Ich kann da carambols nur zustimmen.


    Sich "rein virtuell" zu verlieben, stundenlang zu chatten und zu mailen, erst später auf Telefonkontakt unzusteigen und dann real zu treffen kann ein waaaaahnisnnig aufregende Sache sein. ;-D


    Obwohl hier auch ein gewisser kultureller Wandel erfolgt.


    Vor dem I-Net war die weitergabe der telefonnummer "normal".


    Im I-Net gerät diese Mittteilung fast schon zu einem intimen Akt. ;-D

    Moin Zottel

    Zitat

    Sich "rein virtuell" zu verlieben, stundenlang zu chatten und zu mailen, erst später auf Telefonkontakt unzusteigen und dann real zu treffen kann ein waaaaahnisnnig aufregende Sache sein.

    Ja das kann es. Wobei wenn ich das lese... 16 Stunden chatten...


    So "schlimm" bin ich dann doch nicht. Ich wüßte gar nicht was ich 16 Stunden schreiben sollte.


    Aber man kann natürlich auch ganz schon ernüchternd auf den Boden knallen wenn es ne Sache ist die über Wochen und Monate virtuell bleibt und real sieht alles eventuell anders aus.

    Zitat

    Vor dem I-Net war die weitergabe der telefonnummer "normal".

    Ach das ist doch heute auch gang und gebe oder? Eine Weile mailen und dann telefonieren oder?

    Zitat

    So "schlimm" bin ich dann doch nicht. Ich wüßte gar nicht was ich 16 Stunden schreiben sollte.

    Glaub mir, das wußten wir vorher auch nicht ;-) Das ergibt sich im Eifer des Gefechts ;-)

    Zitat

    Ach das ist doch heute auch gang und gebe oder? Eine Weile mailen und dann telefonieren oder?

    Die meisten wollen schon nach der 1. Mail telefonieren und das finde ich bedrängend und zu früh, genau wie viele sofort ein Foto wollen, sonst schreiben sie gar nicht weiter. Aber was sagt das über einen Menschen aus?


    Leider sind immer wieder sehr oberflächlich.

    16 Stunden chatten oder 12 Stunden mailen könnte ich mir nicht vorstellen. Muss man das können? Ist das eine Vorraussetzung fürs verliebt sein? Wenn ja, war ich noch nie verliebt


    Allerdings telefoniert Sie noch ungerner als ich. Soviel zu den Klischees Frauen telefonieren gerne.


    Ja das mit dem Foto finde ich auch albern. In vielen Profilen steht sogar ohne Bild keine Antwort. Klar will man irgendwann ein Foto vielleicht sehen aber selbst ein Foto kann die Realität nicht darstellen


    12 Stunden telefonieren *grübel* Kann ich mir beim aller besten Willen nicht vorstellen 12 Stunden zu telefonieren


    Und da sagst Du er hätte nix erzählt. Meine Höchstleistungen liegen so bei 2 Stunden wenn es hoch kommt vielleicht mal 2 1/2 oder 3 und für einen Mann ist das schon viel finde ich.

    @ NewLife:

    Würde ich heute auch nicht mehr hinebkommen, will ich mal behauipten.


    Habe gestern mit eine Freundin ca. 45 Min., und mit einem Freund etwa 90 Min. telefoniert. Und das ist schon SEEEEEEHR lange. ;-) Ich bin eigent,lich der typisch männliche 3,5-Sätze-Telefonierer. ;-D


    Aber das war eben damals eine ganz besondere Situation. ;-)


    Cara ist damals sogar nachts um 11 Uhr fünf Stockwerke runtergedackelt und hat sich für 2,5 Stunden bei 12 oder 14 Grad mit dem Handy in ihr Auto gesetzt (nur gesetzt, nicht gefahren..), weil sie an dem Tag mit ihrer Homezone in ihrer Wohnung keinen vernünftigen Empfang hatte. ;-D


    Und ja, natürlich will man auch heutzutage irgendwann mal die Telefonnummer haben.


    Aber es ist bene schwerer geworden, an sie ranzukommen. ;-D


    Das Telefon ist halt irgendwie zu einem "intimeren" Kommunikationsmittel geworden, seidem es das Internet als "anonymere" Variante gibt.

    Zottelbär

    Zitat

    Würde ich heute auch nicht mehr hinebkommen, will ich mal behauipten.

    Warum nicht? Du weißt doch jetzt das DU das kannst :-)


    Allerdings frage ich mich hin und wieder ob dieses ganze "Hals über Kopf" verknallen die Schmetterlinge im Bauch und das alles in dem Masse notwendig ist. Weil das ist ja auch irgendwann wieder weg.


    Ich denke ich persönlich bin schon in der Lage tiefere Gefühle für jemanden zu entwickeln wenn ich häufig in Gedanken bei Ihr bin und versuche sie zu verstehen usw...


    Also dieses extrem verknallen ist ja noch lange kein Garant für eine stabile Beziehung

    Nee, ganz offensichtlich nicht. :-(


    Aber irgendwie waren wir wirklich befreit von der Pflicht, unsere Entscheidungen rationell zu hinterfragen.


    Wir hätten eh nicht nach Einsichten handeln können - wozu sich also die Mühe machen, überhaupt erst welche zu erlangen. ;-D


    Und eines ist sicher - auch wenn es vorbei war, es war eine wahnsinnig geile Zeit. :)^


    Ständig Hormonspiegel bis zum Anschlag, das hat schon was. ;-)


    Sicher, leider kam irgendwann die Ernüchterung, und manchmal fragt man sich schon, ob alles damals wirklich real oder nicht einiges auch die Projektion eigener Wünsch war.


