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    Am Anfang müsste meiner Ansicht nach wie gesagt ne ehrliche Antwort auf die Frage stehen, ob man überhaupt das Bedürfnis hat, mit ner Frau was anzufangen.

    100%ig. Ich versuche zur Zeit sogar zu verinnerlichen, dass ich auf diesem Planeten letzten Endes ganz alleine bin und mich mal ein bisschen zusammenreißen könnte.


    Drifte jetzt mal ein bisschen ab: Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass sich mein Denken in letzter Zeit nicht nur in diese Richtung verschiebt und der Effekt ist auf jeden Fall positiv, fühle mich zielgerichteter, stabiler, unabhängiger und entspannter. Die Welt sieht vieel besser aus als noch vor ein paar Wochen und das ohne die riesigen täglichen Schwankungen. Habe auch bei einigen Dingen, die ich mir so lose vorgenommen hatte, gemerkt, dass ich mich eigentlich nur entscheiden brauche und gut ist.


    Das beste was ich die letzten Wochen gemacht habe, war eine Art Tagebuch anzufangen, wo ich alles reinschreibe was ich an sinnvollen Gedanken habe. Z.B. habe ich endlich eine Liste gemacht mit Dingen, die ich erreichen will. Seien es "große" oder vor allem viele kleine. Mir sind auf Anhieb 40 Sachen eingefallen, für die ich quasi Feuer und Flamme bin. Das Tolle daran war, das kein einziger Punkt etwas mit teuren Dingen oder Karriere zu tun hatte. Und das obwohl ich mein Studium im letzten Jahr so ernst genommen habe und alles vernachlässigte, bis ich selber glaubte, für nix anderes zu gebrauchen zu sein. Alles gleich viel besser. 8-)


    Der Gedanke mit dem Tagebuch schreiben kam mir irgendwie auch, weil ich irgendwie drauf gebracht wurde, dass viele Leute krampfhaft Partnerschaften eingehen, damit sie das Gefühl haben, dass es endlich einen Zeugen für ihr Leben gibt. Ist mir natürlich dann sofort an mir selbst aufgefallen und es hat geholfen das zu ersetzen. So, Brücke ist wieder geschlagen.


    Zu der Partynacht: An Aufgabeln habe ich eh nicht gedacht. Glaube es war eine Mischung aus "heut hast du eh schon genug erlebt" (war den ganzen Tag unterwegs und hatte dann ein "Date" sowie noch meinen kompletten Rucksack voll mit Zeug wie Laptop...) und "wenn du mitgehst, gehörst du trotzdem nicht dazu" (weil bei Mama, in der Pampa statt in der Uni-Stadt wohnend).

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    Sie waren schon immer so und werden immer so bleiben.

    Die Regeln waren nie 100%ig und werden es immer weniger.^^ Wem's Spaß macht, ok, aber sich damit abfinden!?! Was ist denn das bitte für ne Grundlage: Ach ich find's scheiße aber damit's bei mir auch mal klappt?^^ .. Versteh ich nicht. Jeder Typ der auch nur einen Funken Weiblichkeit besitzt, und das ist in zumindest geringer Ausprägung wohl meistens so, verbaut sich damit vorsätzlich den Zugang zu sich selbst. Ganz zu schweigen davon was einem damit entgeht. Und das alles nur für die beknackten Rollenvorstellungen.

    @ Der Rebell

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    Und die Frauen brauchen nix weiter zu tun, als sich ein wenig hübsch machen, rüber gucken und etwas lächeln. Tolle Rollenverteilung oder?

    Das ist doch sicher ne überspitzte Darstellung, und wenn ich hier irgendwas von "ganzen Kerlen" schreibe, dann hab ich das zur Verdeutlichung auch etwas übertrieben.


    Aber irgendwie funktionierts schon so, wenn auch nicht nur in diesen Rollenextremen, und das ist das Gute daran.


    Wenn man mal drüber nachdenkt, sind diese Jammereien wegen der Rollengeschichte aber auch etwas zwiespältig... da erwartet jemand, beim Vögeln im Einklang mit seiner Natur zum Zug kommen, aber im Vorfeld entsprechende Verhaltensweisen an den Tag legen zu müssen, ist total ungerecht ;-)


    Es bleibt einem wirklich nichts anderes übrig, als verschiedene "Regeln" anzuerkennen, wie gesagt, zum Glück ist es gar nicht so stereotyp.

