Hi @ all


    Kann man auch eigentlich so zum physchologen gehen ohne sich vorher ne Überweisung zu holen weil auch meine Eltern zum selben Hausarzt gehen und sich gut kennen...., ich glaube das ist wirklich der letzte Weg den ich gehen kann, bevor ich nachher mit 40 da stehe und mein Leben vertan habe( was ich ja bis jetzt auch schon habe)


    Ich kann noch nicht mal mehr posivtive Gefühle empfinden, irgendwie fühle ich mich im Moment total abgestumpft gegenüber allen, auf der Arbeit nimmt mich auch keine ernst, da gibt es auch jemand in den ich mich verschossen habe aber es total unrealistisch sich da Hoffnung zu machen, vor allem da ja dann auch jeder auf der Arbeit Bescheid wüsste.......


    Ich würde ja gerne Sport machen, aber mein Arzt verbietet es mir noch immer, dadurch sitze ich jedes WE nur zu Hause rum und mache eigentlich gar nichts.....


    mfg


    Shadowmann

    Kwak, genau diese Zwanghaftigkeit ist es, die dich daran hindert, einfach ihre Nähe in der Vorlesung zu genießen. Stell dir mal vor, ihr hattet wirklich ein gutes Gespräch, aber du hast sie wieder nicht nach einem Date gefragt. Wie wäre da deine Reaktion? Und sei bitte ehrlich ...

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    Bei ihr ist es anders als in früheren Fällen in denen ich verliebt war. Früher war es eine Träumerei von mir ohne jemals wirklich einen weiteren Schritt zu planen. Irgendwie habe ich gedacht es müsse sich so ergeben. Aber jetzt weiß ich von selbst tut sich nichts. Initiative ist gefragt.

    Ja, schon. Aber du darfst nicht jede Sekunde im Voraus planen. Denn wenn es nicht 100% so läuft, wie du es dir vorgenommen hast, wirst du dich nur dafür fertig machen, aber nicht das Schöne, das Gute genießen können. Mein Eindruck von dir.

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    Der Wunsch meine Kommilitonin näher kennen zu lernen ist ein solcher Anlass. Sonst wäre ich sicher nicht bei diesem saukalten windigen Wetter in die Innenstadt obwohl ich nichtmal Handschuhe dabei hatte.

    Genau das meine ich: du handelst reaktiv, nur wenn es einen bestimmten Grund gibt. Aber nicht aktiv, weil du einfach Lust darauf hast, die Innenstadt kennen zu lernen. Weißt du - es gibt bei mir eine ganze Menge von Situationen, wo ich mich aktiv für etwas entschieden habe. So bin ich z.B. nach diversen Theaterbesuchen nicht mit der U-Bahn zurück zu meinem Auto gefahren (ich parke in der Regel in der Tiefgarage meiner Firma), sondern bewusst 30 Minuten mitten in der Nacht durch die Stadt gelaufen, um mich dort mal ein wenig umzusehen. Ich bleibe bewusst vor roten Fußgängerampeln stehen, obwohl weit und breit mitten in der Nacht kein Auto ist, weil ich es so will. Ich brauche da keinen externen Anreiz für.

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    Wenn ich jetzt den Versuch sie kennen zu lernen nicht unternehme werde ich irgendwann alt, grau und einsam sein und mir sagen hätte ich doch bloß damals im Jahr 2007... Wenn ich es versuche und es klappt nicht dann habe ich es wenigstens versucht und muss mir nicht vorwerfen untätig geblieben zu sein.

    Ja, das ist gut. Aber versuche, es locker anzugehen. Nicht so verkrampft, wie es hier immer rüberkommt.

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    Wenn ich jetzt den Versuch sie kennen zu lernen nicht unternehme werde ich irgendwann alt, grau und einsam sein und mir sagen hätte ich doch bloß damals im Jahr 2007... Wenn ich es versuche und es klappt nicht dann habe ich es wenigstens versucht und muss mir nicht vorwerfen untätig geblieben zu sein.


    Einen gewissen Optimismus gibt mir die Erfahrung, dass ich unter schwierigen Bedingungen besonders gut sein kann. Das könnte mir auch dabei helfen.


    Kwak

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    Ja, das ist gut. Aber versuche, es locker anzugehen. Nicht so verkrampft, wie es hier immer rüberkommt.


