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    So liebe JM´s, geht nochmal alle schnell Klamotten kaufen und zum Friseur, morgen ziehe ich nach NRW ;-D

    Meine Haare habe ich vor 1,5 Wochen erst kurz geschoren. Und sooo alt sind meine Klamotten nun auch wieder nicht, dass ich neue brauche. ;-)

    Zitat

    du bist auch nicht angesprochen ;-D

    Noch mal nachlesen muss ...



    Ah ... :-D

    Zitat

    So liebe JM´s, geht nochmal alle schnell Klamotten kaufen und zum Friseur, morgen ziehe ich nach NRW

    Stimmt, bei dem kann ich nicht zum Kreis der Angesprochenen gehören. ;-D

    Zitat

    Kann es oder irre ich mich darin, dass früher hier mehr los war, besonders von weiblicher Seite her?

    Ja. Aber wir haben ja auch so einiges dafür getan, dass es so kommt.


    Mein Eindruck: Die Frauen gehen auf uns ein, aber wir nicht auf sie. Probleme der Frauen interessieren uns nicht. Wir stehen im Mittelpunkt und wollen aufgeheitert werden - tagein, tagaus. Gute Vorschläge werden entweder ignoriert oder zerredet. Es versteht sich von selbst, dass wir sofort die Flucht ergreifen, sobald es ernst wird. Mit Vorliebe drehen wir uns im Kreis und jammern wie eh und je. Im Grunde könnte man die Beiträge von vor 1-2 Jahren rausholen. Man wird keinen großen Unterschied feststellen.


    Was also könnten die Frauen hier noch schreiben, was nicht schon 1000 mal geschrieben und ignoriert wurde?


    Ich will damit niemanden angreifen, denn ich stehe ja an der Spitze dieser Bewegung. Da ist Selbstkritik angebracht. Ich ertrage mein eigenes Gejammer manchmal selbst nicht. Ist ja wirklich nicht zum Aushalten.


    Ich würde mir jedenfalls nicht mehr antworten. :)D

    Hi

    Hallo Leute, für mich gilt das gleiche, wie für die meisten hier. JM, bislang keine Beziehung, Alter Ende 20. Ich habe mich natürlich ausführlich mit der Thematik beschäftigt und mich gefragt: Woran liegt's? Andere fragen mich auch: Du hast keine Freundin, woran liegt's?

    Erklärungsansätze für die Ursachen

    Nun vielleicht kann ich mit meiner Selbstdiagnose jemandem helfen. Selbstreflexion ist insgesamt eher hinderlich, aber am anfang denke ich wichtig. Der Schlüssel dazu waren mir einige Bücher. Das Ganze in Teilen, sonst wird’s zu viel Text auf einmal:


    1. Selbstliebe


    Als ich vor etwa 2-3 Jahren "Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm las, fiel es mir wie Schuppen vor den Augen:


    - Ich lieb(t)e mich nicht selbst, arbeite inzwischen daran, mache gute Fortschritte. Ich habe das als Kind einfach nicht ausreichend gelernt, hielt mich nie für liebenswert, obwohl ich überdurchschnittlich intelligent bin, ganz OK aussehe, groß und schlank bin. OK, auf vielen Bildern finde ich mich immer noch schrecklich, aber auf manchen auch echt nett und z.T. ganz cool.


    - Ich glaub(t)e hartnäckig, ich sähe nicht gut aus, würde riechen, wäre nicht begehrenswert.


    Die Ursache: frühkindheitliche Prägung. Als Kind bekam ich die Signale: Du bist nicht liebenswert. Lest Bücher zur Transaktionsanalyse (das von Rogol und Rautenerg ist ein sehr gutes Buch!)


    - Sich selber zu lieben ist der erste Schlüssel und das kann man lernen (habe mir Hilfe geholt). Früher dachte ich, ich müsste mich in einer Beziehung komplett aufopfern. Das Gegenteil ist glaube ich der Fall: Ich muss mich Spitze finden und mich selber einbringen, um zurückgeliebt zu werden.

