die lieben Eltern

    interessantes Thema mit den Eltern. Ich hab ja vor ein paar Jahren mal ein paar Sitzungen bei nem Therapeuten gehabt. Mich hats auch manchmal genervt wenn er immer nach meinen Eltern gefragt hat. Ich hab gedacht es geht um Meine Probleme und nicht um meine Eltern. Aber nicht umsonst fangen Pschologen immer bei den Eltern an, denn da gibts wohl mehr Zusammenhänge als man sich eingestehen will.


    Es heisst ja das Väter einen beachtlichen Einfluß auf die Entwicklung des Selbstbewußtseins ihrer Söhne haben. Habe kürzlich erst auf nem Dorffest einen ehemaligen Schulkameraden getroffen der in dem Dorf wohnt. Er war mit seinen zwei Brüdern und einigen Freunden da und ab und zu ist sein Vater mal dabei gewesen und hat ein Bier mitgetrunken. Sowas macht mich manchmal etwas neidisch, aber ich könnte mir das bei meinem Vater nicht vorstellen. Aus meiner frühen Kindheit habe ich gute Erinnerungen an meinen Vater, aber je mehr ich erwachsen wurde je mehr wurde er zu einen sturen alten Mann, der bei jeder Gelegenheit mit altklugen Sprüchen oder anderweitg subtil klarzustellen versucht, dass er der Herr im Haus ist und ich sein Maß an Erfahrung und Weisheit nie erreichen werde. Gespräche gibt es daher nur sachbezogen. Über Gefühle reden, das haben wir beide nie probiert. Nach einer Freundin hat er mich nie gefragt, ich glaube es interessiert ihn nicht mal (vielleicht ist er auch froh, denn so lange wie ich keine Freundin habe, hat er einen Punkt mehr den er im Leben besser gemacht hat.).


    Da ich Einzelkind bin konzentrierte sich die ganze Liebe meiner Mutter auf mich die ihr bestes Tat mich zu verwöhnen und zu einem Muttersöhnchen zu machen, was ihr nicht ganz gelungen ist. Dadurch war ich aber nie in der Situation dass ich jemandem Liebe oder Zuneigung geben musste oder jemanden "beschützen" (z.B. kleine Geschwister) musste/konnte. Emotional war ich immer der nehmende Teil. Daher bin ich glaube ich auch im Bezug auf Frauen unsicher, da ich nicht weiß was ich ihnen geben kann. Daher strahle ich vielleicht nicht diese gewissen Nestwärme und Geborgenheit aus, die doch letztendlich jeder irgendwie in einer Partnerschaft sucht. Gehts jemandem ähnlich?

    Eltern haben einen großen Einfluss

    Eltern prägen die Entwicklung der Kinder entscheident mit.


    Eine Mutter die ihren Sohn nicht loslassen kann, versucht ihn an sich zu binden mit aller Kraft.


    Da wird an der Freundin rum genörgelt, sie ist nicht gut genug für Dich usw.


    Das beinflusst ein Kind/ Jugendlichen schon stark.

    Zitat

    Eine Mutter die ihren Sohn nicht loslassen kann, versucht ihn an sich zu binden mit aller Kraft.


    Da wird an der Freundin rum genörgelt, sie ist nicht gut genug für Dich usw.

    Sicherlich richtig. Kennt man ja als das Ödipussi-Syndrom! Steht an dieser Stelle allerdings nicht zur Debatte, da die meisten hier, mich eingeschlossen, denn 1 Woche kann man nicht wirklich als Beziehung bezeichnen, noch nie eine Freundin hatten.


    Gruß aMs

    Eltern

    Sicher haben die Eltern einen großen Einfluss auf die Entwicklung ihrer Kinder. Aber die Frage ob ein Zusammenhang zum JM-Sein besteht ist schwer zu beantworten. Das zeigt sich dadurch, dass einige JM Geschwister haben die einen Freund/Freundin haben.

    Zitat

    Eine Mutter die ihren Sohn nicht loslassen kann, versucht ihn an sich zu binden mit aller Kraft. Da wird an der Freundin rum genörgelt, sie ist nicht gut genug für Dich usw.

    So etwas gibt es bestimmt ist aber sicher keine sehr häufige Ursache des JM-Seins. Wenn ein Mann eine Freundin hat die er wirklich liebt wird er nicht zulassen, dass seine Mutter die Beziehung stört. Aber wie schon gesagt wurde hatte ein JM typischerweide noch gar keine Beziehung.


    Es gibt sogar den umgekehrten Fall, dass die Mutter sich wünscht, dass ihr Sohn endlich die richtige Frau findet, weil sie gerne Enkel hätte.

    Kwak

    Ich glaube sogar, dass der letztere Fall häufiger ist. Nicht nur wegen eventueller Enkel, sondern die allermeisten Mütter wünschen sich, dass ihre Kinder "normal" und glücklich sind. Wir Frauen sind ja nicht blöd, auch als Mütter nicht, und gehen eher davon aus, dass ein ständiges Singledasein für die meisten Menschen einfach nicht beglückend ist.