    Tortola

    Ich finde nicht, dass das verkrampft rüber kommt. Ich finde die Einstellung

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    Wenn ich es versuche und es klappt nicht dann habe ich es wenigstens versucht und muss mir nicht vorwerfen untätig geblieben zu sein.

    doch eigentlich ganz positiv. Kwak, ich wünsche Dir viel Glück dabei. Ausserdem wird das bestimmt nicht Deine letzte Chance gewesen sein. Und lass Dich nicht beirren.


    Beste Grüße

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    Da steckst du offensichtlich in einer ähnlichen Lage wie ich. Die Anwesenheit von anderen Zuhörern kann wirklich hinderlich sein.

    Stimmt schon. Das fuchst mich ein bißchen.


    Aber gestern mußte ich erstmal mit meiner gewissen Entschlossenheit Bekanntschaft machen, mußte mich noch ein wenig dazu schubsen. Und dann bin ich eben nicht so locker, weder sonderlich gesprächig noch besonders witzig oder charmant, was mir sonst ganz gut gelingt, wenn ich alles spielerisch und ungezwungen angehe.


    Naja, beim nächsten Mal ist mir die Situation mit mir in einer etwas aktiveren Rolle weniger fremd, dann bin ich auch wieder besser drauf, denk ich. Dann kann und will ich sie nochn bissel rauslocken, ein paar Ideen dazu hab ich schon :)D Und dann schau ich weiter. Ganz locker.

    Irgendwie muss ich mich doch noch mal zu Wort melden, obwohl ich davon überzeugt bin, dass es überhaupt nichts bringt :-
    Ich hatte genug Zeit um nachzudenken, wie ich hierhin gekommen bin und was ich überhaupt will. Für mich hat sich das Thema Beziehung erledigt, der Zug ist endgültig abgefahren, da kann man nichts mehr dran ändern. Das ist halt der Preis für die Naivität, die ich mit 20 an den Tag legte, anstatt alles zu vögeln versuchen was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Selbst schuld :-/


    Liebe ist und bleibt für mich nichts anderes als eine leere Worthülse, ohne irgendwelche Relevanz. Ich kann mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen, jemals wieder etwas für eine Frau empfinden zu können, was über rein körperliches Verlangen hinausgeht. Ich habe nie Liebe erlebt, nur Sehnsucht, Schmerz und Trauer. Auf diese Kehrseite der Medaille kann ich getrost verzichten. Das verschlingt nur Energie, ohne dass man etwas davon hat.


    Wenn ich ehrlich bin, wozu brauche ich eine Beziehung? Warum soll das überhaupt erstrebenswert sein? Irgendwie muss sich doch der ganze Aufwand im Vorfeld auch lohnen. Oder ists nur die biologische Bestimmung, die einen dazu zu zwingen versucht? Zum Reden hab ich doch auch einige wenige gute Freunde, also kann es nur der über eine längere Zeit garantierte Zugang zu Sex sein :-/ Ist das wirklich alles? Der ganze Dating-Kennenlern-Scheiss um vielleicht irgendwann einmal jemand zu finden und dann die Gewissheit zu haben, jeden Tag vögeln zu können? Nur deshalb bilden wir uns den ganzen Schwachsinn von "wahrer Liebe" ein? Das kann doch nicht etwa alles sein, oder doch?


    Ein Recht auf Liebe und Zuneigung gibt es nunmal nicht. Oder anders formuliert: Ein Recht darauf, jeden Tag die Traumfrau vögeln zu können. Warum mache ich mir überhaupt solche Gedanken? Warum schreibe ich das überhaupt hierhin? Nur weil ich auf der Verliererseite stehe, und es im tiefsten Inneren doch nicht akzeptieren will? Ich mache mir ja schliesslich auch keine Gedanken drüber, warum ich körperlich gesund bin. Hätte ich Krebs, würde ich mir Gedanken machen, warum es ausgerechnet mich trifft. Aber ich bin nicht davon betroffen, somit ists für mich kein Thema. Warum können wir nicht akzeptieren, dass es eine Gerechtigkeit im Leben nicht gibt? Glücklich und gesund zu sein, hat nunmal nichts mit Leistung zu tun, es ist doch nur Zufall, auf welcher Seite wir stehen.


