@Kwak

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    Wie sehr es darauf ankommt habe ich viele Jahre nicht gewußt. So langsam fange ich an zu merken wie ich auf andere wirke.

    Das ist zwar eine etwas demotivierende Feststellung, aber lass dich davon nicht runterziehen. Schließlich gibt dir das ganz konkrete Ansatzpunkte die du bearbeiten kannst. Und ich glaube bei so Dingen wie Augenkontakt, Körpersprache, usw, kann man fehlendes Gespür dafür gut durch Übung kompensieren. Bei derartigen "Kleinigkeiten" sieht man vielleicht auch eher einen schaffbar erscheinenden Anfang als bei einem umfassenden "ich muss offner werden" oder ähnlichen Zielen.

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    ich kann meine Wirkung auf andere nicht einschätzen.

    hm, manchmal kann ich regelrecht auf der Stirn meines Gegenübers lesen "ach gott, so ein armes unsicheres Würstchen" ... :-o hab dann net den Eindruck das würde mich sonderlich weiterbringen ;-D Würde dieses Problem insofern eher hinten anstellen (aber keine Ahnung, vllt schätze ich die Wichtigkeit auch falsch ein!) - oder du eignest dir um ein Gefühl dafür zu entwickeln die Dreistigkeit an die Leute einfach des öfteren mal zu fragen, Arbeitskollegen z.B. oder irgendwen dem du nicht völlig fremd bist. *:)

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    Und was die Ausstrahlung angeht: Wir lernen nach und nach worauf es ankommt und verbessern sie dann.

    Ich weiß, dass meine Ausstrahlung nicht gut ist. Aber wo ich ansetzen muss um etwas zu verbessern weiß ich nicht. Ich kann mich selbst leider nicht sehen. Ich spüre nur es ist nicht gut und bin mit mir selbst nicht zufrieden.

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    Letztlich geht es nicht darum, dem Mainstream zu folgen, sondern seine eigene Persönlichkeit zu entwickeln.

    Stimmt.:)^ Leider gelingt es mir auch nicht so zu sein, dass ich mit mir selbst zufrieden bin.

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    Herr Koch hat's genau so gemacht und auf diesem Wege seine Traumfrau gefunden.

    Ich denke Kochi und ich sind 2 sehr unterschiedliche Menschen. Für ihn war es kein Problem alleine irgendwo hinzugehen und seinen Spaß zu haben. Auch ohne Freundin war er meist mit sich selbst zufrieden. Bei mir ist das anders.

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    Schließlich gibt dir das ganz konkrete Ansatzpunkte die du bearbeiten kannst. Und ich glaube bei so Dingen wie Augenkontakt, Körpersprache, usw, kann man fehlendes Gespür dafür gut durch Übung kompensieren.

    Augenkontakt ist für mich ein Riesenproblem. Ich mag es nicht wenn mir jemand direkt in die augen schaut. Da fühle ich mich unwohl. Warum das so ist weiß ich nicht. Aber ich merke immer wieder, dass ich es vermeide jemanden direkt in die augen zu schauen.

    Zitat

    hm, manchmal kann ich regelrecht auf der Stirn meines Gegenübers lesen "ach gott, so ein armes unsicheres Würstchen" ...

    Ich frage mich auch manchmal was mein Gegenüber wohl denken mag.:-/

    Endlich hat sich mal ein Problem das mich lange beschäftigt hat erledigt. Aber wie sollte es auch anders sein habe ich gleich ein neues Problem. Und das habe ich mir durch eine völlig falsche Einschätzung der Situation und zu langsames handeln selbst eingehandelt.:-( Irgendwie habe ich ein talent dafür bei jeder Gelegenheit in neue Schwierigkeiten zu rutschen. Jetzt muss ich mir mal wieder überlegen wie ich das hinkriege. Und ich muss es schnell tun. Immer das Gleiche. Wenn das nur endlich mal aufhören würde.

    @ Kwak

    Dein und z.T. unser Problem sind Blockaden, ist die Eigen- und Fremdwahrnehmung und die Lücke dazwischen. Außerdem die Angst vor ungewohnten Situationen, vor dem Versagen etc.


    Es gibt Rezepte dagegen, die aber natürlich Initiative und Zeit erfordern:


    Blockaden lösen und Ängste abbauen geht am besten, wenn man sich gehen lässt und wenn man sich fortlaufend, absichtlich in ungewohnte Situationen begibt.


    Es könnte sein, dass Du (WIE ICH AUCH) Probleme mit dem Ausleben des (positiven) "Kindheits-Ich" hast: Freude leben, sich gehen lassen etc. Vermutlich bist Du total pflichtbewusst und opferst Dich für Deine Arbeit/Ausbildung regelrecht auf? Note: mind. gut, gestehst Dir aber selber keine Freude ein. Kommt mir bekannt vor.


    Mach irgendwelche verrückten Sportarten, Falschschirmspringen, geh Achterbahn fahren und lass alles raus (kreischen). Ich versuche es und man löst sich dabei immer mehr. Geh für ein paar Monate ins Ausland und finde keine Ausreden es nicht zu tun.


