EinfachNutzlos

    1,56 ist doch toll! Ich bin nicht mal 0,20 € für ne SMS wert. Ich hab zwar keine 3800 € investiert (darf man fragen für was?), aber etwas was viel mehr Wert hat, etwas Unbezahlbares. Dafür bin ich um eine Erfahrung reicher.

    Steffi83

    Nun, der Marktwert eines suchenden Singles auf dem heterosexuellen Singlemarkt läßt sich mit einer einfachen Formel näherungsweise abbilden:


    Marktwert = Attraktivität * Knappheit


    Ein kleiner Trost, ist, daß diese Formel wirklich nur die Tendenz anzeigt. Es wird immer einzelne Außreißer geben.


    Zudem ist Attraktivität ein ziemlich weit gefaßter Begriff, dessen genaue Erörterung schon ziemlich komplex ist.

    Yofried

    Knappheit funktioniert, Attraktivität aber nicht. Attraktiv ist für jeden ja etwas ganz anderes, folglich kann ein Mensch keinen "Marktwert" haben, sondern immer nur einen gewissen "Wert" für einen ganz bestimmten Menschen. Nach der Knappheit hätten ja alle Single-Frauen den gleichen Wert und alle Single-Männer auch (zumindest in einer bestimmten Region, da gibts vermutlich auch noch Unterschiede).

    Steffi83

    Wie ich mich als Objekt gefühlt habe: Tja, wenn man während einer Kennenlernphase mit einer Frau zunächst auf großes (sogar sexuell ausgerichtetes) Interesse stößt, taxiert und scheinbar für gut befunden und dann spontan abgeschossen wird, dann muß man schon sehr naiv sein, um nicht zu bemerken, daß sich die Frau "last minute" ein anderes Objekt mit einem höheren Marktwert erwerben konnte.


    Blumig umschrieben im romantisch verklärten Teeniestil heißt es dann: "Ich fand die Treffen mit B. immer sehr schön, und ich dachte auch, ich sei in ihn verliebt, war sogar ganz fest überzeugt davon. Ich habe schon geplant. Doch dann lernte ich S. kennen, und wir sahen uns in die Augen, und da wußte ich erstmal nicht, wen ich liebe, totales Gefühlschaos. Doch dann wußte ich, ich liebe S."

    Zitat

    Tja, wenn man während einer Kennenlernphase mit einer Frau zunächst auf großes (sogar sexuell ausgerichtetes) Interesse stößt, taxiert und scheinbar für gut befunden und dann spontan abgeschossen wird, dann muß man schon sehr naiv sein, um nicht zu bemerken, daß sich die Frau "last minute" ein anderes Objekt mit einem höheren Marktwert erwerben konnte.

    Nicht unbedingt. Das habe ich neulich erst gemacht weil ich meine Gefühle selbst falsch eingeschätzt hab. Kennenlernphase: Ich hatte großes Interesse usw. und hab ihn dann abgeschossen (für ihn aber auch für mich überraschend). Es hatte einfach nicht gefunkt. Gut ich hatte keinen anderen, hätte aber theoretisch sein können, dass ich jemand kennengelernt hätte bei dem es funkt. Was hat das jetzt mit einem Marktwert zu tun???


    Wie es in deinem Fall natürlich wirklich war kann ich nicht beurteilen, du aber auch nicht. Theoretisch kann es genau so gewesen sein.

    Steffi83

    Zitat

    Knappheit funktioniert, Attraktivität aber nicht. Attraktiv ist für jeden ja etwas ganz anderes

    Nein, das ist schon wieder dieses romantische Teeniemärchen vom edlem Ritter auf dem weißen Roß, der das einzig auserwählte und für ihn bestimmte Mädchen auf dieser Welt von ihrem Alleinsein erlöst, und wenn sie nicht gestorben sind...


    Nein, es gibt bei 3 Mrd Menschen pro Geschlecht nicht 3 Mrd. unterschiedliche Attraktivitätssichtweisen.