    Wenn ich mir meine letzten drei Körbe anschaue, so kann ich bei mir keinen Fehler entdecken. Es gibt keinen Grund, warum die Frauen auf ein Date verzichtet haben. Sie wären alle zu haben gewesen, bei zweien war ich ganz sicher. Aber es ärgert mich trotzdem. Warum denn eigentlich? Weil ich mir einbilde, dass jeder andere Typ zumindest mit zweien wenigstens ein Date gehabt hätte? Oder weil es den meisten um mich herum gelingt, meist in einer Beziehung zu leben? Weil ich es aus diesem Grund ungerecht empfinde?


    Ich würd jetzt nicht behaupten, dass ich nicht auf Menschen zugehen kann. Meine Erfahrungen sagen mir da etwas anderes, jedenfalls was das Klettern angeht. Nur sobald es um den ganzen Dating-Mist geht, klemmt plötzlich etwas. Es ist wie ein hoher Zaun zwischen mir und dem Rest der Welt. Nicht weil ich nicht wüsste, wie es funktioniert. Darüber wurde hier genug geschrieben. Es ist vielmehr die fehlende Vorstellung, dass sich eine Frau für mich auch nur im Ansatz interessieren könnte. Wenn ich entsprechende Signale erkennen würde - bei anderen fallen mir die ab und zu durchaus auf - so könnte ich das überhaupt nicht ernst nehmen. Weil es nicht sein kann, oder weil es nicht sein darf? Es ist wie ein Leben in zwei Welten - das Berufs- und Freizeitleben, wo ich mich verankert und zugehörig fühle und dann der ganze Aspekt der Beziehungen, wo ich nicht dazugehöre, wo ich es förmlich spüre, dass ich auf dieser Ebene ausgeschlossen bin. Hier stehe ich immer am Rand, ausserhalb des Geschehens, jeder Versuch am Spiel teilzunehmen schlug fehl.


    Wenn die Erkenntnis der Sinnlosigkeit schon da ist, warum fällt es denn so schwer, dies zu akzeptieren? Nur weil es irgendwelche biologischen Mechanismen im mir gibt, die mir das Gegenteil weismachen wollen? Warum lassen mir diese Mechanismen keine Ruhe? Sie sind doch nur wie ein Schatten, der sich über alle schönen Erlebnisse im Leben zu legen versucht. Warum? Ich weiss doch eigentlich gar nicht, was ich mit einer Beziehung anfangen sollte. Ich weiss was ich mit einer nackten Frau in meinem Bett anstellen kann, aber mehr? Wie soll das jemals funktionieren können, nach all den Zurückweisungen? Und warum sollte sich eine Frau überhaupt sowas antun? Es gibt genügend andere Männer, die wissen wie sie es ihr richtig besorgen müssen, wie eine Beziehung zu führen ist. Meine Welt ist das nicht.


    Muss ich deshalb unglücklich sein? Nein. Das Leben hält genug anderes bereit, um dessen es sich lohnt zu leben. Meine Stärken liegen nunmal nicht im zwischenmenschlichen Bereich, aber ich habe eine wunderbare Spielwiese vor der Haustür, die zu entdecken ist. Jeder Tag in den Bergen lässt mich ein neues Wunder entdecken. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Frau dabei ist oder nicht. Es zählt allein der Moment, in dem mir die Natur Dinge zeigt, die anderen verborgen bleiben. Diese Momente gehören mir allein. Nur eines macht mir Angst. Was werde ich tun, wenn ich eines Tages nicht mehr in die Berge gehen kann, wenn es der Körper nicht mehr erlaubt? Dann wäre der stärkste Stützpfeiler in meinem Leben verloren. Was dann? Ich will mir diese Leere gar nicht erst vorstellen :-/


    Nur so nebenbei, ich hab nun den Beweis für das Murphy'sche Axiom ;-D Ex-Sternchen (also die vor zwei Jahren) ist jetzt mit einem Bürokollegen zusammen... Nun, schlimm ist das eigentlich nicht, sondern schön, jedenfalls für die beiden. Ich bin aber etwas erstaunt, dass es mich überhaupt nicht berührt. Warum ist das so? Müsste ich nicht zutiefst frustriert sein ob dieser Tatsache? Warum macht sich bei mir nur Gleichgültigkeit breit? Weil ich mir nun klargeworden bin darüber, dass sich die Beziehungswelt ausserhalb von meinem Einflussbereich abspielt und dass es so gut ist?