    Und vor allem: Sch*#ß drauf! Wer soll Dich irgendwie beurteilen? Du urteilst nur über Dich selbst. Ich weiß die Messlatte ist hoch, aber man kann drüber springen. Man muss nur machen. Und: Es kommt auch das Alter, in dem man offener wird.


    Ich habe auch Probleme Mädels in die Augen zu schauen und noch authentisch zu wirken, ich befinde mich immer auf der Metaebene, d.h. ich analysiere immer die Situation (wie ist meine Körpersprache, was denkt der jetzt von mir, ...) und kriege vom Inhalt des Gesprächs kaum noch was mit. Das nennt man Introversion oder "Introvertiertheit". Das Rezept: Sich gehen lassen, immer wieder. Ein gesundes Selbstverständnis entwickeln. Das kann man trainieren.


    Mach doch mal folgenden Test: www.humanmetrics.com/cgi-win/JTypes2.asp


    Da findest Du vermutlich Deinen Charakter bestätigt, konnte mich danach viel besser mit mir selber abfinden. Das ist OK kein super extrovertierter Checker zu sein.

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    Ich kann mich selbst leider nicht sehen. Ich spüre nur es ist nicht gut und bin mit mir selbst nicht zufrieden

    Du könntest einen Rhetorik- oder "Wie wirke ich auf andere?-" Kurs z.B. bei der VHS belegen.

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    Ich denke Kochi und ich sind 2 sehr unterschiedliche Menschen. Für ihn war es kein Problem alleine irgendwo hinzugehen und seinen Spaß zu haben

    Im Grunde bringt er alles mit, was man für eine Partnerschaft braucht. Kein Wunder, dass er sich bis zum Schluss beratungsresistent gezeigt hat. ;-)

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    Augenkontakt ist für mich ein Riesenproblem. Ich mag es nicht wenn mir jemand direkt in die augen schaut. Da fühle ich mich unwohl. Warum das so ist weiß ich nicht

    Das ging mir in den ersten Berufsjahren genau so. Heute habe ich kein Problem mehr damit.


    Nur bei unbekannten Frauen, die mir sympathisch sind, versagt meine Augenkontakt-Sicherheit. Aber auch das kann man lernen.

    @ colt38

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    Dein und z.T. unser Problem sind Blockaden, ist die Eigen- und Fremdwahrnehmung und die Lücke dazwischen.

    Blockaden sind ein ernstes Problem. Etwas in mir hindert mich daran ein Mädchen einfach anzulächeln.

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    Vermutlich bist Du total pflichtbewusst und opferst Dich für Deine Arbeit/Ausbildung regelrecht auf? Note: mind. gut, gestehst Dir aber selber keine Freude ein.

    So schlimm ist es bei mir nicht. Es gibt auch ein par Fächer die ich nicht mochte in denen ich eine 4 geschrieben habe. Da war mein Motto: 4 und schnell vergessen.


    Den Test werde ich später machen. Dafür brauche ich etwas länger weil es auf englisch ist und ich damit nicht so viel Übung habe.

    @ kwak

    ja ja, diese art von blockaden kenne ich, sie lösen sich ganz ganz langsam, mit rückfällen.


    check mal: de.wikipedia.org/wiki/Myers-Briggs-Typindikator für deutsche erklärungen zum test. sehr bekannter test, der z.b. auch in personalabteilungen benutzt wird. es gibt auch ausführungen welche verschiedenen typen beziehungsmäßig zueinander passen.

    @ Colt

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    Es könnte sein, dass Du (WIE ICH AUCH) Probleme mit dem Ausleben des (positiven) "Kindheits-Ich" hast: Freude leben, sich gehen lassen etc. Vermutlich bist Du total pflichtbewusst und opferst Dich für Deine Arbeit/Ausbildung regelrecht auf? Note: mind. gut, gestehst Dir aber selber keine Freude ein. Kommt mir bekannt vor.

    Jo, das geht in die richtige Richtung... meiner Erfahrung nach.


    Ich denk allerdings, das mit dem Ehrgeiz, der Aufopferung für z.B. berufliche Ziele ist nur ein Symptom einer tiefer sitzenden Haltung/ Denkstruktur/was auch immer. Also nichts, was sich durch solche Maßnahmen wie Achterbahn fahren irgendwie lösen läßt... ich denk, aufs meiste davon hätte z.B. kwak eh keinen Bock ;-) Zum Glück kann man sich eh nicht zwingen... im Gegenteil, ich denk, auf die Art geht es gar nicht. Es muß von allein kommen, was es braucht, ist Aufmerksamkeit dem gegenüber, was da kommt. Oder kommen könnte. Man hat das alles in sich, man kann es sich als ein solches inneres Kind vorstellen.


    Durchs Abblocken dieser kindlichen Anteile verdrängt man einen Großteil (!) der eigenen Persönlichkeit - kein Wunder, wenn dann keine individuelle persönliche Ausstrahlung nach außen dringt.


