Hallo dj !


    Bei dir läuft es offensichtlich richtig gut. Bei mir setzt sich das ständige auf und ab fort.


    Gestern war gut. Heute fing auch gut an aber endete miserabel. %:| Ich muss es mir irgendwie abgewöhnen mich selbst in Stress zu bringen. Dann geht nur alles schief.

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    Ich zumindest bin in dem Bewußtsein aufgewachsen, dass immer alles beim ersten mal perfekt funktionieren muss. Ich war z.B. auch immer gut in der Schule und dann im Studium.

    Das war bei mir anders. Es lief längst nicht alles wie es sollte. Rückschläge und Reinfälle gab es immer wieder.


    Ich merke auch immer wieder wie schnell man in alte Schemen zurück fällt. Alte Gewohnheiten sind sehr hartneckig. Sie haben sich schließlich über Jahrzehnte gebildet. Da sieht man mal wie alt man schon ist.


    Ich versuche es mal positiv zu sehen. Besser auf und ab als immer ganz unten.

    @ dj element of crime

    Ich weiß, Du bist dagegen. Aber wenn Du die "Quote" verbessern willst, dann check doch mal das Thema "Eskalation" im Pick Up. Es gibt in den einschlägigen Foren genug "normale" Kerle, die einfach nur eine Freundin haben wollen und da Tipps brauchen.

    @ dj

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    Ich zumindest bin in dem Bewußtsein aufgewachsen, dass immer alles beim ersten mal perfekt funktionieren muss.


    Denn dieses alles-muss_gleich-gehen denken führt ja auch dazu, dass man wenig ausprobiert. Könnte ja schief gehen.

    Gut erkannt. Das steckt auch in mir drin, aber ich hab zum Glück auch irgendwann bemerkt, dass dieser Sicherheits-Perfektionismus kontraproduktiv ist.

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    Zum Beispiel war ich vor 2 Wochen am Freitagabend unterwegs und es war der actionreichste Abend seit Jahren. Viele Frauen kennen gelernt, mit jeder in eine andere Kneipe gezogen, dann wieder neue kennen gelernt, angesprochen, angesprochen worden. Usw. Dann komme ich nach hause und heule wie ein Schloßhunf weil ich mir gedacht habe: Nutzt alles nichts, trotzdem hat mich keine mit nach Hause genommen etc.

    Mir gings früher nach irgendwelchen Dates so. Ähnlicher Zusammenhang, vergleichbares Einstellungsproblem. Ich glaube, ich hab da tatsächlich nur meine Unfähigkeit bedauert, trotz Bekanntschaften und Dates etwas gegen diese Single-Einsamkeit zu tun.

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    Es klingt wie ein Witz, aber ich hab sie wieder getroffen. So eine hübsche :) ! Jetzt hab ich ihre email addresse!

    Cool! Und schon mal ganz beläufig geschrieben? ;-)

    So, wie sich einige von euch vielleicht noch erinnern schrieb ich hier bis vor wenigen Monaten immer wieder mit.


    Nunja es war damals so, dass ich noch keine einzige Erfahrung hatte, die mich drauf schließen lassen könnte, dass überhaupt jemals eine Frau Interesse an mir haben könnte. Dazu kam noch mein Gefühl, eine Art Granitblock zu sein, der einfach nicht "mitgehen" kann.


    In der Zwischenzeit ist dann das Unerwartete passiert. Erstmal eine Beziehung (heißt genauer: Der erste Flirt, das erste Date, die erste abgegriffene Handynummer, der erste Kuss und alles weitere) und zweitens dass sie auch nach kaum zwei Monaten wieder vorbei war. :=o


    Die Art und Weise des Ganzen und die Begleitumstände waren auch noch sehr unerwartet, die gute Dame war wohl ein ziemlicher Gegenentwurf des Jungmanns, wie er leibt und lebt und so weiter ...nunja möchte ich hier nicht alles auflisten (wenn jemand vom Stammpersonal hier genaueres wissen möchte, gern per privater Nachricht), ist auch nicht so wirklich von Belang für die Sache – genauso wie das jähe Ende der Beziehung, wo ich selbst als notorischer Nachdenker nicht eine Sekunde ernsthaft versuchen konnte Vorwürfe zu machen.


