tja, wie hat der weltbekannte psychiater...

    ...und begeisterte bergsteiger viktor emil frankl gesagt: man muss sich der angst stellen, das machen, wovor man angst hat.


    geht natürlich auch nicht immer. also wenn du angst vor autobomben hast ist es nicht besonders zielführend, dir eine zu basteln und auf deinen auspuff zu picken.


    manfred winterheller, ein bekannter österreichischer manager (unter den top-10 der "besten arbeitgeber europas") und management-coach, meint, man muss der angst ins gesicht schauen, sich das schlimmste, was passieren kann, in den schillerndsten farben ausmalen - und dann wird man merken, dass die realität niemals so schlimm sein wird und man wird über die eigenen angstvorstellungen lachen. also ich glaube, ich fange gleich einmal damit an.

    @herr koch

    ich glaube, das mit den usa nutzt nix. im christentum sind die frauen in religiösen vereinigungen in der regel in der überzahl. frag mich nicht, warum. alle weltreligionen sind männerdominiert, aber das christentum wird eindeutig von den frauen getragen (das ist was anderes als dominiert).

    hmm ... interessanter ansatz. wäre nur gut zu wissen, WANN er zu dieser erkenntnis kam ... als er ganz unten als einfacher arbeiter am fliessband stand (romantische vorstellung, kenn den herrn ja nicht und womöglich kam er als sohn zur welt und war nie arm) oder als er eine zigarre rauchend in seinem büro über das stadtpanorama blickte und auf dem höhepunkt der macht war ...

    also wenn das stimmt, was er erzählt...

    ...ist er soweit ich mich erinnere während seines selbstfinanzierten studiums draufgekommen. mittlerweile ist er zwar stinkereich, aber seine eltern waren bettelarm. seinen eigenen erzählungen zufolge haben seine eltern und er in einem kellerzimmer gewohnt.


    aber warum glaubst du, dass manager, die über das stadtpanorama blicken weniger angst haben?


    also ich denke, dass gerade leute wie wir mit zunehmenden wohlstand sogar noch ängstlicher werden. wenn du nicht weißt, wie du morgen zu etwas zum essen kommst wärst du vielleicht eher bereit, andere ängste zu überwinden. du würdest deine traumfrau vielleicht eher ansprechen (vielleicht hat sie ja noch ein paar äpfel im keller?). als topmanager würdest du dir vielleicht denken: die traumfrau will mich nicht und erzählt's der yellow press. und dem betriebsrat. die kunden kaufen meine produkte nicht mehr, weil ich mich peinlich gemacht hab. die mitarbeiter machen sich lustig und arbeiten nicht mehr so motiviert. ich geh pleite, man nimmt mir meine yacht und mein häuschen und meinen audi weg und ich bin schuld, dass dann tausend mitarbeiter auf der straße stehen.

    yepp

    aber wenn du sozusagen unten bist hast du öfters erfolge.


    dann siehst du es schon als erfolg an, wenn du nicht verhungerst. wenn du die schule schaffst. wenn du vielleicht matura schaffst. und fühlst dich dadurch stärker.


    wenn dein papa (so wie meiner) uni-professor ist, dann ist es für dich kein sonderlicher erfolg, wenn du dein diplom schaffst, sondern eher eine selbstverständlichkeit, die eh jeder von dir erwartet. ich muss mich immer wieder (nicht meinen eltern gegenüber, denen ist das eh egal) rechtfertigen, dass ich mit 30 noch immer nicht doktor bin, ja nicht einmal daran interessiert bin, ein doktorat zu machen.


    für mich persönlich war es fast ein größerer erfolg, dass ich die parkettböden in meiner wohnung selbst verlegt habe.


    und erfolge sind immer zerbrechlich. und vor allem die großen. wenn der mercedes-vorstandsvorsitzende heuer 5% plus einfährt ist das ein erfolg, wenn er nächstes jahr bloß das vorjahresergebnis einfährt ist er weg vom fenster und kriegt wahrscheinlich nie wieder einen job. von seinen freunden werden sich mind. 95% als "freunderl" entpuppen, im golfclub wird ihn auch niemand mehr kennen, seine kinder werden in der schule gehänselt werden usw. der anstreicher xy kann nach seinem rauswurf zu einem anderen malerbetrieb gehen und wenn xy nicht aus krimineller ursache (diebstahl oder so) gegangen wurde wird er auch kein riesenproblem haben.

    Habe gerade ‚Vanilla Sky’ gesehen. Passt irgendwie zu diesem virtuellen Tag. Was von meiner Selbstwahrnehmung ist Traum, was Realität? Und Penelope Cruz sagt zum entstellten hündischen Tom Cruise: "Wir sehen uns in einem nächsten Leben, wenn wir beide Katzen sind." Hätte so ähnlich auch die Frau sagen können, die mich kürzlich ziemlich kalt abserviert hat…


    Und schwul? Ich denke, jeder, der in diesen Thread einsteigt, weiss, dass er nicht schwul ist. Aber als letzte Lösung für Frustrierte, die nur noch etwas Wärme suchen, möglich. Einmal rütteln, bitte. Würde schon gehen. Sicher sehr aufregend. :-/ Ich arbeite lieber noch an meinem Hetero-Selbstvertrauen.

    Zitat

    also das mit der sorge um die frau wegen dem reinschieben... nö, das hab ich nicht. hab ich mir irgendwie auch nie gedanken drüber gemacht und werd ich lieber auch nicht.