    Das Abblocken findet aber nicht nur aufm Rummel oder im Hörsaal statt, sondern jederzeit. Und "Abblocken" triffts auch nicht ganz... es ist ein Verdrängen, totale Härte gegen sich selbst. Dieses ständige "Ich muß" und "Ich kann nicht", was nur Demotivation zur Folge hat.


    Wie gesagt... einfach mal locker und es so sein lassen. Sich selbst zur Seite stehen, trösten, nachsichtig sein. Es bewirkt mittelfristig das ganze Gegenteil ... wunderbar :-)

    @ Copper

    Du hast natürlich Recht, zwingen sollte man sich nicht. Oder vielleicht doch? Was ich meine ist: man muss sich hin und wieder einen schubs geben und die sachen einfach anpacken, sich was trauen.


    Für mich gibt es verschiedene Motivatoren. Der stärkste davon ist, dass ich es Leid bin, vor irgendetwas wegzulaufen. Der Leidensdruck ist also groß genug, dass ich endlich was dagegen unternehme. Mich motiviert inzwischen der Gedanke an ein neues, wie auch immer geartetes Projekt. Ich denke ich könnte in vielen Dingen gut werden, von denen ich es gar nicht annehme, vielleicht auch im Umgang mit Frauen. Vermutlich alles eine Frage der Übung.

    Zitat

    Mach irgendwelche verrückten Sportarten, Falschschirmspringen, geh Achterbahn fahren und lass alles raus (kreischen).

    Und was soll das bringen? Ich würd jetzt man behaupten dass Bergsteigen und Fallschirmspringen recht ähnlich sind, aber ohne tiefgründige Beschäftigung mit diesen Sportarten bringt das hinischtlich persönlicher Entwicklung nichts. Es kann anders aussehen wenn man sich mit Sinn und Ethik des Bergsteigens befasst und der eigenen Motivation auf den Grund gehen will.

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    Mach doch mal folgenden Test: http://www.humanmetrics.com/cgi-win/JTypes2.asp

    Irgendwie kam da bei mir nichts neues raus, es bestätigt nur das was ich eh schon weiss. Und "frauentechnisch" ist das halt nunmal ein eher schlechtes Profil wenn man ein introvertierter Denker ist :=o

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    Wie gesagt... einfach mal locker und es so sein lassen. Sich selbst zur Seite stehen, trösten, nachsichtig sein. Es bewirkt mittelfristig das ganze Gegenteil ... wunderbar :-)

    Ich weiss nicht ob wir dasselbe meinen. Aber wenn ich es mal "gut sein" lasse, dann wird sich in Sachen Frauen bei mir gar nichs mehr tun, weil Frauen aufgrund der Erfahrung bei mir grundsätzlich mit negativen Emotionen assoziiert sind. Und ich kann mich ehrlich gesagt nicht dazu motivieren, etwas zu tun wo es eh nur eins auf die Nase gibt :|N Wenn ich einen Schritt weiterdenke, so finde ich sogar noch Argumente die ohnehin gegen eine Beziehung sprechen.


    Eine Tour durchs Forum und die Tatsache, dass die meisten Beziehungen (und die Hälfte der Ehen) ohnehin nicht halten, lassen mich eine gewisse Sinn- und Ratlosigkeit im Ganzen erkennen. Ich will mich doch nicht belügen und mit der rosaroten Brille den Partner fürs Leben suchen, wenn die Wahrscheinlichkeit dass es schiefgeht so gross ist. Oder ich stelle das Konzept der "wahren Liebe" in die Ecke und betrachte eine Partnerschaft nicht als etwas Dauerhaftes. Wenn der Partner den Ansprüchen nicht mehr genügt so wird er einfach ersetzt, einer ganz banalen Konsumhaltung entsprechend. Man geht eine Partnerschaft ein mit dem Ziel eine schöne Zeit zusammen zu haben und wenn Schwierigkeiten auftauchen läuft man einfach davon? Was ist denn da der Wert einer Partnerschaft? Was sind dann Gefühle überhaupt wert? Ist es dann nicht einfacher und vor allem ehrlicher, eine reine Sexbeziehung zu führen?


    Ich begreife es ja, wenn man mit 18 in jugendlicher Naivität noch von der grossen Liebe überzeugt sein will. Aber mit 30 und mit all dem was ich so gesehen habe, empfinde ich sowas als Selbstbetrug :)z Ich frage mich ob eine Partnerschaft überhaupt etwas Erstrebenswertes sein muss, nur weil es die Mehrheit so sieht...

    Yes, I want to believe und ich fühle mich gut dabei.


    Warum glaubst Du, dass die Liebe nicht gut ist nur weil sie endlich ist? Alles ist endlich. Sogar die Erde wird irgendwann verdampfen wie eine Schneeflocke, die ins Lagerfeuer fällt. Dennoch ist sie wie ein Paradies (auf Erden):


    Paradies


    Nichts auf dieser Welt ist selbstverständlich und nichts hält für immer. Für die Erfüllung unserer Wünsche und der unserer Partnerin müssen wir uns stets neu einsetzen. Beizeiten sollte man das Genießen der Ergebnisse nicht vergessen. Es hält dann so lange wie es für Beide schön ist - vielleicht (fast) für immer.