herr koch

    Was Jaborosa geschrieben hat, gehört auch ganz bestimmt dazu. Davon abgesehen ist es bei mir eher ein Hineinhören als eine Suche. Auch wenn es mir gut geht und nicht etwa erst, wenn eine tiefschwarze Depriwolke ihr trübes Licht auf mein Haupt wirft. Ich hör halt gerade auch ein richtig guten Wohlfühltagen in mich rein, ob da irgendwo leise was an einer Tür kratzt, was raus oder rein mag...

    ...eine große Suche

    die auch sehr schnell vorbei sein kann, wenn man merkt, daß man sich gar nicht finden will, weil man sich schon längst hat. Oder anders: bei einer Suche vergleicht man das, was man findet, mit dem, was man sucht. Da man aber selbst das ist, was man "sucht", geht das nicht unbedingt. Beobachteter und Beobachter sind ein und dieselbe Person... Wobei man, denke ich, schon herausfinden kann, was man will und nicht alles hinnehmen muß. Ich denke auch, daß ein Mensch so komplex ist, daß er gedanklich nicht zu erfassen ist. Vielleicht ist das das, was man akzeptieren sollte. Man sollte vielleicht nie soweit kommen, daß man sich komplett kennt. Vielleicht geht es also nicht ums "Sein", aber ohne zu sich zu stehen wird man nie irgendwas wollen können oder nicht wollen können. Wer NUR "ist", wird starr.

    Zitat

    dieses ganze mit-sich-selbst-befassen ist mir völlig fremd ..

    Aber herr koch, das stimmt doch gar nicht. Du befasst dich doch ständig mit dir selbst. Du weißt doch z.B., was du gerne ist, was du gern anziehst, ob du lieber in den Bergen oder am Meer Urlaub machst; dass du nicht gerne tanzt, aber den Zoo gut findest... :-D


    Und ich bin mir sicher, ein paar tiefergehende Dinge über dich weißt du ganz bestimmt auch.


    Intensive Selbsterkenntnis ist schon wichtig. Sich zu hinterfragen, sich selbst kennen zu lernen. Aber bitte, dies sollte man auch nicht übertreiben. Und alles komplett nur noch in Frage stellen. Immer. >:( Danke, nein.


    Jaborosa hat das gut gesagt. Man kann sich gar nicht komplett selbst sehen und zu 100% ergründen. Warum sollte man das auch. Ich seh das eher so, dass man schlicht ein offenes Herz und ein waches Auge für sich haben sollte. Dabei aber auch behutsam sein. Können wir nicht genau das bei anderen? Und tun wir es da nicht, weil wir denken, es ist gut für sie, auf diese Art und Weise da zu sein? Warum tun wir dieses "Gute" dann nicht auch uns?

    gut, war sicher etwas übertrieben.


    aber das weiss ich nicht aus dem befassen mit mir selbst, sondern aus spontanen gefühlen. wenn ich in einem club bin, dann seh ich die rumhöppelnden leute und weiss, mein platz ist um 180° davon gedreht. oder wenn ich gedünsteten blumenkohl seh, bin ich auch schnell weg.


    das problem ist ja selten das zu finden, was man nicht mag.


    sondern was neues zu finden, was man mag. das find ich schwieriger. und darauf sollte ich zeit verwenden. gibt wohl nichts anderes, als ausprobieren.

    herr koch

    Zitat

    dieses ganze mit-sich-selbst-befassen ist mir völlig fremd ...

    Das halte ich fuer einen Fehler.


    Ich habe mir dein Verhalten in diesem Faden ja nun schon lange angesehen. Manchmal habe ich den Eindruck, statt selber Beschluesse zu fassen und deinen eigenen Weg zu finden, laesst du die Leute Ratschlaege geben und diskutierst sie dann. Manchmal, wenn dir jemand was vorhaelt, sagst du, "aber ihr habt vorher auch gesagt, ich muss..."


    Das mag ja sein, aber es sollte fuer dich egal sein. Auch wenn hier einige das anders sehen, aber ein Ratschlag kann dir nie sagen, was du tun sollst. Er kann dir hoechstens Anregungen geben. Entscheiden musst du immer selbst. Und kein Ratschlag hat Wert, wenn du nicht selber fuer dich ueberlegst und nachfuehlst, ob er fuer dich passt und sinnvoll ist.


    Es wurde hier viel verallgemeinernder Unfug ueber "die Frauen" geschrieben. Ich fuege dazu noch einen weiteren Punkt hinzu. "Die Frauen" wollen nicht einen, der die richtigen Ratschlaege in korrekter Weise ausfuehrt. Ich denke, jeder Mensch (inklusive "der Frauen") will fuer einen besonderen Menschen etwas Besonderes sein. Da hilft kein Lehrbuch und keine 1000 Seiten Faden - so lange du nicht deine hoechsteigene Variante daraus (und aus was immer anderem dir einfaellt) kochst und lebst. Wozu es ziemlich sinnvoll sein kann, sich mal mit sich selber zu befassen.


    Ich kann dir nicht sagen, ob du dich aendern sollst oder was du tun sollst. Vielleicht ist dein aktueller Weg ja schon gar nicht so falsch. Haengt natuerlich auch von der Frau ab. Denn die Frauen sind, entgegen populaeren Geruechten, alle unterschiedlich. Wie wir auch.


    Aber eines kann ich dir sagen. Es wird nicht so funktionieren, dass dir hier jemand sagt, was du zu tun hast, und dann musst du's nur tun, und schon gewinnst du.


    Deine eigene Verantwortung wirst du nicht los.

    nun, auch wenns den eindruck erweckt, dass ich mich "beraten" lass, ich hol mir höchstens ideen. wenn ich hier les, ich soll doch einfach mal das und das machen ... dann heisst das nicht, dass ich das auch mach. bzw. machen kann. auch wenns manchmal besser wär, ich würd mal sowas probieren.


    das rührt daher, weil "mein weg" in den letzten jahren zu nichts geführt hat. also warum nicht mal inspiration holen ... allerdings lass ich sowas höchstens einfliessen und übernehms nicht 1:1.


    was ich dann schlussendlich tu, trägt meine handschrift, darauf acht ich schon. denn nur sowas kommt authentisch rüber. und was gekünsteltes könnt ich noch weniger glaubhaft rüberbringen.