@ Copper

    Ich will auf nichts hinaus. Ich habe gestern einfach drauf losgeschrieben und alles was mir gerade dazu einfiel hingeschrieben ohne tiefgründige philosophische Hintergedanken. Mag sein, dass ich mir etwas vormache. Ist mir im Moment auch egal.


    Jetzt gerade habe ich andere Probleme die dringender angepackt werden müssen. Ich will mich endlich mal wieder gesund und fit fühlen. Zur Zeit fühle ich mich als ob ich 90 Jahre alt wäre und mir tun alle Knochen weh. Das muss anders werden bevor ich mich wieder mit tiefgründigeren Dingen befasse.

    Habe grad ein typisches Motivationsproblem für den Faden hier: woher Frauen nehmen, die mich wirklich interessieren könnten? Jeder normale Mensch haut natürlich die Phrase raus, dass es die überall gibt. Für mich ist aber wenigestens ein gemeinsames Interesse/eine Leidenschaft wichtig, um überhaupt dauerhaft ein Thema zu haben. Jetzt sind das bei mir mein Studium und noch 2-3 Hobbies (eher Einzelaktivitäten). Bleibt also als Schlachtplan nur ein neues Hobby, was ja recht schwammig und wenig in der Hand ist.


    Naja egal, ohne wird's nicht gehen, ich bin ja schon gelangweilt, wenn ich mich einmal die Woche mit der besten Freundin treff: mit der verbindet mich kühl betrachtet rein garnix, außer dass wir irgendwie eine ähnliche Art haben auf die Welt zu blicken. Habt ihr auch solche Bekanntschaften? Meint ihr sowas(+körperliche Zuneigung und Sex) kann Basis für eine Beziehung sein? Kann mir nicht vorstellen sowas jeden Tag auszuhalten...von ellenlang quatschen, mal einen Film schauen und was essen muss man doch nach ein-zwei Wochen bekloppt werden. Zumindest wenn man nicht einen Haufen Kumpels hat mit denen man an 3 von 4 Tagen was Spannendes machen kann. Hachja noch vor 2-3 Wochen hat Copper mich glaube ich gefragt, ob ich denn WIRKLICH eine Beziehung will und ich sag natürlich, ja unbedingt. Tja blöd, (jetzt nach dem Urlaub übrigens) schätze ich, eher nicht, nur was jetzt?


    Kennt jemand von euch hier übrigens "Homo faber" von Max Frisch? (Lohnt sich denk ich ansonsten zu lesen). Mit Abstrichen komm ich mir vor wie der.

    Zitat

    Jetzt stellt euch mal vor - ihr seid eine Frau :-D Würdet ihr euch in sich selbst verlieben? :=o Und wenn ja, warum?

    Jup,


    *ellenlange Liste*.


    Gründe dagegen gibt es bei mir nur zwei. Das heißt eigentlich drei. Die Selbstwahrnehmung ...weil mir häufiger nahe gelegt wird, Sachen an meinem Verhalten zu ändern (wären jetzt wohl eher Details oder die Art in bestimmten Situationen zu reagieren), die ich eigentlich als Vorzug sehe.


    Insgesamt aber alles kleinere Dinge, die meisten haben mehr Macken. ;-D


    Wenn ich dann aber eines Tages an dem Zeitpunkt bin, an dem ich alles getan hab, wo man entgegensteuern konnte, dann liegt's endgültig nur daran, das Glück nicht herauszufordern.


    Andere Menschen mit vielen weiblichen Bekannten sind da natürlich andauernd dabei, wieso sollt ich also den Gewinn landen ohne wirklich mitzuspielen? (Kann aber trotzdem so laufen, hab ich letztens tatsächlich mitbekommen. :-o:=o ) Irgendwie isses halt bequemer einfach nur das selbe zu machen wie immer, dazu ein bisschen rumphilosophieren und so.


    Siehe ganz oben halt.


    Na dann, hoffentlich sind mit meinem Negativbeispiel ein paar angeätzt und wachgerüttelt. :)^

    @ c.peligroso

    Zitat

    Habe grad ein typisches Motivationsproblem für den Faden hier: woher Frauen nehmen, die mich wirklich interessieren könnten?

