Tortola:

    Zitat

    In dem Augenblick, in dem Du in dem Kurs bist, bist Du nicht mehr in der freien Wildbahn unterwegs. (Es sei denn, das in dem Kurs gezielt Frauen in freier Wildbahn angesprochen werden. Kann ich mir aber nur schwer vorstellen.) Und da verhält man sich automatisch ganz anders.

    Vielleicht gibt es auch unterschiedliche Kurse, und auch unterschiedlich gute. Ich hab mal einen Bericht gelesen, in dem es durchaus "Wildbahn"-Übungen gab. Aber ob das dann wirklich hilfreich ist, k.A.


    wai:

    Zitat

    Also denk ich, gebe dem Leben eine Chance, sich bei dir nochmal zu bewähren.

    Das Gefühl kenne ich gut. Ich stand mal in einer schweren depressiven Phase auf einem hohen hölzernen Aussichtsturm, ließ meinen Blick über Freiburg schweifen und sagte gedanklich zum Universum: "Du musst mir jetzt sehr bald etwas bieten, sonst werde ich mein Leben beenden."


    Das Universum hat mir seither viel geboten, Gutes wie auch Schlechtes. Ich lebe noch. Der Turm ist inzwischen abgebrannt. ;-D


    -blitzableiter-:

    Zitat

    Bei all dem darf man aber nicht außer Acht lassen, dass es überall auch Ausschuss gibt. Wie bei einer Fabrik wo von 100 Teilen 10 Fehlerhaft sind oder bei Katzen wo immer extra viele Geboren werden weil ein Teil eben Ausschuss ist und draufgeht. Warum sollte dieses Prinzip nicht auch auf Männer und ihre Chancen bei Frauen zutreffen. Manche sind gute Stecher andere Versager. Aber es besteht Hoffung wie ich oben ja geschrieben habe.

    Es geht ja nicht drum, ob man ein "guter Stecher" ist, sondern eher um Beziehungsfähigkeit und menschlichen Umgang. Echter "Ausschuss" im Sinne von "Ich hab gar keine Chancen, egal was ich tue" ist man meistens noch nicht einmal mit einer Behinderung.


    Allerdings können Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklaffen: Einem beziehungsunfähigen Soziopathen, der noch dazu hässlich ist, fallen halt keine Supermodels zu Füßen (es sei denn, er stellt ihnen ein Bein).

    Hat eigentlich...

    ...irgendeiner der JM hier ein echtes Trauma erlebt oder dergleichen?


    Ich bin mir immer noch unsicher in der Frage, ob der sexuelle Missbrauch, den ich als Kind erlebt habe, in einer prägenden Verbindung mit der erfolglosen Entwicklung meines Liebeslebens stand, und wenn ja, in welcher.

    Ich fine Blitzleiter's Erläuterungen gar nict mal so abwegig.

    Zitat

    Ein kleiner Junge ängstliches Wesen, extrem schüchtern und introvertiert. Nach der Pubertät selbstsicher zielstrebig usw. Die Wesenszüge selbstsicher zielstrebig hatte er auch schon als junge nur eben 2% Selbstsicherheit 98% Unsicherheit. Später dann 70% Selbstsicherheit 30% Unsicherheit.

    Bei mir war es zwar nicht genauso, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es bei vielen Leuten so abläuft. Ich für meinen Teil würde sagen, dass ich mich in der Pubertät nicht so sehr stark im Charakter geändert habe, eben weil der Umgang mit Mädchen nicht in dem Maße gegeben war, wie er vielleicht in dieser Lebensphase hätte sein sollen. Das soll nicht heißen, dass ich nie mit Mädchen was zu tun gehabt hätte, aber es fand halt nie der Umgang statt, wie ich ihn bei meinen Freunden gesehen habe. In dieser Zeit hatten meine Kumpels immer wieder mal eine Freundin, so wie das eben in dem Alter ist, wenn man kurz vor bzw. gerade in der Pubertät ist. (so Sachen wie: willst du mit mir gehn?; Händchenhalten; eventuell, wenn keiner dabei war auch mal eben den ersten Kuss...) An mir sind solche Spielchen dieser Zeit einfach vorbeigezogen, ohne mich zu berühren, ich schien quasi immun für Teenagerbeziehungen.


    Ich würde mein damaligen Stand so bezeichnen 20% Selbstsicherheit 80% Unsicherheit.

    Zitat

    oder jemand der sag ok oder von mir aus auch okääi ich pack es an. Ich arbeite an mir, nicht unbedingt nur um primär dem anderen Geschlecht zu gefallen, sonder auch um mir selber besser zu gefallen (viele JMer haben damit wie es scheint ein Problehm) was sich dann, wie wir ja von den Frauen gehört haben, wiederum positiv auf die Attraktivität bei Frauen auswirkt.

