"Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” Reinhold Niebuhr

    @ smile-4-me

    Zitat

    das isolierte triebgesteuerte, in dem es nur darum geht die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen

    Sorry, aber da haben wir beide wohl grundverschiedene Meinungen. Du redest mir zuviel ideelle, theoretische Sachen. ...und was "die Gesellschaft" mit meinem JM-Problem zu tun hat versteh ich auch nicht. ICH habe ein Bedürfnis nicht die Allgemeinheit. Ich bin jetzt fast 25, stehe in der Blüte meine Lebens- dieses einen Lebens was ich habe und nicht wiederholen kann. Ich habe gar nicht den Anspruch die Gesellschaft zu verändern oder ein besserer Mensch zu sein als andere. Ich lebe im Hier und Jetzt und möchte Teil dieser Gesellschaft sein! Das kann man sich nicht den sexuellen Reizen des Alltags entziehen- das stimmt leider! Aber machen wir uns mal nichts vor: Falls mir eines Tages mal die richtige über den Weg läuft, wird sie die erste Frau sein, mit der ich Sex haben werde. Da werd ich mich eh schon wie ein Idiot anstellen. Warum soll ich denn diesen Druck vorm ersten Mal nicht in einem rein mechanischen Akt abbauen um zu wissen, wie es sich anfühlt (eventuelle enttäuscht, weil man sich mehr erhofft hat). Die romantisierende Fantasie vom ersten Mal mit der großen Liebe hatte ich vielleicht noch mit 18 oder 19.


    Versteh mich nicht falsch, du hast vollkommen recht und ich stimme dir in fast allen Punkten zu nur: wir gehen von zwei verschiedenen Situationen aus: im übertragenen Sinne überlegst du kraft deines guten Einkommens grad auf Bio-Essen umzusteigen und ich der Obdachlose, der vor der Suppenküche ansteht ist froh, wenn er überhaupt was zu essen bekommt!

    @ Duke_Raul

    Zitat

    Ich finde alleine schon die Tatsache, dass es sowas gibt schade.

    Ich hoffe nicht, dass du das so allgemein stehen lassen willst? Ich glaube (das mein ich ganz ernst), dass Prostituierte eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe haben. Es gibt nunmal viele Männer, die eine normale Beziehung nicht (mehr) gebacken bekommen, dennoch aber nicht ihren natürlichen Trieb verleugnen können. Man stelle sich vor wieviel mehr Vergewaltigungen es gebe, wenn die Option zu einer Prostituierten zu gehen nicht mehr bestände! :-/

    Zitat

    Es gibt nunmal viele Männer, die eine normale Beziehung nicht (mehr) gebacken bekommen, dennoch aber nicht ihren natürlichen Trieb verleugnen können. Man stelle sich vor wieviel mehr Vergewaltigungen es gebe, wenn die Option zu einer Prostituierten zu gehen nicht mehr bestände! :-/

    Naja wie würdest du dir ein Leben als "Prostituierter" vorstellen? Also wenn ich die Wahl hätte zwischen Prostituierter und Bahnhofsklo sauber machen, glaub mir ich würde nicht lange überleben. Meine Ehre ich würde sogar mit der Hand putzen. Mag sein, dass meine Sicht einseitig ist und dass es einer normalen Prostituierten eigentlich ganz gut geht- aber oft kommt mir dabei ein übler Beigeschmack weil in dem Zusammenhang meist auch noch andere dubiose Kreise gehören.

    @ Duke-Raul

    Zitat

    Danke, du hast das Hauptproblem verstanden. Das könnte auch von mir sein. Du scheinst ein wacher Geist zu sein, im Gegensatz zu den 95,35% der Republik

    |-o Danke, ich bin froh, dass du verstanden hast, was ich mit diesen Zusammenhängen meinte@:) Kam mir gerade doch etwas einsam vor mit meiner Ansicht;-D

    @ Cabana

    Zitat

    Du redest mir zuviel ideelle, theoretische Sachen. ...und was "die Gesellschaft" mit meinem JM-Problem zu tun hat versteh ich auch nicht.

