der "emotionale Kwak"

    Den gibt es wohl.


    In letzter Zeit ist er oft traurig.:°( Es geht ihm nicht gut.


    Er macht sich Sorgen um die Zunkunft.


    Er muss immer mehr erkennen, dass so einiges schief gelaufen ist in seinem Leben.


    Er hat sich so einige Male vergeblich Hoffnungen gemacht.


    Er hat immer mehr Zweifel bekommen ob er Beziehungsfähig ist.


    Und plötzlich als er es nicht erwartet passiert etwas.%-|


    Er sieht in der Vorlesung ein sehr schönes Mädchen das er nicht kennt. Sie sitzt eine Reihe vor ihm.


    Ein par Tage später die nächste Überraschung. Er sieht sie in einer anderen Vorlesung. Der Platz neben ihr ist frei. Er setzt sich neben sie.:-)


    Sie reden ein par Worte miteinander.:-)


    Am nächsten Tag sitz er im Hörsaal und wartet auf den Beginn der Vorlesung. Sie kommt herein und setzt sich neben ihn.:-D Sie fragt nach seinem Namen.:-D Sie unterhalten sich darüber was sie vorher studiert hat und über ihr jetziges Studium.:-D


    Ein par Tage später ein weiteres Gespräch auch über private Dinge.:-D


    Nun weiß Kwak er will sie besser kennen lernen. Die Anzeichen dafür, dass sie nicht schon vergeben ist scheinen gut zu stehen. Nun steht er vor der Frage wie??? Sie zu einem Treffen außerhalb der Uni einladen? Langsam vorgehen, nichts übereilen? Es bloß nicht vergeigen. Aber auch nicht vertrödeln. Er ist nicht der einzige der sie interessant findet.


    Hier habe ich absichtlich von mir in der dritten Person geschrieben. Erschien mir passender. Ich weiß, dass wurde schonmal kritisiert.;-)


    Heute war sie leider nicht da. Ich sehe sie erst nächste Woche wieder.:-( Hoffentlich stehen die Vorzeichen dann besser als diese Woche.

    @Sinistra

    Zitat

    wo liegt dein HERZBLUT


    Das ist Leidenschaft, Emotion, was Connaisseur da gemeint hat, Begeisterung, Freude, besitzt du derartige Eigenschaften?

    Ich weiß es nicht. In der letzten Zeit wohl nicht.:-(


    Ich spüre, dass mir etwas fehlt. Wahrscheinlich ist es das.

    Zitat

    Ich kann über meine Erlebnisse und Erfahrungen schreiben, habe ich in diesem Faden auch schon getan.

    Ja, stimmt!:)^ Insofern sind deine Beiträge schon eine gewisse Bereicherung!

    Zitat

    Nur was soll ich jemand anderem raten? Auf vielen Gebieten habe ich zu wenig Erfahrung um sinnvolle Hilfe bieten zu können.

    Es geht auch gar nicht um konkrete Ratschläge (obwohl es doch sicher bestimmte (Sach-)Themen gäbe, wo du dich auskennst???)


    Ich meinte es eher so im Sinne einer Abkehr von einer allzu ichbezogenen Haltung...hm, schwierig zu erklären....Eine gewisse Anteilnahme am Schicksal der anderen spürt man irgendwie kaum, ein Engagement für Mitmenschen.


    Z.B. jetzt diese Frau: Irgendwie wirkt es so, als würdest du dich gar nicht für sie als Person interessieren, sondern nur dafür, sie zu "bekommen", zu "haben" ohne eine allzu grosse Investition, also ohne viel geben zu müssen. :-/

    Zitat

    ich sag nicht, er darfs nicht tun. ist wie gesagt seine sache ...

    und ich sag nicht, er soll. ;-)

    Zitat

    also, kwak, mach. dann wissen wir, wer recht hatte


    herr koch

    mir gehts nicht ums recht haben.


    gehen wir mal einfach davon aus, die these der plauderhemmung stimmt. das heißt, er kann unabhängig von der umgebung nicht plaudern. gehen wir einfach hypothetisch mal davon aus, diese annahme stimmt.


    das bedeutet, er kann mit ihr an der uni nicht plaudern.


    das bedeutet dann auch, er kann's auch nicht im cafe.


