@steffi 83

    nicht, dass Du jetzt denkst, ich wäre irgendsoein Naivling. Ich glaube an das gute im Menschen, lasse mich aber nicht so leicht beeinflussen. d.h. ich bleibe stets immer ein wenig krititsch (zeige es aber nicht). Entweder es könnte sich weiter entwickeln oder nicht.

    Seeker

    Ich fand nur die Ausdrucksweise lustig. Man kann in jedem Alter was in der Birne haben oder eben nicht. Du meintest wahrscheinlich, dass sie reif ist für ihr Alter, nehm ich mal an. Dass sie keinen 15-jährigen will ist wohl logisch. Jungs in dem Alter sind ja noch eher Kinder.

    Monika65

    Doch, den Selbstschutzmechanismus gibt es auch bei mir. Nur was nützt er einem, wenn man sich selbst austrickst? Das ganze Geheimnis hast Du ja selbst schon geschrieben:

    Zitat

    Und wenn ich merke, da wird nichts draus - aus den Augen aus dem Sinn, bzw. vergiss es.

    Dazu gehört aber auch, das Ziel der Begierde erst einmal anzusprechen oder zu merken, da wird nichts draus. Vor drei ??? Jahren ist mir noch passiert, dass ich eine Frau kennen lernen wollte, sie aber partout nicht ansprechen konnte. Sie hatte in der Uni-Bibliothek gearbeitet, und mehr als ein "Hallo. Die und die Bücher stehen für mich bereit." hab ich ganz einfach nicht über die Lippen bekommen. Wie Du auch schon geschrieben hast:

    Zitat

    man ist verliebt und schwärmt, obwohl man keine Rückmeldung erhält.

    Ich hab es zwar nicht geschafft, sie anzusprechen (wofür ich mich zutiefst gehasst habe), aber die Rückmeldung war ja da. In meinen Träumen, in meiner Vorstellung, in meiner Phantasie. Und das Gehirn kann einfach nicht unterscheiden zwischen Realität und Vorstellung. Für mein Gehirn war ich verliebt und hab entsprechende Rückmeldungen erhalten. In diesem Fall hab ich etwa 6 Monate gebraucht, da heraus zu kommen. Und siehe da, auf einmal konnten wir wunderbar miteinander reden. Und so war es halt öfter bei mir: mit meinen Vorstellungen und Gedankenspielen hab ich den Schutzmechanismus einfach außer Kraft gesetzt.

    Zitat

    Sie verlieben sich erst gar nicht, und sie bestreiten vehement, dass sie jemals etwas dazu beitragen könnten, dass sich eine Frau in sie verliebt, ja, sogar, dass sich ien Frau in sie verlieben könnte. Sie sind Opfer der Umstände, machtlos sich dagegen aufzulehnen, und von daher ist es am klügsten, alle Gefühle von vornehrein abzublocken.

    Zottelbaer hat das schon zutreffend dargestellt, nur dass es bei mir noch extremer war. Ich hatte an anderer Stelle schon geschrieben, dass ich eher ein 3XL-Typ bin, dass ich Zeit meines Lebens eher ein Außenseiter war bzw. mich später durch Selbstisolation dazu gemacht habe, meine "Freunde" eher solche Leute waren, denen ich ständig hinterher gerannt bin bzw. von denen ich immer nur dann etwas gehört habe, wenn sie etwas von mir wollten, dass ich mich eigentlich nur von der Meinung anderer abhängig gemacht habe (was bei einem 3XL-Typ in der Schulzeit vielleicht alles andere als angebracht ist). Wie hätte ich mir da vorstellen können, dass sich eine Frau für mich interessiert, gar eine Beziehung mit mir eingehen möchte, wenn ich es noch nicht einmal schaffe, einen Freundes- und Bekanntenkreis aufzubauen? Ich hatte während meines Hauptstudiums in einem Studentenwohnheim gewohnt, es aber nicht geschafft, dort überhaupt Anschluss zu finden. Und nirgends sollte es leichter sein als an der Uni, neue Leute kennen zu lernen.


    Ich hab sehr lange dafür gebraucht, um zu erkennen, dass es nicht die anderen waren, die mich gemieden hatten, sondern dass ich es war, der die anderen gemieden hat, obwohl ich mir nichts sehnlicher wünschte, als irgendwie dazu zu gehören. Mit 16 oder 17 bin ich auf einen Spruch gestoßen, der mich seitdem ständig begleitet hat: "Einsamkeit ist das einzige Gefängnis, das die Seele in Ketten legen kann." Wie gesagt, bis 26 / 27 habe ich gebraucht, um eine andere Weisheit für mich zu erkennen: "Einsamkeit ist eine Gefängniszelle, die sich nur von innen öffnen lässt."


