herr koch

    Ja ich fühle mich als sexuelles Wesen. Sonst würde es mich ja nicht stören JM zu sein. Für mich ist es schlimmer noch nie Sex gehabt zu haben als im Moment keinen zu haben. Anders ausgedrückt wenn ich kein JM mehr wäre aber im Moment nicht die Gelegenheit hätte Sex zu haben würde es mich weniger stören als mich die jetzige Situation stört.


    Anders als es manche hier beschreiben denke ich oft sehr direkt an Sex. Als ich diese Woche dem Mädel unter den Rock schauen konnte dachte ich: Ich würde ihr gerne das Höschen ausziehen und dann ****;-). Wenn mir eines der Mädels die mir gefallen aber leider schon vergeben sin sagen würde: "Du Kwak willst du nicht mit zu mir kommen und wir gehen zusammen ins Bett?" dann würde ich sicher JA sagen. Aber wie gesagt dazu sind die Mädels die ich kenne alle viel zu brav.

    glückliche beziehungen brechen auch nicht auseinander, nur weil einer dazwischenfunkt ... ausserdem muss man ja gar nicht aktiv werden. ich beobachte nur (bei mir), wenn ich eine frau nett find und herausfind, dass sie nen freund hat, schwindet mein interesse automatisch. vielleicht ein schutzreflex, dass ich nicht anfang, sie noch netter zu finden ...

    Zitat

    Nein, das hängt einzig und allein damit zusammen, dass einem in der Jugend ständig eingetrichtert wurde, man müsse lieb und nett sein. Und da mischt man sich dann in keine bestehenden Beziehungen ein ...

    Das wurde mir nicht eingetrichtert und trotzdem klapp eonfach nichts.

    herr koch

    In den Fällen die ich kenne ist brav (leider) kein Trugschluss. Von einem der Mädels habe ich selbst gehört, dass sie sich nicht vorstellen kann jemals ohne ihren Freund zu leben. Das ist das Problem: Die braven sind alle vergeben und an die nicht-braven kommt der JM nicht ran.

    @ {Morrissey}

    Das denke ich nicht. Ich rede hier nur von denen die ich kenne. Es gibt natürlich auch andere. Ich kenne auch eine die nach eigener Aussage schon mit ihrem verheirateten Chef ins Bett gesprungen ist. Aber solche Frauen haben kein Interesse an unerfahrenen Männern.

    herr koch

    Gut im Fall 1 kann man von echter Treue reden. Sie scheint mit ihrem Freund sehr glücklich zu sein. Aber die andere die von ihrem Freund mies behandel wird verstehe ich nicht. Sie klagt immer wieder ihrer Freundin ihr Leid aber es ändert sich nicht viel. Eine andere fragte sie: "Kannst du deinen Freund nicht mal erziehen?" Antwort: "Hab ich versucht. Bringt nichts."

    morrissey

    ...ja... ich habe mich in Deinem Beitrag wiedergefunden, zu der Zeit als ich noch jünger war. Sich diesen Realitätsverlust einzugestehen, ist das schmerzhafteste, was es gibt. Denn es ist eine Lebenslüge, und dann kommt die Wut, weil man Ihr hilflos ausgeliefert war. Zumindest in meinem Fall - man hat das alles geglaubt... Es wird einem nochmal die Hilflosigkeit deutlich - noch nicht mal gegen eine Lüge konnte man sich wehren, weil man gutgläubig war. Da kommt dann alles mögliche hoch: verletzter Stolz, wie oft man sich zum Affen gemacht hat, enttäuschtes Vertrauen, Schuld- und Schamgefühle, Selbstzweifel. Und dann soll man auch noch der sein, der das Ganze ändert - was aber so ist, und da ist es schwer, sich im Namen der Selbstachtung nicht in die Opferrolle zu begeben. Das heißt, daß man keine Ansprüche daraus ableiten kann. Und man kann noch nicht mal auf andere hoffen, weil man sonst in diesen Realitätsverlust zurückkippen kann. Man muß auf einmal Eigenverantwortung übernehmen. Man kann die "Schuld" nicht mehr anderen in die Schuhe schieben. Man kann die Damenwelt nicht mehr anklagen, daß sie dem Wunschbild nicht entspricht. Man kann nicht mehr sagen "Aber ich habe das gemacht, also hätte sie doch so reagieren müssen!". Man kann nicht mehr verhandeln, man kann auch nicht mehr "vorhersehen", was passiert, oder gar planen. Was man, wenn man ehrlich ist, noch nie konnte. Man muß erkennen, daß zwanghafte "Strategien" wenig taugen. Noch dazu kann es sein, daß all das, was man anstrebte, von Grund auf nicht schlecht ist und funktionieren kann, nur nicht in der eigenen bisherigen Version. Man erkennt also, wie sehr man eigentlich etwas seinen eigentlichen Wert genommen hat, weil man ihm zuviel Wert zukommen ließ. Wobei Werte für JMs wahrscheinlich sehr wichtig sind - zu wichtig. Oder weil man diesen Wert in eigene Dienste stellte. Und vielleicht kommt man dann dazu, daß man an nichts mehr glauben kann.


    Mein Beitrag war nicht nett. Aber er war es deshalb nicht, weil er diesen Realitätsverlust aufwies. Das ist immer schmerzhaft... für heutige und für ehemalige JMs...