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    Das grosse Problem ist das Selbstwertgefühl, das jemand hat, der nie Erfolg hatte.

    Erfolg ist das Eine.


    Dort ist einfach nur eine Lücke, welche die nicht gefüllt ist.


    Das was überall in den Medien gezeigt wird, dass worüber all deine Freunde reden, du weist nicht wie es ist. Das stört mich mit am meisten. Die meisten durften ihre Erfahrungen machen und ich muss diese noch sammeln, am Tag xy.


    Dabei würde ich garnicht mal sagen, dass meine Austrahlung darunter leidet. Man ist zufrieden, akzeptiert es, da man es oft total verdrängt, trifft Frauen und ins Bett springen sie noch lange nicht mit einem. Aus mir noch unbekannten Gründen verlieren Frauen das Interesse an mir, oder ich an ihnen, denn vielleicht zeige ich selber nicht genug Interesse.


    Ich werde mich in Zukunft darum bemühen, jede Chance, in der ich die Gelegenheit habe unter Menschen zu kommen wahrzunehmen. Am Wochenende ist "Party" angesagt, aber ich kann mich nicht dazu bewegen dort zu erscheinen. Ich kenne dort einfach zu Wenige.

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    Das Problem ist, dass viele JM (mich früher eingeschlossen) Sex und vorallem!! ihre Jungfräulichkeit zum Mittelpunkt des Lebens machen und weil sie ihn nicht haben werden sie "depressiv".

    Das kenne ich auch nur zu gut. Früher ging es mir oft so, manchmal auch noch heute an bestimmten Tagen. Man beschäftigt sich immer am intensivsten mit der Sache die man als sein größtes Problem wahrnimmt.

    @ roadrunner

    Die Situation mit deiner Radfahrbekanntschaft zeigt mal wieder wie unverständlich weibliche Handlungen sind. Erst meldet sie sich was ein sehr gutes Zeichen ist. Dann hat sie plötzlich kein Interesse mehr und kommt nicht zum Treffen. Was soll das??? Erst Interesse und dann doch nicht.:-/ Plkötzliche Wandlung ihrer Meinung oder warum hat sie sich überhaupt gemeldet wenns dann nicht weiter gehen soll???


    Frauen sind unverständliche Wesen.

    @ Copper

    Nachdem ich eininge Tage abwesend war komme ich auf deinen Beitrag zurück.

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    Aber wer, wenn nicht du selbst, kann dein Leben deinen Vorstellungen anpassen? Was für ein Kwak willst du sein? Es wäre ein Schritt in die richtige Richtung, wenn du dich akzeptierst, mit deinen Schwächen und Stärken, wenn du klare Werte und Ziele entwickelst. Dann hast du eine Handlungsgrundlage, eine Position, von der du alles andere betrachten und in Angriff nehmen kannst.


    Ich denk, das ist das, was dir fehlt... nicht die Freundin, Sex oder was auch immer. Offensichtlich wird dir halt nur, das du im Gegensatz zu vielen anderen Männern keine Freundin hast, aber das ist nur der sichtbare Teil... die Spitze des Eisbergs. Ne ganze Menge bleibt unsichtbar, du siehst den anderen nicht an, wofür sie stehen, was sie wollen und warum sie sich DESWEGEN mit bestimmten Menschen zusammenfinden.

    Ein zentrales Problem ist, dass ich keine wirkliche vorstellung habe wie mein Leben aussehen sollte. Die aktuelle Situation gefällt mir nicht besonders. Aber mir fehlt eine Alternativvorstellung wie es besser sein könnte.


    Ich weiß, dass die nicht vorhandene Freundin nicht das ist was felht. Mir fehlen die Grundlagen dafür. Ich habe Zweifel ob ich für eine Beziehung überhaupt geeignet bin. Viele Probleme sind unsichtbar und ich habe erst einen Teil davon erkannt. Ich kann mich leider schlecht selbst beobachten.

    @ kwak

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    Ein zentrales Problem ist, dass ich keine wirkliche vorstellung habe wie mein Leben aussehen sollte.

    Im Leben braucht es wenigstens eine grobe Zielvorstellung, die Orientierung gibt. Dass man ansonsten desorientiert und kraftlos durchs Leben geht, das wundert dann nämlich nicht. Wie sollst du einen Weg beschreiten, wenn du nicht weißt auf welchen du willst? Man hat doch immer irgendwelche Ziele. Du solltest ja auch nicht den Fehler machen und die nächsten 30 Jahre im Kopf haben, auch nicht die nächsten 20, sondern schau vielleicht nur mal auf die kommenden 5 Jahre. Was möchtest du in der Zeit gern erreichen? Und ab dem Punkt kann man sich an die Arbeit machen. Aber das muss man wollen...

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    Viele Probleme sind unsichtbar und ich habe erst einen Teil davon erkannt. Ich kann mich leider schlecht selbst beobachten.

    Da gebe ich Zottelbaer völlig recht, du siehst das Problem an sich und weißt genau, du kannst es allein kaum bis gar nicht beheben, aber jemanden der sich ein paar Stunden mit dir hinsetzt und das Problem recht zügig erkennen wird, den lehnst du ab.


