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    Es gibt ja einen Grund, warum ich diese Urangst verspüre. Ich erinnere mich, dass ich schon recht früh so etwas wie Melancholie und Einsamkeit gespürt habe. Ich möchte halt alles aufdecken, was passiert ist.

    Ist das die Empfehlung einer Therapeutin? Und wenn ja, wurden andere Ursachen für Deine Empfindungen bereits ausgeschlossen?

    Ich will Dir das vertiefte Forschen in der Vergangenheit nicht ausreden, aber meines Erachtens kommt Deine Zukunftsplanung dabei zu kurz. Wenn Du nur in den Rückspiegel siehst, kannst Du nun mal nicht vorwärts fahren.


    Ich kann mich gar nicht erinnern, dass Du jemals ausführlich über die Zukunft bzw. Deine Wünsche gesprochen hast. Was sind Deine Ziele?


    Kwak hat das Problem so auf den Punkt gebracht:

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    Ja, wir müssen lernen selbst das Steuer in die Hand zu nehmen und unser Leben in die Richtung zu steuern die uns gefällt. Dazu gibt es eine wichtige Voraussetzung. Wir müssen wissen wohin wir wollen. Genau damit tue ich mich schwer.

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    Versuch es mal mit Empathie: KWAK hat einen komplett anderen Hintergrund als Du. Aber irgendwann wird auch für ihn das ein oder andere "aufpoppen", d.h. der Groschen wird fallen.

    Naja, solang man irgendwie auf der gewohnten Umlaufbahn klar kommt, siegt meist die Trägheit und man bleibt lieber bei den alten Gewohnheiten. Meiner Erfahrung nach brauchts dann einen ordentlichen Crash, der eine Situation mit sich bringt, die man durch Beibehalten des alten Trotts eigentlich vermeiden wollte. Vielleicht ist kwak noch nicht an dem Punkt angelangt. Vielleicht hat er auch keine alternative Vorstellung. Obwohls die ja eigentlich braucht, um überhaupt unzufrieden zu sein. Denn Unzufriedenheit ist ja nur ein Zeichen, ne Art Bauchgefühl dahingehend, dass es nicht so läuft, wie es laufen müsste.


    Ich denk, ein Problem ist Ablehnung und Unkenntnis der eigenen Gefühle und Bedürfnisse. Ursprünglich kann das eine Strategie gewesen sein, bestimmte Situationen besser zu ertragen. Rational, gefasst und so. Damit kann man sich zeitweise schützen, weil man ohne die Bedürfnisse oder das Zeigen von Schwächen nicht mehr angreifbar ist.


    Gefährlich wirds, wenn man sich dran gewöhnt - denn die Bedürfnisse verschwinden nicht, aber das Bewusstsein dafür, dass man eigentlich ne Maske aufhat, die einen einerseits schützen soll und auch kann, andererseits aber total einengt. Man hat irgendwann den Eindruck, dass es so sein muss. Einigeln und permanent auf Defensive, weil die Welt einem nur Schlechtes bringt. Bzw. Fenster zu und sich über die schlechte Luft aufregen. Und die schlechte Luft kann man ja auch nicht wegdiskutieren, so gesehen ist kwaks Situation verständlich. Aber es muss nicht so sein, und eigentlich ist es auch gar nicht so schwer.


    Nur passiert wohl erst dann was, wenn kwak einsieht, dass er sich mit der "Schutzmaske" nicht entsprechend seines Wesens entfalten kann. Dass es ein Trugschluss ist, diese eingeengte Persönlichkeit bewahren zu müssen.

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    Ich möchte am liebsten auch nicht mehr weitermachen, weiss nicht wie ich meine Baustellen lösen soll. Einfach nur auf der Arbeit fertig gemacht werden und privat nicht weiterkommen macht keinen Spaß

    Du sprichst von Baustellen. Aber hast Du denn eigentlich schon angefangen, auf den Baustellen zu arbeiten? Ich kann noch gar keinen Baufortschritt erkennen.

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    Man muss sich doch einfach nur entscheiden, will ich mein Leben ändern, JA oder NEIN.

