Zitat

    "lunacy Nachtgeist" - wahnsinniger Nachgeist. Sowas möge mir mal zu später Stunde in weiblicher Form inna Bar über den Weg laufen- dann wären meine JM-Probleme gelöst!

    Oder sie kommt gleich am besten zu mir nach Hause - ich mag Geister, die Gedanken lesen können ;-D ;-D

    @Bergsteiger

    Natürlich ist es für mich schwierig, die Situation mit Deiner Kollegin einzuschätzen. Trotz allem glaube ich weiterhin, dass ein Gespräch zum jetzigen Zeitpunkt alles nur noch schlimmer machen würde. Sie hat damals bei der Geschenkeszene ihre Grenze gezogen, indem sie Dir gesagt hat, dass sie sich nicht "mehr" zwischen Euch vorstellen kann. Du hast diese Grenze nicht respektiert, indem Du ihr danach noch Deine Gefühle offenbart hast. Du hast sie da - objektiv betrachtet - in eine verdammt unangenehme Situation gebracht, gerade wenn sie Dich freundschaftlich sehr mag. Wenn mir sowas mit jemandem passiert, von dem ich denke, das ist eh' der letzte Volldepp oder das Oberarschloch, dann macht mir das nichts aus. Dann bin ich halt 'ne Weile fies zu ihm, bis er endgültig gerafft hat, dass ich kein Interesse habe. Aber wenn es um jemanden geht, den ich menschlich sehr schätze und als Bereicherung für mein Lebens betrachte, zu dem ich mich aber vielleicht aus welchen Gründen auch immer erotisch nicht hingezogen fühle, dann ist das für mich die absolute Katastrophe. Deshalb denke ich nach wie vor, dass es das Beste wäre, ihr Abstand und Zeit zu geben, um ihre Gefühle zu ordnen. Und mit Abstand meine ich nicht nur, dass Du dieses Thema nicht ansprichst, sondern dass Du den Kontakt zu ihr auf das beruflich absolut notwendige Mindestmaß beschränkst. Das soll nicht heißen, dass ich Deine Situation nicht auch verstehen kann. Natürlich ist man manchmal so übervoll mit aufgestauten Gefühlen, dass man quasi gar nicht anders kann, als solche "Offenbarungsgespräche" zu führen. Ich kenne dieses Gefühl gut und habe solche Gespräche in den letzten Jahren auch mehrmals herbeigeführt, aber fair ist das dem anderen gegenüber nicht, wenn der schon deutlich sein Desinteresse signalisiert hat. Vielleicht kannst Du ja statt eines erneuten Gesprächs erstmal gucken, ob es Dir bei der Ganzen Sache nicht schon besser geht, wenn Du ihr einen langen Brief schreibst, in dem Du ihr alles an den Kopf wirfst, was Du ihr seit dem Gespräch damals schon immer sagen wolltest. Diesen Brief solltest Du natürlich unter gar keinen Umständen abschicken/abgeben.

    Betsy

    Das Problem ist ja, dass vermutlich auf beiden Seiten wohl Missverständnisse bestehen, Was die Geschenksituation angeht, denke ich nach wie vor, dass für uns beide das Beste war, ihr die Wahrheit zu sagen. Die Situation wäre ansonsten für beide unmöglich gewesen, weil sie es ohnehin gespürt hat, nur hat sie es nicht wahrhaben wollen, aus welchem Grund auch immer. Wir hatten ja dann anschliessend ein klärendes Gespräch. Gut, ich hab dann noch das eine oder andere versucht, aber das ist auch schon zwei Monate her. Seitdem habe ich keine Andeutung diesbezüglich gemacht und das Thema auch bewusst nicht angesprochen.


    Was nun aber nicht angehen kann, dass sie die Situation von sich aus anspricht, Missverständnisse produziert, und anschliessend das Gespräch verweigert, wenn ich sie darauf hinweise. :-o Ich hätte das Thema von mir aus sicher nicht mehr angesprochen, aber wenn sie das auf die beschriebene Art und Weise tut, so muss sie mit einer Reaktion rechnen. Wenn ich schon ihre Grenzen akzeptiere, so erwarte ich aber auch das Gegenteil von ihr. So wie sie ja zurückgeschrieben hat, scheinen ihr aber dies egal zu sein. >:( Das geht für mich dann einen Schritt weiter zum Punkt zwichenmenschlicher Umgang allgemein. Mir geht es eigentlich nur um die Klärung eben dieses Punktes. Sonst erhält sie dann irgendwann den Stempel "nur für oberflächliche Gespräche zu gebrauchen", weil für mich jegliche weitere Gesprächsbasis verloren ist. Eigentlich möchte ich genau das ja verhindern :-/


    Hoffe, du verstehst, was ich meine...

