@ colt

    Zitat

    Das ist jetzt vlt. sehr persönlich und individuell, aber ich schätze, Ihr habt ähnliche Glaubenssätze.

    Schwer zu vergleichen, aber ziemlich interessant!!


    Ehrlich gesagt find ich deine Glaubenssätze düster und regelrecht vernichtend, dir selbst und den anderen gegenüber :-o


    Ich hab eigentlich den Eindruck, darüber hinweg zu sein.


    Wenn ich versuche, das so wie du zu formulieren, komme ich zu ganz anderen Ergebnissen. Ich unterscheide gar nicht so streng zwischen mir und anderen, ich kenne das allerdings noch von früher. Mich selbst seh ich mittlerweile irgendwie doppelt ;-) Kindlich-ängstlich, mit all den unguten Gefühlen, die eigentlich deinen Glaubenssätzen ziemlich ähnlich sind. Aber ich weiß, dass sie zu "meinem Jungen" gehören, und demgegenüber bleibt mir nur Zuneigung, Trost und Nachsicht übrig. Das wäre dann die väterliche Seite. Mehr hats eigentlich nicht gebraucht, um mich selbst zu akzeptieren.


    Der Umgang mit mir selbst, dieser deutliche Blickt nach innen, wirkt wiederum nach außen: Wenn ich andere Menschen betrachte, gibt es kaum solche toten Winkel, wie du sie in deinen Glaubenssätzen hast. Mir hat niemand was voraus, da ist nichts mir unverständliches, das die Leute verbindet und mich ausschließt. Im Gegenteil, alle wollen (so wie ich) von ihrer Unsicherheit befreit und nur gemocht werden, und wie das geht, weiß ich ja - siehe oben.


    Es wäre vielleicht übertrieben zu sagen, dass das der Draht zu fast jeder/jedem ist, aber ich stell fest, dass ich so recht leicht Zugang zu Leuten finde, wenns drauf ankommt. Es ist nach wie vor nicht so, dass ich das brauch und besondere Lust drauf hab. Aber ich kann es.


    Naja, und Frauen würd ich nicht separat betrachten, sind ja auch nur Menschen... sagt man ;-) Ich hab den Eindruck, dass das alles gar nicht so rätselhaft ist. Kompliziert bin eigentlich nur ich selbst ;-D

    @ colt

    Vieles kommt mir bekannt vor (wie überraschend ;-D), um mal die, bei denen ich nicht komplett übereinstimme kurz durchzuchecken. Mal aus Mitteilungsbedürfnis bzw. vielleicht isses ja irgendwo noch eine Anregung in eine andere Richtung zu denken:


    1. Ich bin ...


    - Nicht (so) liebenswert (wie andere)


    > Ich halte mich vielleicht sogar für liebenswerter. Im Gegensatz dazu fühle ich mich aber kaum geliebt, so in der Praxis.


    - Verklemmt, introvertiert


    > verklemmt nicht. Aber oft einfach zu geistesabwesend, das würde ich generell hinzufügen. Mein Riiiesenproblem.


    2. Die Menschen sind ...


    - Haben etwas, was mir fehlt und was sie (sozial, ...) erfolgreich macht


    > Für mich gibt es nur wenige die da wirklich gut drin sind (Beruf, Damen erobern etc.), also jetzt deutlich besser als ich. Der Rest ist dann mehr oder weniger Zufall.


    - Sind rücksichtslos mir gegenüber und schlimmer noch: sie bemerken es noch nicht einmal


    > Stimmt, aber umgekehrt bin ich es wahrscheinlich auch, ohne es zu merken.


    X. Frauen sind ...


    - Nicht an mir interessiert, wenn dann nur die ganz Dicken und Hässlichen


    > Streiche alles nach dem "wenn". Alles "Nichtfreundschaftliche" habe ich nochnichtmal für eine Sekunde im Hauch einer Andeutung erkennen können, bei keiner.


    - Sehr komplizierte Wesen, bei denen man eine ganze Reihe von Parametern berücksichtigen muss


    > Bis auf dieses Sexuelle finde ich sie nicht komischer als bestimmte Männer auch, ich denke die Leute mit denen man nicht kann sind halbwegs gleichmäßig verteilt.