    Nur, warum schaffe ich es auf der anderen Seite aber nicht, mich an Örtlichkeiten aufzuhalten wo eine reale Chance besteht, dass mal eine Frau für eine Nacht die Beine breitmacht? Und damit meine ich jetzt kein Puff... Auf der anderen Seite stellt sich berechtigterweise doch die Frage, warum ich denn nicht in ein Puff gehen will, wenn ich Sex möchte aber gleichzeitg keiner Frau mehr über den Weg traue :- Ich weiss es nicht. An sich wär es doch wirklich am einfachsten und vor allem jederzeit verfügbar. Ich mein, ich seh in meinem Umfeld ja keine Frau, die für sowas zu haben wäre... Warum aber dann die Hemmungen? In sich ist das doch gar nicht logisch, einerseits das Bedürfnis nach Sex, andererseits die Unmöglichkeit einer Beziehung und das gleichzeitige Ausschliessen eines Puffbesuchs. Das macht doch keinen Sinn :-/


    Was noch bleibt, ist überhaupt den Sinn dieses Textes zu begreifen. Ich hab weder etwas getrunken, noch bin ich auf Drogen, aber ich weiss es selbst nicht :-

    Zitat

    Stell dir mal vor, ihr hattet wirklich ein gutes Gespräch, aber du hast sie wieder nicht nach einem Date gefragt. Wie wäre da deine Reaktion? Und sei bitte ehrlich ...

    Wir hatten 2mal ein gutes Gespräch. Es war nicht sehr lang aber trotzdem schön. Dadurch ist bei mir der Wunsch entstanden sie näher kennen zu lernen. Deswegen meine Überlegung welcher Schritt der nächste sein soll.


    Wenn ich sie nächste Woche wiedersehe hoffe ich,dass wir uns wieder gut unterhalten, vielleicht etwas länger als zuvor. Ich muss sie nicht zwingend bei dieser Gelegenheit nach einem Treffen fragen. Je nach dem wie es sich ergibt. Ich will es nicht falsch machen indem ich es zu erzwingen versuche.


    Wichtig ist, dass mir unsere nächste Begegnung ein positives Gefühl gibt. Ich will mich mit ihr außerhalb der Uni treffen. Aber ob ich sie nächste Woche oder erst übernächste Woche danach frage ist weniger wichtig.

    Hallo der-bergsteiger,


    ich glaube, ich kann das, was Du geschrieben hast, gut nachvollziehen.


    Ich habe auch keine Lust mehr auf Dating-Geschichten. Ich finde das auch nur ermüdend. Im Gegensatz zu Dir habe ich aber auch keinerlei körperliches Verlangen mehr.


    Ich denke auch, ich werde für immer allein bleiben. Ich glaube nicht, dass sich nochmal eine Frau für mich interessieren könnte. Und wenn doch, dann würde sie, sobald sie mich kennen gelernt hat, sicher nichts mehr von mir wissen wollen, weil ich schon zu komisch oder kauzig geworden bin. Und auch kein körperliches Verlangen mehr habe. Was sollte eine Frau denn da schon mit mir anfangen wollen?


    Und andererseits kann ich mir eine Beziehung auch gar nicht mehr vorstellen. Ich wüsste gar nicht, wie ich mich in einer Beziehung verhalten sollte. Ich habe mich schon zu sehr an meine Einsamkeit gewöhnt. Das tut mir gar nicht mehr weh.


    Ich fühle mich aber auch nicht verzweifelt. Es ist eher eine Art leicht traurige Gleichgültigkeit. Es stört mich gar nicht mehr, dass ich meine Wochenenden immer einsam verbringe. Ich habe auch keine Lust mehr, abends auszugehen.


    Lust darauf, Freundschaften zu pflegen habe ich auch keine mehr. Ich zwinge mich aber immer mal wieder dazu, ein Email zu schicken oder mal anzurufen. Obwohl ich in dieser Zeit nicht wirklich Lust dazu habe, und eigentlich lieber allein bin. Aber meine Meinung könnte sich ja in der Zukunft mal ändern, und dann wäre es schade, hätte ich dann alle Freunde vergrault.