    (nur, wenn wir annehmen, die plauderhemmungsthese stimmt. tun wir aber.)


    welche optionen hat er?


    a) er kann's gleich lassen.


    und den negativen erfahrungen, keine frau ansprechen zu können, eine weitere hinzufügen.


    b) er fragt nach einem treffen.


    sie kann ablehnen. dann ist er soweit wie unter a), hat aber die erfahrung, sich getraut zu haben, eine frau nach einem treffen zu fragen.


    c) er fragt nach einem treffen.


    und sie nimmt an. nach der plauderhemmungsthese wird das treffen ziemlich zäh verlaufen, und es wird sich keine romanze daraus entwickeln.


    dann ist er immer noch soweit wie unter a), hat aber die erfahrung sich zu fragen getraut zu haben, und die eines ersten dates. und trotzdem es ein zähes date war, ist er mit dem leben davongekommen.


    bleiben wir bei c)


    bei weiteren dates könnte die erfahrung eines ersten "schlechten" dates ihm helfen, die sache lockerer anzugehen, weil, er weiss ja nun, wie dates so ablaufen.


    dann steht er besser da als bei der ausgangssituation, wenn er diese erfahrung positiv verarbeitet.


    oder aber, die erste erfahrung eines zähen dates sieht er hauptsächlich nur negativ, und er wird eher noch mehr gehemmt sein, in zukunft frauen nach dates zu fragen, usw. wenn er diese erfahrung negativ verarbeitet.


    dann steht er etwas schlechter da als bei der ausgangsituation.


    kommen wir zu b)


    in diesem fall steht er, je nachdem wie er es aufnimmt, analog zu fall c) da, nur weniger stark ausgeprägt, also etwas besser oder geringfügiger etwas schlechter.


    ich sehe die sache optimistisch, ich glaube, er könnte sich verbessern oder verschlechtern (in bezug auf überwindung von plauderhemmungen oder selbstblockade). ich sehe die sache aber optimistisch, ich glaube, er könnte sich stärker verbessern (wenn er die erfahrungen positiv verarbeiten würde) als er sich verschlechtern würde (wenn er die erfahrungen negativ verarbeiten würde).


    von daher denke ich, erfahrungen zu machen, auch eher nicht so gute, ist eher eine chance als ein risiko.


    nun könnte es sein, das die plauderhemmungsthese nicht so ganz stimmt. in diesem fall kann er nur gewinnen.


    d) das date läuft ganz gut und halbwegs locker, aber es ergibt sich doch keine romanze.


    dann hat er die gute erfahrung eines wenigstens passablen (nur passabel, weil, wenigstens halbwegs locker, aber eben dann doch keine romanze) dates, was seinen horizont in bezug auf soziale und flirt-fähigkeiten erweitert.


    e) das date läuft ganz gut und es ergibt sich eine romanze.


    nur positive erfahrung, ziel erreicht. ;-)


    ich sehe die ganze sache eher optimistisch. ich sehe das risiko, dass einen schlechte erfahrungen etwas runterziehen können, wenn man erfahrungen hauptsächlich negativ verarbeitet. ich glaube aber, dass dieses runterziehen nur ein verhältnismäßig geringes herunterziehen sein könnte (mein optimistischer ansatz).


    dem steht aber gegenüber, dass, wenn man auch nicht ganz so gute erfahrungen positiv verarbeiten kann, man sich durch solche erfahrungen stark verbessern könnte im hinblick auf selbstbewusstsein, soziale oder flirt-fähigkeiten.


    wegen meines optimistischen ansatzes (geringes herunterziehen bei negativer verarbeitung gegenüber starkem heraufheben bei positiver verarbeitung), finde ich, dass die chancen deutlich größer sind als das risiko.


    ich sehe den möglichen gewinn (abbau von plauderhemmungen oder selbstblockaden, womöglich romanze) als größer als den möglichen verlust (geringfüge festigung von plauderhemmungen oder selbstblockade), wegen meinem optimistischen ansatz.


    ich denke, wenn man auch auf anderen gebieten dazu neigt, nicht ganz so gute erfahrungen positiv zu verarbeiten, also eher das gute darin zu sehen, sich wenigstens getraut zu haben, oder eher das gute darin zu sehen, wie weit man immerhin gekommen ist, obwohl man das ziel doch nicht ganz erreicht hat, wäre es eine überlegung wert, trotz plauderhemmungen oder selbstblockaden es einfach zu wagen.


