Also es ging um die soziale Integration, bei den einen Verein klappt es so langsam und bei den anderen gehe ich eigentlich nur hin, um für mich selbst watt zu machen. Da Menschen kennen zu lernen ist schwierig.

    colt 2.0:

    Zitat

    Weiß ich noch nicht so 100%ig. Es gibt ja einen Grund, warum ich diese Urangst verspüre.

    Meinst Du denn das diese Urangst dann leichter zu überwinden ist wenn die den (die) Gründe dafür weißt?

    Zitat

    Meine Therapie ist:


    1. Selbstbild und interne Prozesse analysieren

    Damit bist Du doch schon recht weit oder?

    Zitat

    2. Neues Selbstbild gestalten und "einspielen"

    Ich glaube ja, das ein neues Selbstbild sich nicht alleine durch denken einspielen läßt sondern in Kombination mit Verhaltensänderungen die man sich wünscht.

    Quantum Race:

    Zitat

    Das wichtigste wäre natürlich erstmal ein Freundeskreis um am normalen Leben teilnehmen zu können. Ohne Freunde ist total unausgeglichen.

    Eine wichtige und richtige Erkenntnis. Ein Freundeskreis wo man sich wohlfühlt macht ausgeglichener und hilft dem Selbstvertrauen auf die Sprünge. Sowas kann natürlich auch ein Verein sein.

    Zitat

    Ich glaube ja, das ein neues Selbstbild sich nicht alleine durch denken einspielen läßt sondern in Kombination mit Verhaltensänderungen die man sich wünscht.

    Tja, da beißt sich die Katze irgendwie in den Schwanz. Es gab dazu mal einen Thread, was mit: "Erfolg bei Frauen und Selbstbewusstsein, ein Teufelskreis".


    Ich lese z.B. diesen Beitrag hier (sitral84):


    http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/479447/11/


    Und mir wird ganz anders, weil ich weiß, dass sie mit vielem Recht hat. Wie gesagt, der Schritt zur Tat ist mir in der Vergangenheit bisher nur 2-3 Mal geglückt. Aber keine konstanten Bemühungen, weil die Rückschläge halt immer wieder ernüchternd waren.

    colt 2.0

    Zitat

    "Erfolg bei Frauen und Selbstbewusstsein, ein Teufelskreis".

    Das glaube ich nicht das das ein Teufelskreislauf ist. Hab zwar den Link noch nicht gelesen. Man darf nur eben nicht bei "den Frauen anfangen" bzw. sofort an die große Liebe glauben. Sein Leben zu seiner eigenen Zufriedenheit gestalten so das man auch ohne Partnerin glücklich sein kann.

    Es ist nur gesund, das eigene Selbstbewusstsein nicht am Erfolg bei Frauen festzumachen. Dieser vermeintlich Teufelskreis basiert ja vor allem auf Irrglauben. Stichwort Aussehen: Weil er noch keine Frau hatte, hält sich der Unerfahrene irgendwann für besonders unansehlich, z.B. wie der Kollege im Thread, den Colt gepostet hat. Schon leidet das Selbstbewusstein. Das geht mit dem Rest an eigentlich guten Eigenschaften natürlich genauso - alles schlecht, weil man noch keine Frau im Bett hatte.

    Zitat

    Das Nachdenken macht uns eigentlich kaputt, man sieht es daran, da wirklich dumme Leute meistens eine Partnerin haben.

    Dazu hat Colt letztens einen guten Satz geschrieben : Man muss es nur richtig einsetzen das nachdenken. Und es ist auch weniger das nachdenken (was ja eigentlich auch Vorteile hat) sondern mehr das ergebnislose Grübeln) Aber etwas "dümmere" Leute die weniger nachdenken haben es tatsächlich in manchen Berreichen etwas leichter.

    @ colt

    Zitat

    Aber ich möchte doch zumindest behaupten, ich kann KWAK irgendwo verstehen. Ihr müsst auch mal irgendwo einsehen, dass er es nicht anders gelernt hat.

    Ich kann ihn auch irgendwo verstehen, mit dem Verstand und auch emotional. Und jetzt das große ABER...es gibt zwei Möglichkeiten, weiterjammern bis man irgendwann am Ende seines Lebens angekommen ist und auf zig Jahrzehnte Jammerei und Heulerei zurückblickt und darauf nichts konstruktives oder erfreuendes für sich geschaffen zu haben ODER sich eingestehen, dass es da eventuell fremder Hilfe bedarf, um sein Leben mit Freude und Lebenslust gestalten zu können.


    Wer sich für ersteres entscheidet, der soll doch bitte aufhören öffentlich zu meckern und zu maulen, denn der will es nicht anders, das ist leider so. Wer etwas anderes erreichen will, der kann das auch schaffen. Aber er muss eben auch mal über seinen eigenen Schatten springen, Ängste vernachlässigen, Mut und Tatendrang aufbringen. Kwak ist noch so jung und kann noch einiges vom Leben erwarten und noch sovieles erreichen, sich Träume erfüllen. Ehrlich, an dem Punkt kann ich beim besten Willen die völlige Resignation nicht nachvollziehen, es sei denn es handelt sich um eine handfeste Depression. Auch dann würde er professionelle Hilfe brauchen.


    Man muss sich doch einfach nur entscheiden, will ich mein Leben ändern, JA oder NEIN. Das kann ein jahrelanger Prozess sein, so ähnlich wie tam es auch schon sagte, aber dann geht man diesen Weg eben. Alles ist besser als sich mit 30 zu sagen "Mein Leben ist vorbei, ich bin der größte Verlierer auf Gottes Erdboden, mich will niemand, ich bin niemand, ich kann auch sterben gehen"...nein, sowas ist nicht akzeptabel, absolut nicht!