    Wenn der Alltag nichts hergibt wird es schwer. Kenne ich nur zu gut.


    Ich kann mir nicht vorstellen wie es wäre eine Beziehung zu haben. Erscheint mir in meiner Situation auch viel zu unrealistisch. Deswegen suche ich nichtmehr. Früher habe ich gehofft, dass der Alltag mal eine Gelegenheit liefern wird. Meine aktuelle Situation gibt das nicht her. Also was solls...

    Selbstvertrauen

    Fehlenden Selbstvertrauen ist hier schon von mehreren Angesprochen worden. Wie ich gestern geschrieben habe macht mir das zur Zeit zu schaffen.


    Was mich dabei am meisten irritiert ist, dass es früher bei mir ganz anders war. Da hatte ich vielen Dingen gegenüber eine gewisse Egal-Einstellung. Nach dem Motto es wird schon gehen und wenn nicht dann wars eben nix. Damit bin ich meistens gut zurecht gekommen und meistens hat es dann auch geklappt. Diese Gelassenheit ist mir abhanden gekommen.:-(


    Oder der Idealfall ich war fest davon überzeugt ich kann es auch wenn andere mich gewarnt haben und meinten es würde nicht gelingen. Meistens behielt ich recht und es gelang.


    Heute sieht es leider anders aus. Ich will etwas tun habe oft auch Lust dazu aber mir kommen Zweifel ob es gelingen wird. Entweder scheitert es dann oder ich versuche es erst garnicht um mir eine Enttäuschung zu ersparen.


    Wie geht ihr mit solchen Problemen um? Würde gerne eure Erfahrungen wissen. *:)

    Kwak - Du hast das Problem und die Lösung schon geschrieben. Der innere Glaube an etwas. Wenn der fehlt, nützt der ganze Wille nichts. Der innere Zweifel sabotiert einen dann immer wieder von innen. Den gilt es auszuschalten. Und in der Regel geht das nicht von jetzt auf gleich. Das braucht viele Geduld und mentale Vorstellungskraft.


    :)*

    Zitat

    Kwak - Du hast das Problem und die Lösung schon geschrieben. Der innere Glaube an etwas. Wenn der fehlt, nützt der ganze Wille nichts. Der innere Zweifel sabotiert einen dann immer wieder von innen. Den gilt es auszuschalten. Und in der Regel geht das nicht von jetzt auf gleich. Das braucht viele Geduld und mentale Vorstellungskraft.

    Ein sehr weiser Beitrag Optimismus. Vor allem den Satz den ich fett markiert habe. Das ist sicher richtig. Da gibt es auch einen schönen Bibelvers zu den ich mal auf ein Bild geschrieben habe.


    Dann wäre ja die nächste logische Frage: Wie finde ich den Glauben wieder an Dinge die mir wichtig sind. Oder vielleicht führt das auch zu der Frage: Was ist mir überhaupt wichtig.

    Zitat

    Dann wäre ja die nächste logische Frage: Wie finde ich den Glauben wieder an Dinge die mir wichtig sind.

    Ich habe es mit visualisieren und Mentaltraining geschafft. Es braucht aber seine Zeit.

    Zitat

    Was ist mir überhaupt wichtig.

    Das braucht noch mehr Zeit. Auch darüber habe ich mir oft - teilweise sogar gegensätzliche - Gedanken gemacht. Ich habe dann begonnen, sie aufzuschreiben. Das hat Ordnung gebracht. Und ich konnte Prioritäten setzen. Einige Dinge haben sich damit übrigens gleich selbst erledigt.

    Normalität

    Ich hab mir damals nichts sehnlicher gewünscht, als endlich normal zu sein.


    Was bedeutet Normalität? Es heisst, dass man mehr oder weniger zufrieden ist mit seinem Leben, dass man liebt und geliebt wird, dass man was mit seiner Zeit anzufangen weiss. Viel mehr gehört meiner Meinung nach nicht dazu. Natürlich kann das jemand anderes komplett anders sehn. Und jeder gewichtet vielleicht auch noch unterschiedlich.