    Ja, in der heutigen Welt mag der eigentliche gottgegebene Normalzustand "ideell" erscheinen. Ich hab das, was du jetzt erlebst, selbst "durchgemacht", ich sags mal so. Und ich hab auch die Entscheidung durchgemacht, ficken aus Geilheit und Sympathie aber ohne Liebe. Ich will dir ja gar nicht sagen, dass du es lassen sollst. Wie s.wallisii weiter oben schon sagte, diese Erfahrung muss jeder selber machen. Ich kann dir nur sagen, dass es keinen Wert hat, vielleicht kommst du zu einer anderen Überzeugung, was ich allerdings nicht glaube.


    Und was das mit der Gesellschaft zu tun hat...wie ich weiter oben schon sagte, sieh dir an was der Fokus auf Sex und das gesellschaftliche und permanente Pushen dieses Bedürfnisses aus der Menschheit gemacht haben. Und wie wenig wert Sexualität zwischen zwei Menschen im Grunde noch ist. Das wozu es eigentlich geschaffen ist (und ich rede jetzt nicht primär von Fortpflanzung) ist zum Großteil schon verloren gegangen. Die Leute glauben, dass vom Ficken ihr Leben besser wird, dass sie sich besser fühlen, wenn sie Sexualität wie etwas x-beliebiges konsumieren. Aber vielleicht kannst du es besser verstehen, wenn du es selbst hinter dir hast. Würde die Menschheit soviel Energie in Nächstenliebe und gute zwischenmenschliche Beziehungen stecken wie in das Thema Sex, Pornos, Seitensprünge, Beziehungs-Hopping und anderes, dann wäre diese Welt ein besserer Ort:-p

    Zitat

    Man stelle sich vor wieviel mehr Vergewaltigungen es gebe, wenn die Option zu einer Prostituierten zu gehen nicht mehr bestände!

    Und was ist die Ursache dafür? Sexualität ist zweifelsohne eine starke Kraft in einem Menschen und auch eine fordernde Kraft. Aber es ist nicht so, dass wir dem auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Es kommt auch auf die Einstellung an, die man zu dem Thema hat und wie hoch man das für sich selbst bewertet. Armes Deutschland kann ich nur sagen, wenn wir ohne Prostituierte eine Vergewaltigungswelle hätten...DAS sind unter anderem die gesellschaftlichen Auswirkungen von dem überhohen Stellenwert von Sex in der Gesellschaft die ich meinte! Es gibt eben doch einiges, das uns von Tieren unterscheidet, auch wenn das mehr und mehr verloren zu gehen scheint.

    Zitat

    Armes Deutschland kann ich nur sagen, wenn wir ohne Prostituierte eine Vergewaltigungswelle hätten

    Ich möchte diese Aussage nicht nur auf Deutschland oder das Jahr 2009 beschränken. Das ist woanders genauso.

    Zitat

    wie ich weiter oben schon sagte, sieh dir an was der Fokus auf Sex und das gesellschaftliche und permanente Pushen dieses Bedürfnisses aus der Menschheit gemacht haben. Und wie wenig wert Sexualität zwischen zwei Menschen im Grunde noch ist. Das wozu es eigentlich geschaffen ist (und ich rede jetzt nicht primär von Fortpflanzung) ist zum Großteil schon verloren gegangen.

    Früher war es eine Besonderheit wenn man sich im Film geküsst oder Haut gezeigt hat, heute ist Sex dochschon völlig normal. Jetzt kann man sich fragen ob das abstumpft? Ich denke ja, denn früher hat man sowas nur intim erfahren, es war etwas besonderes. Und vielleicht ist das auch der Grund dafür, dass es heutzutage mehr Singles denn je gibt. Denn das ist ja auch ein seltsames Phänomen was früher in den 50er Jahren nicht so häufig auftrat. Spätestens mit 22,23 war man verheiratet. Gut damals waren die Umstände auch anders, das Leben war nicht so "leicht" wie heute. Natürlich nur eine Spekulation. :-)

    Mit dem lieben Gott hat das nix zu tun (für mich als Atheist jedenfalls). Was ist bitte normaler als der Fortpflanzungsakt von Lebewesen? Grade deswegen ist es doch so bedrückend in unserem Alter noch keinen Sex gehabt zu haben. Wenn es um Extremsport ginge, wär das ja kein Beinbruch...