    Was bleibt ist verblüffend schwer zu sagen. Sicher ist mir die Erinnerung an die schönste Zeit, die ich bislang hatte, durch die Kürze der Geschichte gab es eigentlich nur die Verliebtheitsphase um es genau zu nehmen.


    Wenn ich mich dann genauer beobachte, merke ich, dass die ganzen JM-Gedankengänge über mich selbst verschwunden sind – so einfach ist das. Kann gar nicht sagen womit mein Kopf sich in den ganzen freigewordenen Stunden beschäftigt. ;-) Dadurch bin ich auch mental total stabil und gechillt, wie man sagt; ich glaube dieser Zug meiner Persönlichkeit (Granitblock halt) kam jetzt erst so richtig raus für mich, dadurch dass sich dieses ganze panische Störfeuer gelegt hat.


    Durch das blöde Ende der Beziehung, bin ich bei allem was schlecht war außerdem doch belehrt worden, dass ich es sozusagen doch ganz gut erwischt habe persönlichkeitsmäßig. Hinter der Fassade eines von außen betrachtet sehr imponierenden Menschen kann es auch ganz anders zugehen. Als JM hat man auf jeden Fall schonmal gelernt, sich (und andere) nicht nur in schlechten Zeiten zu beobachten, zu verstehen, sich konsequent mit Problemen auseinanderzusetzen und gegebenfalls an sich zu arbeiten. Ich bin mir sehr sicher, dass das nur wenige auch nur im Ansatz können, vielleicht auch weil sie es nie lernen mussten.


    Was auch noch gut ist... meine Einstellung, unbedingt jemanden haben zu müssen (um Sex ging's mir auch früher nie, aber um eine Beziehung eben) hat sich komplett gewandelt. Ich bin, wenn ich da an die Zukunft denke, wirklich der Überzeugung, dass ich, selbst wenn ich ab jetzt für immer "allein" bleiben sollte, keineswegs ein trauriges oder beschissenes Leben haben werde.


    Noch was zur immer unüberwindlich erscheinenden Anbahnung: Das erste Treffen war eher Zufall (war die Begleitung eines Bekannten), ich habe mich überhaupt nie extra bemüht oder irgendwas gemacht, was mir jetzt wie ein Sprung über eine neue Messlatte erschienen wäre sozusagen. Sie hielt sich einfach von alleine in meiner Nähe auf, Gespräche liefen von alleine, man ist sich körperlich immer näher gerückt ohne es zu merken. Auch der erste Kuss nach einigen Dates war fast ein "Unfall" aus meiner Sicht, wenn man sich so Nahe wie nur möglich auf der Pelle hockt, passiert es einfach früher oder später. Weitere Dates vom Start weg nie ein Problem, weil selbst wenn ich mich nicht nach 2-3 Tagen gemeldet hatte eine Mail von ihr im Postfach lag und sie mich fragte wann wir uns denn (endlich) wiedersähen.


    Wie wahrscheinlich es jetzt ist, so jemanden zu treffen, keine Ahnung. Je nachdem vermutlich sehr unwahrscheinlich, sonst säßen keiner mehr hier. Ich für meinen Teil werde trotzdem nichts in Richtung Frauen ansprechen etc. unternehmen, sondern zusehen einigermaßen unter Menschen zu bleiben (das ist so ein Punkt...ich kenne vielleicht 2-3 Frauen näher und eine einzige sehe ich regelmäßig!) und abzuwarten bis eine nächste von allein laufende Geschichte ins Rollen kommt. Ich finde es so aber einfach auch am besten. Das einzige worauf ich jetzt mehr achten werde, ist, dass eine pot. Partnerin mir charakterlich und Lebensart-technisch zumindest einigermaßen ähnlich ist. Ich mein, ich komme zwar auch mit einer total extrovertierten Person, die dauernd fröhlich ist und eine Million Freunde hat super zurecht, aber ob es umgekehrt so ist, daran hab ich meine Zweifel und will es nicht nochmal drauf ankommen lassen.

    :)= Herzlichen Glückwunsch. Einer weniger hier.