    andererseits, wenn man auch auf anderen gebieten dazu neigt, negative erfahrungen hauptsächlich negativ zu verarbeiten, also anstatt sich darüber zu freuen, das ziel wenigstens zur hälfte erreicht zu haben, sich nur damit runterzieht, das ziel nicht vollständig erreicht zuhaben, nun, ..., ..., nun, ..., dann weiss ich auch nicht weiter. :-(


    so scheint mir also der kern des problems darin zu liegen, ob man das glas immer nur halbleer, oder nicht auch mal halbvoll sieht.


    wenn man das glas auch mal halbvoll sieht, kann man mit neuen - auch negativen (ziel nicht ganz erreicht) - erfahrungen oder erlebnissen eigentlich nur gewinnen.


    mit den immergleichen negativen erfahrungen wird man auch nur verlieren.


    sieht man das glas immer nur halbleer, kann man kann man ausschliesslich mit 100% postiven erfahrungen gewinnen.


    beste grüße

    f) er ist gehemmt, versucht die hemmung aber durch gezieltes training abzubauen. daraus ergeben sich vielleicht dates, vielleicht eine freundschaft, vielleicht eine beziehung, wer weiss. aber auf jeden fall ein schritt nach vorn.


    was kwak nicht braucht, sind noch mehr negative erfahrungen. und das ist m.e. nicht davon abhängig, wie voll oder leer man das glas sieht, sondern rein in der erfahrung begründet. mit steter ablehnung zu leben ist schon mühsam, dann find ich, sollte man sich nicht noch bewusst solche zuführen. ich denk nicht, dass ich pessimistisch bin, im moment sowieso nicht. aber ich seh nicht rosig für das vorhaben, sie jetzt zu fragen. natürlich kann ich mich irren, wär auch nicht verwunderlich. nur find ich, der einwand muss geäussert werden.

    Fiann & Kwak

    Ich persoenlich finde die Vorstellung, dass man im Forum fuer ein Gleichgewicht von Geben und Nehmen sorgen sollte, voellig abwegig. Die ganze Ratschlaegerei ist ohnehin von zweifelhaftem Wert und so einige geben anderen Ratschlaege, um sich selber von ihren eigenen Problemen abzulenken. Man sagt anderen, was man zu sagen haben glaubt, und man nimmt sich von dem, was man gesagt bekommt, das, was man selber glaubt, dass einem weiterhilft. That's it.


    Anderen keine Tipps zu geben ist genauso voellig legitim, wie aus den Ratschlaegen, die man bekommt, nur 100% das zu zu machen, was man selber will, und wenn es bedeutet, 95% davon in den Wind zu schlagen. Das vergessen immer wieder viele.


    Wer als Ratschlaeger sauer wird, weil die eigenen Ratschlaege nicht angenommen werden, hat seine Rolle verfehlt.

    @Lewian

    Zitat

    und so einige geben anderen Ratschlaege, um sich selber von ihren eigenen Problemen abzulenken.

    :-D da hab ich mich selbst ab und zu in Verdacht... ist das schlecht? Halt :-D ne, anders formuliert: Findest du das schlecht? Deine Meinung würde mich da interessieren.


    Irgendwie finde ich euer beider Beiträge gut, also Fianns und deinen dagegen. ;-D Wie verwirrend, aber ich erklär mir das mal so:


    Anteil zu nehmen hat doch damit zu tun auf Menschen zuzugehen und v.a. sich zu öffnen... Vielleicht dem öffnen für eine Beziehung gar nicht unähnlich? Emotionen zulassen, bereit sein auch Leid zu empfinden... (tatsächliches Mitleiden mag vllt nicht erstrebenswert sein, aber so vom Prinzip der emotionalen Öffnung her...?)


    sorry übrigens für mein penetrantes Schweigen in zwei bestimmten Fäden im Psychologieforum @:) ...vllt ist's dir ja wurscht als Fan der Unverbindlichkeit, aber mir halt nicht ;-)

    Lewian

    Es ging mir nicht um eigentliche Ratschläge, sondern um eine Haltung, die zum Ausdruck kommt und die vielleicht in Zusammenhang stehen könnte mit dem massiv Probleme verursachenden Verhalten ausserhalb des Forums. Ähnlich wie es S. wallisii beschrieben hat.

