ist für mich jetzt nicht wirklich nachvollziehbar ... weder in deinem ort noch im studienort kennst du irgendwas ... gut ... bei mir wäre beides relativ einfach, da das eine dasselbe wie das andere wäre, falls ich studiert hätte.


    aber vielleicht solltest du dich mal etwas damit beschäftigen. bisschen deine umwelt kennenlernen. wissen, was wo ist. das hilft dir evtl. auch persönlich ... etwas ausserhalb deiner vier wände bewegen.


    es müssen keine in-kneipen sein. aber ein gemütlicher ort kann auch irgendein oma-café sein. wir waren mal in einer bar, in der wir nicht am tresen sitzen konnten, was eigentlich unser beider vorlieben wäre. dennoch hats ihr gut gefallen. wenn sie interesse an dir hat, ists doch egal, wo ihr seid. hauptsache, ihr habts gut miteinander.

    Es gibt nur 2 Orte an denen ich mich aufhalte. Zu Hause und Uni. Mehr gibt es nicht.


    Ich habe es nie geschafft daran etwas zu ändern. Lange Zeit war mir nicht bewußt, dass es auch anders sein kann. Von meinen Eltern ist mir das immer so vorgelebt worden solange ich mich erinnern kann. Diesen Trott habe ich übernommen ohne es zu hinterfragen. Erst viel später habe ich mitbekommen, dass es Leute gibt bei denen es anders läuft.


    Den Absprung daraus habe ich nicht geschafft. Ich hatte nie jemanden dazu. Alleine hat mir wohl die Kraft dazu gefehlt.


    Jetzt bietet sich mir vielleicht eine Chance endlich dem alleinsein zu entkommen und genau die Folgen dieser jahrelangen Situation blockieren jetzt alles.

    Zitat

    Dazu müsste man in den mir unbekannten Ortskern vordringen. Dort bin ich nie gewesen und habe keine Ahnung was es dort gibt. Im Umfeld der Uni das sich zu Fuß erkunden läßt gibt es nichts...


    Auch in meiner Heimatstadt hätte ich keine Idee wohin ich mit ihr gehen sollte. Ich kenne nichts brauchbares.

    Du redest von Deinem Studien- und Heimatort so als handele es sich um unbekannte Galaxien, die noch nie ein kwak zuvor gesehen hat. Gleichzeitig sagst Du oft, dass es in Deinem Umfeld nichts Brauchbares gibt: keine guten Friseure, Läden, Bars, Restaurants, Kinos, Reisebüros oder andere Einrichtungen.


    Das würdest Du ganz sicher selbst dann behaupten, wenn Du im lebhaften Zentrum einer Weltmetropole wohnen würdest, weil Du Dich von Deiner Umwelt abkapselst und Deine gewohnte Umgebung (eigene Wohnung / Weg zur Uni) nur ungern verlässt. Das ist natürlich zu wenig.


    Willst Du Deine gewohnte Umgebung nicht verlassen oder kannst Du es aus inneren Zwängen / Ängsten heraus nicht? Du kannst Dein Verhalten wohl dann am besten verändern, wenn Du die Ursachen kennst, aktiv wirst und ggf. eine passende Therapie machst. Dazu wirst Du Deine inneren Blockaden aufgeben müssen.


    Fang doch gleich heute damit an, die Innenstadt zu erkunden.

    Zitat

    bisschen deine umwelt kennenlernen. wissen, was wo ist. das hilft dir evtl. auch persönlich... etwas ausserhalb deiner vier wände bewegen.

    Das ist eines meiner Defizite. Mein erster Versuch diesem alten Trott zu entkommen war mein Urlaub in diesem Sommer. Da habe ich gemerkt wie schwer es ist gegen meine alten Gewohnheiten zu handeln. Vieles was für andere normal ist war für mich völlig neu.

    @Kwak

    Dann fahr doch einfach mal nach der Uni mit dem Bus/Tram/Ubahn ins Zentrum der Unistadt, laufe eine Runde durch die Fußgängerzone und fahr dann erst nach Hause. Das schaffst du doch locker, du hast dich ja auch in Hamburg zurechtgefunden.

    kwak

    Würde ich aber auch sagen, es wird höchste Zeit. Erkunde deine Umgebung, auch wenn es dir schwer fällt. Jemand, der mit dir zu tun haben wird, muss ja den Eindruck gewinnen, dass es dir an den einfachsten Dingen fehlt. Womöglich gewinnst du ja auch für dich was dafür, neue Interessen, Anregungen. Eine Stadt hat doch viel zu bieten, Gastronomie, Bibliotheken, Kultur in jeder Form. Mach mal eine Stadtführung für Touristen mit.