    In einer richtig handfesten Depression ist aber sowas gar nicht möglich. Und kein Mensch macht irgendwas wovon er nicht einen Funken überzeugt ist.

    @ kwak

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    Wir müssen wissen wohin wir wollen. Genau damit tue ich mich schwer.

    Gut, dass Julien-Matteo es nochmal zitiert...


    Warum empfindest du das als so schwer? Du musst doch eigentlich eine Vorstellung in dir haben, wenn dich die augenblickliche Situation so frustriert - weil sie die Vorstellung nicht erfüllt. Du hasts doch auch schon durchblicken lassen, was dir wichtig ist.... wenn ich mich recht erinnere. Du willst ne Arbeit die dich fordert, aber nicht überfordert. Das soll entsprechend gewürdigt werden. Noch wichtiger ist dir aber wahrscheinlich irgendwas ideelles, für das die Arbeit nur die Grundlage darstellt. Denn Arbeiten oder Karriere ohne tieferen Sinn ist auch nix.


    Suchst du Erleuchtung, ferne Länder, sportliche Abenteuer oder die Geborgenheit einer eigenen Familie, Kinder?? Irgendwas wirds schon geben.

    @ kaputter kerl

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    In einer richtig handfesten Depression ist aber sowas gar nicht möglich. Und kein Mensch macht irgendwas wovon er nicht einen Funken überzeugt ist.

    Ja, deswegen sag ich das ja. Wenn er sich in einer richtigen Depression befinden sollte, dann braucht es Menschen in seiner Umgebung, die das so wahrnehmen und ihm einen Kick in die richtige Richtung geben oder das überhaupt erstmal sehen und die Notwendigkeit sehen, etwas zu unternehmen.

    @ gerneleben

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    Ich glaub ich muss in Therapie gehen, sonst werd ich mir die Tage noch etwas antun-_-


    Komme mit diesen ganzen Druck und all den Problemen nicht klar.

    Dann mach das doch bitte auch!!! Oder wenns akut ist, dann weise dich selbst ein. Es gibt immer eine bessere Alternative als den Tod oder das Überleben als Pflegefall.

    @ quantum

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    Therapie? Ich war zu zwei Gesprächen bei meiner Therapeutin und sie meinte nur, ich bräuchte keine Therapie.

    Das ist lediglich EINE Meinung. Ich meine, wenn jemand zu mir kommt und mir erzählt, er kommt mit seinem Leben nicht klar und weiß nicht weiter, dann hab ich doch bessers zu tun als ihm zu sagen "Sie brauchen das nicht", dann soll sie doch bitte auch so schlau sein und sagen, was du tun kannst. Nicht sehr kompetent die Frau oder?

    Ich habe mich erlig gesagt auch watt geergert, da versucht man sich proffessionelle Hilfe zu holen und bettelt noch um eine Therapie.


    Ich mein, in großen ganzen weis ich schon wo ich ansetzen muss aber eine Unterstützung könnte ich mir doch als gut vorstellen.


    Dieses Denken, da gehen nur Bekloppte hin, dat is mal totaler Quatsch.

    Kommst du eigentlich zufällig aus Norddeutschland Quantum? Dein Dialekt erinnert mich so an zuhause;-D

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    Ich habe mich erlig gesagt auch watt geergert, da versucht man sich proffessionelle Hilfe zu holen und bettelt noch um eine Therapie.

    Naja, bei wichtigen Dingen sollte man sich immer mehr als eine Meinung einholen, von daher kann es sein, dass du einfach Pech gehabt hast. Ich an deiner Stelle würde es woanders probieren und mal schauen, was derjenige dann sagt.

    Also symphatisch fand ich sie schon und sie hat mir auch noch eine Adresse gegeben, an die ich mich wenden kann. Ist vonne Kirche auch Dipl. Psychologen und man kann da kostenlos hiingehen. Sie meinte, wenn die das mit einer Theraphie befürworten würden, dann könnte ich ja nen Termin bei ihr machen und sie würde mich dann auf die Warteliste setzen. Aber vor ende siesem Jahres wird dat nix.