    Ich glaube wir reden aneinander vorbei. Jedenfalls hab ich eine andere Vorstellung davon. Ich meinte eigentlich eher ob es jetzt gut ist, dass Sex völlig "normal" ist oder dass es wie frühe noch eine geschlossene, besondere Sache war worüber man geheimnisvoll geredet hat. Was man unbedingt testen musste, erleben musste. Heute hast du 24 h Sex., es ist halt "völlig normal". Leider

    @ smile-4-me

    Ich finde du bringst zu viele Dinge miteinander in Verbindung.


    Ich stimme dir zu, dass vieles auf dieser Welt nicht so ist wie es sein sollte. Von der sogenennaten Gesellschaft halte ich sehr wenig. Dieses Zitat von Albert Einstein sagt alles dazu: "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."


    Zum Thema Prostitution:


    Ich bin ins Bordell gegangen um mein JM-Sein zu beenden und bin froh darüber diesen Weg gewählt zu haben.Für mich war es die richtige Entscheidung. Ich habe lange gezögert diesen Schritt zu gehen. Manchmal denke ich ich hätte mich früher dazu entschließen sollen.


    Sicher ist es nicht so schön wie in einer Beziehung bei der Liebe im Spiel ist. Aber es ist 100mal besser als nichts. Seitdem ich kein JM mehr bin gab es noch ein par weitere Bordellbesuche und es werden in Zukunft noch einige folgen. Ich sehe das nicht als Ideallösung an aber eine bessere Alternative habe ich nicht zur Verfügung.


    Ich denke auch, dass Prostitution existieren muss. Es gab sie schon immer. Sie scheint in der menschlichen Natur zu liegen. Die Frage ist wie die Gesellschaft damit umgeht. Alle Versuche sie zu verbieten sind gescheitert und haben alles nur verschlechtert.

    @ Duke-Raul

    Zitat

    Jetzt kann man sich fragen ob das abstumpft? Ich denke ja, denn früher hat man sowas nur intim erfahren, es war etwas besonderes.

    Ich denke auch, dass da ein Grat völlig überschritten wurde. Dass Sexualität früher nur hinter vorgehaltener Hand praktiziert wurde halte ich für genauso falsch wie das, was heutzutage diesbezüglich passiert. Die völlige Ent-Tabuisierung der Thematik in der Öffentlichkeit und damit wird einem fälschlicherweise suggeriert, dass das hemmungslose Ausleben seiner sexuellen Fantasien und Bedürfnisse das Leben besser macht, dass man frei ist sich das zu nehmen, was man angeblich braucht etc. Ich sehe im Grunde ständig nur gefangene Menschen. Menschen die besessen sind von dem Ausleben ihrer Sexualität, die ihre eigenen Beziehungen zerstören, weil ihre Frau ihnen keinen blasen will (weil in den Pornos machen das ja alle so suuuper gern) und Frauen die ihre Männer verlassen, weil er nicht vögeln kann wie ein junger Hengst (und das ist in den Pornos ja das normalste von der Welt).


    Und dazu wirft sich für mich auch die Frage auf, wo ist die Erotik heutzutage? Wo gibt es das noch, dieses Knistern beim Anblick eines angezogenen Menschen? Die meisten sind doch schon völlig fixiert auf nackte Haut, der Reiz muss immer größer, immer deutlich sichtbarer, immer "nackter" werden, damit überhaupt noch was passiert. Das was da diesbezüglich in der Welt abgeht zerstört dieses besondere Spiel zwischen zwei Menschen, hinsichtlich der Erotik und auch hinsichtlich des tatsächlichen Aktes. Wo ist das Spielerische, wo ist das Geheimnisvolle, wo ist es hin, dass man sich danach verzehrt jemanden zu berühren oder von ihm berührt zu werden...heute fliegen die Klamotten gleich beim ersten Date, es gibt keine wirkliche Spannung mehr und die meisten sind auch nicht mehr in der Lage dazu Spannung über einen längeren Zeitraum aufzubauen oder zu erhalten.

    @ :)

    @ cabana

    Zitat

    Es ist ja auch das normalste der Welt!