    Dass du jetzt mal in Hamburg warst, ist doch gut. Das zeigt, dass du prinzipiell damit klar kommst.


    Hast du keine Bekannten im Studium? Freunde? Studentenkneipen?

    sowas bringt nichts bei diesem Problem, geht mir nämlich genauso und solche Stadtspaziergänge mache ich gelegentlich - ich schätze da müsste man schwerere Geschütze auffahren wie einen Verein oder sonstwas mit zwingendem Menschenkontakt und Kommunikation. Und selbst sowas würde sofort mit der Gewöhnung bzw. Einlebung seinen Trainingseffekt verlieren, man müsste also ständig neues in der Richtung suchen.


    Ich für meinen Teil hab das aufgegeben, das Pensum an ständiger Konfrontation das nötig wäre um sich irgendwann in ferner Zukunft in solche unbekannten Stituationen wohlzufühlen ist entmutigend - ich habs oft genug mitgemacht: die Gewöhnung tritt schnell ein und das einzige was man geschafft hat ist zu den zwei Aufenthaltsorten (um nicht zu sagen Rückzugsorten) noch einen hinzuzufügen. Das Problem der Unflexibilität oder gar der Angst vor unplanbaren, unbekannten Situationen bleibt bestehen - vielleicht gibts andere Wege das zu bekämpfen aber mit menschenmöglicher Konfrontationsbereitschaft ist's nicht getan - sie müsste (aus meiner Sicht) übermenschlich sein, jeden Tag eine andere neue unbekannte Situation suchen. Ich persönlich hab da nicht die Kraft für.

    s. wallisii

    Das psychologische Problem ist mal das eine, das laesst sich sicherlich nicht so einfach loesen - aber rein pragmatisch gesehen hat sich das Leben doch schon erweitert, wenn man statt zweier irgendwann fuenf oder sieben vertraute Orte hat...

    Hallo Kwak!

    Nö, musst Du gar nicht! Wer zwingt Dich denn dazu? Wenn Du musst, dann lass es bleiben! Du musst Dich nicht zwingen! Und, offengesagt, wenn Du selber wolltest, hättest Du schon längst getan?

    Zitat

    Zitat:


    Wenn Du sie ausserhalb der Uni treffen willst, warum fragst Du sie nicht, ob ihr mal was abends oder am WE zusammen unternehmt? Zusammen auf eine Studenten-Fete gehen, Kneipentour, Museum, Kino, Weihnachtsmarkt, ..., genug der Anregungen!


    Klingt gut. Nur leider ist in der Nähe der Uni nichts brauchbares. Unsere Wohnorte liegen auch recht weit auseinander.

    Ach du meine Güte! Bei Dir ist Zucker und Salz verloren! ;-) -- Naja, es gibt ja auch keine Fahräder, Autos oder Busse, nich wahr? ;-) Fürs Fahrad ist's schon zu kalt, Auto haste nicht oder kriegste kein Parkplatz in der Stadt, und Bus kostet Geld, musste dreimal umsteigen, und außerdem dauert die Fahrt zulang, und abends fährt ja keiner, nich wahr? ;-) :-p ;-)


    Was glaubst Du wohl, was die ganzen anderen Studenten abends machen? Im Kämmerchen sitzen und Trübsahl blasen? ;-) -- Hmm, naja, vieleicht schon, die lernen alle nur ganz fleißig und haben niemals Parties und gehen nicht in Kneipen. ;-) Und die leben auch das ganze Studium streng enthaltsam! ;-) Nun, da kann man leider nichts machen! In Deiner Stadt kann man sich nicht verlieben! :-( Weil man sich leider nirgendwo verabreden kann. :-( Da bleibt Dir nur übrig, bis nach dem Studium zu warten, wenn du wegen der Arbeit in eine andere Stadt wechselst. Geht wohl nicht anders. :-( ;-) ;-) ;-)

    Tja, Kwak, und deshalb musst Du jetzt auch aufgeben. Es ist ein weiser Rat, glaub mir: "Wenn dir etwas schwerfällt, dann versuche es erst gar nicht! Nur wenn du etwas versuchst, kannst du auch scheitern."


