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    Wir verbrachten einige Stunden zusammen, gingen hinein in die Tanzfläche, und schließlich kam es sogar zu andeutungsweisem Körperkontakt. Doch in den darauffolgenden Tagen sah ich sie entweder nicht in der Schule oder sie war immer von Freundinnen umringt, sodass ich kein Gespräch beginnen konnte. Vor einigen Wochen nun hat sie ihr Abitur abgelegt und die Schule verlassen, weder kenne ich ihre Telefonnummer noch ihre Mailadresse. Eine gewisse Chance, sie noch einmal zu sehen, bestand bei der nächsten von unserem Jahrgang organisierten Party. Doch sie kam nicht, nichts geschah. Ich muss mich wohl damit abfinden, dass ein neues Verliebtsein wie immer in meinem Leben wieder in neuer Enttäuschung und Leere mündet.

    Mein Glückwunsch, es kam andeutungsweise zum Körperkontakt. Nicht schlecht für ein erstes Treffen.


    Allerdings begreife ich nicht so ganz wie Du aus der Tatsache, dass sie nicht zur Jahrgangsparty kam, ableiten kannst, dass Verliebtsein immer wieder in Enttäuschung und Leere mündet. Immerhin war sie es, die Dich angesprochen hat und Du warst es, der hinterher angeblich kein Gespräch mehr beginnen konnte. Sie könnte nun der Meinung sein, dass Du sie ablehnst.


    Aber lassen wir das Vergangene beiseite: Es muss doch möglich sein, den Namen und die Adresse dieses Mädels rauszufinden, um sie zu einem nochmaligen Treffen einzuladen!?!

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    Nur zu welchem Arzt gehe ich am besten? Bis jetzt bin ich nur zum Arzt gegangen wenn ich wirklich krank war.

    Psychische Erkrankungen wie z.B. Depressionen sind auch "wirkliche Krankheiten".

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    Ich muss mal überlegen was ich am besten unternehme. Ist leider nicht einfach.

    Bitte nicht zu lange hin und her überlegen. Es gibt nämlich keinen vernünftigen Grund, nicht zum Arzt zu gehen. Ruf am besten gleich morgen beim Allgemeinmediziner an, mach einen Termin aus und schildere ihm Deine Symptome.

    Scriabin

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    Nie hatte ich die Gelegenheit, den sicheren Umgang mit menschlicher Kommunikation zu erlernen, ich bin extremer Einzelgänger, soweit ich zurückdenken kann. Nun ist es aber auch nicht so, dass ich früher unter dieser Isolation gelitten hätte - ich wünsche mir durchaus keinen Freundeskreis oder das,. was man als normales soziales Umfeld bezeichnen würde. Im Gegenteil, dadurch würde ich mich eingeengt und belästigt fühlen. Das einzige, was mir fehlt und was mich zerstört ist die aus denselben Gründen resultierende Unmöglichkeit, jemals ein Liebes- oder Sexualleben zu haben.

    Das heißt, du warst schon immer Einzelgänger und warst schon immer glücklich damit? Hast du gar keine Freunde, mit denen du was unternimmst? Was willst du? Sex, weil du das Verlangen danach hast? Sex, weil "nahezu die gesamte Menschheit" das so macht? "Nur" nicht mehr JM (ich find dieses Wort übrigens total blöd) sein? Eine Beziehung?


    Nun, wenn man am Liebsten allein ist, ist es natürlich schwer, Kontakte jeglicher Art herzustellen. Wobei mir da aber auch der Gedanke kommt, ob das vielleicht alles nur Ausflüchte sind!? Das passt nämlich irgendwie nicht zusammen. Wenn du dich sonst nur "eingeengt und belästigt fühlst", dann müsstest du ja eigentlich zufrieden sein so wie es ist. Verstehst du, was ich meine? ???

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    Eine Frau dagegen, die bspw. wegen starkem Übergewicht oder anderen körperlichen Einschränkungen keine freiwilligen Sexualpartner findet, hat kaum Möglichkeiten, anderweitig Befriedigung zu finden - der Markt für männliche Prostituierte ist zumindest in Europa lächerlich gering entwickelt.

    Hier gab es ja vor einiger Zeit schon mal die Diskussion, ob Frauen es leichter haben oder nicht. Die Meinung der Frauen hier war, dass es keinen Unterschied macht. Wenn es um Liebe und Beziehung geht, dann bin ich auch der Meinung, dass es keinen Unterschied macht. Wenn es aber nur um Sex geht, dann denke ich schon, dass die Frauen es leichter haben (obwohl ich auch noch nicht von männlichen Prostituierten gehört habe). Stichwort: Internet.


    Btw. haben nicht alle Frauen, die "keine freiwilligen Sexualpartner finden", körperliche Einschränkungen. :-o ;-)

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    Dass es auch Leute gibt, die niemals die Chance haben, Beziehungsprobleme haben zu können, wird nicht wahrgenommen.

    Ich denke das ist auch nicht notwendig, denn die Chance dazu hat m.E. jeder. Ob sie wahrgenommen wird, ist wieder eine andere Sache.

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    Ob diese Leute sich vorstellen können, dass es Menschen wie mich gibt, deren Leben vollständig ohne Liebes- oder Sexualerfahrungen verläuft? Wahrscheinlich kaum

    Nun ja, vorstellen kann sich das bestimmt jeder. Nur ist es ja auch niemandem anzusehen, zu welcher "Sorte" er gehört. So wie du dir eben vorstellst, dass so gut wie jeder andere schon seine Erfahrungen gemacht hat.

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    Ja ich habe sie gelesen...


    Ich habe das auch schon gehabt und bin auch nicht gestorben.

    Ich hatte gehofft, ein paar Alternativvorschläge zu hören. Depressionen aussitzen halte ich für einen fragwürdigen Weg.


    Natürlich kann der Arzt keine Wunder bewirken, letztlich muss jeder aus eigenem Antrieb wieder nach oben kommen, aber wenn dieser Antrieb völlig zum Erliegen gekommen ist, vielleicht seit Monaten oder gar Jahren, dann sollte man Starthilfe in Anspruch nehmen.

    Wenn ich Depris hatte, dann habe ich mich z.B. in diesem Forum darüber unterhalten. Was besseres ist mir auch nicht eingefallen.


    Natürlich, wenn die Depressionen wirklich überhand nehmen und sie wirklich nicht weniger werden, dann ist selbstverständlich ein Arztbesuch unausweichlich. Aber ich würde das bei Kwak als eine momentane Phase ansehen und nicht als ausgewchsene Depresseion, die unbedingt behandelt gehört.