    - Wesen, von denen man die meisten bewusst manipulieren muss, um bei ihnen erfolgreich zu sein


    > Keine Ahnung. Aber ich muss zumindest jedes Mal, wenn eine Freundin von mir abends dann auf einmal mit einem Typen verschwindet, der zuvor mit platten Sprüchen und Komplimenten nur so um sich geworfen hat und dazu womöglich sogar richtig unansehnlich ist, in die Richtung denken. Das soll jetzt nicht arg verbittert rüberkommen, aber es ist ein verdammtes Rätsel.

    @ Copper

    Zitat

    Ich hab eigentlich den Eindruck, darüber hinweg zu sein.

    Nun, diese Glaubenssätze waren ja nur ein Auszug und bekannt sind mir derartige Gedanken ja auch schon länger. Ich habe das Ganze ja nur mal "konsolidiert".


    Natürlich denke ich nicht bewusst so. Seitdem ich meine Wahrnehmung und mein Bewusstsein trainiere, wird mir aber in bestimmten Situationen meine Motivation klar, wieso ich nach Schema F agiere. Und das ist dann der etwas "düstere" Glaubenssatz.


    Das Problem ist jetzt: Wie schafft man es, diese Glaubenssätze zum positiven zu manipulieren? Am häufigsten vertreten im Bereich "personal growth" sind Affirmationen, also Mantren, die man sich immer wieder vorsagt.

    @ colt

    Zitat

    Natürlich denke ich nicht bewusst so.

    Na klar, was bewußt passiert, ist ja in Sachen Empfindungen eh unwichtig.


    Deswegen könnte man grad hier im Thread mal fragen, ob man sich wirklich auf Frauen einlassen möchte, oder ob das nicht eher dem Wunsch entspricht, ein bisschen mehr wie die anderen zu sein bzw. ziemlich bewusst gegen einen vermeintlichen Makel anzukämpfen. Also diese Antwort allein kann schon ne Menge Last von einem nehmen, wenn halt rauskommt, dass es sich nur um einen selbstverleugnenden Kampf um Anerkennung bei Menschen im allgemeinen handelt.

    Zitat

    Das Problem ist jetzt: Wie schafft man es, diese Glaubenssätze zum positiven zu manipulieren? Am häufigsten vertreten im Bereich "personal growth" sind Affirmationen, also Mantren, die man sich immer wieder vorsagt.

    Kann man versuchen, aber nach meiner Erfahrung kommst du mit solchen Affirmationen nicht an den "Kern" ran. Man schreit gegen die negativen Empfindungen an - das kann sie vielleicht zeitweise übertönen, aber sie bleiben. Für mich wars und ists besser, mich um den Ursprung zu kümmern. Das geht ganz gut mit dem Kunstgriff, die negativen Gefühle zu personalisieren, sie also wie gesagt einem kindlichen Teil zuzuordnen. Wahrscheinlich ist das psychologisch nachvollziehbar, weil solche Gefühle doch sehr an ein kindliches Wesen in seiner Unsicherheit, Verlorenheit usw. erinnern.


    Wenn du also wieder deutlich so empfindest, wie in deinen Glaubenssätzen formuliert, dann stell dir mal vor, der kleine Colt kommt zu dir ...und ihm gehts scheisse, er bringt das halt alles mit. Aber du bist das natürlich selbst, und alles was du gegen ihn machst, machst du auch gegen dich selbst. Du kannst ihn aber mit Geduld und Nachsicht auf Kurs bringen. Jedes Ankämpfen gegen diesen schwachen, hilfsbedürftigen Teil ist wie Prügelstrafe.


    Naja, und irgendwie verändert dieser nachsichtige Umgang mit sich selbst auch den nach außen mit anderen. Ist man dadurch von dieser hintergründigen Unsicherheit und dem Minderwertigkeitsgefühl befreit, gibt es keinen Grund, irgendjemanden zu überhöhen, und denjenigen Erfolge einzuräumen, die selbst nicht erreichbar wären. Man sieht Gemeinsamkeiten, erkennt irgendwie die Empfindungen und Motivationen anderer besser, und damit löst sich auch das meiste an negativen Gefühlen anderen gegenüber auf.

    schöner Beitrag :-)

    Zitat

    Man schreit gegen die negativen Empfindungen an - das kann sie vielleicht zeitweise übertönen, aber sie bleiben.

