtioniert nicht, die Frau kann sich nämlich dann wehren. Daß man ihr ja wehtun könnte, ist also eine Schutzbehauptung, die die Frau entmündigt. Rücksichtnhame als Entmündigung - interessante Technik. Damit werte ich nicht, es sind eben so die kleinen Tricks, die man lernt. Die große Gefahr, die ich sehe, ist die zwanghafte Überbewertung von Sex, der ja auch überall Vorschub geleistet wird - siehe Werbung und so weiter. Das bedeutet unter Umständen Sucht. Wobei auch übertriebene Ablehnung von Sex Sucht bedeuten kann - paradoxer Weise.


    Das heißt, je mehr jemand als Reaktion auf Asexualität Sex anstrebt, desto unwahrscheinlicher wird es, daß er welchen kriegt. Denn die Grundlage für den Sex ist dann gerade die Asexualität - und das ist ein Widerspruch in sich. Ein Teufelskreislauf, der zu nichts führt. Ich denke mal, es geht nichts über ein gutes Selbstwertgefühl. Und das kann nie in Abhängigkeit zu anderen funktionieren. Also auch nicht über Ergebnisse, also Reaktionen von anderen. Wer seine eigene Sexualität nicht annimmt, ob er dies nun zugibt oder nicht, wird sie von anderen nicht kriegen. Die Märchenprinzessin wird nicht vorbei kommen. Man steht also vor der Entscheidung. Wenn man zum Beispiel darauf aus ist, sich nicht "die Hände schmutzig zu machen", weil man mal irgendwann gelernt hat, daß Sex etwas schmutziges ist, und man - im Vergleich zu anderen !!! - ein Heiliger bleiben will, wird man nicht weit kommen. Übrigens bleibt es ergebnislos, zu wissen, wer einem das beigebracht hat, und vermutlich hat man sogar Recht. Nur - wenn man die Verantwortung auf das Erlebte durch andere schiebt, wird man nirgendwo ankommen, weil man dann von diesen anderen abhängig bleibt. Und über Abhängikeit hat man noch nie Nähe hergestellt. Die Suche geht also über sich selbst, nicht darüber, was man machen kann, damit andere etwas tun.

    hm, da habe ich nochmal reingeschaut

    und das Mühen um Herrn Koch mitgekriegt. Eins ist mir aufgefallen: Herr Koch meinte, er sei einfach zu feige. Naja, dann kann man ihm Möglichkeiten aufzählen wie man will... Im Übrigen glaube ich, daß Herr Koch die ganz tief in seinem Inneren auch kennt! Nur ist da eben der mangelnde Mut. Tja, dann stellt sich doch die Frage, wieso. Vor irgendwas haben viele Jungmänner also Angst. Was könnte es bedeuten, wenn wer Angst hat, Sex mit einer Frau zu haben? Da gibt es vielleicht irgendein Bild, was nicht gefährdet werden darf. Eine Frau ist angeblich etwas Hehres, zum Beispiel. Das Tückische daran ist, daß als Alternative angegeben wird, daß eine Frau eine komplette Schlampe ist, die keinen Respekt verdient. Und damit ist das hehre Bild wunderbar abgesegnet. Dann wäre da noch was: man könnte der Frau ja wehtun, psychisch. Aber auch das funtioniert nicht, die Frau kann sich nämlich dann wehren. Daß man ihr ja wehtun könnte, ist also eine Schutzbehauptung, die die Frau entmündigt. Rücksichtnhame als Entmündigung - interessante Technik. Damit werte ich nicht, es sind eben so die kleinen Tricks, die man lernt. Die große Gefahr, die ich sehe, ist die zwanghafte Überbewertung von Sex, der ja auch überall Vorschub geleistet wird - siehe Werbung und so weiter. Das bedeutet unter Umständen Sucht. Wobei auch übertriebene Ablehnung von Sex Sucht bedeuten kann - paradoxer Weise.


    Das heißt, je mehr jemand als Reaktion auf Asexualität Sex anstrebt, desto unwahrscheinlicher wird es, daß er welchen kriegt. Denn die Grundlage für den Sex ist dann gerade die Asexualität - und das ist ein Widerspruch in sich. Ein Teufelskreislauf, der zu nichts führt. Ich denke mal, es geht nichts über ein gutes Selbstwertgefühl. Und das kann nie in Abhängigkeit zu anderen funktionieren. Also auch nicht über Ergebnisse, also Reaktionen von anderen. Wer seine eigene Sexualität nicht annimmt, ob er dies nun zugibt oder nicht, wird sie von anderen nicht kriegen. Die Märchenprinzessin wird nicht vorbei kommen. Man steht also vor der Entscheidung. Wenn man zum Beispiel darauf aus ist, sich nicht "die Hände schmutzig zu machen", weil man mal irgendwann gelernt hat, daß Sex etwas schmutziges ist, und man - im Vergleich zu anderen !!! - ein Heiliger bleiben will, wird man nicht weit kommen. Übrigens bleibt es ergebnislos, zu wissen, wer einem das beigebracht hat, und vermutlich hat man sogar Recht. Nur - wenn man die Verantwortung auf das Erlebte durch andere schiebt, wird man nirgendwo ankommen, weil man dann von diesen anderen abhängig bleibt. Und über Abhängigkeit hat man noch nie Nähe hergestellt. Die Suche geht also über sich selbst, nicht darüber, was man machen kann, damit andere etwas tun.