    Im Gegensatz zu dir habe ich aber auch nichts mehr, für das ich eine Leidenschaft verspüre, so wie Du fürs Bergsteigen.


    Vor vielen Jahren hatte ich mal 2 kurze und problematische Beziehungen. Manchmal denke ich daran zurück und rufe mir die schöne Dinge daraus ins Bewusstsein zurück. Dann wünsche ich mir schon mal, ich hätte jemand, der mich in die Arme nimmt. Und manchmal kommt es mir so unwirklich vor, dass ich glaube, ich hätte mir das nur eingebildet. Es kommt mir so vor, als hätte sich damals eine Tür aufgetan, ich hätte hineingesehen, und dann ist die Tür wieder ins Schloß gefallen und ist nun fest verschlossen.


    Manchmal denke ich, es ist eine lächerliche Verschwendung von Resourcen, dass ich lebe.


    Ich denke, ich sehe so mittelmäßig gutaussehen oder schlechtaussehend aus, so durchschnitllich wie alle. Ich bin ohne großartigen gesundheitlichen Probleme, habe auch Arbeit gefunden. Aber wozu das ganze, wenn ich keine wirkliche Freude am Leben haben, wenn ich keine Frau glücklich machen kann, oder wenigstens meiner Familie oder Freunden Freude geben kann? Wenn ich durch die Stadt gehe oder einkaufe, sehe ich manchmal Menschen im Rollstuhl, verkrüppelte junge Männer, die sich an Krücken bewegen müssen. Dann bin ich einerseits froh, dass mir dieses Schicksal erspart geblieben ist, und andererseits denke ich, wie ungerecht das Leben doch ist! Das sind Menschen, die vieleicht gerne etwas aus ihrem Leben machen, die sich daran freuen, zu leben. Wie ungerecht ist es, dass sie nicht gesund sind! Und wie ungerecht, dass ich, der nichts aus seinem Leben macht, gesund bin und alles vergeude! Es wäre doch besser, wenn ich an deren Stelle krank und verkrüppelt wäre und sie stattdessen gesund.


    Beste Grüße

    @Bergsteiger

    Hier zu schreiben bringt zum einen schonmal seinen Frust loszulassen, somit ist es doch nicht ganz so schlecht. ;-)


    Ob man eine Beziehung braucht ist eine gute Frage. Man muss auch für sich selbst definieren, wie oder was am als Beziehung sieht. Ich denke da gibt es tausend Möglichkeiten. Wenn man für sich die "richtige" Art der Beziehung gefunden hat, dann ist es mit Sicherheit eine Bereicherung.


    Hab ich das richtig verstanden? Die Frauen wollten kein Date mit dir? Dann sei doch froh, sie waren eh nicht die richtigen und somit hast dir schon die Zeit gespart. ;-)


    Du hast ein gutes Hobby -> Klettern. Dann mach das und mach evtl. noch was anderes. Nicht suchen, Freude am Leben haben, die Augen offen halten, aber nicht suchen. Die Richtige ist oft plötzlich da, vorher hätte sie vielleicht einfach nicht gepasst.


    Und ja, das Wichtigste im Leben ist gesund zu sein, denn dann kannst du im Prinzip alles, wirklich alles machen was du (wirklich) willst.


    Ich hab die Sache mit der "klassischen" Beziehung längst aufgegeben. Na und? Geht's mir deshalb schlechter? Ich würde sagen nein. Es geht mir viel besser. :-) Viele die eine Beziehung haben sind deshalb nicht glücklich, glaube es sind sehr wenige.

    @ jens70

    tut mir leid, ich glaub dir kein wort.


    okay, ich habe nicht alles von dir gelesen, aber es jemand sooooooo egal ist ob er eine freundin findet oder nicht, dann postet er nicht seitenlange texte zu dem thema.


    junge, hör mal auf dir selbst in die tasche zu lügen!


    logisch, jeder hat mal die phase der resignation, aber die wenigsten halten es auf dauer durch.


    wenn du wirklich aufgegeben haben solltest, warum postet du dann hier seitenlang?


    ich glaub dir kein wort.


    und wenn es doch stimmen sollte...


    tja, dann viel spaß mit deinem selbstmitleid.