    ich geh sogar noch weiter, alteingesessene Glaubensmuster wehren sich regelrecht wenn man sie derart bezwingen will, das ist zumindest meine Erfahrung, das geht ne Weile und ne gehörige Portion Nicht-in-sich-reinhören vorrausgesetzt gut und dann brodeln die Glaubensmuster quasi über den Rand des Unterbewusstseins. Z.B. wenn man gegen Selbstabwertung mit einer "ich hab mich lieb"-Affirmation angeht kriegt man spätestens wenn das über-den-Rand-brodeln erfolgt so dermaßen das kotzen und aus Abwertung wird blinder und höllisch wütender Hass ;-D


    Mir scheint die theoretische Reihenfolge Erkennen, Akzeptieren und Beobachten, Nicht-mehr-nähren und schließlich vllt ganz ganz sanft entgegen wirken sinnvoll. (theoretisch weil es so nicht läuft^^ dabei macht man immer wieder Rückschritte und kurze Ausflüge in alte Geflide)


    Manches stellt übrigens schon zum Zeitpunkt der Akzeptanz kein gravierendes Problem mehr dar in dem Sinne dass es nicht mehr bestimmend ist und keinen Druck ausübt dass man es schnell beseitigen müsste um irgendwie "normal" zu sein.


    Die inneres-Kind-Methode erfordert glaube ich schon eine gewisse Grundakzeptanz, mir hilft die Vorstellung manchmal aber oft habe ich mir Schwächen noch nicht in ausreichend Weise erlaubt als dass es funtioniert. In solchen Fällen wäre es dann eher konkraproduktiv weil die Vorstellungung eines kleinen Selbst dann irgendwie eklig ist. Zusätzlich ist es vllt auch irgendwie Geschmackssache und noch zusätzlicher: sollte man zur Persönlichkeitsspaltung neigen besteht in der Methode vllt sogar eine gewisse Gefahr das zu verschärfen (wobei ich hier nicht von psychischen Krankheiten rede, sondern nur von meiner Meinung nach häufig stattfindenden Abtrennung von Teilaspekten von sich selbst die man vor sich selbst oder anderen vergräbt).

    ihr macht euch ja echt viele (viel zu viele) gedanken über euch selbst. man muss nicht hinter jeder regung einen sozialen oder psychologischen defekt vermuten. manche leute sind halt introvertiert (egal jetzt mal warum, ich selbst auch) manche männer sind toll, manche scheisse. genauso gibt es einen haufen scheisse fraueno:)


    glaube das kommt auch auf die frau an. stille wasser sind tieeef ;-) denke dass frauen die nach aussen hin sexy sind, also mit aufgemachtem aussehen provozieren im bett eher verklemmt oder oberflächlich sind (sag mal zickig :=o, ist ja auch anstrengend immer top auszusehen, da hat men kein verständnis mehr für unsichere männer über). das deckt sich auch mit gesprächen die ich mit männern hatte (und ich habe nur männer-freunde 8-)) ausserdem machen sie euch viel nervöser im bezug auf versagensängste. bei treffen die auf sex hinauslaufen sollen, sind die erwartungen so hoch, dass sich das blut alle im gehirn sammelt -nein da geht nichts mehr.


    sucht euch ne Liebe, baut bisschen freundschaftliches vertrauen auf, macht euch schöne abende, neckt euch ein bisschen. versucht sex (leicht gesagt) auszublenden. nur weil ihr ne latte habt die man streicheln kann, heißt das noch lange nicht dass ihr jetzt rammeln müsst. so ne frau ist dann viel offener und nicht so "erfolgsorientiert". was lange währt...in so einer beziehung wird dann der sex auch leichter viel offener und experimenteller, unkomplizierter und spaßiger sein können. und öhömm, ältere frauen haben mehr natürlichen spaß am sex und nehmens nicht mehr so schwer ;-) das mann mal nicht kann kommt öfter vor, da kann man auch zusammen drüber lachen :)_. bei jemanden den du wirklich magst relativiert sich deine eigene "schwäche" (die dann schwupps verschwunden ist). nehmts nicht so schwer, sexträume sind auch für andere träume, die sich oft nicht erfüllen. man kann nicht auf allen hochzeiten tanzen.

    Zitat

    bringt aber mehr Selbstbewusstsein.

    Das Selbstbewusstsein ist bei mir ein ewiges auf und ab. Gerade wenn es darum geht, auf fremde Menschen zuzugehen.


    Es gibt Tage, da bin ich total kontaktfreudig, versuche auf andere zuzugehen, Kontakte zu pfelgen.