    Zitat

    Die ganze Ratschlaegerei ist ohnehin von zweifelhaftem Wert und so einige geben anderen Ratschlaege, um sich selber von ihren eigenen Problemen abzulenken.

    Wenn es wirklich RatSCHLÄGE sind, gebe ich dir recht. Aber ich finde, da wertest du die Arbeit der Helfenden (also auch dich selbst?) etwas zu sehr ab. Du dürftest dich ruhig mal etwas loben für deinen Einsatz!;-)

    Fiann

    Das hast du nett gesagt. Wobei ich darauf achte, streng egoistisch zu sein. Also das heisst, nur Dinge zu sagen, die ich selber Lust habe zu sagen. Dafuer muss ich mich nicht noch selber loben... Abgesehen davon glaube ich, bin ich, sind wir alle, immer eher hilfreich durch das Teilen von Erfahrungen und Gedanken, nicht durch Ratschlaege, also "mach das und das" etc. Das hat etwas mit dem Status eines Laienforums zu tun. Man kann hier sicherlich etwas zu den Problemloesungen anderer Leute beitragen (wenn diese Leute das so benutzen koennen und wollen), aber man kann nicht fuer andere entscheiden und keiner hier hat die Informationen und die Kompetenz, wirklich zu wissen, was fuer andere richtig ist.


    Spaetestens nachdem ich mein letztes Posting abgeschickt hatte, wusste ich auch, es geht dir nicht eigentlich um die Ratschlaegerei. Ich weiss schon, was du meinst. Aber ich denke, es war halt so geschrieben, dass man diesen Gedanken leicht haben koennte - und ich wollte eben auch mal sagen, es ist voellig legitim, dieses Forum zu benutzen um zu nehmen und nicht zu geben. Man schliesst hier keine Handel ab und muss nichts zurueckzahlen. Und das laesst nicht unbedingt Schluesse auf den Charakter zu.

    s. wallisii

    Nein, ich finde es keinenfalls schlecht, seine eigenen Probleme zu bearbeiten, indem man ueber anderer Leute Probleme schreibt. Mach ich auch immer wieder mal. Wobei, wie gesagt, "Ratschlaegerei" halte ich nicht fuer einen so sonderlich hilfreichen Weg.


    Wichtig finde ich, dass man sich nicht selbst darueber hinwegtaeuscht. Dass man nicht die Bearbeitung der eigenen Probleme damit vor sich selber versteckt. Dass man es also ganz bewusst auch fuer sich selber macht.


    Immer, wenn jemand wuetend ist, weil "Ratschlaege nicht angenommen werden", habe ich das Gefuehl, dieser Jemand sollte sich mal selber fragen, was in ihm selber ihn wuetend macht. Weil, dass Ratschlaege grundsaetzlich angenommen werden sollten, halte ich fuer ein grundsaetzlich verfehltes Konzept.

    s. wallisii

    Zitat

    Anteil zu nehmen hat doch damit zu tun auf Menschen zuzugehen und v.a. sich zu öffnen... Vielleicht dem öffnen für eine Beziehung gar nicht unähnlich? Emotionen zulassen, bereit sein auch Leid zu empfinden...

    Dem stimme ich schon so zu. Aber jeder kann fuer sich selber entscheiden, wie und wo er das praktiziert und wie und wo er das zeigt. Wenn Kwak der Meinung ist, er koennte dies zu zweit mit einer lieben Frau, aber nicht in Gegenwart anderer, und auch nicht im Forum, dann ist da nichts Verkehrtes dran, wenigstens so lange er sich selber richtig einschaetzt. (Ich persoenlich zum Beispiel kann viel emotionaler sein als schreiben. Das gibt's.) Ob das fuer Kwak so stimmt oder nicht kann hier keiner wissen oder aus seiner Schreibe schliessen.


    Es soll Leute geben, die haben bis vor kurzer Zeit ernsthaft geglaubt, Herrn Koch fehle die Leidenschaft... da sieht man mal...