Bergsteiger

    Zitat

    Ich frage mich grad, in welche Richtung die Anbahnung ohnehin erstmal zu gehen hat - eigentlich muss ich die Frau doch erst im Bett gehabt haben, um überhaupt über das Thema Beziehung weiter nachdenken zu können. Sollte es daher nicht als erstes das Ziel sein, sie ins Bett zu kriegen?


    Bergsteiger 78

    Wenn Du das so siehst, OK. Was tust Du denn, um dieses Begehren zu kommunizieren?


    Aus meinem (ehemaligen) Bekanntenkreis habe ich auch von Frauen gehört, die recht schnell mit ihren Männern ins Bett gehen, also gibt es durchaus eine realistische Chance, auf Frauen zu treffen, die ebenso schnell wie Du ins Bett möchten. Also müsstest Du diesen Deinen Wunsch nur entsprechend kommunizieren, also vieleicht zum Ende des ersten oder zweiten Dates das direkt vorschlagen?


    Entweder stimmt sie zu, oder sie "ist schon müde und muß morgens früh raus", dann weißt Du aber recht schnell, woran Du bist. Ohne viel Zeit und Gefühle "investiert" zu haben.


    Beste Grüße

    Hi anval.

    Wasch mich, aber mach mich nicht naß. ;-)


    Es gibt Kneipen mit Spieleabenden -oder nachmittagen, wo Brettspiele gemacht werden. In Cafes oder Bars kann man auch Männer kennenlernen, die einen dann vieleicht auch mal auf eine Party mitnehmen. Vieleicht lernst Du dort ein paar Typen kennen, mit denen Du Dich anfreunden kannst und gemeinsam eine Party organisieren kannst.


    Es gibt auch Vereine für alles mögliche, wo man Bekannstschaften schließen kann.


    Wenn Du jetzt keine Freunde hast, die Dich auf Parties einladen, mußt Du Dir welche suchen und Freundschaften schließen. Leute lernst Du aber nicht zuhause vorm PC kennen, sondern nur, wenn Du rausgehst, wo die Menschen sind.


    In Deinem Alter habe ich auch bloß abgewartet und in der Stube gehockt und gehofft, dass eine Prinzessin an der Tür klingelt. Pustekuchen! Passiert nicht! Niemals!


    Und wenn doch mal wer was von mir wollte, war ich so ungeübt in sozialen Kontakten, dass ich's nicht bemerkt habe, weil ich dann schon immer davon ausgegangen war, dass mich niemand mag und leiden kann.


    Beste Grüße

    Das problem ist das wir kein spaß haben weil wir uns nicht entspannen können sondern immer verkranft sind und angst haben wider hin zu fallen.


    Und wie sollen wir das anders sehn wen wir doch immer wider hin fallen?


    Ein Pilot der ber 20 mal abgeschossen wurde kann auch nicht mehr entspannt fliegen und es genießen...


    Anval

    Zitat

    Ich frage mich grad, in welche Richtung die Anbahnung ohnehin erstmal zu gehen hat - eigentlich muss ich die Frau doch erst im Bett gehabt haben, um überhaupt über das Thema Beziehung weiter nachdenken zu können. Sollte es daher nicht als erstes das Ziel sein, sie ins Bett zu kriegen?

    Interessanter Ansatz. Bleibt aber die Frage wie man eine Frau dazu überredet mit ins Bett zu kommen.

    @ Anval

    Lieber Anval,


    ich kenne das Gefühl aus meiner Jugend. (Achja, die schöne Jugendzeit, wie schnell kann sie vergehn!)


    Das mit alleine abends ausgehen habe ich gewählt, weil Du das Thema darauf gebracht hast. Bars und Kneipen vieleicht nicht der optimale Ort, geeigneter in Deinem Alter sind vieleicht Schule oder Jugendzentrum.


    Außerdem müssen Freundschaften nicht dauerhaft sein: Es reicht schon, wenn Du mal einen Abend mit ein paar Leuten lustig sein kannst.


    Auf die Nase zu fallen und "Niederlagen" einzustecken gehört dazu. Dazu ist die Jugend da, dass man ausprobiert, sich blamiert und auf die Nase fällt. Mach das mal schön, mit 20 hast Du's dann gelernt, Mädchen anzubaggern.


    Ich glaube wirklich, es ist sozusagen "Übungssache", aber keine Übung, die man mit dem Kopf auswendig lernt, sondern die man mit dem Gefühl oder Instinkt verinnerlicht.


