ich bin kein typ, der medis nimmt ... nicht, dass ich irgendwelche abneigungen oder ängste hätte, ich nehms einfach nicht ... mal paracetamol, wenn sich eine grippe ankündigt, oder so ... aber das wars dann. und natürlich salbe gegen herpes. aber sonst ...


    nur diese traurigkeit ist nicht normal. :-(

    Zitat

    Es gibt noch weitere Nebenwirkungen die im Alltag sehr negativ sind wie Müdigkeit. Wer schon an Antriebslosigkeit leidet und dann noch Medikamente nimmt die müde machen verschärft das Problem.

    Dann ists evtl nicht das richtige Medikament... Johanniskraut wirkt auch antidepressiv, und das kriegt man ja in der Apotheke, aber es wirkt erst nach etwa 14 Tagen. Und länger als 1 Monat sollte mans dann ohne ärztliche Aufsicht nicht nehmen, bzw wenn es nicht wirkt, eben zum Arzt gehen. Müdigkeit wird nicht als bekannte Nebenwirkung angegeben.

    herr koch

    Ich muss ja auch aufpassen, dass ichs nicht vergesse. Aber einen Versuch ists mir jetzt wert, wenns was bringt ist gut, wenn nicht dann eben nicht. Bei einem rezeptfplichtigen Medi hätte ich dann schon Bedenken. Hab mich übrigens im Spital auch schon geweigert, ein Ponstan zu nehmen...

    @ Kochi

    Und was ist mit der Kopfschmerztablette am nächsten morgen :-) Obwohl ich sagen muss, dass ich die auch noch nie genommen habe. Nehme auch recht selten Medikamente. Kommt ggf. auch daher, dass ich kaum krank bin. Ausser vielleicht mal schnupfen.

    zum thema tabletten: ich nehm sertralin 150 mg seit 6,5 wochen (wurde mir in der klinik verschrieben) und es wirkt sich bei mir überhaupt nicht (mehr) negativ auf libido oder potenz aus. kommt immer auf die individuelle reaktion an.

    jubb, wirken tut es ganz gut, kein wundermittel, aber ich bemerk schon eine positive wirkung. an NW habe ich z.b. gelegentlich schwindel, sind aber vertretbar. müder als vor der einnahme macht es mich nicht

    Psycho-Pillen

    Ich war nach dem Abi auch mal in der Situation dass ich zum Psychater gerannt bin. Mir gings damals nicht gut aber rückblickend muss ich sagen war es verdammt leicht was verschrieben zu bekommen. Eigentlich sollten die Medikamente für wirklich kranke Leute sein. Es gibt ja angeblich Leute die unter wiederkehrenden plötzlichen Heulkrämpfen und Depressionen leiden, die - und das ist das wichtige - keinen erkennbaren Grund haben. Solche Leute sind meiner Meinung nach wirklich depressiv. Ich hatte damals eigentlich durchaus Grund schlecht drauf zu sein. Die ungewisse Zukunft nach dem Abi. Unzufriedenheit mit dem Studium. Die Wohnsituation alleine; dazu keine Partnerin und zum zweiten Mal unglücklich verliebt. Das hat mich mit meinen knapp 20 Jahren damals alles etwas überfordert. Niedergeschlagen zu sein war also damals eine normale, gesunde Reaktion. Pillen hab ich natürlich gekriegt, denn woher soll der Psychater wissen ob bei mir nicht doch noch was anderes faul ist und ich von der Brücke gesprungen wäre und der Doc hätte sich dann fragen müssen ob er nicht was dagegen hätte tun können.


    Ich kann eure Situation natürlich nicht beurteilen. Aber fragt euch ob ihr wirklich krank seid oder nur gerade unter schlechten Lebensumständen leidet, dir ihr natürlich aktiv zuverändern versuchen solltet. Aber die zwei Optionen machen schon einen großen Unterschied im Selbstbild aus und könnten evtl. eine Negativspirale etwas abbremsen. Und die Medikamente bringen meiner Meinung nach auch nur im ersten Fall was. Aber ich will hier niemandem zum Gang vom Psychater abraten. Wer das Bedürfnis verspürt der sollte auch nicht zögern zu einem zu gehen.


    Ich finds übrigens bemerkenswert dass eine Frau, die unter klinischen Depressionen leidet und damit auch offen umgeht es geschafft hat zur erfolgreichsten weiblichen Komödiantin Amerikas zu werden. Wer sie nicht kennt der googlelt mal nach Sarah Silverman.

    krank bin ich nicht. drum möcht ich ja auch keine medis.


    nur find ichs nicht normal, dass ich so traurig bin. heisst, dass ich kaum einen tag mit trockenen augen übersteh.


    das gabs nie. dabei ist sonst alles wie immer.


    hat sich vieles angestaut, was raus muss ... oder sonstwas ... keine ahnung ...

    Weißt Du was, Herr Koch?


    Vielleicht ist ja doch normal.


    Du hängst jetzt schon seit anderthalb Jahren oder so an Schnügi, was Dich blockiert.


    Deine Seele spürt das - auch, wenn Dein Herz das nicht wahrhaben will.


    Und jetzt beginnt Deine Psyche vielleicht, sich aus "Selbstschutz" von Schnügi lösen zu wollen - um sich unde damit auch Dich zu "befreien".


    Ich bin mir sicher, Schnügi ist viele Tränen wert. :°_