    Natürlich ist das rein emotional betrachtet nicht unbedingt ein leichter Schritt in eine Therapie, objektiv betrachtet ist es das normalste von der Welt heutzutage! Was meinst du wieviele Menschen schon mal in Therapie gewesen sind und wieviele diesen Schritt noch tun werden? Am dramatischsten sind auch die Fälle, von denen man glaubt zu wissen, dass sie diesen Schritt früher oder später so oder so gehen werden, spätestens dann, wenn sie einen Suizidversuch oder ähnliches hinter sich haben und zwangseingewiesen werden. Das ist nicht konkret auf dich bezogen, ich unterstelle dir nicht, dass du irgendwann so etwas tun wirst.

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    Im Leben braucht es wenigstens eine grobe Zielvorstellung, die Orientierung gibt.

    ein Haus bauen, eine Familie gründen und einen Baum pflanzen? Nein mal ehrlich- davon halte ich nichts. Es gibt nicht immer und für jeden die Orientierung.

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    eine Therapie, objektiv betrachtet ist es das normalste von der Welt heutzutage!

    Das sagt sich so leicht hin. Ich hatte auch mal mit dem Gedanken gespielt, aber was soll man dem dann sagen!? "Mir geht's seit längerm irgendwie nicht so gut, eigentlich weiß ich gar nicht was mein Problem ist...." Da sitzen Menschen, die in ihrer Kindheit schlimme Dinge erlebt haben, Scheidungskinder, Vergewaltigungsopfer, Menschen die nach Unfällen entstellt sind etc. und dann kommt da einer hin, der irgendwie unzufrieden mit seinem Leben ist, aber auch nicht so recht weiß was eigentlich los ist. :-| Versteht mich nicht falsch, ich sage nicht, dass es schlecht wäre eine Therapie in Erwägung zu ziehen, ich wüsste nur nicht, wie man die Notwendigkeit dafür einem Therapeuten vermitteln sollte ohne sich mit Hinweis mehr zu schlafen, mehr Sport zu treiben und sich gesünder zu ernähren abwimmeln zu lassen.

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    Plkötzliche Wandlung ihrer Meinung oder warum hat sie sich überhaupt gemeldet wenns dann nicht weiter gehen soll ???

    Vielleicht aus Mitleid?


    "Er war so nett, da muss ich mich doch wenigstens mal melden".


    Doch es war mir vorher schon klar, wenn sie sagt sie kommt "eventuell" zum Radeln, ist das doch ein klares Nein. Sie kam wie bereits erwähnt nicht, keine Absage, garnichts.


    Ich habe es mittlerweile vollkommen verdrängt, was nützt es noch sich darüber weitere Gedanken zu machen:-).

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    Man hat doch immer irgendwelche Ziele.

    Wer sagt das? Ist das ein Naturgesetz?


    Ich kenne das Gefühl der Ziellosigkeit, und es ist nicht angenehm. Beachte, dass es einen Unterschied gibt zwischen


    "Dies und jenes würd ich gern erreichen, aber ich bin zu faul/feige, es anzupacken."


    und


    "Ich hab keine Ahnung, was ich machen soll. Ich habe eigentlich keine weiterreichenden Wünsche oder Ziele außer nicht hungern und frieren zu müssen."


    Letzteres ist ein furchtbarer Zustand. Und sorry Kwak, ich hab wenig Ahnung, wie man ihn behebt. Vermutlich muss man sich einfach willkürlich ein Ziel setzen, auf welches man dann hinarbeiten kann, auch wenn man nicht hundertprozentig davon überzeugt ist.


    Letztendlich läuft es wohl darauf hinaus, dass man den Sinn des eigenen Lebens nicht FINDEN, sondern ERFINDEN muss.

    Monika65

    Ist so eine Befürchtung von mir- es gibt ja viele Hypochonder und manch einer steigert sich vielleicht auch zu sehr in was rein und ist vielleicht gar nicht so "krank", dass er einen Therapeuten braucht. Der Ruf nach dem Therapeuten erscheint immer so als Wundermittel, als Lösung aller Probleme. Als Flucht vor der eigenen Verantwortung sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. So als ob es für jedes Leiden eine Wunderpille gebe, die man einfach nimmt und schon wird alles gut.

    Cabana

    Wenn jemand so ein Hypochonder ist, dass er sich in etwas hineinsteigert, was so nicht vorhanden ist, braucht er erst recht eine Therapie. Das wäre sozusagen der klassische Kandidat dafür. Therapie ist auch nicht einfach eine Pille, mitnichten, der Vergleich könnte nicht weniger daneben gehen, weil sie normalerweise viel Arbeit bedeutet.

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    Flucht vor der eigenen Verantwortung sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.

    So soll es natürlich auch nicht sein, die Therapie soll genau dazu verhelfen. Man legt sein Schicksal und seine Entscheidungen nicht in die Hände eines Therapeuten, sondern arbeitet mit ihm an sich selbst und das ist harte Arbeit, ich verstehe jeden, der davor zunächst mal einfach Angst hat. Natürlich könnte man an einen schlechten Therapeuten geraten, und ein wesentliches Kriterium dafür wäre jemand, der dir versucht, seine Sicht der Dinge aufzudrängen, dir regelrechte Handlungsanweisungen gibt. Sowas hört man ja immer wieder mal und so jemand ist ein schlechter Therapeut. Deshalb macht man auch Probestunden aus, um erstmal zu sehen, wie es laufen würde. Etliche Therapien sind auch einfach Techniken, die man erlernen kann, Techniken, um mit sich und äußeren Situationen besser umzugehen. Das kommt aufs Ausgangsproblem an, letzteres ist zum Beispiel bei Ängsten geeignet.