Warum schreibe ich das alles? Ich wollte doch nur sagen, dass ich es nicht für den heiligen Gral halte und dass ich denke man solle vorsichtig sein, um keine falschen Hoffnungen zu wecken. Ich will mich hier aber echt nicht rechtfertigen oder so, auch wenn meine letzten Postings vielleicht so geklungen haben mögen.

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    Dass dann alle Gespräche meistens nur auf ein "Jeder muss sich selbst helfen" und "Nun, dann erzählen sie mal" hinausliefen, hatte mich sehr enttäuscht.

    Hi,


    ich wollte nur sagen, dass ich diese Gedanken auch kenne. Ich hab jetzt bei einer Therapeutin 3 Gesprächs-stunden hinter mir und ich hab das gleiche festgestellt. Die Therapeutin hat mir das sogar so gesagt. Das fand ich schon ein wenig seltsam. Man springt über seinen Schatten und erzählt alles und dann kommt sowas ???


    Man kann natürlich nicht erwarten, dass die Therapeuten alles für einen selbst regeln, aber das man eigentlich nur mit den Worten "Sie müssen sich selbst helfen" vor den Kopf gestoßen wird(direkt oder durch die Blume), macht die Therapie für mich ein wenig sinnlos.

    @ Erzkanzler

    Deiner Beschreibung nach kommt es mir allerdings so vor, als dass du nicht gerade Bereitschaft zu ner konstruktiven Mitarbeit bei ner Therapie gezeigt hast.


    Ich seh keinen Sinn darin, sich aus nem Vorgespräch ein Urteil über mögliche Erfolgsaussichten einer Therapie zu bilden. Aus Zynismus vielleicht - das ist aber auch nicht der Heilige Gral.

    @ Colt

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    Ich will nochmal das mit der Opferrolle betonen. Jeder hier hatte schonmal die Gedanken: "Man der und der sieht total gut aus, deswegen bekommt er viele Frauen ..." Aber dadurch schiebt man das eigene Versagen auf etwas, was man nicht beeinflussen kann, auf eine höhere MAcht sozusagen.

    Genau, das seh ich auch so.


    Aber dabei bleib ich, gutes Aussehen kompensiert nicht das, woran es wirklich liegt.


    Ich hab die Erfahrung gemacht, angequatscht oder sonstwie angebaggert zu werden, ob's nun an meinem delikaten Äußeren liegt oder woran auch immer... egal. Es gibt trotzdem soviele Momente, in denen man sich entscheiden und überwinden muss, sodass man ganz locker Single bleibt, wenn man das nicht gebacken bekommt.

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    Deiner Beschreibung nach kommt es mir allerdings so vor, als dass du nicht gerade Bereitschaft zu ner konstruktiven Mitarbeit bei ner Therapie gezeigt hast.

    Nein falsch. Ich war bereit. Erst durch diese absurden Geschichten ist mir das abhanden gekommen.

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    Wenn ich in einem Vorgespräch Fragen stelle, wie die Therapie ablaufen soll bzw was da so grob gemacht wird und so gut wie garnichts handfestes als Antwort kommt

    Da kommt auch nach den Vorgesprächen in den Therapien nichts handfestes zum Vorschein. Ich habe selten so eine Wischi- Waschi "Wissenschaft" kennengelernt wie die Psychotherapie. Kann sein, kann auch nicht sein - bla ,bla bla

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    Dass dann alle Gespräche meistens nur auf ein "Jeder muss sich selbst helfen"

    Darauf läufts auch immer heraus. Siehe Beitrag von smile vor me. Hilfe zur Selbsthilfe. Jeder der einmal ein paar Therapeuten aufgesucht hat, kann solche Sätze nachher auswendig. Hilfe zur Selbsthilfe. Das ist in etwa so, wie eine Bedienungsanleitung für eine Bedienungsanleitung. Ich jedenfalls habe im Internet weitaus wertvollere Impulse bekommen als bei diesen seltsamen Profis.

    Na die kann ich doch jetzt nicht so alle aus dem Ärmel schütteln. Jedenfalls war es so. Schon alleine hier bei med1 aus manchen Beiträgen kann man mehr raus ziehen als bei diesen komischen Psycho Heinis.

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    Darauf läufts auch immer heraus. Siehe Beitrag von smile vor me. Hilfe zur Selbsthilfe. Jeder der einmal ein paar Therapeuten aufgesucht hat, kann solche Sätze nachher auswendig. Hilfe zur Selbsthilfe. Das ist in etwa so, wie eine Bedienungsanleitung für eine Bedienungsanleitung. Ich jedenfalls habe im Internet weitaus wertvollere Impulse bekommen als bei diesen seltsamen Profis.

