morgenluft

    sarkastisch wie immer. Z.B. der Job oder eine andere Verpflichtung, die er nicht so einfach aufgeben kann, oder die finanzielle Situation oder...


    Stell dir einfach mal einen Grund vor, der es ihm nicht erlaubt, von heute auf morgen die Zelte abzubrechen.

    der fiktive bayerische Provinzjungmann

    dürfte sich wohl in seinem Biotop nicht allzu wohl fühlen.


    Ist er berufstätig? Studiert er? Erstreckt sich sein Revier auf etwas weniger dörflich funktionierende Orte? Verschlägts ihn auch ab und zu nach - sagen wir mal - München?


    Wie sind die Menschen, die ihm wichtig sind (wieviele gibts davon?), geografisch verteilt? Alle in der bayerischen Provinz?


    Solange diese Eigenschaften des fiktiven JMs nicht geregelt sind, betrachte ich ihn hier frech als Blanko-Persönlichkeit und verordne ihm hiermit ein Auslandsemester an einer Uni seiner Wahl.


    Schweiz, den 21. November 2004


    *stempeldraufklatsch*


    Gezeichnet,

    Zitat

    ..Stell dir einfach mal einen Grund vor, der es ihm nicht erlaubt, von heute auf morgen die Zelte abzubrechen..

    .


    Ja wie unterschiedlich wir doch gestrickt sind. Den Grund, der es mir nicht erlauben würde, in so einer Situation die Zelte abzubrechen gibt es nicht. Im Fall des Falles würde und könnte ich wirklich auf alles verzichten - wenn ich dafür nur frei atmen könnte.

    morgenluft, nein, ich glaube nicht an Schicksal. Ich hatte nur mal geschrieben, dass ich einen Mangel an Gelegenheiten habe. Das hat nichts mit Schicksal zutun, sondern eher wohl mit meiner Persönlichkeitsstruktur, die daraus sich ergebe Struktur des Umfeldes und einfach Zufall.

    Ein untypischer Jungmann?

    Hallo liebe Leute,


    bin relativ neu hier, aber als Jungmann schon recht alt, 37.


    Mich scheint von den JM, von denen ich bisher gelesen habe, aber einiges zu unterscheiden. Vor allem bin ich insgesamt mit meinem Leben recht zufrieden (was an vielen guten Freundschaften und einem erfüllten Arbeitsleben liegt) und ich habe irgendwie immer noch den Glauben, dass meine Jungmannschaft einmal enden wird. Ich denke an Kinder und Familie, obwohl ich nie eine "richtige" Beziehung hatte.


    Trotz alledem muss ich zugeben, dass ich bisweilen unglücklich bin. Nicht über meine Jungmannschaft als solche, sondern wenn ich unglücklich verliebt bin, was bisweilen vorkommt. (Im Moment gerade nicht.) Mein Problem scheint eher zu sein, dass Amors Pfeile irgendwelche Irrläufe machen. Dreimal wurde mir klar und deutlich der Wunsch nach Sex angetragen, dreimal habe ich abgelehnt. In zwei Fällen, weil ich die betreffende Frau nicht attraktiv genug fand und kein Bedürfnis nach Nähe empfand. Und ich wollte es nicht tun, nur um Erfahrungen zu sammeln, wenn ich gar nicht richtig von Herzen dabei bin. In einem Fall handelte es sich um die sehr attraktive Freundin eines guten Freundes von mir. Da habe ich aus Angst um die Konsequenzen abgelehnt, obwohl sie meinte, dass sie in mich verliebt ist - allerdings sagte sie, sie würde ihn nicht verlassen wollen. Das wollte ich mir, ihr und ihm nicht antun.


    Andererseits, wenn ich interessiert bin, will die Frau nicht (manchmal geht es mir wie OmegaWolf und ich komme nicht einmal zum ersten Daten), manchmal ist es die Frau eines anderen und wenn ich dann wollte (sofern ich ihren Typen nicht kenne, hätte ich weniger Bedenken), wollte sie nicht.