    Bergsteiger

    Habe da mal zwei Fragen: 1.) Wieso musste sie während Deiner "Offenbarung" weinen? War das für Dich irgendwie ersichtlich? 2. Hat sie in der Zwischenzeit auf Deine letzte Mail (Bitte um erneutes 4-Augen-Gespräch) geantwortet? Keine Antwort ist da nämlich auch eine sehr eindeutige Antwort. Wenn Sie nicht antwortet, heißt das, dass sie offenbar keinerlei Interesse daran hat, sich ernsthaft mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Und so schmerzhaft das auch für Dich ist, Du solltest diese Entscheidung dann respektieren und nicht auf ein Gespräch drängen - Missverständnisse hin oder her.


    Zwei Monate sind bei emotionalen Dingen für viele Menschen keine lange Zeit, gerade wenn man den anderen jeden Tag auf der Arbeit sieht und so an die "kritische" Situation erinnert wird. Die Art und Weise, wie sie das Thema neulich angesprochen hat, lässt vermuten, dass es bei ihr immer noch ein wunder Punkt ist.


    Eine andere Frage, die Du Dir stellen solltest, ist: Was ist Dein Ziel im Hinblick auf die freundschaftliche/berufliche Beziehung zu ihr? Also: Wenn Du Dir zum Beispiel einen Arbeitstag im März 2007 vorstellst, wie geht Ihr beide da mit einander um? Sobald Du das für Dich selber präzisiert hast, kannst Du dann nochmal überlegen, ob ein klärendes Gespräch zum jetzigen Zeitpunkt der Weg dahin ist.

    Ein neues Gesicht! (Teil 1)

    Jetzt, wo dieser Thread nun wirklich außergewöhnliche Dimensionen angenommen hat, habe ich mich entschlossen, mich auch mal zum Thema zu äußern. Ich habe bei weitem nicht alles gelesen (man möge mir verzeihen, falls ich "olle Kamellen" aufgreife), aber das gründliche Studium der ersten 20, 30 Seiten und einiger Diskussionen zwischendurch geben schon einen ganz guten Eindruck. Ich war erstaunt, wie oft ich mich bei dem Gedanken ertappt habe: DAS kennst du doch?!?


    Denn auch ich bin mit meinen nunmehr 21 Jährchen immer noch ungeküsst. Und dafür gibt es, wie ich finde, tausend und keinen Grund… Theoretisch könnte es das Pech gewesen sein, einfach noch nie die Richtige getroffen zu haben. Ich bin zumindest weder unattraktiv oder dumm oder rieche komisch, an sich ist alles bei mir im grünen Bereich. Nur beziehungstechnisch war es eher dünn, nach einem klassisch-unglücklichen Versuch mit 15, 16 Jahren war erstmal Pause, danach verliebte ich mich nur noch ein einziges Mal in eine für mich unerreichbare (weil ältere und fest vergebene) Frau – also auch hier keine Aussicht auf Erfolg.


    Nun ist es aber so, dass ich festgestellt habe, dass ich scheinbar etwas anders ticke als viele (die meisten?) anderen Männer, zumindest bezogen auf die, die ich kenne. Ich habe ganz sicher kein Interesse an kurzfristigen Geschichten. Ich will keine Frau küssen oder befummeln (von schmutzigen Dingen ganz zu schweigen), die ich nicht kenne, schätze und mag. Ich fürchte, ich würde das Angebot einer attraktiven Frau für einen One-Night-Stand ausschlagen, weil ich im Moment einfach das Gefühl habe, ich würde mir damit etwas kaputt machen, etwas unglaublich Wertvolles ruinieren.


    Daher habe ich auch leider wenig Interesse an Frauen "allgemein". Ich glaube, ich würde mich im Strip-Lokal langweilen. Daher fällt es mir auch schwer, auf Frauen zuzugehen, wenn ich sie noch nicht kenne, einfach weil ich mir selbst nicht sicher sein kann, ob ich wirklich was von "ihnen will" – und nicht weil ich schüchtern wäre.


    Vor rund einem Jahr wurde mir erst richtig bewusst, was ich all die Jahre verpasst habe bzw. verpasst haben könnte. Eine Zeitlang hat mich das auch durchaus mitgenommen; man hat soviel Liebe zu vergeben, aber keinen, der sie haben will – und trotzdem kriegt das letzte frauenprügelnde Arschloch eine Spitzenfrau ab (alles beobachtet). Da zweifelt man schon einmal am System "Liebe". Doch der Versuch, auch Sex (oder einfach nur Küssen) ohne Liebe zu versuchen, war im Ansatz zum Scheitern verurteilt. Ich hab es einfach nicht geschafft, selbst bei den wenigen Gelegenheiten sträubte sich alles in mir, so dass ich erkennen musste: ich habe (scheinbar?) weniger "Triebe" als andere und bin vor allem auf die Liebe angewiesen.