    @ s.wallisii

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    Ist kein Vorwurf Copper, glaub sogar dass du auf extrem guten Selbsterkenntnis-Weg bist, nur so Wörter wie ganzer Mann oder Gesetz rufen mich dann relativ automatisch aufn Plan

    Passt schon! Wie gesagt, ich denk, dass es etwas verständlicher ist, wenn man es so stereotyp darstellt - "Gesetz der Natur" und sowas klingt dann auch so schön darwinistisch ;-D Hiermit relativier ich es wieder ein bisschen.


    Natürlich schreib ich auch nur meiner Ansicht und meines Empfindens nach. Ob das nun auf andere zutrifft - keine Ahnung. Ich halt vieles für vergleichbar, vieles auch nicht.


    Obwohl ich selbst ganz klar introvertiert bin und eher zur Zurückhaltung neige, empfinde ich ein Verhalten, das sich in bestimmtem Zusammenhang an der klassischen Rolle orientiert, für mich als regelrecht befreiend. Das eine hat auch nichts direkt mit dem anderen zu tun.


    Es ist mir mittlerweile eigentlich egal, was Frauen gefallen und Männer beeindrucken könnte. Aber mir ist es nicht egal, wenn es um mein eigenes Befinden geht.


    Und deswegen empfind ich es auch nicht mehr als ungerecht, Selbstbewusstsein und auch ne gewisse Dominanz (als vermeintlich "männliche Züge") zu entwickeln bzw. entwickeln zu müssen. Es ist einfach besser so, weil ich in der Folge meinen Bedürfnissen gerecht werden kann, weniger Frust empfinde und auch noch Anerkennung gewinne.


    Wenn ich mich komplett meiner Sensibilität, Zurückhaltung und Unsicherheit hingebe wie früher, dann verzweifel ich früher oder später an der Frustration, die durch ein solches "weiches" Verhalten regelrecht vorprogrammiert ist. Menschen nutzen das nicht unbedingt böswillig aus, man drängt sich eher selbst in den Hintergrund. Wenn man das Bedürfnis verspürt, nicht am Rand zu stehen - Frustration ist immer ein Zeichen - dann ist es logisch, besser einen Weg zu finden, der den verschiedenen Charakterzügen und Bedürfnissen gerecht wird.

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    Für meinen Teil denke ich dass ich einfach nur ich sein will, wird das als Teil von Männlichkeit definiert muss ich was sagen denn es ist einfach nicht geschlechtsabhängig sich selbst zu finden.

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    Was ist denn das bitte für ne Grundlage: Ach ich find's scheiße aber damit's bei mir auch mal klappt?^^ .. Versteh ich nicht. Jeder Typ der auch nur einen Funken Weiblichkeit besitzt, und das ist in zumindest geringer Ausprägung wohl meistens so, verbaut sich damit vorsätzlich den Zugang zu sich selbst. Ganz zu schweigen davon was einem damit entgeht. Und das alles nur für die beknackten Rollenvorstellungen.

    Völlig richtig, und ich hab gemerkt, dass wenn ich wie ein Mann wahrgenommen werden will mit dem ganzen drum und dran, ich mich auch wie einer zu benehmen hab. Aber das ist kein widerwilliges Unterwerfen gegenüber irgendeinem "Naturgesetz" - ich find mich eher darin wieder, es gehört genauso zu meiner Natur wie auch die ganze weiche Seite.


    Und in der Kombination ist das ja auch eher ein Wettbewerbsvorteil. Es ist nur schwerer zu ermitteln, da gehört ne Menge Selbsterkenntnis und Zeit dazu.

    @ colt

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    Du scheinst ja enorme Fortschritt im Bewusstsein zu machen. Deine letzten Posts deuten auf Vielversprechendes. Ich zähle die Stunden!

    Danke - die Stunden zähl ich aber schon seit Monaten... mal sehen ;-)

    @ Copper

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    Schade, dass du nicht mal ein bisschen besser darauf eingehst, was man so schreibt. Aber es ist immer die alte Leier. Man hat manchmal das Gefühl, du hast nen Posting-Beantworter hier angeschlossen, der immer wieder dasselbe runterasselt

    War keine böse absicht von mir. Ich hatte das Gefühl auf alles was du geschrieben hattest eingegangen zu sein. Ich versuche es nochmal.

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    Also nochmal, wieso unterscheidet man denn zwischen den Frauen des Alltags und denen im Puff?

    Frauen des Alltags sitzen nicht aufreizend bekleidet da und warten nur auf dich.;-)


    Ne, mal ernsthaft. Huren sind mit Frauen des Alltags (meiner Meinung nach) nicht zu vergleichen.

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    Den einen verweigert man sich regelrecht asexuell, während du im Puff ner Fremden dein Ding reinschiebst und es für völlig selbstverständlich hältst?!