    Ich denke der Aspekt mit einfach unter Leuten bleiben ist wichtig. Das ist absolut mein Problem. Ich merke aber auch, dass ich oft einfach zu bequem bin oder irgendwelchen Routinen (Fitnesstudio etc.) den Vorrang vor sozialen Ereignissen gebe.

    @ c.peligroso

    Herzlichen Glückwunsch! :)*

    Zitat

    Was auch noch gut ist... meine Einstellung, unbedingt jemanden haben zu müssen (um Sex ging's mir auch früher nie, aber um eine Beziehung eben) hat sich komplett gewandelt.

    Gute Erkenntnis. Ich dachte lange ich muss eine Freundin finden um meine Probleme in den Griff zu kriegen. Irgendwann wurde mir auch klar das ist der falsche Ansatz. Um die Probleme muss ich mich selbst kümmern.

    @ dj

    Gibts was Neues?

    Rückschläge und danach weiter

    Wenn mal etwas schief geht was immer wieder passiert, muss es ja irgendwie weiter gehen. Wie lange braucht ihr um euch von einem Reinfall zu erholen? Ich merke zur Zeit, dass ich dazu zu lange brauche und mich ein negatives Erlebnis zu lange bremst.


    Früher ist mir das schon besser gelungen. Es lief schief, abgehakt und wieder probiert. Aber zur Zeit gelingt mir das nicht. Liegt wohl auch an fehlender Entschlusskraft.

    @ kwak

    Zitat

    Wenn mal etwas schief geht was immer wieder passiert, muss es ja irgendwie weiter gehen. Wie lange braucht ihr um euch von einem Reinfall zu erholen? Ich merke zur Zeit, dass ich dazu zu lange brauche und mich ein negatives Erlebnis zu lange bremst.

    Ich frag mich schon seit langem, von welcher Art von Reinfällen du immer redest?? Ich geb zu, ich erlebe kaum Reinfälle, von denen ich längere Zeit brauche, mich zu erholen. Was soll sowas sein? Auto zu Schrott gefahren? Ausgeraubt worden? Öffentlich demontiert und gefeuert worden? Sowas braucht schon seine Zeit, aber man muss es hinnehmen und sich auch ein bissel selbst beistehen und nicht noch lange hadern. Das zersetzt innerlich.


    Ist ein bissel wie bei einem kleinem Kind, das nen Teller zerdeppert hat. Großes Unglück, aber da kann und darf man ja nicht böse sein.

    Mit Reinfall meine ich wenn etwas schief läuft das ich ursprünglich machen wollte um mich besser zu fühlen, etwas positives zu erreichen. Im aktuellen Fall war es ein missglückter Bordellbesuch. Das hat mich diesmal ziemlich runtergezogen. Früher habe ich nach einem solchen Reinfall einfach einen neuen Versuch unternommen. Meist hatte ich Glück und es klappte.


    Aber diesmal hat es mich irgendwie besonders getroffen. Ein par Tage später ging ich wieder ins Laufhaus um einen neuen Versuch zu wagen. Aber mich überkamen Selbstzweifel, ich verlor die Lust und ging unverrrichteter Dinge wieder. Noch ein par Tage später der nächste Versuch. Wieder das gleiche. Ich ging wieder ohne mich mit einer Frau zu vergnügen. Was ist bloß mit mir los?! Da sitzen mehrere Fauen die mir gefallen leicht bekleidet vor ihren Zimmern und jede würde mit mir ins Bett gehen. Aber ich verspüre plötzlich keine Lust mehr dazu. Was ist mit mir los? Bei jedem Mann löst solch ein Anblick den Wunsch "Die will ich fi**" aus. Bei mir tat sich nichts. Nur mein Fluchtinstinkt meldet sich mit aller macht.


    Mein Selbstvertrauen hat den Nullpunkt nach unten durchbrochen. Früher habe ich ein solches Negativerlebnis nach einem Tag abgehakt und es wieder versucht. Heute kriege ich das nicht hin. Ich verstehe mich selbst nicht.

    @ Kwak

    Zitat

    Bei jedem Mann löst solch ein Anblick den Wunsch "Die will ich fi**" aus. Bei mir tat sich nichts. Nur mein Fluchtinstinkt meldet sich mit aller macht.