    Dann gibt es Tage, an denen ich in alte Verhaltensmuster zurückfalle. Ich lasse alles "schleifen", gebe mir keinerlei Mühe, bin total unmotiviert, einfach lustlos. Schonmal wechsel ich ein Wort mit der Angestellten im Fitnessstudio, dann gibt es Tage, an denen ich einfach nur "Hallo" sage. Zu mehr habe ich keinen Bock :-/. Dann trainiere ich für mich alleine, ohne mit jemanden zu quatschen, wirke irgendwie ruhig und zurückhaltend. Habe keine Lust ein Gespräch anzufangen, an diesen Tagen verstehe ich selber nicht wieso das so ist. Mir macht es manchmal überhaupt nichts aus, nicht zu sprechen.


    .


    Dann kurz zur Frau welche ich beim Radfahren kennengelernt habe. Sie hat sich bei mir gemeldet, ich habe dann vorgeschlagen an Tag XY mit ihr etwas zu radeln, ggf. hätte man nachher noch etwas trinken können. Sie hat gesagt, dass sie eventuell vorbeikommt. Von da an war mir schon klar, dass sie nicht kommen wird. Ich hatte keine klare Zusage. Da ich sehr geduldig bin, habe ich eine halbe Stunde auf die gewartet, sie kam nicht, dann bin ich alleine gefahren. Ich habe mich nicht mehr bei ihr gemeldet, sie sich genauso wenig bei mir.


    Ich mein, was solls ???, so ist es halt und ich bin es schließlich gewohnt ;-).

    @ mami33

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    ihr macht euch ja echt viele (viel zu viele) gedanken über euch selbst.

    Das Leben wär sonst einfach todlangweilig ;-D;-)

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    man muss nicht hinter jeder regung einen sozialen oder psychologischen defekt vermuten.

    ne, ist die Psyche gut aufgeräumt ohne größere Leichen zu beeinhalten ist das nicht nötig, es wäre allerdings fatal falls es was zu finden gibt das zu übertünchen, Leichen im Psychenkeller neigen dazu zu Zombies zu werden, im besten Fall äußert sich das noch in Unglücklichkeit in schlimmeren kriegt man massive Probleme.

    Zitat

    manche leute sind halt introvertiert

    ich halte Introvertiertheit für extrem selten, meiner Meinung nach hat ein Großteil der Introvertierten ganz banal einfach nur Angst. Ich bin mir nicht mal sicher ob es das wirklich gibt ohne eine vermeidende Ursache zu haben.


    Klar, wenn man sagt, ich hab die Angst, akzeptiere und arragiere mich damit kann man von "egal" sprechen, aber einfach zu sagen "man ist halt introvertiert" ist mir persönlich zu einfach. (und ich hab das längere Zeit versucht mir einzutrichtern, aber wo soll es hinführen sich selbst zu belügen?)

    An die Mami:


    Netter Beitrag (stelle mir ja schließlich auch vor, dass es so funktioniert, wie auch sonst? ;-D), aber:

    Zitat

    sucht euch ne Liebe, baut bisschen freundschaftliches vertrauen auf, macht euch schöne abende,

    Dieser Satz ist dann der Knackpunkt an der Sache und der Grund warum vielleicht auch andere hier sind und die Zeit damit verbringen rumzugrübeln: Wenn es eine nette Frau gibt (zu der ich womöglich sogar eben eine freundschaftlich-vertrautes Verhältnis habe), dann tut sie natürlich einen Teufel und verbringt mit mir alleine einen Abend.

    s.wallisii

    Zitat

    ich halte Introvertiertheit für extrem selten, meiner Meinung nach hat ein Großteil der Introvertierten ganz banal einfach nur Angst.

    Aber was war zuerst da? Ich beobachte das an meinen Sohn, er war introvertiert, sehr sogar, und kleine Kinder gehen damit ganz normal um. Die Angst kommt dadurch, dass introvertierte Menschen nicht wirklich zu einer Gruppe gehören, dadurch auffallen und das ist im Kindes- und Jugendalter "tödlich". Ich glaube, die Angst ist sekundär, sie ist das Ergebnis schlechter Erfahrungen.

    nur weils grad zu roadrunner und seinem radfahrdate paßt -


    ich hab gestern meinen sohn, seinen freund und dessen gerade-noch-nicht-freundin, sprich, die beiden hatten ein kennenlernen in der disco und ein treffen mit gemeinsamen freunden hinter sich, nach hause gekarrt, und mit offenen ohren den gesprächen gelauscht...


    sie sollte ich bei einem einkaufszentrum absetzen, kurz davor meinte der freund meines sohnes zu ihr, ob sie noch mit schwimmen gehen würde und ohne pause und auf antwortwarten, er würde sie um diese uhrzeit mit dem rad abholen und sie nickte bloß. also kein herumfragen, kein herumüberlegen, sondern einfach bestimmen... und auch das gerede vorher, der hat nicht überlegt, was er sagt und es war viel so sinnloses zeugs über eine band, über ein autoradio, was weiß ich, alles was ihm so einfiel, dabei...