    TEIL 2

    2. Soziales


    - Ich war bislang nie ein besonders sozialer Mensch. Soziale Verknüpfungen waren immer eher zweckmäßig. Ich hasse Netzwerkbildung und fand Jobs, Wohnungen etc. über Beziehungen immer total ätzend. Klingt banal: Ein weites soziales Netz erhöht auch die Möglichkeit, Kontakte (zu Mädels) zu knüpfen


    - Ich war wohl nie besonders empathisch, obwohl ich mich immer für besonders einfühlsam hielt. OK, habe eine Hand voll Freunde. Aber ich fühl(t)e mich auch im platonischen Sinne oft einsam.


    - Lest D. perf. Verführer von O. Kuhn. Klingt doof, aber das Buch führt alle Kriterien auf, die für Frauen relevant sind. Beobachtet und seht, es stimmt: Für Frauen ist das Wichtigste, das man einen sozialen Status hat, im besten Fall Mittelpunkt steht, das Alphatier kriegt die meisten ab.


    Das Alphatier werde ich nimmer, aber ich kann doch wesentlich sozialer werden, mich mehr um den Austausch mit meinen Mitmenschen bemühen und darum bemühen, dass sich andere im Gespräch mit mir wohl fühlen. Evolutionär betrachtet wird klar: Mädels suchen sich einen, der seine und ihre Ansprüche etc. in der Gruppe durchsetzen kann. Früher war ich immer stolz darauf, anders zu sein, ein Außeneiter zu sein (dämlich oder?).

    TEIL 3

    3. EGO -> Selbstbewusstsein/Aufgeschlossenheit/Extrovertiertheit:


    - Selbstbewusstsein: Ein Kumpel von mir kennt z.B. gar keine Selbstzweifel, sieht schlechter aus als ich, hat aber kein Problem mit Frauen. Komisch, aber selbstbewusste Menschen werden von anderen auch viel besser akzeptiert. Ich dachte immer sich zurücknehmen wäre nett und sympathisch. Lesson learned: Mit Errungenschaften dezent glänzen, ruhig mal dicker auftragen, Erfolge feiern.


    - Wille, Sicherheit, Entschlossenheit: Frauen merken, wenn Du unsicher bist (sagen alle, stimmt auch). Eben genannter Kumpel weiß genau was er will und was er nicht will. Unsicherheit und fehlender Wille ist m.E. ein Killer bei Frauen. Ich sehe z.B. oft Paare, bei denen ich denke: Man was für ein Loser, was für eine süße Frau. Aber: Der Typ weiß eben was er will.


    Viele "Dating-Experten" empfehlen auch immer wieder: Dominiere die Frau (im positiven Sinne): Wähle die Location für das Date, bestelle für Sie, bestimme wie kommuniziert wird etc. Frauen werden das wohl nicht zugeben, aber ich glaube das stimmt. Bei Frauen gibt es da m.E. ein riesiges Gap zwischen Reden und was sie tats. wollen. Wir sind von emanzipierten Frauen erzogen worden, die sagen: Seit nett zu Frauen, fragt immer was sie wollen etc.


    Ihr kennt bestimmt folgende Situation: Ihr geht abends in einer Gruppe (meinetwegen auch nur Jungs) weg und keiner kann sich so richtig entscheiden, wohin es geht. Das Alphatier würde sich an dieser Stelle eher durchsetzen, und bestimmen (u.U. sehr dezent), wird dafür entsprechend in der Gruppe anerkannt. Hinterfragt Eure sozialen Bindungen und Ihr werdet sehen, das ich damit recht habe. Habe es selber beobachtet.


    - Extrovertiertheit: nichts Neues an dieser Stelle: Wenn Du viel lächelst, fröhlich bist, auf der Tanzfläche abfahren kannst, ist das vermutlich die halbe Miete. Die Leute wollen Spaß haben und nicht ständig tiefsinnig sein. Ich neige dagegen zum sinnieren, wie eben an dieser Stelle. Ich traue mich nicht zu tanzen und bin dann total blockiert. Jedes Mal ärgere ich mich, dass meine extrovertierten Kumpels alle Lorbeeren ernten, obwohl sie unehrlich sind, ihre Freundinnen bescheißen etc.