    ;-) ;-) ;-)


    Offen gesagt, ich glaube, eine Beziehung ist erstmal zu schwierig für Dich. Ich würde sagen, sieh erstmal zu, dass Du Dein Sozialleben in etwas normale Bahnen lenkst, Kumpels und Kumpelienen kennenlernst. Freundin und Beziehung kommt dann von ganz alleine und ganz ganz einfach.


    Mann, Kwak!!! Wenn irgendwo ein haufen junger Menschen zusammen sind, gibt es tausende Möglichkeiten, Leute kennenzulernen und auszugehen. Selbst im hinterletzten Dreckskaff! Oder glaubst Du, selbst in irgendeiner Walduni wollen die Leute vereinsamen? Die organisieren sich selber was! Studentenclubs, Wohnheimfeten!


    Gefühlte 80% der StudentInnen sind daran interessiert, im Studium neue Freunde kennenzulernen, Spaß, Affairen und Beziehungen einzugehen und wieder abzubrechen. Sie sind daran interessiert, Tanzkurse zu machen, Billard zu spielen, zu feiern, LAN-Parties zu machen, Sport zu treiben. Und selbst Solo-Sportarten wie Jogging machen sie lieber zusammen im Lauftreff! Schach, Literaturklubs! Musikmachen, Chöre, Theatergruppen!


    Für alle Interessen gibt's was.


    Und wenn du noch nicht weisst, wo und wie, dann frag doch die Leute danach, wo es Kneipen gibt, ob es Sportkurse gibt, usw.


    Warum fragst'n Du nicht Dein Schwarm, wo man einen guten Kaffee trinken kann, wo's 'ne lauschige Kneipe gibt? Entweder sie weiss was, dann gehste mit ihr zusammen dahin, oder sie weiss nichts, dann machste 'ne Erkundungstour mit ihr.


    Ist alles ganz einfach. Die äusseren Schwierigkeiten fantasierst Du Dir bloß herbei!


    Nochmal langsam im ganzen Satz: In einer Unistadt gibt es keine objektiven äusseren Schwierigkeiten, gesellig zu sein, auszugehen und Frauen oder Männer kennenzulernen.


    Beweis: Die ganzen anderen StudentInnen machen es so.


    Deine Schwierigkeiten liegen folglich allein in Dir selber begründet! Darüber möchtest Du aber anscheinend hier nicht reden.


    Gut, das akzeptiere ich. Aber man kann den Hund nicht zum jagen tragen.


    Beste Grüße


    [Warnung: Dieser Beitrag spiegelt nur meine persönliche Meinung wieder und enthält Spuren von nichtgekennzeichneter Ironie.]

    s.wallisii

    Das verstehe ich jetzt nicht. Natürlich ist es nicht nötig, jeden Tag eine unbekannte Situation herbeizuführen. Darum gehts doch nicht, das wäre nun auch nicht mein Ding. Wir alle lieben doch - in unterschiedlichem Ausmaß - das Vertraute.


    Und die Stadt, in der man lebt, selbst wenn man im Randbereich lebt, sollte doch zu diesem vertrauten Ort gehören, zumindest der Kernbereich. Das ist bei einer nicht allzu riesigen Stadt ja nun auch kein menschenunmögliches Unterfangen. Und dann hat man auch da vertrautere Orte, wie Lewian sagt, ein paar mehr vertraute Orte. Das macht wirklich einen Unterschied.


    Die meisten Menschen wollen sich doch nicht dauernd mit ihrem Partner daheim verkriechen.


    Und auch für einen selbst kann das nicht gut sein. Wie die Natur der Angst nunmal beschaffen ist, sie wird durch Nichtausetzen immer größer.

    SoBei mir ist zur zeit alles hoffnungslos.


    Das Mädel fing irgend wan an sich an einen Freund von mir ran zu machen.


    Das wurde nichts naja 2 Wochen später rief sich mich an und fragte nach der nr von einem Freund den sie vom sehen herr kannte.


    Naja 1 Woche später waren die beiden zusammen.


    Ich fühle mich mal wider ausgenutzt ich war da für sie und sie wusste warum ich für sie da bin weil ich mehr alls eine Freundschaft will aber werd nur ausgenutzt.