    @ Monika65

    Zitat

    Aber was war zuerst da?

    hm.. coole Frage :-D bei mir war das auch so, ich soll angeblich sogar als Baby extrem still gewesen sein...


    Aber die Introvertiertheitsjacke passt mir einfach nicht, wie soll ich mir das anders erklären als damit dass ich eben gar nicht introvertiert bin?^^


    Ich wette übrigens viele Menschen im RL würden mir ohne weiteres die Introvertiertheit attestieren.

    Zitat

    Ich glaube, die Angst ist sekundär

    aber woher weiß ich dass ich nicht schon Baby Angst oder andere Gründe zur dargestellten Introvertiertheit hatte? ;-D Warum sollte man nicht z.B. ängstlich zur Welt kommen? Vllt hat der Schlüsselbeinbruch mir gesagt hey das Leben ist schmerzhaft mogel dich am besten unauffällig durch. ;-D (Das sind Gedanken die für mich keine Relevanz haben und nur zeigen sollen dass es kaum Sinn macht über so weit zurückliegendes nachzudenken, da wär anhand psychologischer Analyse bis hin zur religiösen Einstellung so vieles konstruierbar, man weiß es halt einfach nicht mehr und damit ist es im Vergleich zu erinnerbaren Erfahrungen kaum nützlich)

    Zitat

    Die Angst kommt dadurch, dass introvertierte Menschen nicht wirklich zu einer Gruppe gehören, dadurch auffallen und das ist im Kindes- und Jugendalter "tödlich".

    ich erinnere mich eher so dass man dann halt einfach integriert wird wobei es möglich ist sich bei von außen kommenden Integrationsversuchen so abweisend zu verhalten dass man wieder in Ruhe gelassen wird. Hab ich auch schon gemacht und führe das ebenfalls auf Ängste zurück und nicht umgekehrt.

    @ mami33

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    ihr macht euch ja echt viele (viel zu viele) gedanken über euch selbst. man muss nicht hinter jeder regung einen sozialen oder psychologischen defekt vermuten.

    Wenn man mit 30 noch keine Beziehung hatte, keinen GV, was i.A. als "ungewöhnlich" gilt, dann sollte man sich doch Gedanken machen. Zumindest sofern man mit dieser Situation unzufrieden ist. Und die meisten hier, haben doch akzeptiert, dass es an ihnen selber liegt. Die Barrieren, die mir eine Partnerschaft "verwehren", behindern mich doch auch in meinem restlichen Leben.


    Aber für mich ist die seelische Genesung ein Fulltime-Job geworden. Ich sehe enorme Fortschritte, aber leider kein Ende in Sicht.


    Und da hast du vielleicht Recht: Was kommt danach? Gute Frage. Ich unternehme z.B. rein gar nichts um Frauen kennen zu lernen. Und da ich auch kein ausgeprägtes soziales Netzwerk habe, in dem ich permanent Leute kennenlerne, passiert da auch nichts.


    Aber ich denke man sollte das "Setup" mal halbwegs richtig konfigurieren, bevor man das System zum laufen bringt, sonst laufen da ein Leben lang irgendwelche "Zombies" im Keller rum.

    Zitat

    manche leute sind halt introvertiert (egal jetzt mal warum, ich selbst auch) manche männer sind toll, manche scheisse.

    Hier im Faden wurde ja schon ausgiebig abgearbeitet, das Introversion sagen wir zumindest nicht förderlich ist, was die Partnersuche bei Männern angeht. Mir bleibt diesbezüglich ein Satz im Kopf, der hier vor kurzem fiel: Introversion ist kein Problem, sofern man nicht darunter leidet.

    @ Copper

    So wie es mir scheint hast Du doch auch schon mal auf der Couch gelegen oder schlaue Bücher gelesen?