    Wie hast Du's denn früher als Kind gemacht, um mit anderen mitspielen zu dürfen? Habt ihr nie auf den Straßen verstecken gespielt oder nachmittags gebolzt (Fußball auf dem Hinterhof spielen)? Da musstest Du doch auch auf andere zugehen.


    In Deinem Alter hatte ich furchtbare Angst, Mädchen auf Klassenfeten oder Schuldiskos anzubaggern, weil ich mit 17 immer noch keinerlei Erfahrungen hatte, noch nichtmal Händchenhalten. (Und das ging so bis etwa 28-29).


    Rückblickend hätte ich damals:


    Also, ich hätte damals mich so blöd anstellen sollen wie ich will, und ganz plump und dämlich und mit rotwerden und allen Peinlichkeiten mal ein Mädchen anbaggern sollen, die mich womöglich auch mal ausgelacht hätte.


    (Stimmt, habe ich sogar mal gemacht, und sie haben mich nicht ausgelacht. Bloß abgelehnt.)


    So, und dann hätte ich es mit der Auslacherfahrung bei der nächsten ein klitzekleines bißchen besser angestellt.


    Ich hätte nicht aufgeben sollen und es immer wieder probieren sollen.


    So, und nach 5 oder 10 Körben wäre ich nicht mehr so verklemmt gewesen, mal ein Mädchen anzusprechen, weil ich Routine mit Körben und mit Ansprechen hätte. Und dann wär vieleicht auch mal eine dabei gewesen, die gewollt hätte.


    Aber was habe ich gemacht?


    Ich habe gemacht.


    Ich habe nach 2 Körben Anfang 17 die Sache für mich abgeschlossen und Mädchen nicht mehr angebaggert.


    Und deshalb hatte ich die Situationen, wo eine von sich aus gewollt und die Initiative ergriffen hatte, nicht erkannt und die Gelegenheit verstreichen lassen.


    Mitte 20 wurde die Situation immer blöder, weil ich ja keine Erfahrung hatte und deshalb immer verklemmter und ungeschickter wurde. Und mich deshalb zu gar nichts getraut hatte.


    Erst mit Ende 20 habe ich dann endlich mich mal mit Mädchen verabredet.


    Also, nicht verzagen.


    Beste Grüße

    Zitat

    Das Leben bedeutet zwar sehr richtig sehr viel "Loslassen" und "Gesehenlassen" aber genau so auch "Krieg". Der teilweise richtig brutal sein kann. Krieg gegen sich selber: Selbstüberwindung, Ehrlichkeit, Rexlexion.


    Teilweise ech brutal...

    Hallo MK, einen sportlichen Ringkampf gegen den inneren Schweinehund würde ich jederzeit mittragen (zumal ich den immer häufiger im Schwitzkasten habe), aber einen brutalen Krieg gegen sich selbst eher nicht. Man denke nur an die Kollateralschäden.


    Meine Wandlung verläuft friedlich und dennoch kraftvoll ("Ich bin Ich" statt "Wir sind das Volk" ist die Losung dieser inneren Bewegung ;-) ).


    Ihre Wurzeln fand diese innere Bewegung darin, dass ich mit meiner Fantasie-, Ziel-, Freud- und Kraftlosigkeit nicht mehr weiterleben wollte. Statt dessen setzte ich meine Fantasie ein, entwickelte Wunschvorstellungen von meinem eigenen Leben, daraus folgend realistische neue Ziele und schließlich Wege, diese auch zu erreichen:

    Zitat

    Sucht NEUE Wege!


    Macht etwas "Neues"!

    So kommen wir auf unterschiedlichen Wegen zum gleichen Ergebnis.

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    Man kann keinen Glauben "erzeugen". Wenn er nicht dran glaubt, wird er auch nicht anfangen daran zu glauben, wenn er sich das einredet. Innere Widerstände muss man akzeptieren.

    Doch, man kann Glauben erzeugen. Ich habe mir jahrzehntelang "erfolgreich" eingeredet, dass ich keine Chance bei Frauen habe und im Gegensatz zu anderen Männern auch keine Frau verdient habe. Dieser Glaubenssatz ist leider zu tief in meine Seele eingebrannt und lässt sich daher nicht mehr vollständig entfernen. Ich akzeptiere das inzwischen als Teil meiner besonderen Persönlichkeit, denn aus diesen Erfahrungen haben sich auch besondere Stärken entwickelt.