    Ja, es gibt unter den 3 Mrd. Menschen unterschiedliche Wahrnehmungsformen und Bewertungskriterien für die Attraktivität eines Wunschpartners. Doch deren Variationen lassen sich in einige wenige Gruppen zusammenfassen. So hat jeder Mensch angenommen einen Pool mit 500 Mio potentiellen Wunschpartnern (global betrachtet, Einflüsse der National- und Kulturgrenzen mal nicht berücksichtigt)


    Bei der Formel "Marktwert = Attraktivität*Knappheit" müßte man zum Bestimmen der Attraktivität also die Angehörigkeit eines bestimmten Pools (einer Attraktivitätsbewertungsgruppe) berücksichtigen.

    Zitat

    folglich kann ein Mensch keinen "Marktwert" haben, sondern immer nur einen gewissen "Wert" für einen ganz bestimmten Menschen.

    Menscheskind, schon wieder "edler-Ritter-Mythos" zzz


    Der Wert für einen ganz bestimmten Menschen unter suchenden Singles ist variabel und hängt von dessen momentaner Knappheit und Attraktivität ab.


    Beispiel: Ein Mädchen umwirbt das attraktive @-Männchen aus der Parallelklasse. Plötzlich kommt Robbie Williams in die Stadt, läßt Groupies in den Backstage-Bereich und vernascht das Mädchen. Der Wert des Jungen aus der Parallelklasse ist in dem Moment für das Mädchen schlagartig gesunken, da ein Objekt mit wesentlich höherem Marktwert verfügbar wurde.


    (Dieses Beispiel ist stark überzeichnet, um den Sachverhalt deutlich zu machen)

    Yofried

    Zitat

    Der Wert des Jungen aus der Parallelklasse ist in dem Moment für das Mädchen schlagartig gesunken, da ein Objekt mit wesentlich höherem Marktwert verfügbar wurde.

    Der Wert von Robbie ist für dieses bestimmte Mädchen vielleicht höher. Es ist deswegen aber kein Marktwert!

    Zitat

    So hat jeder Mensch angenommen einen Pool mit 500 Mio potentiellen Wunschpartnern (global betrachtet, Einflüsse der National- und Kulturgrenzen mal nicht berücksichtigt)

    Wohl kaum, wenn dem so wäre hätte ich vermutlich schon einen gefunden. Außer meinen beiden Ex-Freunden hab ich noch keinen getroffen, den ich mir als Partner gewünscht hätte.

    Zitat

    Nein, es gibt bei 3 Mrd Menschen pro Geschlecht nicht 3 Mrd. unterschiedliche Attraktivitätssichtweisen.

    Ob es irgendwo auf der Welt 2 Sichtweisen gibt die gleich sind schließe ich nicht komplett aus ;-) Attraktivität hat aber so extrem viele Facetten, dass man keine Gruppen zusammenfassen kann.

    Zitat

    Der Wert für einen ganz bestimmten Menschen unter suchenden Singles ist variabel und hängt von dessen momentaner Knappheit und Attraktivität ab.

    Die Knappheit ist doch in Deutschland, oder in einer bestimmten Region für alle gleich. Die Attraktivität ist für jeden was anderes, das hat nichts mit weißen Rittern zu tun, davon hat keiner geredet, deine Phantasie geht vielleicht mit dir durch ;-)

    Steffi83

    Zitat

    Das habe ich neulich erst gemacht weil ich meine Gefühle selbst falsch eingeschätzt hab. Kennenlernphase: Ich hatte großes Interesse usw. und hab ihn dann abgeschossen (für ihn aber auch für mich überraschend). Es hatte einfach nicht gefunkt.

    Das, was du hier als "nicht funken" bezeichnest, ist ganz einfach ein Programm in deinem Unterbewußtsein, welches den Marktwert deines Gegenübers vollautomatsich während der Kennenlernphase gecheckt hat.


    Das unter Teenies und jüngere Frauen verbreitete Warten auf das "Funken" oder "Klick-machen" ist nichts anderes, als dem genetisch veranlagten Prüfalgoritmus die volle Hoheit über die Partnerselektion zu überlassen.


    Sicherlich war ein Faktor der Entscheidungsfindung deines internen Prüfalgoritmus auch die Tatsache, daß im Prinzip andere Männer verfügbar wären, wenn du wolltest. Allein die Verfügbarkeit anderer Männer (ohne deren Attraktivität im Detail zu kennen) läßt also die Bewertungskriterien des Programmes strenger werden.