    Weißt du, diese Hilfe zur Selbsthilfe hat schon manchem das Leben gerettet oder den Start in ein neues Leben ermöglicht. Ich weiß, dass es Menschen gibt, die mit Therapien nichts anfangen können oder wollen und das ist auch ein gutes Recht von jedermann. Aber bitte nicht so pauschal werden dabei. Ich kenne einige Menschen, denen eine Therapie das Leben gerettet hat und sie dadurch wirklich gesund geworden sind.

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    Gut, da brauche ich mir ja keine Gedanken mehr machen, ob mir das was bringen würde. Ich habe nemlich auch das Denken, was können die einen schon erzählen watt wir nicht schon wüssten.

    Ihr solltet euch mal konstruktiv mit dem Thema Therapie auseinandersetzen;-) Ich habe nicht direkt therapeutische Erfahrung, war aber im Laufe meines Studiums aus bestimmten Gründen mal in einer richtigen Krise und hab die psychosoziale Beratungsstelle aufgesucht, hatte da ein paar Gesprächstermine. Die Lösung meines Problems konnte er mir natürlich auch nicht auf dem Silbertablett servieren...aber nach jedem Gespräch fühlte ich mich besser, fühlte ich mich verstanden und hab zig Denkanstöße mitgenommen. Im Laufe von mehreren Wochen/Monaten hat sich daraus dann ein Handlungsleitfaden für mich entwickelt bzw. den habe ich selbst entwickelt, eben durch die Denkanstöße. Man muss eben auch dazu bereit sind sich mit den Dingen auseinanderzusetzen und man darf nicht erwarten, dass der Therapeut irgendwelche Blockaden oder Traumata einfach so auflösen kann. Das wäre utopisch.


    Als ich dorthin ging, da fühlte ich mich auch als Opfer. Nach diesen Gesprächen hab ich mich mehr und mehr aus dieser Rolle hinausbewegt. Aber alles reden ist ja ziemlich sinnlos, die Entscheidung, ob man leben oder nur existieren will, die muss jeder für sich selbst treffen. Und auch die Wege dorthin, die muss jeder für sich selbst finden. Eine Therapie kann ein wichtiger Schritt hin zu diesem Weg sein.

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    Das sind die mit dem größten Schaden.

    Selbst, wenn es so sein sollte: Der Schaden der Psychiater steht gar nicht zur Debatte. Mit professionellen Helfern triffst Du Dich wegen Deiner Probleme - und nicht wegen ihrer Schwierigkeiten.


    Auch ein Zahnarzt kann Zahnschmerzen haben, ohne gleich ein lächerlich übler Kurpfuscher zu sein.


    Es gibt begnadete Friseure mit Haarausfall.


    Das ändert nichts an deren Fachkompetenz.

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    Ich habe nemlich auch das Denken, was können die einen schon erzählen watt wir nicht schon wüssten.

    Die Kunst besteht nicht darin, etwas zu wissen und Dir zu erzählen, sondern Dir dabei zu helfen, eigene Erkenntnisse zu gewinnen.

    @ "Hilfe zur Selbsthilfe":

    Ziel muss es doch sein, dass jemand hinterher allein zurechtkommt? ???


    Oder wollt Ihr Euer Leben lang "abhängig" bleiben?


    Wäre es Euch wirklich lieber, wenn jemand käme, der sagt: "Ich kann Dir jede Woche sagen, wie es Dir geht, und was Du nun tun sollst - und die Hälfte dieser Aufgaben nehme ich Dir auch noch ab!"


    :|N


    Wäre das für Euch eine Alternative zur Selbsthilfe? :-o

    abhängig sind alle von irgendetwas.


    ich kann die Erfahrungen von Erzkanzler Ridcully bestätigen. Ich denke viele Wissen in wirklich ihre Lösung steht doch alles hier bzw. in zig verschiedenen Foren. Die Frage ist wieso man es nicht umsetzt?

    @ Zottelbaer

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    Oder wollt Ihr Euer Leben lang "abhängig" bleiben?

    Stimmt, in dieser Haltung zeigt sich doch eigentlich nur wieder die Ablehnung gegenüber der Notwendigkeit, selbst Verantwortung zu übernehmen.


    Klar kann man hier im Forum mal den Frust abwerfen, aber letztendlich kreist man doch nur drumherum. Weil man gemütlich vorm Rechner sitzt, nichts in die Hand nimmt und das Gegrübel kultiviert. Es tarnt sich doch nur als "Impuls".

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    Ich kann die Erfahrungen von Erzkanzler Ridcully bestätigen. Ich denke viele Wissen in wirklich ihre Lösung steht doch alles hier bzw. in zig verschiedenen Foren. Die Frage ist wieso man es nicht umsetzt?

    Und wofür spricht das also? Dafür, immer weiter zu grübeln oder z.B. in ner Therapie nur noch mehr Theorie anzuhäufen, was hier ja anscheinend als Kritikpunkt verstanden wird, wenn es nicht erfüllt wird? Mehr Theorie braucht doch keiner in der Situation.