    Aber - nach der Trennung! - fanden wir dann plötzlich wieder auf einer Vertrauens- und Verstehensebene zueinander.


    Zumindest zeitweise.


    Aber egal - damals hat es wirklich, wirklich gepasst.


    Man kann es sehen, wie man will:


    Man kann sagen, das ist vorbei, das war.


    Man kann aber auch sagen, das bleibt. ;-)

    Zitat

    Und eines ist sicher - auch wenn es vorbei war, es war eine wahnsinnig geile Zeit.


    Ständig Hormonspiegel bis zum Anschlag, das hat schon was.

    Dann ruf Dir das doch immer wieder ins Gedächtnis wenn Dir mal wieder scheiße geht. So eine geile Zeit würde ich auch mal gerne erleben. Das wird wohl nie was ... ich muss immer alles 1000mal rational abwägen... ich denke das ist auch eine unveränderbare Charaktereigenschaft obwohl ich durchaus zu sehr tiefen Gefühlen in der Lage bin aber mein Kopf sagt dann immer Nein, nein, das darf nicht sein.

    Zitat

    Man kann sagen, das ist vorbei, das war.


    Man kann aber auch sagen, das bleibt.

    Ich würde mich für das zweite entscheiden;-)

    Zitat

    ich denke das ist auch eine unveränderbare Charaktereigenschaft

    Garantiert nicht. Ich bin normalerweise auch eine absoluter Kopfmensch. Aber damals hatte ich endlich begriffen, dass Gefühle mit dem Kopf nix zu tun haben. Also Hirn abschalten und Kopfsprung hinein ins Chaos. ;-D


    Das noch mal zu tun, würde mich heute sicher wieder Überwindung kosten (Vielleicht sogar mehr Überwindung als "ertmals", weil ich ja inzwischen neue Narben mit mir herumtrage), klar. Dennoch bin ich meinem "Kopfcharakter" nicht hilflos ausgeliefert. Wir sind alle Menschen, wir können was an uns ändern - wenn wir nur den Mut haben. ;-)

    Zitat

    Ich würde mich für das zweite entscheiden

    Ich möchte bezweifeln, dass man sich wirklich entscheiden kann, wie man das im Nachinein bewertet. :-/

    Zottelbär schrieb:

    Zitat

    Ich möchte bezweifeln, dass man sich wirklich entscheiden kann, wie man das im Nachinein bewertet.

    Wenn das stimmen würde, wäre das ja in etwas gleichbedeutend damit


    das wir Situationen, Erlebnisse gar nicht bewerten können.


    Ja ich glaube sogar das man die meisten Dinge erst recht im Nachinein


    besser bewerten kann als in der Gegenwart


    Warum solltest Du Dir nicht sagen können es bleibt auch wenn es vorbei ist?

    Weil man zu dem Schkuss kommen könnte, dass alles nur Irrtum/Selbstbetrug/Schauspielerei/Lüge war. ;-)


    Nein, mir selbst geht es nicht so, aber nach einer gescheiterten Beziehung erlebt ma nes ja sehr häufig, dass Partner kein einziges gutes Haar mehr aneinander lassen können.


    Diese Leute scheinen es ja zu schaffen, dieses "das bleibt" für sich ausschließen zu können. ;-)

    Zitat

    Nein, mir selbst geht es nicht so, aber nach einer gescheiterten Beziehung erlebt ma nes ja sehr häufig, dass Partner kein einziges gutes Haar mehr aneinander lassen können.

    Ja weil die Emotionen die Gefühle mit Ihnen durchgehen und überhand nehmen, denn sonst könnten sie sich auch entscheiden, das es vielleicht eine Erfahrung, keine schlechte Zeit war.

    Zitat

    Aber damals hatte ich endlich begriffen, dass Gefühle mit dem Kopf nix zu tun haben.

    Ich glaube das sogar genau anderes herum. Das ich Gefühle bewußt her bei rufen kann mit dem Kopf.


    Theoretisch (vielleicht sogar praktisch) kann ich mich bewußt dazu entscheiden mich in jemanden der mir attraktiv und sympatisch erscheint zu verlieben. Ich brauche nur im Kopf die passenden Fanasien und Gedanken herbei rufen.


    Nichts anderes geschieht bei Menschen mit Torschlußpanik. Da nehmen nämlich die Gedanken überhand und erzeugen die Gefühle.

    Zitat

    Weil man zu dem Schkuss kommen könnte, dass alles nur Irrtum/Selbstbetrug/Schauspielerei/Lüge war.

    Selbst wenn, auch das ist eine Erfahrung. Ich kann schon sagen, dass was bleibt, egal wie es gelaufen ist. Aus genügend Abstand heraus bleibt auch immer was Positives, das hat es ja gegeben, sonst wäre die ganze Beziehung oder Affäre nie begonnen worden. Wenn es allerdings so katastrophal verläuft, dass man nur noch an Negatives denken kann ist es erst recht und umso wichtiger, dass man das als Erfahrung verbucht und damit arbeitet.

    Zitat

    Nichts anderes geschieht bei Menschen mit Torschlußpanik. Da nehmen nämlich die Gedanken überhand und erzeugen die Gefühle.

    Seh ich auch so. Gedanken erzeugen Gefühle, die man nicht so überbewerten sollte.