    :=o

    jens

    Ich war in der letzten Zeit mit zwei Todesfällen im Bekanntenkreis konfrontiert, die zeigen, dass vieles, was wir als so selbstverständlich ansehen, eben nicht selbstverständlich ist. Es ist nunmal nicht so, dass jeder 85 Jahre alt wird. Es ist auch nicht so, dass jeder mit 25 schon mit 10 verschiedenen Leuten im Bett war. Aber jede Abweichung von diesem Idealbild wird schonmal schräg angeschaut.


    Ich merks ja schon bei den ewigen Diskussionen um die Gefährlichkeit des Bergsteigens. Wär ich jeden Freitag und Samstag in der Disco und würde jeweils halb betrunken nach Hause fahren und mich von ONS zu ONS hangeln, so würds keinem auffallen, sowas gilt ja eigentlich als "normal". Strassenverkehr darf ja per se nicht gefährlich sein, sonst müssten viele ihr Verhalten überdenken...


    Was ist denn überhaupt der Normalfall? Mit 25 heiraten, dann das erste Kind, ein eigenes Haus, mit 35 die Scheidung (bei Raten um 40% ist das wohl schon als normal anzunehmen)... Ist das wirklich erstrebenswert, wie es einem überall weisgemacht wird? Das ganze am besten noch gepaart mit einer 60-Stunden Arbeitswoche, damit man dann für den Ruhestand mehr Geld hat, den man aber nicht erlebt, weil man mit 45 den ersten Herzinfarkt hat...

    Zitat

    Ich habe mich schon zu sehr an meine Einsamkeit gewöhnt. Das tut mir gar nicht mehr weh.


    Ich fühle mich aber auch nicht verzweifelt. Es ist eher eine Art leicht traurige Gleichgültigkeit. Es stört mich gar nicht mehr, dass ich meine Wochenenden immer einsam verbringe. Ich habe auch keine Lust mehr, abends auszugehen.

    Nun, man muss nicht einsam sein, nur weil man keine Beziehung hat. Irgendwie kann ich nicht einsam sein, alleine fühle ich mich nicht wohl. Aber auch das ist wiederum eine Definitionsfrage. Bin ich in der Kletterhalle einsam, obwohl ich alleine zum Bouldern hingegangen bin und oft die gleichen Leute sehe? Nein, ich habe nicht den Eindruck, dass das so ist. Und Ausgehen, naja, das ist definitiv nicht meine Welt... Was sollte ich da tun? Mich betrinken, frustriert alleine nach Hause gehen während die anderen alle Frauen abschleppen? Da geh ich lieber früher schlafen und am nächsten Morgen auf den Berg wo ich einen schönen Sonnenaufgang geniessen kann (während sich andere das Hirn rausvögeln...).


    Holabiene

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    Nicht suchen, Freude am Leben haben, die Augen offen halten, aber nicht suchen. Die Richtige ist oft plötzlich da, vorher hätte sie vielleicht einfach nicht gepasst.

    Das ist eben genau das, was bei mir nicht mehr funktioniert. Wenn ich nichtmal zu einem ersten Date komme, nichtmal ein Kuss drinliegt, da schliessen sich irgendwann einmal die Augen. Da können noch so viele Frauen daherkommen, ich werde keine davon jemals ernst nehmen können, jedenfalls nicht als potentielle Lebenspartnerin. Da wird jede Frau dem Vorwurf ausgesetzt sein, sie wolle nur ihren Marktwert testen. Wie schon gesagt, dieser Zug ist abgefahren, da ist zu viel kaputtgemacht worden.


    Das schliesst ja auf der anderen Seite aber nicht aus, dass man glücklich ist. Es gibt genug Berge, denen ich noch keinen Besuch abgestattet habe. Allein und offene Augen und gleichzeitig glücklich, das alles zusammen passt für mich nicht.

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    Ich hab die Sache mit der "klassischen" Beziehung längst aufgegeben. Na und? Geht's mir deshalb schlechter?

