Isst du Mittags in der Uni-Mensa? Sie auch? Frag sie doch, ob ihr da mal zusammen hin wollt und danach könnt ihr euch noch in die Cafeteria setzen. Ist doch ganz unverfänglich, mit einer Bekannten zum Mittagessen zu gehen. Wie machst du das bisher? Isst du immer allein oder immer zu Hause?


    Kämmem muss man sich übrigens nicht unbedingt. Einfach abtrocknen, evtl. föhnen und Bisschen Gel oder Wachs rein und mit den Fingern in Form bringen. Gekämmt wirkt doch meistens schnöselig oder konservativ. Ich z.B. habe bestimmt seit 8 Jahren keinen Kamm mehr benutzt (Kurzhaarfrisur).

    In meinem Haushalt gibts auch keinen Kamm. Und keinen Fön. Fönen lass ich nur nach dem Haare schneiden, weils ja noch so kleine, abgeschnittene Haare hat, die sonst im Kragen jucken.


    Warum ist ein Styling keine Möglichkeit für den Alltag? Meine, niemand spricht von 3 Stunden Badezimmer am Morgen ... Aber je nachdem kann es aus einem unauffälligen "Ist da wer" einen "Oh, wer war das" machen. Ich bin keiner, der irgend ne Ahnung hat vom Styling, aber weil ich rumflatternde Haare hass, mach ich am Morgen etwas Haarschaum rein und kann da noch eine Frisur basteln, die ich ok find.


    Aber da muss jeder selbst wissen, was er oben rumtragen möchte, ist klar.


    Was Tortola schreibt, ist wichtig: Wenn du dich mit ihr ausserhalb triffst und es da nicht "klappt" (also eine gute Unterhaltung unter Bekannten), dann hast du alles verloren. Hart gesagt. Weil eine zweite Chance ist danach wohl auszuschliessen. Versuch doch eher mal, in der Uni mit ihr ins Gespräch zu kommen. Wenn das gut klappt, dann wird sie eher mit dir ausserhalb einen Kaffee trinken wollen. Würd ich meinen.

    @ kwak

    Zitat

    Was soll sonst der nächste Schritt sein außer ein Treffen im Cafe oder sonst wo außerhalb der Uni

    Du kannst es so versuchen, aber es scheint mir, du versuchst da was zu erzwingen. Im Prinzip die Fortsetzung zum typischen JM-mäßigen Schwelgen in Liebe, wo vielleicht grade erst ein nettes "Hallo" war.


    Glaub mir, es ist verdammt wichtig zu lernen, auch mal locker lassen zu können. Das bringt mittelfristig mehr. Man hört und liest es doch oft, daß manche krampfhaft suchen und niemanden finden, aber kaum haben sie jemanden gefunden, bieten sich Chancen über Chancen. Weil sie dann automatisch ungezwungen rangehen. Für diese Herangehensweise brauchts aber nicht erst ne Freundin.


    Wenn ihr euch an der Uni nicht allzu viel zu erzählen habt und auch sonst keine Spannung entsteht, dann mußt eigentlich auch keinen nächsten Schritt machen. Den mußt du dort machen, wo ein Weg ist.


    Lockerlassen bedeutet auch, dir selbst keinen Streß zu machen. Dir NICHT vorzuwerfen, etwas ausgelassen oder falsch gemacht zu haben. Wieso lädst du alle Pflicht auf dir ab? Die anderen können auch mal was machen.


    Diese Einstellung macht übrigens auch offener für andere Menschen, weil du damit dir selbst nicht so viel abverlangst - was sonst hemmend wirkt.

    Ich denke auch,

    dass die Taktik:


    "Wir kommen einfach nicht miteinander ins Gespräch, folglich sollten wir uns mal treffen"


    nicht sonderlich erfolgversprechend klingt.


    Kwak, Du must sie in der Uni ansprechen, Du musst doch erst mal ihr Interesse wecken! Sicherlich ideal wären eine gemeinsame Seminargestaltung, Hausarbeit, Prüfungsvorbereitung oder so.


    Wenn das aber nicht ansteht, dann hat es wenig Sinn, darauf zu warten und bis dahin nichts zu tun (Memo: Spannung aufrecht erhalten, mit der Ungewissheit spielen).

    Slightly OT: Was macht einen Menschen interessant?

    Meine Antwort in einem Wort: Herzblut


    Etwas weiter ausgeführt: Ein Mensch wird für mich in dem Moment interessant, wo bei einem bestimmten Thema plötzlich dieses Funkeln in den Augen erscheint, dieses "hier bin ich mit meiner ganzen Person dabei", dieses "dafür lebe ich", dieses "mich fasziniert...". Wenn der Mensch mir gegenüber plötzlich drei Dinge gleichzeitig sagen möchte, weil er mir seine Welt ausbreitet.


    Mein Zivildienstbauer, der sich in einen Ford-Traktor verguckt hat, zum Beispiel. Da spricht einer, der schon jedes Einzelteil eines Traktorgetriebes in der Hand gehabt hat und mir sagen kann, was die einfach besser gelöst haben als alle anderen - in einem Dorf, wo jeder sonst seinen Traktor beim John Deere-Vertreter im Nachbardorf gekauft hat. Plötzlich wird für mich greifbar, dass für ihn ein Traktor nicht einfach ein austauschbares Krach machendes Zugfahrzeug ist: da versteht einer die Sprache dieser schweren gefetteten Metallteile und sagt: den haben Leute gebaut, die selber Traktor fahren (höchstes Lob).


    Oder der Kakteenfreund. Ich mach mir gar nichts aus den grünen Stacheldingern. Aber wenn mir einer erklärt, dass man sie in einzel- kranz- und büschelstachlige einteilt, und dass alle essbaren und alle heilkräftigen zu ein und derselben Gruppe gehören... und wie schwierig die heutzutage durch den Flughafenzoll zu schmuggeln sind... dann beginne ich den Typen zu mögen.


    Mit einer Friseurin habe ich mich neulich über Horrorfilme unterhalten (ein Genre, das ich mir nicht freiwillig antue). Und auf einmal blickte ich hinter die belanglos lächelnde, gestylte Oberfläche in einen genüsslich-grauslichen Abgrund. Ein Mensch, wo ich vorher nur die Haarschneidtussi wahrgenommen hatte. Und sie hatte etwas zu erzählen, auch Praxistipps über richtige und falsche Esswaren, die man sich nebens Sofa stellt.


    Nicht das Thema machts, auch nicht die Ausgefallenheit desselben... sondern das Engagement.

    @ Kwak:

    und wohin fliesst dein Herzblut?

    wenn du dir dafür meine Exkurse über die Freude des Brainfuck-Programmierens anhören magst, würde uns schon mal einen Abend lang der Gesprächsstoff nicht ausgehen.


    (Wobei: dich würde ich ja nicht über die ganze Grammatik, sondern über weibliche Possessivpronomina in der ersten Person erzählen hören;-))