    Ich denke, dass mehr JM mit besorgten Müttern zu tun haben als mit "auffressenden".

    Mutter

    Die Mutter ist die erste Frau im Leben eines Mannes, es ist naheliegend, dass sie einen starken, prägenden Einfluss ausübt auf sein Beziehungsverhalten, auch wenn sie das bewusst gar nicht will. Ich glaube, die Art, wie sie ihren Sohn an sich bindet ist oft sehr subtil und meist unbewusst. Natürlich möchte sie eigentlich nur das Beste, natürlich hält sie ihn nicht "mit aller Kraft" fest.


    Beispielsweise dieses (meist unausgesprochene) "ich-mache-mir- Sorgen-um-dich" kann meiner Meinung nach einen sehr problematischen Einfluss haben auf die Fähigkeit des Sohnes, in Gefühlsangelegenheiten unbeschwert zu sein und Selbstvertrauen zu entwickeln. Obwohl es ja vordergründig positiv aussieht, wenn sie fürsorglich ist.


    Ich denke, kein Psychologe würde bestreiten, dass die Rolle der Mutter zentral ist in Bezug auf das männliche Beziehungsverhalten.


    Damit will ich nicht sagen, dass die Mütter "schuld" sind an der Situation der JM. Aus ihrer Sicht gaben sie vermutlich ihr Bestes, nur war es vielleicht nicht das, was das Kind gebraucht hätte um ein gewisses Urvertrauen zu entwickeln und später ein unverkrampfteres Verhalten Frauen gegenüber zu haben.

    Tortola

    Zitat

    Meine Mutter hat aus meiner Sicht sehr viel falsch gemacht in der Erziehung [...] Dennoch ist sie meine Mutter.


    Aber was soll ich von einem Mann halten, der es nötig hatte, während meines Studiums mein Kindergeld zu versaufen [...] Sorry, aber so einen kann ich einfach nicht mehr als Vater annehmen.

    Er _ist_ dein Vater, was immer er getan hat.


    Einen anderen hast du nicht.


    Tut mir leid.

    Realist 25


    Ganz genau.


    marc-anton

    Zitat

    Was die Achtung gegenüber meinen Eltern angeht, daß solltest du dich nicht aufspielen. Die habe ich nämlich. Ich habe mal ziemlich ernst meinen Schwager gerügt,[...]

    Ich verstehe nicht, warum du hier plötzlich so unmittelbar auf deinen Schwager kommst. Was hat der denn mit deinen Eltern zu tun (außer dass er mit deiner Schwester verheiratet ist natürlich)?

    @jackaroo

    Ich meinte nur, dass der problemtische Einfluss der Mutter auch als Fürsorglichkeit daherkommen kann. Hinter dieser Fürsorglichkeit ist jedoch die (unbewusste!) Überzeugung und die Ängste der Mutter verborgen, der Sohn sei zuwenig Mann, als dass er selbst für seine Bedürnisse nach Nähe und Liebe sorgen kann, dass er also noch ein Kleinkind ist und wie damals völlig abhängig von der Mutter, mit ihr in einer engen Symbiose lebend, wo beide sich gegenseitg brauchen, wo ein Verlust an Fürsorge seitens der Mutter gleichbedeutend wäre mit sterben. Das Problem ist, dass es für den Sohn schwierig ist, dies zu erkennen, da sie es ja nur gut meint. Vordergründig lässt sie ihn sicher gerne gehen, da sie ja nicht dumm ist und weiss, dass er sich ablösen muss.


    Noch zu dieser "Symbiose": In der Zeit nach der Geburt bilden Mutter und Sohn eine Art Einheit, ein "Wir". Der Sohn hält die Gefühle der Mutter automatisch für seine eigenen. Wenn die Mutter einen guten Zugang, ein gutes Verhältnis zu sich selbst und ihren Gefühlen hat, ist dies auch nicht problematisch, aber was, wenn nicht? Ich verstehe leider zu wenig von Psychologie um hier genauer in die Details gehen zu können, ich weiss einfach, dass es in der Psychologie quer durch alle Richtungen hindurch unumstritten ist, dass diese Zeit prägend wirkt, und nicht so einfach überwunden werden kann, gerade weil es dem erwachsenen Sohn gar nicht bewusst ist, dass er gewissermassen das (schwierige) seelische Selbstbild der Mutter aus dieser Zeit in sich hat und entsprechend auf andere Frauen überträgt als Erwachsener, also immer auf einer neuen Ebene nicht bekommt was er sucht.

    Einfluss der Mutter

    Ich glaube nicht, dass der Einfluss der Mutter ein typisches JM Problem ist. Es mag Ausnahmen geben aber die sind sicher selten.


    Wie hier schon geschrieben wurde gibt es einige JM die Geschwister haben die bei der Partnersuche Erfolg haben. Und Geschwister haben was den Einfluss der Eltern angeht die gleichen Startbedingungen.