    Aber am Ende muss man nicht krampfhaft individualistisch sein, um nicht als langweilig zu gelten. Denn auch Leute, die jeden Morgen zur Arbeit erscheinen, können ganz spannend sein. In meinem Umfeld leben wohl über 90% so und ich find meinen Freundeskreis jetzt nicht so extrem bemühend ;-)

    @ Optimismus

    Zitat

    Der innere Glaube an etwas. Wenn der fehlt, nützt der ganze Wille nichts. Der innere Zweifel sabotiert einen dann immer wieder von innen. Den gilt es auszuschalten.

    Das trifft es sehr gut. :)^ Jetzt muss ich einen Weg finden den inneren Zweifel abzustellen.

    @ mrk

    Zitat

    Was bedeutet Normalität? Es heisst, dass man mehr oder weniger zufrieden ist mit seinem Leben, dass man liebt und geliebt wird, dass man was mit seiner Zeit anzufangen weiss.

    Womit man zufrieden ist, ist sehr unterschiedlich. Was für einen gut und schön ist, ist für einen anderen nicht zufriedenstellend.

    Kwak - innere Zweifel sind nicht selten aufgrund von Misserfolgen, die allerdings in sich gar nicht soooo wahnsinnig tragisch waren, entstanden. Meist bauscht der Betreffende sie dann selber im Unterbewusstsein auf. Da hilft nur bewusstes Gegensteuern. Ich persönlich mache das dann immer so, dass ich mir die Situation im Idealzustand vor Augen führe, also so, als ob ich das Ziel schon erreicht hab. DAS formuliere ich dann in einem Satz, der absolut KEINE Negationen enthalten darf (das Hirn neigt dazu, die dann auszublenden und man programmiert sich gerade in die falsche Richtung), schreibe ihn auf und wiederhole den immer wieder innerlich. So oft mal täglich, wie immer möglich. Das Unterbewusstsein versucht sich dann zu wehren, einfach weiter machen. Nach 3-4 Wochen ist es in er Regel geschafft - sofern Du keine Pausen gemacht und das wirklich täglich durchgezogen hast. Also, bei mir funktioniert das in der Regel gut.


    :)*

    Zitat

    DAS formuliere ich dann in einem Satz, der absolut KEINE Negationen enthalten darf

    hm, klingt als hättest du Bücher von Loise L. Hay oder die anderer Autoren über positives Denken im Regal stehen ;-D

    Zitat

    Das Unterbewusstsein versucht sich dann zu wehren

    ziemlich milde formuliert :-D .. eigentlich ne Vergewaltigung des Unterbewusstseins und seiner destruktiver Glaubenssätze, das geht auch sanfter und meiner Meinung nach sinnvoller in, kurz gefasst, solchem Ablauf:


    -Bewusstmachen der Glaubenssätze


    -reines Beobachten, Negativitäten gestatten und lernen wie sie wirken und verankert sind


    -lediglich bewusste und nährende Unterstützung der Glaubenssätze unterlassen (fällt einem nach zweiten Schritt auf wann man das tut und denkt automatisch den Gedanken unterbrechend: "hm ne moment das muss ja net sein"


    -vorherigen Schritt immer weiter perfektionieren, bis dahin dass man nicht mehr reagiert sondern schon vorher "unterbricht" also gar nicht erst anfängt negativität unterstützend zu denken


    -und erst dann ganz langsam und vorsicht anfangen positves zu denken und dabei die Weigerungen beachten, geht man zu brutal, zu positiv vor, steht man wieder in Gefahr vom wehren des Unterbewusstseins und entsprechender Gegenreaktionen.


    -für jede Phase: Negativitäten und Gedanken-Muster wenn sie aufkommen oder später "rückfallen" immer gestatten, mit einem kleinen nüchtern-bewahrtem Bewusstseinsteil beobachten und dabei lernen sie auszuleben und durchziehen zu lassen ohne sie festzuhalten oder sich reinzusteigern.


