@ kwak

    Kanns denn sein, dass deine "Sinnkrise" auch darin begründet ist, dass du Schwierigkeiten hast, dich irgendwo zu integrieren - aus Angst zum Beispiel? Damit wärs nämlich keine Sinnkrise, sondern nur die Abneigung, dich genau dieser Sache zu stellen. Und damit würdest du den Lösungsansatz von dir schieben und dir stattdessen lieber noch ein neues Problem erfinden.


    Also keine Arbeit macht Spaß, und kein Ort ist angenehm, wenn man keinen Bezug zu den Leuten dort hat. Im Gegenzug ist alles halb so schlimm, wenn du dich zum Beispiel unter deinen Kollegen halbwegs wohl fühlst.


    Und du kannst mir glauben, dass es keine Charakterfrage ist, sich unter anderen Leuten immer nur fehl am Platz zu fühlen - da steckt schon mehr dahinter, was man in den Griff bekommen sollte - und kann.

    Wär wohl eine begründete Ahnung, nur wird dies wohl wieder im Keim erstickt. Damit will ich nicht dir, Kwak, ans Bein fahren, aber du wirst wohl selber merken, dass das Problem kaum an deiner Umwelt liegt, sondern an dir.


    Die Wirtschaftslage ist beschissen, ja. Das bestreitet niemand. Dennoch kriegen Leute Jobs. Ein Bekannter von mir hat die letzten paar Jahre in Berlin gearbeitet. Er ist drei Jahre jünger als ich. Jetzt kriegt er einen genialen Führungsjob in der Schweiz. Trotz der schlechten Lage. Wie geht das? Er ist gut und hat sich ins Zeug gelegt.


    Bist du schlecht? Hast du dich nicht ins Zeug gelegt?

    @ Copper

    Zitat

    Kanns denn sein, dass deine "Sinnkrise" auch darin begründet ist, dass du Schwierigkeiten hast, dich irgendwo zu integrieren - aus Angst zum Beispiel?

    Ja, das spielt auch eine Rolle ist aber nicht das Hauptproblem.


    Ich habe das Gefühl es muss mehr im Leben geben als ins Büro und wieder nach Hause zu gehen. Nur ich kann dieses "mehr" für mich nicht finden.

    @ mrk82

    Natürlich gibt es auch Leute die jetzt trotz der schlechten Lage einen Job finden. Zur Zeit haben es Berufseinsteiger besonders schwer. Die meisten Unternehmen bevorzugen Leute die schon Berufserfahrung haben. Es ist eben Pech, dass ich gerade jetzt auf Stellensuche gehen muss. Wenn die Krise vorbei ist sieht es auch auf dem Arbeitsmarkt wieder besser aus. Nur das wird noch etwas dauern.

    Zitat

    Bist du schlecht? Hast du dich nicht ins Zeug gelegt?

    Ich bin nicht schlecht und ins Zeug gelegt habe ich mich auch. Das beweist mein abgeschlossenes Studium.

    @ smile-4-me

    Zitat

    Mach nicht den Fehler und schließe von einem Unternehmen auf alle anderen. Und wie mrk82 schon sagte -ich glaube er war es- es ist oft etwas anderes, wenn du als Praktikant in ein Unternehmen kommst oder als fester Mitarbeiter.

    Die Schwierigkeiten die ich beim Praktikum hatte lagen nicht an diesem Unternehmen sondern daran, dass die Situation für mich völlig neu war und einiges ganz anders war als ich erwartet hatte. Ich habe einige Zeit gebraucht um mich an die neue Situation zu gewöhnen. Das wäre in jedem Unternehmen so gewesen. Mit meinen Praktikumsunternehmen war ich zufrieden und ich denke ich hatte es dort gut getroffen. Mit den meisten Leuten dort kam ich gut zurecht.

    @ Cabana

    Ich versuche zur Zeit das ein oder andere alte Hobby von früher wieder zu beleben um auf andere Gedanken zu kommen. Und wenn ich mich jetzt im Zimmer so umsehe liegt da genug alter Kram rum den ich endlich mal zu verkaufen versuchen sollte. Vielleicht brings ein par euros. Musss ich endlich mal machen.


    Mal eine Frage: Wie ist es mit dir und dem Mädel weitergegangen? Wenn du schon etwas dazu geschrieben hast habe ich es wohl überlesen. Habe in den letzten Tagen nicht alles mitbekommen.

