@ Kwak:

    Vielleicht eher als du denkst. Ich werde jetzt sogar in der Singlebörse angeschrieben. Frag mich bitte nicht warum. Vielleicht strahle ich auf dem neuen Foto was anderes aus. Whatever. Ich hätte vor 4 Wochen auch noch nicht geglaubt, was im Moment ist. Falls jmd näheres wissen will, wie es dazu kam, kann er ja schreiben. Will es nur nicht umbedingt so öffentlich erzählen.

    Ich hab mich heute mit einer Freundin gestritten...

    ...und wollte Eure Meinung dazu einholen!


    Im Prinzip geht es um "tam vs. Tortola"


    Vielleicht hat tams Erlebnis den Anstoß gegeben - auf jeden Fall fanden wir uns mit einem Mal in einer JM-Diskussion wieder, in der ich in etwa die Auffassung vertrat:


    "Die meisten JM würden es begrüßen, wenn eine hübsche und sympathische Frau sie begehrt, es zu Intimitäten (oder gar Sex) kommt - auch wenn eine daraus resultierende Beziehung unwahrscheinlich ist."


    Sie war schockiert. "Unterste Schublade" sei das, wie ich mir anhören musste. "Sollen sie etwa die Chance verpassen, das mit einer Frau zu erfahren, die sie aufrichtig liebt? Was ist denn in Dich gefahren? Ich erkenne Dich gar nicht wieder - usw."


    Ich warf ihr daraufhin vor, sie würde zu fraulich denken (= die Jungfräulichkeit als hütenswertes Geschenk, der Empfänger muss sich erst als würdig erweisen), und dass für einen Mann tendenziell doch beiderseitiges Begehren Beischlaf-Grund genug sei. (Auwei, das hört sich wirklich ungeschlacht an... Entschuldigt.)


    Sicherlich ist die Geschichte von Tortola und Betsy einfach x:) ... und genau das, was wir Mitleser allen JM-Fädlern wünschen! Aber wenn ereignislose Jahre/Jahrzehnte verstreichen, kann eine leidenschaftliche Nacht OHNE Liebe vielleicht ja doch 1. männliche Selbstbestätigung sein, 2. Berührungsängste abbauen und 3. etwas von der entstandenen Bitternis löschen - oder irre ich mich da?


    tam Wenn Du in 3 Monaten Deine große Liebe treffen solltest - wirst Du dann bereuen, was Dir jetzt wiederfahren ist?


    Wie seht Ihr anderen das? Würden Euch loderndes Begehren, Sympathie und Respekt ausreichen - oder würdet Ihr lieber abwarten, bis der Blitz einschlägt und Ihr trunken vor Verliebtheit seid?


    (Hab ich mich überhaupt verständlich ausgedrückt? Ich bin verwirrt, weil übermüdet, und gleichzeitig beschämt, ob ihres Tadels, weil ich doch im Grunde eine große Verfechterin von wahrer Liebe bin. Oder seh ich die Sache richtig und meine Freundin suhlt sich weltfremd in Blümchen-Herzchen-Romantizismen?)

    Das kann man sicherlich nicht verallgemeinern.


    Aber bevor es zwischen cara und mir funkte, hatte ich konkrete Avancen einer verheirateten Frau - und wollte nicht.


    Aber ich wollte nicht, weil ich keinen Bock hatte, die "Nummer 2" zu sein. Wenn sie bei gleicher Sympathie solo gewesen wäre, aber eben auch keine Beziehung gesucht hätte, sondern nur Sex - keine Ahnung, was gewesen wäre. ;-)


    Ich denke die allermeisten JM hier wiederholen immer wieder, es ist vor allem die Beziehungs-Erfahrung, die sie vermissen, nicht den Sex (Allerdings duchaus in dem bewusstsein, dass die beziehungs-Erfahrung ja quasi automatisch Sex mit sich bringt).


    Bei tam aber ist das etwas anders, denke ich. So lange er "der Einzige" ist, haben die beiden ja durchaus irgendeine Art Beziehung - nur eben keine besonders enge. ;-)

    zottelbär


    also die, die mich letztens auf der singlebörse angeschrieben hat, fänd das sicher witzig. ;-)


    carambols


    ich sag ja nirgends, ich fänd daran was toll. :-p


    gentille


    stellst du mir jetzt diese frage, antworte ich dir bestimmt, dass ich die variante tortola (bin mal so frei) allem anderen vorziehen würde. weil ich keine aussichten auf irgendwas hab und im moment nicht grad so down bin wie auch schon.