    Was will ich denn jetzt eigentlich damit sagen? Ich habe 26, vielleicht auch 27 Jahre gebraucht, um erkennen zu können, dass ich jemand war, der sich ins Abseits gestellt hat, der nicht auf Menschen zugegangen ist und sich daher Beziehungen mit real existierenden Personen aus dem eigenen Umfeld nur vorstellen konnte. Und wenn er sich wirklich mal überwinden konnte, sich zu öffnen und über seine Gefühle zu reden (oder wenn der Vulkan dann einfach ausgebrochen ist, um bei Zottelbaers Worten zu bleiben), dann war es halt jedesmal eine Niederlage, die die Mauern nur noch dicker und höher werden ließ. Dies war ein Mensch, der nicht gelebt hat, sondern einfach nur dahin vegetierte, einfach nur, weil er eine falsche innere Einstellung zu sich und seinen Mitmenschen hatte. Und eine dieser Einstellungen war halt, dass sich nie eine für einen 3XL-Typen mit Bierbauch interessieren würde.


    Bevor jetzt jemand fragt, wieso ich in dritter Person über mich schreibe: ganz einfach, weil ich zu dem Zeitpunkt eine ganz andere Person war. Ich habe an meinen Einstellungen gearbeitet, und meistens geht es mir gut. Ich gehe raus, lerne nette Frauen kennen, mit einigen verstehe ich mich, mit einigen kann ich überhaupt nicht. Und letztes Jahr hab ich dann eine Frau kennen gelernt, bei der ich das erste Mal überhaupt real das Gefühl hatte, da könnte mehr raus werden. (Hab ich auch schon an diversen Stellen hier beschrieben.) Ist zwar nichts raus geworden (was definitiv nicht an mir liegt), aber sie hat mir doch sehr stark geholfen, einige der noch vorhandenen Mauern weiter nieder zu reißen.

    @ Frank:

    Nein, verallgemeinern kann man sicherlich nicht, es kommt halt immer auf die jeweilige Situation an. Und dennoch habe ich einen ähnlichen Weg wie Marvin für mich selbst finden müssen. Ganz einfach deshalb, weil mein "JM-Problem" nur das Resultat eines viel tiefer liegenden Problems ist. Aber was in den letzten Tagen hier wieder vermehrt zu finden war, war ja komplette Ignoranz dessen, was hier in monatelanger Arbeit entstanden ist: viele gute Ratschläge und Ansatzpunkte, wie man(n) dem "Problem" JM begegnen kann. Man(n) muss halt den richtigen Weg für sich selbst finden. Unbreakable z.B. hat einen Weg für sich gefunden, den ich mir noch nicht einmal vorstellen kann. Aber alle Möglichkeiten haben halt eines gemeinsam: man selbst muss aktiv werden. Wenn ich nur zu Hause herumhänge und jammere, hab ich ja noch nicht einmal die Chance, jemanden kennen zu lernen, so dass sich evtl. mehr entwickeln könnte.

    Kein Problem, Monika. Gehört mittlerweile zu meiner inneren Einstellung und meinem Selbstbewusstsein, dass ich so offen darüber reden (bzw. hier schreiben) kann. Ist eben ein Teil meiner Vergangenheit, der mich auch heute teilweise noch im Griff hat. :-/ (Deswegen ja auch das Gerede von einem langen Weg, der noch vor mir liegt.) Bin zwar nicht stolz darauf, aber es ist auch ein Stück meines Lebens und meiner Persönlichkeit. Wie sagte mein Lebensfreude-Kalender vor kurzem treffenderweise: "Dein Selbstvertrauen wächst mit den Problemen, die du meisterst." Und darauf, dass ich erkannt habe, was in meinem Leben schief lief, wie ich mich selbst da wieder heraus bekomme, und dass ich mittlerweile einen Schritt nach dem anderen auf diesem langen Weg, den ich für mich selbst erkannt habe, mache, darauf bin ich verdammt stolz. Und das gibt mir Kraft und macht sich auch in meiner Ausstrahlung bemerkbar. Musste mir nämlich vor einiger Zeit von einer Freundin sagen lassen, dass ich sehr viel zufriedener wirke als noch vor ein, zwei Jahren. :-D


    Aber wenn jemand damit nicht klar kommt, ist das sein Problem, nicht mehr meins. ;-D

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    frank67

    Zunächst einmal, ganz ehrlich von mir, du solltest darum kämpfän, dazuzugehören zu wollen. Klar muß man da einiges verdauen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.


    Es ist so, ich fand es von der Wissenschaft toll, daß sie mir das mit den Steinzeitmenschen erklärt hat und einige andere Sachen.


    Was ich meinte, vielleicht falsch rüber kam, ich finde Psychologen, die wirklich aus tiefstem Herzen helfen wollen, toll! Denn mir haben ihre Ratschläge sehr im Leben geholfen. Dann habe ich große Achtung vor Astrologen, die verantwortungsvoll arbeiten und nicht nur klugscheissern. Astrologie ist auch Psychologie. Ich finde es ist ein Kompliment, daß mir jemand sagt, ich sei intellektuell. Überintellektuell bin ich nicht. Ich bin genau so dumm, wie alle anderen. Aber im Ansatz bin ich so. Daraufhin habe ich jahrelang gearbeitet, nicht umsonst. DARAUF bin ich stolz. Fehlerfrei bin ich nicht. Daß ich so drauf bin, daß ich ständig beobachte und intepretiere, bereichert mein Leben. Sonst würde es mir langweilig. Das hat auch seine Nachteile. Ich muß auch lernen, wenn es nicht schadet, richtig dumm und ohne Gehirn zu sein.