    Zitat

    Und wenn ich mich jetzt im Zimmer so umsehe liegt da genug alter Kram rum den ich endlich mal zu verkaufen versuchen sollte. Vielleicht brings ein par euros. Musss ich endlich mal machen.

    ...ebay ;-)!

    Zitat

    Das beweist mein abgeschlossenes Studium.

    Ich freue mich auf den Tag, an dem ich mein erstes eigenes Geld verdiene bzw. nicht mehr "lernen" muss. Man lernt zwar sein ganzes Leben, aber ich beziehe mich auf der Lernen für Prüfungen etc.


    Zunächstmal eine Wohnung, im Urlaub möglichst viel reisen.


    All diese Vorstellungen zeigen aber nur mich alleine, eine Partnerin ist da garnicht drin enthalten. Liegt halt außerhalb meines Vorstellungsvermögens.

    Zitat

    Wie ist es mit dir und dem Mädel weitergegangen?

    Na ja wir sind jetzt zusammen, obwohl ich mich nicht so toll dabei fühle wie man annehmen sollte (wenn man eine Beziehung hat). Sie ist, wie sich jetzt heraus stellt intellektuell nicht grad die hellste und ihre Allgemeinbildung ist katastrophal! :|N Wenn wir zusammen Zeit verbringen, genieße ich das schon- ich mag sie, aber tiefere Gespräche sind da nicht drin. Ist ne ziemlich blöde Situation, weiß auch nicht, wie das weiter gehen soll. :-/

    @ Cabana

    Früher oder später löst sich das von selbst. Spätestens dann, wenn man begriffen hat, dass man durch das Inkaufnehmen -schreibt man das so?- dieser Beziehung nicht frei ist für etwas, das einen wirklich erfüllen kann. Irgendwann wird einem das klar und man beginnt sich auszumalen wie es mit einem Partner ist, für den man wirklich etwas tiefgehendes empfindet und mit dem man wirklich etwas teilen kann und nicht nur das Bett.


    Fair wäre natürlich ehrlich zu sich selbst und auch zu dem Mädel zu sein. Dass dir das schwer fällt kann ich allerdings sehr gut verstehen. Mach dir nicht zuviele Gedanken, es wird sich sicherlich von selbst lösen. Pass in der Zeit nur auf die Verhütung auf, nicht dass du irgendwann unangenehm überrascht wirst und dann nicht mehr so leicht aus dieser Sache rauskommst.

    Zitat

    Sie ist, wie sich jetzt heraus stellt intellektuell nicht grad die hellste und ihre Allgemeinbildung ist katastrophal!

    Dennoch hast Du es richtig gemacht, Dich mit ihr einzulassen. Ich bin z.B. bzgl. der Bildung / Intelligenz viel zu anspruchsvoll. Ohne jetzt arrogant erscheinen zu wollen und mit dem Wissen, dass ich selbst nicht der Intelligenteste bin*, sind mir die meisten Menschen echt zu "hohl". Eine Frau, die mich interessiert, muss keine Grüblerin sein, aber sie sollte schon einen "saftigen Kürbis" zwischen den Schultern tragen.


    (*Ich bin selber in vielen Dingen stark vereinfachend und muss Dinge zigmal lernen, bevor ich sie verinnerlicht habe.)


    Es ist erwiesen, das Akademiker und intelligente Menschen mehr Schwierigkeiten bei der Partnersuche haben, und dass sich das "Entjungferungsalter" mit steigendem Bildungsgrad nach hinten verschiebt.


    Aber mal eine ganz andere Frage: Du hast doch jetzt regelmäßig GV. Läuft das denn zu Deiner Zufriedenheit? Ich meine, all Deine Blockaden etc. müssten doch gefallen sein, d.h. Dein eigentliches Problem als JM ein "Opfer" zu sein, dürfte doch jetzt weg sein oder?

    Zitat

    Ich meine, all Deine Blockaden etc. müssten doch gefallen sein, d.h. Dein eigentliches Problem als JM ein "Opfer" zu sein, dürfte doch jetzt weg sein oder?