    Irgendwie muss man ja zu Sex kommen, das ist doch das einzige Problem ;-) Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, eine Beziehung zu führen. Plötzlich gebunden zu sein, Kompromisse in der Freizeitgestaltung eingehen zu müssen. Dazu bin ich jetzt viel zu lange allein. Was ich brauche, ist eine Frau, die ab und zu die Beine breitmacht, wo der Sex für beide stimmt, und danach jeder wieder seinen Weg geht. Mehr an Verbindlichkeit will ich mir gar nicht mehr vorstellen. Begriffe wie Vertrauen und Treue sind für mich nichts anderes als leere Worthülsen. Auf der anderen Seite muss ich aber irgendwie in der Lage sein, die Frau in mein Bett zu kriegen, und da siehts auch nicht rosig aus :-/

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    Da geh ich lieber früher schlafen und am nächsten Morgen auf den Berg wo ich einen schönen Sonnenaufgang geniessen kann (während sich andere das Hirn rausvögeln...).

    natürlich kann man niemand sein leben vorschreiben und jeder sollte glücklich werden wie er es denkt.


    aber nicht jeder vögelt sich auch das gehirn raus, sondern schläft verlíebt arm in arm mit seiner liebsten, schläft mit ihr ein und wach mit ihr auf und das ist wunderschön!


    "sch... auf sex!"


    okay, bin gerade auch wieder solo und hab die erfahrung im gegensatz zu euch gemacht, aber wenn ihr das auch mal kennen lernt (was ich euch wünsche), dann würdet ihr solche texte nicht schreiben, sondern alles daran setzen um das wieder zu bekommen.

    @Bergsteiger

    Jetzt musste ich doch grinsen (beim letzten Absatz).


    In einer Beziehung muss man wahrscheinlich immer (kleine) Kompromisse machen. Das muss aber ja nicht unbedingt schlimm sein.


    Wenn man den/die Passende(n) hat, kann es sehr wohl gut laufen ohne sich groß verbiegen zu müssen. Liegt dann einfach daran, dass man selbe Ansichten von der Lebensgestaltung/Partnerschaft hat.


    Wenn du nur jemanden zum SEx suchst ist das deine Sache, finde ich aber schade, weil da viel auf der Strecke bleibt. Trotzdem, auch so eine "Partnerin" sollte zu finden sein. Eine Frau, die eben nicht mehr will, gibt ja auch einige, die von Partnerschaft die Nase voll haben.


    Wichtig finde ich auch, auf Menschen ohne Vorbehalte zuzugehen, denn nicht jeder ist so wie eben die große Allgemeinheit.

    >

    der-bergsteiger schrieb:

    Auf der anderen Seite stellt sich berechtigterweise doch die Frage, warum ich denn nicht in ein Puff gehen will, wenn ich Sex möchte aber gleichzeitig keiner Frau mehr über den Weg traue Ich weiss es nicht.


    In sich ist das doch gar nicht logisch, einerseits das Bedürfnis nach Sex, andererseits die Unmöglichkeit einer Beziehung und das gleichzeitige Ausschliessen eines Puffbesuchs. Das macht doch keinen Sinn

    Wenn ich Deine Texte so lese, finde ich das in sich sehr logisch.


    Du gehst nicht in den Puff, weil der reine Sex nicht das ist was Du wirklich willst.


    Und eine Beziehung erscheint deshalb unmöglich, weil Du wohl Deine Verletzungen und Enttäuschungen noch nicht verarbeiten und loslassen konntest.

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    Ich habe nie Liebe erlebt, nur Sehnsucht, Schmerz und Trauer.

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    Wie schon gesagt, dieser Zug ist abgefahren, da ist zu viel kaputtgemacht worden.

    Solange Du diese Gedanken und Gefühle nicht loslassen kannst oder willst, ist es in der Tat schwer, sich auf eine vertrauensvolle Beziehung einzulassen. Aber wenn dieser Zug abgefahren ist,


    dann nimm doch einfach den nächsten. In manchen Städten fahren die sogar im 3 Minuten Takt.

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    Auf diese Kehrseite der Medaille kann ich getrost verzichten.

    Dreh die Medaille doch mal um. Vielleicht sieht die andere Seite ja viel schöner aus. So schwer kann das doch nicht sein, eine Medaille umzudrehen. :-)

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    Liebe ist und bleibt für mich nichts anderes als eine leere Worthülse, ohne irgendwelche Relevanz.


    Begriffe wie Vertrauen und Treue sind für mich nichts anderes als leere Worthülsen.

    Wenn das für Dich so ist, dann fehlt Dir ja nichts relevantes.


    Außer ein paar leere Worthülsen.;-)