    Ich glaube du hast Duke da falsch verstanden. Der Akt an sich und auch der Wunsch nach Sexualität sind was völlig normales, da gebe ich dir Recht. Aber es verliert zunehmend seine Sinnlichkeit, die Erotik, das Verlangen das entsteht, wenn man sich nicht sofort jedem x-beliebigen hingibt. Es wird wertlos und verkommt zu einem reinen Akt der Befriedigung egoistischer Bedürfnisse und das wirkt sich auf die Qualität und auf den Tiefgang aus. Sex wird immer belangloser, weil er immer gleichgültiger praktiziert wird.

    Zitat

    Grade deswegen ist es doch so bedrückend in unserem Alter noch keinen Sex gehabt zu haben.

    Das kann ich auch gut verstehen. Aber für mich wäre viel bedrückender so einen wertvollen Akt einfach mit jemandem zu teilen, dem ich absolut bedeutungslos bin und wo es wirklich nur um "Rein-Raus-Puh-ich-hab-es-endlich-hinter-mir" geht. Sollte man sich nicht lieber fragen woran der Aufbau einer Liebesbeziehung scheitert? Nicht als Vorwurf gemeint oder sonstiges.

    Zitat

    Was ist bitte normaler als der Fortpflanzungsakt von Lebewesen?

    Ja, dem ist wohl so. Und heutzutage ist es auch -leider- normal geworden, den mit jedem zu teilen und wenn es dabei beispielsweise zu unerwünschter Fortpflanzung kommt, dann wird das was da entstehen könnte meistens abgetrieben...weil, man kennt sich ja vielleicht gerade mal beim Vornamen und hat eine Nacht miteinander verbracht und dann ein Kind, na das geht ja mal gar nicht.

    @ kwak

    Ja, ich setze natürlich Dinge miteinander in Zusammenhang, weil diese Zusammenhänge einfach da sind. Den Spruch von Einstein finde ich übrigens auch sehr genial, weil er absolut wahr ist. Die Dummheit der Menschen ist grenzenlos, ohne Zweifel;-D

    Zitat

    Ich bin ins Bordell gegangen um mein JM-Sein zu beenden und bin froh darüber diesen Weg gewählt zu haben.Für mich war es die richtige Entscheidung. Ich habe lange gezögert diesen Schritt zu gehen. Manchmal denke ich ich hätte mich früher dazu entschließen sollen.

    Wie gesagt, es ist nicht so, dass ich solche Entschlüsse nicht nachvollziehen könnte. Aber ich sehe darin einfach eine große Gefahr, für jeden persönlich und letztlich auch für die Gesellschaft. So etwas ist doch letztlich auch Ausdruck vom Gefühl der eigenen Wertlosigkeit. Dass man glaubt es nicht wert zu sein von einem gegengeschlechtlichen Menschen geliebt, geachtet und begehrt zu sein. Und in dem man diese Schritte dann geht manifestiert sich sowas doch. Mit jedem Mal Bordell setzt man sich weniger mit seinen eigenen -teils auch nur so empfundenen- Unzulänglichkeiten auseinander. Man gibt sich mit dem zufrieden was man hat, auch wenn es nur ein fauler Kompromiss ist und man wenigstens ein Bedürfnis ansatzweise befriedigt sieht.


    Ich kann das alles schlecht in Worte fassen. Ich verurteile das nicht, dass du dich so entschieden hast. Allerdings sehe ich da einfach die Gefahr, dass du dort stehenbleibst und das was du dir eigentlich wünschst gewissermaßen aufgibst. Und vielleicht würde eine Therapie für dich dazu gehören, um Steine aus dem Weg zu schaffen, die dich daran hindern den Weg zu gehen, den du dir eigentlich wünschst. Aber das sind Dinge, die man dann nur allzu leicht umgeht, weil man eben so ein kleines Bedürfnis befriedigt sieht. Und es ist die Gefahr da, dass man mit einer normalen Beziehung vielleicht gar nicht mehr wirklich klarkommt, wenn man ein Bedürfnis immer nur so isoliert von einer Beziehung ausgelebt hat. Vielleicht verbaut man sich damit den Weg zum Eigentlichen.