    Ich behaupte jetzt mal, dass das ein paar wenigen exotischen Frauen sogar ein bisschen gefällt… ;-)

    Zitat

    man muss der angst ins gesicht schauen, sich das schlimmste, was passieren kann, in den schillerndsten farben ausmalen - und dann wird man merken, dass die realität niemals so schlimm sein wird und man wird über die eigenen angstvorstellungen lachen.

    …und dann statt zitternd lachend vor der Schönen stehen und trotzdem Müll rauslassen? Bei Frauen geht dieses ‚sich der Angst stellen’ nicht, wenn man sie als Angst-auslösendes Objekt ansieht. Sie wollen auf Augenhöhe locker reden. Vielleicht finden sie es ja süss.

    aber vielleicht...

    ...sind wir auch nur zu misserfolgsorientiert. wir sollten uns einmal unsere erfolge vor augen halten und ich bin mir sicher, dass wir die auch haben.


    also ich sag mal:


    * ich habe mein studium schnell hinbekommen und hab die meiste zeit daneben noch gearbeitet.


    * ich hab einmal einen fotowettbewerb gewonnen.


    * ich hab mir meine wohnung ohne handwerker eingerichtet (inkl. tapetenablösen, wände streichen, parkettböden legen - hab das alles noch nie zuvor gemacht), lediglich beim sofa-rauftragen und beim alte-kästen-entsorgen hat mir ein freund geholfen.


    * ich hab eine "schwester" (den begriff "gute freundin" vermeide ich, bei der, weil sex bei uns sowieso nie zur debatte stand und weil sie dementsprechend nicht in die "wir können ja gute freunde sein"-kategorie passt) gefunden, die mir wesentlich mehr geborgenheit und liebe gibt als es familie in meinem weltbild kann oder können sollte.


    * ich hab einmal meinen eltern und mir das leben gerettet.


    * ich hab ein halbes jahr im ausland gelebt und mir das alles selbst organisiert.


    * ich spreche sechs oder sieben sprachen.


    * ich hab als zivi im pflegeheim eine frau, die im rollstuhl gekommen ist soweit gebracht, dass sie drei monate später im park ohne stock spazieren gegangen ist.


    so, herr koch und all die anderen hier: ich will jetzt eure eigenlobreden hören!!! ich hab das jetzt nicht geschrieben, um mich in szene zu setzen, sondern um mir das praktisch in der öffentlichkeit bewusst zu machen. oder vielleicht sollte ich mich auch in szene setzen. vielleicht sollten wir hier alle einmal üben, uns hier in szene zu setzen. dass wir alles "waschlappen sind, die keine frau ins bett kriegen" wissen wir ja nach fast 10.000 einträgen sowieso.

    dann lasst uns mal stinken

    hm ...


    - hab ohne grossen aufwand die schulzeit hinter mich gebracht


    - lehrabschluss gut, zwei sechser (beste note) ohne lernen


    - arbeite bei der grössten zeitschrift im land


    - hab etwa 90% meiner ziele bisher erreicht


    irgendwie gelingts mir nicht, viel aufzulisten. und das, was ich auflisten kann, ist aufs berufsleben bezogen. im privaten hab ich keine grossen erfolge. ich habe einen guten freundeskreis, eine intakte familie ... aber damit hab ich ja nichts zu tun. das hab nicht ich geschafft, das hat sich so ergeben. könnte höchstens noch anfügen, dass ich halt der tolle kumpel bin ... der zuhörer halt. aber sonst ... schwierig. "man lobt sich ja nicht."


    die liste, was ich noch erreichen möchte, wäre länger.

    90% deiner ziele erreicht

    ist ja wahnsinnig toll. ich hoffe, deine ziele lauteten nicht "sämtliche isländer mit dem familiennamen kennen" oder so ähnlich (in island gibt's ja bekanntlich keine familiennamen).


    guter freundeskreis ist auch toll. das klingt jetzt vielleicht lächerlich und fast unglaubwürdig - aber am ende meines studiums war ich der beliebteste kerl in meinem semester. alle vierzig leute sind gut mit mir ausgekommen, jeder hat mich gern gehabt. lag wohl daran, dass ich der internetprofi in unserem semester war. ein halbes jahr später hatte ich noch mit genau zwei leuten kontakt. von denen sehe ich heute eine nicht, weil sie nie zeit hat (und unzuverlässig und unpünktlich ist) und die andere sehe ich nicht, weil ich keine zeit hab und mich ihre themen (ihr baby und der laufsport) nicht interessieren. aber ich bin deswegen nicht (mehr) traurig. im gegenteil - ich weiß jetzt, was "guter freundeskreis" bedeutet und ich habe etliche menschen, die mich auch kontaktieren, wenn sie KEIN pc-problem oder liebeskummer haben.


    und warum glaubst du, dass du mit einem guten freundeskreis und einer intakten familie nichts zu tun hast? es gehen auch genug ehen an den problemen der kinder zu grunde.

    Eigenlob - Brainstorming

    - Ich kann mich gut auf Prüfungen vorbereiten und diese dann bestehen.


    - Ich bin relativ gross.


    - Ich führe meinen eigenen Haushalt


    - Ich habe Frauen schon zum Lachen gebracht.


    - Ich bin politisch und in meinen Ansichten allgemein ziemlich offen und frei.


    - Ich habe im geführten Bankdrücken in der dritten Serie kürzlich 13x 100 kg gestemmt.


    - Ich habe im allgemeinen eine gute Aussprache bei Fremdsprachen.


    - Ich habe meine Jugend-Rock-Idole alle überlebt.


    - Ich kann über mich selbst lachen (obwohl das nicht immer eine positive Eigenschaft ist).


    Vielleicht fallen mir später noch überzeugendere ein. Sehe momentan etwas trüb.