    Das habe ich dann irgendwann getan. Habe etwas für mein Ego getan. Habe mir neue Klamotten zugelegt, bin ins Fitnessstudio, ab und an mal ins Solarium, habe mir Kontaktlinsen zugelegt..., wie gesagt, nicht nur, um besser bzw. überhaupt mal bei Frauen anzukommen, sondern, um mal was für mich zu tun.


    Stand heute ca.: 55% Selbstsicherheit 45% Unsicherheit

    Zitat

    Bei einer Frau ist es ja anhand des JFHäutchens anatomisch meßbar ob sie noch JF ist, bei einem Mann nicht.


    Deswegen ist dieser Zustand für mich beim Mann bis zu einem gewissen Grad "umkehrbar".


    lol du laberst scheisse

    Naja die Aussage mit dem JFHäutchen war jetzt zugegebenermaßen wirklich bissl daneben, stimmt schon... Kann ja auch durch Sport, SB usw. "kaputtgehen".


    Aber beim Mann glaub ich schon daran daß man sich, wenn man nach einer Beziehung länger keine neue findet, sich immer mehr Richtung JM entwickelt und auch wieder die selben Probleme kriegt. Mit dem einzigen Unterschied daß man halt schon mal erlebt hat wie es "mit einer Frau ist". Ich sage das als Nicht-Mehr-JM-Da-Schon-Eine-Einzige-Freundin-Gehabt-Haber, aber gleichzeitig als Schon-Länger-Keine-Freundin-Mehr-Finder.


    Deine Thesen sind gar nicht mal so abwegig, daß zu einem gewissen Teil die Gene bzw. die Veranlagung schuld sind hatte ich ja auch schon hier gepostet. Manche haben es halt einfach leichter als andere, es kommt nicht jeder Mann mit gleichen Grundvorraussetzungen auf die Welt. Sehr interessant finde ich deinen Gedankengang, daß es sehr hilfreich ist, vom Typ her gerade dem Idealbild der Zeit zu entsprechen. Vielleicht hätten manche JM schon längst ihren ersten Sex gehabt, wenn sie z.b. 100 oder 50 Jahre früher auf die Welt gekommen wären.


    VG, VB

    Rahjas Gnade

    Zitat

    Hat eigentlich...


    ...irgendeiner der JM hier ein echtes Trauma erlebt oder dergleichen?


    Ich bin mir immer noch unsicher in der Frage, ob der sexuelle Missbrauch, den ich als Kind erlebt habe, in einer prägenden Verbindung mit der erfolglosen Entwicklung meines Liebeslebens stand, und wenn ja, in welcher.

    Sexueller Missbrauch zieht immer schwerwiegende Folgen im Bezug auf die Persönlichkeit eines Menschen mit sich. Je jünger die Person zum Zeitpunkt des Missbrauchs ist, desto größer sind in der Regel die Schäden, die zurückbleiben.


    Wird man gewaltsam zu etwas gezwungen, das sich gegen den eigenen Körper richtet, verliert man das Gefühl, Herr über das eigene Schicksal, sein Leben und allgemein über sich selbst zu sein. Man bekommt das Gefühl, der Welt machtlos ausgeliefert zu sein. Lethargie, Resignation und Antriebslosigkeit sind nur ein paar der möglichen Verhaltensmerkmale, die sich daraus entwickeln können. Hinzu kommen können erhebliche Umgangsschwierigkeiten mit Autoritätspersonen im allgemeinen, Personengruppen die dem Profil des damaligen Täters entsprechen oder Personen, die an jenen Täter in irgendeiner Weise bewusst oder unbewusst erinnern. Außerdem kann es sein, dass der oder die Missbrauchte sämtliche Situationen und Zustände bewusst oder unbewusst meidet, welche Parallelen zu jenem damaligen Erlebnis aufweisen. Bei sexuellem Missbrauch wäre es das Meiden von menschlicher Nähe, emotionalen Bindungen oder sexuellen Kontakten, wobei die Sehnsucht danach dennoch bestehen bleibt, nur eben nicht erfüllt werden kann.


    Verrätst Du uns, was Dir damals widerfahren ist? Oder ist Dir das unangenehm und zuviel des Guten?


    Freundliche Grüße,

    Meine "Internationale der Jungmänner", zu singen auf die Melodie der normalen "Internationalen"


    Wacht auf, Jungmänner dieser Erde, die stets man noch zur Keuschheit zwingt! Den Wunsch, Geschlechtsverkehr zu


    haben, nun mit Macht zur Geltung bringt.


    Reinen Tisch macht mit euren Sorgen, Heer der der


    Jungmänner, wache auf! Sexlos zu sein, tragt es nicht


    länger, Sex zu bekommen, strömt zuhauf.


    Refrain:


    Jungmänner, hört die Signale, auf zu eurem Gefecht! Die


    Internationale erkämpft das Jungmann-Recht! Jungmänner,


    hört die Signale, auf zu eurem Gefecht! Die


    Internationale erkämpft das Jungmann-Recht!