    Und als ich mir das klar gemacht hatte, ging es mir doch direkt besser. Zum Glück bin ich relativ selbstbewusst und störe mich nicht sonderlich dran, wenn mir komische Blicke zugeworfen werden, weil ich mit meinen 21 Jahren noch nicht das Kamasutra durchgeturnt habe (ich möchte, nebenbei gesagt, nicht wissen, was 'Sex and the City' für einen sexuellen Kollateralschaden verursacht hat*), und da mir auch gar nichts anderes übrig bleibt, als auf die "Richtige" zu warten, kann ich das auch entspannt machen. Bemerkenswert auch, dass eigentlich erst andere Leute mich auf den Gedanken gebracht haben, dass ich nicht "normal" sei – woraufhin ich mir den Kopf zerbrochen habe, nur um festzustellen, dass ich doch alle Tassen im Schrank habe. Ich bereue es nicht, dass ich nicht besoffen mit 13 Jahren auf einer Party mit der Dorfmatratze meine Unschuld verloren habe – im Gegenteil, mittlerweile weiß ich diese fast schon zu schätzen.

    Ein neues Gesicht! (Teil 2)

    Was mich momentan beschäftigt, ist nur die Frage, ob mich der naive Glaube an die Liebe wirklich weiterbringt. Denn da gibt es so einiges, was mir Kopfzerbrechen bereitet; nur um ein Beispiel zu nennen: Ich glaube nicht, dass ich jemals fremdgehen würde, und ich glaube ebenfalls nicht, dass ich Fremdgehen in einer Beziehung tolerieren würde (da wäre es wohl aus und vorbei) – aber ich habe keine einzige Frau in meinem Leben kennen gelernt, die noch nie fremdgegangen ist. Das ist sicher nicht repräsentativ, verwundert mich aber doch sehr, zumal einige dabei waren, "von denen ich das nie gedacht hätte". Umgekehrt ist es auf Männerseite so, dass selbst diejenigen, die ich als ähnlich treu wie mich selbst eingeschätzt habe, sich plötzlich dahingehend äußern, dass sie sich gerne durch die Gegend vögeln würden oder – als praktisches Gegenstück – versuchen, an einem Abend möglichst viele Frauen zu knutschen. Ich weiß einfach nicht, ob ich wirklich als einiger von wenigen anders denke und fühle, oder ob ich nur als einziger dazu stehe. Immerhin ist der Erwartungsdruck an Jungs schon enorm; es war sehr irritierend festzustellen, dass ich den Erwartungen, die an einen "echten Mann" gestellt werden, nie entsprechen werde – ganz einfach weil ich eine ganz klassische Vorstellung von Liebe und Beziehung habe, und von Sex als der höchsten Ausdrucksform von Zuneigung und nicht etwa als Triebbefriedigung.


    Bis ich jemanden gefunden habe, der genauso denkt wie ich und Liebe zu schätzen weiß, habe ich halt Sex mit der einzigen Person, die ich wirklich liebe. Alles andere macht vielleicht für fünf Minuten glücklich, aber zu welchem Preis?


    *Man halte sich vor Augen: Ich bin 21 und habe meinen Fetisch noch nicht gefunden. Ich habe noch nie Analsex praktiziert und halte eine goldene Dusche für irgendwas mit wertvollen Armaturen. Man duzt mich nicht im Swinger-Club. Außerdem ist mein Glied – trotz witterungsbedingter Schwankungen – weder 20cm lang noch 2 Kilo schwer (beides todsichere K.O.-Kriterien). Weiterhin trinke ich nie 1,5l Ananassaft am Morgen, um den Geschmack meines Spermas zu optimieren, was mit weniger als 300ml pro Ejakulat sowieso wohl kaum ausreicht, um eine Frau zu beeindrucken – geschweige denn zu schwängern. Ich habe ferner kein Abonnement auf Pornofilme und so weiter und so fort --- da wird klar, warum mich keine Frau will, hm? ;-)

    Zitat

    Ich glaube nicht, dass ich jemals fremdgehen würde, und ich glaube ebenfalls nicht, dass ich Fremdgehen in einer Beziehung tolerieren würde (da wäre es wohl aus und vorbei)

    Ist bei mir auch nicht anders.

    Zitat

    aber ich habe keine einzige Frau in meinem Leben kennen gelernt, die noch nie fremdgegangen ist.

    Was kennst du für Frauen? :-o In meinem Freundeskreis gibt es eine und die bereut es sehr.

    Zitat

    Ich bin 21 und habe meinen Fetisch noch nicht gefunden. Ich habe noch nie Analsex praktiziert und halte eine goldene Dusche für irgendwas mit wertvollen Armaturen. Man duzt mich nicht im Swinger-Club. Außerdem ist mein Glied – trotz witterungsbedingter Schwankungen – weder 20cm lang noch 2 Kilo schwer (beides todsichere K.O.-Kriterien). Weiterhin trinke ich nie 1,5l Ananassaft am Morgen, um den Geschmack meines Spermas zu optimieren, was mit weniger als 300ml pro Ejakulat sowieso wohl kaum ausreicht, um eine Frau zu beeindrucken – geschweige denn zu schwängern. Ich habe ferner kein Abonnement auf Pornofilme und so weiter und so fort --- da wird klar, warum mich keine Frau will, hm?

    Ich glaube ja du hast dich zu lang in diesem Forum aufgehalten ;-D