    Ich bin aber auch irgendwie sehr zurückhaltend. Ich träume also nicht von Sex und mich geilt meistens die Vorstellung einer richtig toll angezogenen Frau mehr auf als eine nackte. Ich habe sicher auch Angst vor dem ersten mal, also mich zu blamieren und so, ich stelle aber fest, dass meine Bedürfnisse erstmal viel harmloser sind - ein bisschen Nähe, ein bisschen Herumkuscheln, ein gutes Gespräch. Vielleicht finden die Frauen das abschreckend oder langweilig? (Aber nicht alle, siehe oben.) Und manchmal will ich nach einigen Monaten doch mehr und werde dann abgeblockt. :-(


    Also, ich bin durchaus nicht 100% zufrieden und habe mich mit meinem Los nicht abgefunden. Andererseits stelle ich fest, dass ich lange nicht so verzweifelt bin wie viele der Herren, die bisher geschrieben haben. Und eigentlich glaube ich, dass mein Selbstbewusstsein, meine Grundzufriedenheit mit mir und dass ich weiss, ich nehme nicht jede, die will, letztlich auch Dinge sind, die eine gewisse Attraktivität ausmachen, so dass meine Chance vielleicht noch kommt.


    Was haltet ihr von meinem "Fall"? Manchmal frage ich mich, ob ich mir nicht etwas vorlüge und einfach ein Hasenfuss bin. Aber einer, der sich immerhin in seinem Leben einigermassen wohlig einrichten kann. Das geht als Jungmann!

    Limbo-Muffin

    Du bist mir als Ausnahme auch eingefallen, als ich den Beitrag gerade abgeschickt habe. Alle über einen Kamm scheren, das möchte ich natürlich nicht. Sorry.


    .Frank67

    Zitat

    Manchmal frage ich mich, ob ich mir nicht etwas vorlüge und einfach ein Hasenfuss bin...

    .


    Ja, das glaube ich. Entweder es ist einem wichtig, oder es ist unwichtig. Ich bin zwar nicht in der Situation, aber erlebnishungrig genug, um sagen zu können, dass es mir in deiner Situation und deinem Alter sch****egal wäre, ob die Frau in einer Beziehung ist, ob ich persönlich mit ihr längerfristig könnte, sie nach meinen Vorstellungen aussieht, oder, oder. Ich würde jede Gelegenheit schnappen, einfach weil es mir wichtig wäre, und weil ich es wissen wollte. Wenn es mir aber unwichtig wäre, dann hätte ich es längst und endgültig abgehakt, und würde keine Sekunde meines Lebens mit diesem Thread vertrödeln, weil er für mich uninteressant wäre. Was ich aber sicher nicht täte ist, an deiner Stelle auf eine Märchenprinzessin zu warten. Denn irgendwann auf der Lebensstrecke hätte ich mir gesagt, Schluss damit. Ist nicht. Entweder hopp oder tropp.

    @ all

    schön zu lesen, dass es auch andre gibt, die "hätten können", aber es trotzdem nicht durchgezogen haben.


    Vielleicht sollte man nicht versuchen für andere mitzudenken.


    Mal sehn was mir beim nächsten mal durch den Kopf gehen wird ;-D

    morgenluft

    Durch dein Posting fühle ich mich eher bestätigt, weil ich mir ganz klar bin, dass beide von dir genannten Alternativen für mich nicht stimmen. Ich bin nicht an Sex interessiert, um prinzipiell Sex gehabt zu haben. Fehlt mir auch nicht. (Selbst befriedigen tue ich mich eifrig, daran liegt's nicht, dass da was nicht funktioniert.) Ich hätte aber gerne eine liebe Freundin und mit der würde ich dann wohl nach vielen anderen schönen Dingen auch Sex haben wollen, sagen wir mal so. Aber einen gewissen Anspruch habe ich, sie soll nicht "irgendeine" sein. Von daher ist es mir auch nicht völlig unwichtig. Zumal ich mich frage, ob ich als Jungmann meine fehlende Erfahrung irgendwie ausstrahle (oder auch mein fehlendes absolut vorrangiges Interesse an Sex?) und das die Frauen irgendwie abschreckt.


    Aber ehrlich - ist dann die Empfehlung, vorher schon zu nehmen, wer immer sich anbietet? Kommt mir nicht richtig vor.


    Widerspricht wohl ziemlich den normalen Vorstellungen, die man so von Männern hat? (Ständig lese ich überall "ein Mann will immer" - aha?) Fühlt sich aber "von innen" eigentlich ncht krankhaft an.