    Das ist die sanfte Methode, ich glaub (d.h. ich glaube ich erlaube mir die Dreistigkeit frech zu verallgemeinern, für mich allein weiß ich.) sie wirkt nachhaltiger, bewusster, auslebender und reste-beseitigender.


    Meiner Meinung nach verbuddelt man mit der hartnäckig-brutalen Affirmationsmethode höchstens alte Muster mit Gewalt, zumindest war das mein nachreflektierender Eindruck einer mehrjährigen Esoterikphase, in deren Literatur man solche Technik ja nahegelegt bekommt.

    S wallisii - wenn das für Dich einfacher ist, ist das doch toll. Bei mir hat es so, wie beschrieben funktioniert. Und ich habe damit echt viel gepackt in meinem Leben. Jeder, der mich wirklich kennt, wird Dir das bestätigen. Und verbuddelt habe ich bestimmt nichts - aber ersetzt.

    Zitat

    Und verbuddelt habe ich bestimmt nichts - aber ersetzt.

    dein Wort in deines Unterbewusstseins Ohr ;-D .. ne schmarrn ;-) nur Spaß. Freut mich für dich, vllt ist die Dreistigkeit der Verallgemeinerung echt zu dreist ;-D|-o vllt ist mein Weg der seltener funktionierendere und bei den meisten haut's auf Affirmationswegen hin. Schwer abzuschätzen, Eindruckweise hab ich aber schon das Gefühl es haut eben oft nicht hin - insofern einfach mal als Alternative.

    Alternativen sind immer gut zu kennen. Ich behaupte auch nicht, dass "meine" Variante das Nonplusultra sind. Alles was ich sagen kann ist, bei mir funktioniert es. Nicht von jetzt auf gleich - dafür aber auch langfristig.

    Zitat

    innere Zweifel sind nicht selten aufgrund von Misserfolgen, die allerdings in sich gar nicht soooo wahnsinnig tragisch waren, entstanden.

    So ist es. Es macht sich das Gefühl breit es hat schon mehrmals nicht geklappt und diesmal wird es wieder genauso sein. Der Optimismus fehlt. Dabei wäre es gerade nötig einen neuen Anlauf zu unternehmen um zu einem besseren Ergebnis zu kommen. Nur dafür muss erstmal der Antrieb gefunden werden und die zweifel die es wieder sabotieren können müssen abgestellt werden.

    Zitat

    Der Optimismus fehlt.

    Nun ja, ich bemühe mich gerade, anwesend zu sein. ;-)


    Aber was Du schreibst, ist richtig. Da läuft dann innerhalb von Bruchteilen von Sekunden ein innerer Film ab. Und dann scheitert man wieder, obwohl man sich doch so sehr vorgenommen hatte, es diesmal zu schaffen. Und die böse innnere Stimme fragt höhnisch: "Was hast Du erwartet? Du weisst doch, dass Du das nicht kannst und noch nie konntest." Peng - schlimmer als eine Ohrfeige.


    Und gegen diese höhnische Stimme gilt es anzugehen. Ich mache das mit visualisieren und positiven Affirmationen. Und bei mir funktioniert es (meistens).

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    DAS formuliere ich dann in einem Satz, der absolut KEINE Negationen enthalten darf

    Zitat

    Das Unterbewusstsein versucht sich dann zu wehren

    Also, wenn Ihr meine Beiträge immer fleißig gelesen und die Links verfolgt habt :-p, dann wisst ihr ja schon bescheid, dass es auch noch "technische" Möglichkeiten gibt, negative Grundüberzeugungen zu "überarbeiten". Es klingt alles ziemlich abgedreht, aber bis hierhin hat es für mich wirklich Sinn gemacht. Dafür muss man allerdings ein wenig Geld in die Hand nehmen (ca. 200-400 EUR pro Jahr).


    Checkt z.B. mal:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Binaurale_Beats


    http://en.wikipedia.org/wiki/Binaural_beats (hier sind auch Produkte aufgeführt)


    (Neben den Effekten, kann man zusätzlich positive Grundüberzeugungen auf eine Audiofrequenz so modellieren, dass man die Botschaft nicht bewusst, aber unterbewusst hört.)