    ;-D

    imago

    Zitat

    Bei sexuellem Missbrauch wäre es das Meiden von menschlicher Nähe, emotionalen Bindungen oder sexuellen Kontakten

    Oder genau das Gegenteil. Es ist ihnen egal, mit wem sie Sex haben, denn ihren Körper haben sie selber durch den Missbrauch als Objekt erlebt. 60-70% der Prostituierten haben eine Missbrauchsvergangenheit.


    Ausserdem belegen Studien, dass auch nicht wenige, wenn sie erwachsen sind, dann ebenfalls zu Missbrauchstätern werden.

    Vitalboy

    Zitat

    Mit dem einzigen Unterschied daß man halt schon mal erlebt hat wie es "mit einer Frau ist".

    Ja das ist der einzige klitzekleine Unterschied um den sich aber dieser ganze verdammte Thread dreht! Und jetzt hör mal auf mit der Scheiße, das ist als würde man einem Jungmann ins Gesicht spucken und das sag ich dir als schon-lang-nicht-mehr-Jungfrau mit ein bisschen Feingefühl!

    Da muss ich Steffi recht geben.


    Eine Freundin hat sich mal bei mir ausgeheult, dass es ihr total scheisse gehen würde, weil sie schon seit (ich glaube) 3 Monaten keinen Sex mehr hatte. Da hab ich ihr mal gesagt, ob sie sich vorstellen könnte, wie ich mich dabei fühlen würde, wenn sie mir sowas erzählt. Da hat sie sich entschuldigt und mir seitdem sowas nicht mehr erzählt.


    Ich will nicht hier auf Leuten rumhacken, finde es nur irgendwie scheisse, dass du dich als eine Art JM ausgibts, weil du 6 oder 8 Monate keine gepoppt hast.

    wieauchimmer

    Zitat

    Oder genau das Gegenteil. Es ist ihnen egal, mit wem sie Sex haben, denn ihren Körper haben sie selber durch den Missbrauch als Objekt erlebt. 60-70% der Prostituierten haben eine Missbrauchsvergangenheit.


    Ausserdem belegen Studien, dass auch nicht wenige, wenn sie erwachsen sind, dann ebenfalls zu Missbrauchstätern werden.

    Ja, das kommt noch dazu. Ist das vielleicht deshalb so, weil zum Zeitpunkt des Missbrauchs der Geist aus dem Körper "entflohen" ist um es über sich ergehen lassen und ertragen zu können, nachher aber nicht wieder vollständig in diesen zurückgekehrt ist?


    Dann gibts da noch welche, die die damalige Situation erneut aufsuchen, wieder bewusst oder unbewusst. Freud nannte das glaub ich Zwang zur Wiederholung.


    Übrigens, merkst Du was? Wir sind uns gerade einig @:)

    imago

    Zitat

    Ist das vielleicht deshalb so, weil zum Zeitpunkt des Missbrauchs der Geist aus dem Körper "entflohen" ist um es über sich ergehen lassen und ertragen zu können, nachher aber nicht wieder vollständig in diesen zurückgekehrt ist?

    Ist jetzt zwar vielleicht nicht psychologisch korrekt ausgedrückt, aber so kann man es sich sicher vorstellen. Hinzu kommt, dass ja die Täter die missbrauchten Kinder dafür mit Geschenken und Wohlwollen belohnen, wenn sie schön brav sind. Da lernt das Kind seinen Körper, von dem es sich wie du oben geschrieben hast, gelöst hat, als Objekt einzusetzen, um Geschenke, aber auch Wohlwollen zu bekommen.


    Soweit ich gelesen habe, geht es dann bei der Prostitution psychologisch oft darum, etwas nun unter Kontrolle zu haben, was man als Kind nicht unter Kontrolle hatte, könnte man sicher "zwanghaft" nennen.

    Zitat

    60-70% der Prostituierten haben eine Missbrauchsvergangenheit.

    Vorstellen kann ich mir das schon, aber das muss repräsentativ belegt sein. Und dann würde ich gerne empirisch untersucht wissen, wie stark der subjektive Leidensdruck bei der Lebensweise dann ist. Hast du Quellen, wai? Und woher kommt diese Prozentangabe?


    Ich habe mal eine größere Studie gelesen, bei deren Testgruppe zumindest die These, dass früherer Missbrauch zu unverantwortlichen sexuellen Handlungen führe, statistisch nicht belegt, sondern eher widerlegt wurde. Da war allerdings eher Verzicht auf Safer Sex u.ä. gemeint.

    Zitat

    Ausserdem belegen Studien, dass auch nicht wenige, wenn sie erwachsen sind, dann ebenfalls zu Missbrauchstätern werden.

    Das ist allerdings nur relativ: Zwar sind unter pädosexuellen Missbrauchstätern eine Vielzahl selbst vergangene Opfer, jedoch wird die weit überwiegende Mehrzahl aller Missbrauchsopfer nicht zu pädosexuellen Missbrauchstätern.