    was allerdings im ernstfall sein würde, das weiss ich nicht. wenn mir schnügi zb. während unserer bartour sagen würde, dass sie zwar keine beziehung möchte, aber doch mal gerne ... würde ich dann nein sagen? ich kanns echt nicht sagen. ein "ja, klar, ich will keinen flüchtigen flirt oder ons" liegt nah. aber wenns so weit ist ... no idea. zu gross ist halt eben die angst, dass mich so ein erlebnis mehr belasten denn freuen würde. klar, ich hätte sex gehabt, nähe gespürt ... aber es wäre flüchtig. wäre dann die sehnsucht nach dem nicht grösser als diejenige nach etwas unbekanntem, wies jetzt ist ... echt keine ahnung. ich denk, man sollte die erfahrungen machen, die sich einem bieten. und nichts bereuen. aber ich legs nicht drauf an. nach einem date würd ich mich lieber mit einem handschlag verabschieden und dafür ein zweites erleben, als beim ersten in ner kiste zu landen und danach keinen kontakt mehr zu haben.


    aber ich bin so unwissend, was das angeht ... meine reaktion mein ich.

    @ Gentille:

    Ich glaube, man darf auch nicht ausser Acht lassen, dass ein Problem von vielen JF/JM ist, dass sie länger brauchen als andere, um sich anderen zu öffnen. Das erschwert Situationen, wo es nur um Sex geht, ungemein.


    In meinem Leben gab es mehr als ein halbes Dutzend Situationen (vor Torti), wo ich einfach nur Sex hätte haben können. Mehr als Knutschen und in Einzelfällen Petting ging aber einfach nicht, weil mich die Situation einfach zu sehr überfahren hat.


    Für Menschen, die das selber nicht erlebt haben, ist das vielleicht nur sehr schwer nachzuvollziehen.


    Ich war einmal in der Situation, dass ich in heftigstes Geknutsche und Gefummel mit einem Typen verwickelt war, den ich schon wochenlang angehimmelt hatte. Andere Frauen hätten in der Situation vielleicht gedacht: BINGO! Ich bin am Ziel meiner Träume angelangt. Hätte ich J. an diesem Abend mit zu mir nach Hause genommen, hätte ich meinen JF-Status schon vor rund fünf Jahren verloren. Aber ich habe gespürt, dass es für ihn nichts Ernstes war und außerdem war relativ viel Alkohol im Spiel. Also bin ich an dem Abend allein nach Hause gegangen. Ich bereue diese Entscheidung ÜBERHAUPT NICHT! Im Gegenteil, ich glaube, wenn ich an dem Abend mit J. Sex gehabt hätte, hätte mich das ein ganzes Stück meiner Selbstachtung gekostet.


    Insofern gebe ich Zottelbär recht. Jede Situation iund jede Persönlichkeit st anders. Und in jeder Situation muss der JM/die JF für sich aufs neue entscheiden, was für ihn/sie in dem Moment der richtige Weg ist.

    Gentille

    Zitat

    Aber wenn ereignislose Jahre/Jahrzehnte verstreichen, kann eine leidenschaftliche Nacht OHNE Liebe vielleicht ja doch 1. männliche Selbstbestätigung sein, 2. Berührungsängste abbauen und 3. etwas von der entstandenen Bitternis löschen - oder irre ich mich da?

    Ja, das kann es. Aber was löst es z.B. in einem JM aus, wenn er die Chance auf eine solche Nacht hat und versagt? Weil zu unerfahren, oder zu nervös, oder ihm die Sache zu schnell geht? ???


    Ja, ich hätte vor Betsy die Möglichkeit gehabt, mit Miss Berlin. Ich war ja zwei WE dort, und schon am ersten hätte ich Sex haben können. Aber an diesem WE ging es mir einfach zu schnell. Und nach der Offenbarung (wir hatten zuvor Elementarteilchen gesehen, da brauchte ich nur den wissenschaftlichen Bruder erwähnen ;-D ) hatten wir beide keine Lust mehr auf Sex; am nächsten Tag ergab sich dann auch keine Gelegenheit. Und ja, auch am zweiten WE einige Wochen später hätte ich auch wieder Sex mit ihr haben können. Wir wollten beide, aber mein Körper versagte. Zu nervös? Schon möglich.


    Nein, ich habe nicht auf die große Liebe gewartet. Ich war auch noch nicht wirklich verknallt, aber sie war mir sehr sympatisch. Also: why not? Aber es ist dann nicht nur an der Entfernung gescheitert. Und heute kann ich sagen, dass es gut so war, wie es gekommen ist. x:)


    Vor Miss Berlin ergab sich vorher keine Gelegenheit. Und als ich die Gelegenheit hatte, hab ich nicht funktioniert. |-o Weitere Gelegenheiten boten sich dann auch gar nicht mehr, da ich kurz darauf mit Betsy zusammen gekommen bin. x:)