    Das "Opfer"-Gefühl zum Kreis der Nicht-Eingeweihten zu gehören ist sicher nicht mehr so da. D.h. ich hab das nicht als einen großen Akt gesehen, wie etwa das Abitur, einen Studienabschluss oder eine Heirat. Es ist einfach so passiert und man lebt weiter. Bin dadurch kein anderer Mensch geworden. Viel mehr Erfahrungen hat mir das jetzt aber noch nicht gebracht: würde unsere Beziehung jetzt in die Brüche gehen, stünde ich am selben Punkt wie vorher. Denn meine Ausstrahlung, mein Wesen, meine Art und Weise auf Frauen zu zugehen oder auch nicht, hat sich ja nicht geändert! Ich bin kein selbstbewussterer oder schüchternerer Mensch geworden.


    Der GV? Na ja- wir sehen uns nicht jeden Tag und die Gelegenheit, dass ihre oder meine Eltern mal nicht da sind ergibt sich wohl nur am Wochenende. Außerdem war ich vor kurzem zwei Wochen im Urlaub, beide haben wir momentan schulisch zu tun- von daher kann von Regelmäßigkeit keine Rede sein! ;-) Rein technisch gesehen klappt es noch nicht so, wie ich mir das vorstelle. Ich weiß nicht, was wir an der Stellung falsch machen, jedenfalls komm ich nicht vollständig in sie rein. %-| Der Sex ist sicher schön, aber bei weitem nicht so erfüllend, wie es sicher sein könnte.

    Zitat

    Ich freue mich auf den Tag, an dem ich mein erstes eigenes Geld verdiene bzw. nicht mehr "lernen" muss. Man lernt zwar sein ganzes Leben, aber ich beziehe mich auf der Lernen für Prüfungen etc.

    Ich bin froh darüber die Lernerei für Prüfungen hinter mir zu haben. Das hat mich oft genug Nerven gekostet. Mit dem eigenen Geld ist das so eine Sache wenn die Situation so beschissen ist wie jetzt. Wird wohl noch etwas dauern.

    Zitat

    All diese Vorstellungen zeigen aber nur mich alleine, eine Partnerin ist da garnicht drin enthalten. Liegt halt außerhalb meines Vorstellungsvermögens.

    Geht mir genauso nur mit dem Unterschied, dass es mir schwer fällt überhaupt eine Vorstellung von den nächsten Jahren zu entwickeln die mir gefällt und dabei realistisch ist.

    Zitat

    Geht mir genauso nur mit dem Unterschied, dass es mir schwer fällt überhaupt eine Vorstellung von den nächsten Jahren zu entwickeln die mir gefällt und dabei realistisch ist.

    Also das mit den alten Hobbies klingt gut Kwak. Und das solltest Du auch forcieren. Denn wenn das Studium vorbei ist, man im Job ist, dann hat man erstmal das Gefühl frei zu sein. Man merkt aber ziemlich schnell, dass das Leben eigentlich vorbei ist.


    Denn was soll noch großartig kommen? Du bist im Trott. Auch wenn man heutzutage selten noch 30 Jahre im gleichen Unternehmen arbeitet. Die vorprogrammierten "Lebensbrüche", wie Kindergarten -> Schule; Schule -> Uni; Uni -> Job passieren nicht mehr. Das ist zumindest mein Eindruck momentan. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mich auf meinen Genesungsprozess konzentriere und meinen Job und meine Karriere vernachlässige.


    Und dieses Gefühl kann auch eine Art Sinnkrise herbeiführen. Aber das Rezept dagegen ist vermutlich einfach (wenn auch nicht einfach umzusetzen): Sinnvolle Hobbies schaffen, die einen ausfüllen und Bekannte zulegen.

    Zitat

    Also das mit den alten Hobbies klingt gut Kwak.

    Wenn es sich dabei um Tanzen, Mountainbiking, Schwimmen, Verreisen, Party machen, Partei- oder Vereinsarbeit, Wandern, Laufen, Zeitung lesen im Straßencafe, Kuchen und Pizza backen und mit Freunden aufessen, musizieren, grillen, Freunde besuchen, Frauen anbaggern, ins Kino gehen, ins Stadion gehen, Fußball spielen, Kampfsport, Extrem-Beaching, singen, im Bierzelt auf Tischen tanzen oder etwas ähnliches handelt würde ich zustimmen.


    Falls es um Briefmarken und Münzen geht, wäre ich weniger optimistisch. ;-)