    *sing*


    "Und sollt´ man mit solch Mädchen zum Tanze ausgehen,


    ja dann bleibt man am besten ganz dicht dabei stehen,


    denn sonst tanzen sie gleich mit die anderen Knechte,


    denn die Mädchen sind schlechte. Tü-te-rü-tü-tü-tü


    "


    */sing*


    Anval

    @S. wallisii

    Zitat

    sowas bringt nichts bei diesem Problem, geht mir nämlich genauso und solche Stadtspaziergänge mache ich gelegentlich - ich schätze da müsste man schwerere Geschütze auffahren wie einen Verein oder sonstwas mit zwingendem Menschenkontakt und Kommunikation. Und selbst sowas würde sofort mit der Gewöhnung bzw. Einlebung seinen Trainingseffekt verlieren, man müsste also ständig neues in der Richtung suchen.


    Ich für meinen Teil hab das aufgegeben, das Pensum an ständiger Konfrontation das nötig wäre um sich irgendwann in ferner Zukunft in solche unbekannten Stituationen wohlzufühlen ist entmutigend - ich habs oft genug mitgemacht: die Gewöhnung tritt schnell ein und das einzige was man geschafft hat ist zu den zwei Aufenthaltsorten (um nicht zu sagen Rückzugsorten) noch einen hinzuzufügen. Das Problem der Unflexibilität oder gar der Angst vor unplanbaren, unbekannten Situationen bleibt bestehen - vielleicht gibts andere Wege das zu bekämpfen aber mit menschenmöglicher Konfrontationsbereitschaft ist's nicht getan - sie müsste (aus meiner Sicht) übermenschlich sein, jeden Tag eine andere neue unbekannte Situation suchen. Ich persönlich hab da nicht die Kraft für.


    S. wallisii

    Hmm, ich weiss nicht so genau, was Du meinst.


    Ich wills mal so schreiben: ich war auch ein schüchterneer Einzelgänger. Trotzdem war ich selten immer mal ausgegangen. Das waren aber situationen, wo ich mich teilweise auskannte: Kneipen, aber eben für mich neue Kneipen. Leute habe ich da kaum kennengelernt, aber doch auch mal, aber eben nur sehr selten. Vieleicht, weil mir die Situationen, in der ich die Leute kennengelernt habe, teilweise bekannt waren (Stammkneipe).


    Als ich ausgezogen war, war ich dann richtig wild darauf, alles kennenzulernen, neue Menschen, neue Kneipen, Diskos, Feten, usw. Es hat mir richtig Spaß gemacht, mit Bekannten Kneipentouren durch unbekannte Läden zu machen, also in jeder Kneipe ein Bier und dann weiter.


    Oder mit einer guten Freudin in komische Diskos zu gehen, Hip-Hop, Malle-Diskos, Schicki-Micki. Ich wollte mich einfach mal drauf einlassen für einen abend und war neugierig. Es war ja auch alles neu und aufregend für mich, eigene Wohnung, eigenes Leben. Ich hab mich sogar selber mal auf eine Fete eingeladen bei Freunden von Bekannten, die ich kaum kannte. Oder Leute in Kneipen kennengelernt, dann mit denen noch weiter um die Häuser gezogen und dann nachts irgendwo bei wem in der Wohnung zum Absacker gelandet.


    Muß man nicht jeden abend haben, aber es war mal ganz lustig. Ich hatte mich damals so lebendig gefühlt. Das war auch die Zeit, wo ich von Frauen angeflirtet wurde. Oder wo ich mich mal ganz einfach mit Frauen verabredet hatte.


    Mittlerweile habe ich die Lust an solchen Dingen verloren. Ich könnte zwar einfach mal ausgehen, aber mir fehlt die Lust, ich fühle mich zu müde. Und ausserdem finde ich, würde mir das zu viel Unordnung in mein Leben bringen. Genauso wie eine Beziehung: wäre zuviel Unordnung, zuviel Stress.


    Außerdem finde ich Ausgehen mittlerweile etwas langweilig; es ist doch immer das gleiche, mal in grün, mal in blau.


    Wenn ich so weitermache, bin ich in wenigen Jahren komplett isoliert und werde ein wunderlicher Kauz.


    Nur, wie kann ich mich motivieren, wieder geselliger zu werden? Wie kann ich mich motivieren, wieder Spaß an solchen Sachen zu haben? Wieder Spaß an Hobbies zu entwickeln?


    Beste Grüße