    Eben nicht bei jedem. Ich war kurz bevor ich in diese neue Phase, die ich oben beschrieben habe, bei einer prostituierten und ließ mir einen runterholen (für 100e!!!)


    ich bin nicht mal gekommen obwohl ich sie unfassbar sexy fand.


    Ich glaube, wenn man kein interesse an prostituierten hat ist das ein sehr deutliches Zeichen, dass irgendwas mit einem stimmt.


    Prostitution ist das exakte gegnenteil von liebe oder zärtlichkeit. ich glaub man muss schon ziemlich kaputt sein, um sich daran zu erfreuen.

    @ dj

    Zitat

    Ich war kurz bevor ich in diese neue Phase, die ich oben beschrieben habe, bei einer prostituierten und ließ mir einen runterholen (für 100e!!!)

    Das war zu teuer. :-o War das ein teures Nobelbordell? Klingt nach Abzocke.

    Zitat

    Ich glaube, wenn man kein interesse an prostituierten hat ist das ein sehr deutliches Zeichen, dass irgendwas mit einem stimmt.

    Normalerweise habe ich Interesse an Huren. Sonst würde ich nicht immer mal wieder ins Bordell gehen.

    Zitat

    Prostitution ist das exakte gegnenteil von liebe oder zärtlichkeit.

    Mit Liebe darf man es nicht in Verbindung bringen. Zärtlichkeit kann man dort schon erleben wenn man die richtige Frau trifft. :-)


    Heute habe ich mich aufgerafft um einen neuen Versuch zu wagen. Es hat sich gelohnt! Ich habe mich mit einer tollen Frau vergnügt und es gab auch viel Zärtlichkeit. :-q Einfach schön. Negativserie durchbrochen. :-)


    Ich sehe es inzwischen sehr praktisch. Ich habe 2 Möglichkeiten. Entweder ich begnüge mich nur mit SB oder ich gönne mir gelegentlich einen Bordellbesuch.

    @ Kwak

    Zitat

    Bei jedem Mann löst solch ein Anblick den Wunsch "Die will ich fi**" aus.

    Bei mir eben auch nie wirklich. Sonst wär das hier nie ein Thema für mich gewesen.

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    Mit Reinfall meine ich wenn etwas schief läuft das ich ursprünglich machen wollte um mich besser zu fühlen, etwas positives zu erreichen.

    In dem Fall würde ich nicht lange hadern und nur überlegen, ob das nicht ein Zeichen dafür ist, dass ich damit auf dem Holzweg tappe. Oft genug sagt der Kopf das eine, das Gefühl aber was anderes. Du musst eben auch nur manchmal auf ein vages Gefühl hören. Ist mitunter zutreffender als der beste Plan.

    Zitat

    Oft genug sagt der Kopf das eine, das Gefühl aber was anderes.

    Das stimmt schon. Leider kann ich mich bei diesem Thema nicht auf mein Gefühl verlassen. Es lag schon in beiden Richtungen falsch. Wenn ich ein gutes Gefühl hatte gab es einen Reinfall, wenn das Gefühl vorher schlecht war wurde es trotzdem gut.

    Seit einiger Zeit habe ich auch das Problem, dass mein Gefühl mir nichts sagt oder alles pessimistisch sieht und mir damit im Weg steht. Gestern war es gut, dass ich nicht auf mein Gefühl gehört habe. Gefühl sagte: schnell weg hier. Kopf sagte: Bleib da, probier es sonst bist du nachher noch frustrierter.

    @ kwak

    Zitat

    Gefühl sagte: schnell weg hier. Kopf sagte: Bleib da, probier es sonst bist du nachher noch frustrierter.

    Stimmt, so kannst du es sehen. Aber denk mal drüber hinaus. Vielleicht sinds ja nicht die Episoden, mit denen du deine Schwierigkeiten hast, sondern die Geschichte, der ganze Stil. Ständiges anrennen gegen Hindernisse für nix oder so,


    Ich mein, ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das Kunststück nicht darin besteht, die Angst nur zwei, dreimal zu überwinden. Das ist relativ leicht. Die Angst bleibt und das Spiel geht von vorn los. Schwieriger ist es, Angst zuzulassen und ihr dadurch die Wirkung zu nehmen. Das lässt neue Perspektiven zu. Die brauchst du vielleicht mal.