    Zitat

    Alle Versuche sie zu verbieten sind gescheitert und haben alles nur verschlechtert.

    Ein Verbot von Prostitution halte ich auch nicht für sinnvoll, denn es gäbe sie dann so oder so. Man sollte sich aber vielleicht mal darüber Gedanken machen, zu welchem Preis man seine Träume aufgibt oder mehr und mehr aufgibt und warum man das macht.


    Letztlich muss es jeder selbst entscheiden. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass mehr Menschen an ihren Träumen und Vorstellungen festhalten, auch wenn der Weg dahin vielleicht steinig und schwer ist.

    @ smile-4-me

    Irgendwie hast du ja recht mit dem was du schreibst. Ich sehe es auch nicht als ideale Lösung ins Bordell zu gehen und werde es daher auch noch nicht tun. Allerdings ist die Einstellung es nicht zu tun auch nicht gerade ohne.


    Ich habe ein paar Verwandte und kenne auch so noch ein paar, die sind mitlerweile schon lange Rentner und immernoch JM, hatten ihr leben lang nie was mit einer Frau und mit 75 ist da auch irgendwann ende.


    Was ich damit sagen will ist, dass nicht jeder Topf einen Deckel findet, egal wie sehr man sich das wünscht und egal wie richtig seine Vorstellungen sind. Daher kann die Entscheidung wenigstens mal im Bordell einer Frau näher gekommen zu sein durchaus auch mal die Richtige sein. Für die, über die ich hier schreibe, wäre es wohl aufjedenfall die richtige Wahl gewesen.

    @ sebastian

    Ich glaube einfach, dass es Gründe gibt, warum jemand seinen Deckel nicht findet. Und ich will nicht mal sagen, dass jeder sein passendes Gegenstück findet, davon bin ich auch nicht überzeugt. Aber zurück zum Thema...ich bin sicher, dass es Gründe gibt, warum jemand nicht in der Lage ist eine Liebesbeziehung aufzubauen und ich glaube auch, dass man diese Gründe beseitigen kann. Und des Weiteren glaube ich, dass viele einfach zu bequem, zu ängstlich, vielleicht auch zu feige sind, sich mit ihren "Problemzonen" -im doppeldeutigen Sinne- zu konfrontieren oder konfrontieren zu lassen. Einfach ausgedrückt, viele gehen den Weg des geringsten Widerstandes mit entsprechendem Ergebnis.


    Ich bekomme ja virtuell von vielen Singles was mit und es liegt oftmals nicht wirklich ausschließlich an der Optik, sondern vielfach auch an dem, was sie von sich rüberbringen, wie sie rüberkommen. Dass viele von uns Bundesbürgern "emotionale Krüppel" sind, bleibt in dieser Gesellschaft nicht aus. Ich hab auch meine Verletzungen und Prägungen aus der Vergangenheit, teils aus der Familie, teils durch die Gesellschaft verschuldet. Und so tragen die meisten eben auch diese Verletzbarkeit mit sich herum, was es schon schwieriger macht jemanden an sich heranzulassen. Oft fehlt es auch einfach an Vertrauen...Vertrauen zu sich selbst und Vertrauen in andere. Und es ist natürlich auch zunehmend schwerer anderen Vertrauen entgegen zu bringen. Und da kommt man wieder zur Gesellschaft...weil Menschen oftmals einfach nur noch für den eigenen Gewinn benutzt werden. Sei es beim Thema Sex, Partnerschaft, in der Arbeitswelt, in Freundschaften etc.


    Ich merke gerade wieder, wie komplex das Thema eigentlich ist. Es ist nicht damit getan, dass man ein Bordell besucht und dann glaubt, dass der Knoten platzt und genauso wenig ist es damit getan, dass man in seiner Hoffnungslosigkeit versinkt. Sehr schwierig das Ganze.

    Zitat

    Rentner und immernoch JM, hatten ihr leben lang nie was mit einer Frau und mit 75 ist da auch irgendwann ende.

    Naja, ist die Frage, ob es durch Bordellbesuche oder ähnliches ein besserer Zustand wäre als jetzt. Denn letztlich ist das ja wie "Blut lecken" und kann den Zustand der Beziehungslosigkeit noch viel unerträglicher machen.