    Bewertung von Sex

    ... worüber man sic auch klar sein sollte, finde iocgh, ist, daß es kein Argument sein kann, daß man etwas hasben will, weil alle anderen es haben. Also weil man es angeblich haben muß. Oder im Gegenteil etwas gerade nicht haben will, weil alle anderen es haben. Das bedeutet nicht, daß ein Jungmann gefälligst nicht leiden soll, weil alle anderen ja bloß... denn auch damit wäre wieder nur eine Abhängigkeit geschaffen. Ich meine einfach, wieviel Sex jemand hat oder haben will, oder wie wenig, sollte NIEMALS davon abhängig sein, was um ihn oder sie herum abläuft. Das sollte nie eine Rolle spielen, ganz egal wie groß oder wie klein die Bedürfnisse des Einzelnen nun sind. In unserer über(!)sexualisierten Gesellschaft also gar nicht so einfach. Aber machbar.

    Zitat

    Wer seine eigene Sexualität nicht annimmt, ob er dies nun zugibt oder nicht, wird sie von anderen nicht kriegen.

    :)^


    Es ist nicht nur der Sex allein, es ist die ganze Haltung zum und im Körper. Manche schüchterne Menschen wirken ausgesprochen linkisch, langweilig gekleidet noch dazu. Es ist geradeso, als ob sie am liebsten neutral und absolut "Geist" sein möchten.

    Zitat

    Ich denke mal, es geht nichts über ein gutes Selbstwertgefühl. Und das kann nie in Abhängigkeit zu anderen funktionieren. Also auch nicht über Ergebnisse, also Reaktionen von anderen.

    Theoretisch hast du natürlich recht. Aber wie soll ich ein gutes Selbstwertgefühl beibehalten, wenn die Reaktionen von anderen durchweg negativ sind?

    LaOla

    das ist eine sehr schwierige Frage. Erstmal fragt es sich, von wem Du diese Rückmeldung kriegst. Ist sie wichtig, was macht sie so bedeutungsvoll? Willst Du was anderes von denen hören? Sind die Leute es wert, daß Du Dir Gedanken darüber machst? Wenn ja, wie weit gehst Du dabei? Würdest Du Dich deshalb komplett verändern und von grunduaf in Frage stellen? Das wäre falsch! Oder haben sie in manchen Punkten vielleicht recht? Dann stellt sich die Frage, ob Du entweder akzeptierst, daß Du auf andere so wirkst - denn daß Du so auf sie wirkst mußt Du akzeptieren, Du kannst sie schlecht so manipulieren und umformen, daß sie Dich anders sehen, entweder sie tun es oder nicht - aber trotzdem Dich so magst wie Du bist, oder ob Du Dich veränderst. Dann allerdings nicht in deren Sinne, sondern in Deinem.

    @Monika65

    Zitat

    Irgendetwas, auf den man den Finger legen und das man auch ändern kann, oder nicht?

    Soweit es das Verhalten betrifft, klar. Soweit die Reaktionen mein Aussehen betreffen, nein. Ich habe mich in den letzten Jahres optisch sehr verändert (komplett neue Friseur, andere Klamotten, neue Brille, usw.), die Reaktionen sind leider die gleichen geblieben.


    @Jaborosa

    Zitat

    Erstmal fragt es sich, von wem Du diese Rückmeldung kriegst.

    Von sämtlichen Männern, die ich auch nur annähernd attraktiv finde. Insofern spielt es natürlich eine Rolle.

    @Monika65

    Zitat

    Irgendetwas, auf den man den Finger legen und das man auch ändern kann, oder nicht?

    Soweit es das Verhalten betrifft, klar. Soweit die Reaktionen mein Aussehen betreffen, nein. Ich habe mich in den letzten Jahres optisch sehr verändert (komplett neue Friseur, andere Klamotten, neue Brille, usw.), die Reaktionen sind leider die gleichen geblieben.


    @Jaborosa

    Zitat

    Erstmal fragt es sich, von wem Du diese Rückmeldung kriegst.

    Von sämtlichen Männern, die ich auch nur annähernd attraktiv finde. Insofern spielt es natürlich eine Rolle.

    LaOla

    kann es sein, daß die Männer merken, daß Du als attraktiv gelten willst? Das wirkt unattraktiv. Selbst wenn Du so tun würdest, als ob es Dir egal wäre, um damit attraktiv zu wirken. Vielleicht wirkt es immer so, wenn man versucht, eine Wirkung zu erzielen. Oder wenn man versucht, echte oder auch nur vermutete Erwartungen zu erfüllen. Damit dreht man sich im Kreis. Denn unbestritten bleibt dabei, daß man eine bestimmte Reaktion braucht - von Dir selber, von allein, kommt nichts. Oder ist nichts. Und das merken Leute immer, egal ob Mann oder Frau. Wenn ich, dann. Das führt zu gar nichts. Und das verschafft das Gefühl von Hilflosigkeit. Aber wenn Du, dann auch nicht. Also wieder hilflos. Ich fürchte, Du drehst Dich im Kreis.

    Wobei halt...

    ... das muß ich berichtigen. ich wollte nicht sagen, daß nichts attraktives an Dir ist, nur, daß Du Dich nicht für attraktiv hälst.


    Weitergedacht bedeutet das, daß Du wahrscheinklich attraktiver wirken würdest, wenn Dir Deine Wirkung auf andere tatsächlich egaler wäre. Paradoxer Weise würdest Du dann nicht soviel auf diese Attraktivität geben, aus der heutigen (!) Sicht, weil es Dir eben egaler wäre. Auf jeden Fall würdest Du die Kontrolle über Deine Attraktivität oder besser: über die Wirkung auf andere aufgeben. Übrigens ist diese Kontrolle eine Illusion.