    Zitat

    Kwaks Problem ist also schon ein paar Jahrzehnte vorhanden und zeigte sich nicht erst mit dem Erwachsen werden und der ausbleibenden Anbahnung mit Frauen. Er hatte schon immer soziale Probleme (eine Ausprägung ist der Jungmann) und wurde dann noch in der Schule gemobbt.

    Ja, ich kann das auch alles nachvollziehen. Ich wurde selbst auch gemobbt in der Schule, in der Ausbildung. Gut, jeder Mensch hat auch eine andere Konstitution diesbezüglich, da darf man nicht jedermann über einen Kamm scheren. Doch auch hier das ABER...will ich mein Leben konstruktiv gestalten und wieder genießen lernen oder will ich den Rest meines Lebens in Depressionen verbringen und mich darüber ärgern, dass ja alle anderen um mich herum Schuld an meinem Zustand sind? Man hat nur dieses eine Leben. Ich bin sicher er würde irgendwann -sorry- das Kotzen anfangen, wenn er mit 80 auf sein Leben zurückblickt und NICHTS verändert hat.


    Bei mir läuft auch weiß Gott nicht immer alles glatt, es gibt Dinge, mit denen ich täglich zu kämpfen habe. Aber ich bin mir auch darüber im Klaren, dass ich noch viele Träume habe, die ich verwirklichen möchte, es gibt noch viele Dinge, die ich erleben möchte. Und es kann morgen vorbei sein, woher weiß ich was morgen ist? Carpe diem. Das Leben ist ein Geschenk, auch wenn man es nicht immer so sehen kann. Und die Welt ist groß, es gibt soviel zu entdecken, soviel zu erleben, soviel anzupacken. Das Leben kann ein riesiges Abenteuer sein! Kwak sollte sich helfen lassen, er wird es nicht tun, aber er sollte diesen einzig vernünftigen Schritt tun. Jemand sollte ihm die Augen für das Schöne öffnen, das er wissentlich an sich vorbeiziehen lässt. Es ist nicht verurteilend gemeint, ich denke es hat schon auch eher Krankheitswert bei ihm in Richtung Depression, weshalb sein Verhalten auch nachvollziehbar ist. Aber akzeptabel ist es nicht, warum sieht denn das keiner in seiner Umgebung, dass ihn da einfach jemand rausreißen muss??

    @ Smile

    Also erstens: Du bist eine Frau und hast sowieso alles viel leichter!


    Hehe, war nur ein Spaß. Der musste sein. Mal im Ernst:

    Zitat

    Ehrlich, an dem Punkt kann ich beim besten Willen die völlige Resignation nicht nachvollziehen, es sei denn es handelt sich um eine handfeste Depression.

    Zitat

    Man muss sich doch einfach nur entscheiden, will ich mein Leben ändern, JA oder NEIN. Das kann ein jahrelanger Prozess sein, so ähnlich wie tam es auch schon sagte, aber dann geht man diesen Weg eben.

    Wie gesagt: Die Selbsterkenntnis ist aus meiner Sicht einer der wichtigsten Schritte. Und da sehe ich bei KWAK die Zeit noch nicht gekommen. Aber sein Dialog hier im Forum ist ja ein Hilfeschrei. Das ist doch schon ein erster Schritt, er vertraut sich uns an, obwohl er grds. allen Menschen misstraut.


    Versuch es mal mit Empathie: KWAK hat einen komplett anderen Hintergrund als Du. Aber irgendwann wird auch für ihn das ein oder andere "aufpoppen", d.h. der Groschen wird fallen.

    @ KWAK

    Wie gesagt ich würde mich über eine Antwort von Dir freuen, ja bestehe eigentlich darauf.

    Zitat

    Aber sein Dialog hier im Forum ist ja ein Hilfeschrei. Das ist doch schon ein erster Schritt, er vertraut sich uns an, obwohl er grds. allen Menschen misstraut.

    Eben weil es ein Hilfeschrei ist, macht mich das rumsitzen und zusehen ja irgendwo auch so wütend. Und es macht mich wütend, dass er Menschen in seiner nahen Umgebung hat, die das entweder nicht wahrnehmen oder nicht wahrnehmen wollen, dass er eigentlich Unterstützung braucht.


    Aber im Grunde hast du natürlich recht. An dir ist vielleicht ein Sozialarbeiter verloren gegangen;-)

    Zitat

    Versuch es mal mit Empathie: KWAK hat einen komplett anderen Hintergrund als Du. Aber irgendwann wird auch für ihn das ein oder andere "aufpoppen", d.h. der Groschen wird fallen.

    Ganz ehrlich, ich denke nicht, dass man zwangsläufig davon ausgehen kann, weshalb mir das teilweise auch Sorge bereitet. Wenn ich davon ausgehe, dass es sich hier wirklich schon um eine Depression handelt, die nicht behandelt wird und wenn ich davon ausgehe, dass wir hier die einzigen sind, die von seinem wahren Seelenzustand wissen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es eben nicht einfach so "poppt". Ich wünsche es ihm ja sehr, aber ich kann nicht davon ausgehen. Wobei ich auch sagen muss, ihr kennt ihn wesentlich länger und sicherlich auch besser. Ich kann mir im Vergleich vielleicht nur ein bescheideneres Bild machen.

    Ich möchte am liebsten auch nicht mehr weitermachen, weiss nicht wie ich meine Baustellen lösen soll. Einfach nur auf der Arbeit fertig gemacht werden und privat nicht weiterkommen macht keinen Spaß