    In meinem Leben gab es keine Situation in der auch nur ansatzweise der Verdacht aufkommen konnte sie würde was von mir wollen. Also etwas was mit der Situation in der Kneipe vergleichbar ist habe ich nie erlebt. Auch nichts was ich erst in nachhinein als solches hätte erkennen können. Ich hatte also nie die Möglichkeit mich einer Frau zu verweigern.

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    Das passt doch nicht zusammen. Und im ersten Fall liegt das nicht daran, dass man es nicht merkt - das halt ich ehrlich gesagt für Quatsch, denn ich kenn das.

    In meinem Gedächtnir befindet sich kein entsprechender Vorfall. Meine Äußerung, dass man es nicht bemerkt war lediglich meine Erklärung dafür warum man die Situation nicht nutzt. Es erscheint mir die eine nachvollziehbare Erklärung.

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    Von daher also die Frage, warum man Sexualität vor richtigen Frauen versteckt.

    Weil man es nicht anders kann und es deshalb unbewußt so macht.

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    Warum bist du nicht in jeder Hinsicht entsprechend ehrlich zu dir und konsequent?

    Wie soll ich das machen? Verstehe nicht wirklich was du damit meinst.

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    Du gehst widersprüchlich mit dir um, und mich fuchst das total, wenn ich drüber nachdenke - sonst würd ich nicht soviel dazu schreiben

    Ich hoffe diese antwort stellt dich mehr zufrieden als die vorherigen. *:)

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    In meinem Leben gab es keine Situation in der auch nur ansatzweise der Verdacht aufkommen konnte sie würde was von mir wollen. Also etwas was mit der Situation in der Kneipe vergleichbar ist habe ich nie erlebt.

    Hier muss ich mich etwas korrigieren. Ich wurde nie einfach so von einem Mädel angesprochen. Also nichts eindeutiges. An der Uni gab es mal ein Mädel das möglicherweise ein gewisses Anfangsinteresse an mir hatte. Ich fand sie auch interessant. Aber nach ein par Gesprächen verlief es sich im Sand. Ich war ihr dann nicht interessant genug.

    @ kwak

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    Ich hoffe diese antwort stellt dich mehr zufrieden als die vorherigen.

    Schon besser! Weiter so ;-)

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    In meinem Leben gab es keine Situation in der auch nur ansatzweise der Verdacht aufkommen konnte sie würde was von mir wollen. Also etwas was mit der Situation in der Kneipe vergleichbar ist habe ich nie erlebt. Auch nichts was ich erst in nachhinein als solches hätte erkennen können. Ich hatte also nie die Möglichkeit mich einer Frau zu verweigern.

    Ja, und ich meine, das ist das ärgerlichste daran. Also dass man nicht die Anerkennung bekommt, die man gefühltermaßen eigentlich verdient.


    Deine Erfahrung kann ich dir nicht ausreden, aber ich denke, dass man davon ausgehen kann, solche Erfahrungen regelrecht zu produzieren. Zum Beispiel durch konsequentes Vermeiden von Kontakt zu anderen, zum Beispiel durch unterbewusstes Abblocken von Annäherungsversuchen.


    Das kannst du dann auch nicht den anderen vorwerfen, und das sollte ein Ansatz sein, zu erkennen, das man dem ganzen nicht machtlos gegenübersteht - böse Welt, alle sind anders und ich kann nix ändern... und solches Gejammer eben.


    Am Anfang erscheint das schwer und ungerecht, sich "ändern zu müssen", aber wenn du mit deinen Problemen und Empfindungen dahingehend völlig zufrieden wärst, hättest du keinen Grund, dich zu beschweren. Das ist doch auch ein Zeichen aus dir heraus, dass du selbst "Veränderung" verlangst.


    Ich schreib das in Anführungszeichen, weil Veränderung danach klingt, als müsste man ein anderer werden. Ziel ist es schon, anders als vorher zu werden, allerdings im Optimalfall dann der eigentlichen Persönlichkeit näher zu sein. Wie gesagt, Frust und sowas ist ein Zeichen, dass es SO NICHT sein soll.

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    Wie soll ich das machen? Verstehe nicht wirklich was du damit meinst.

    Du nimmst dir doch normalerweise Sachen vor, die du zu erledigen hast, du willst dir auch mal selbst ne Freude machen, irgendwas. Aber oft liest man, dass du aus irgendwelchen Gründen daran scheiterst. Das Gefühl kennt jeder, aber es wirkt sich selten so extrem aus.


    Ich habs so kennengelernt, dass man das ganze sozusagen als inneren Streik sehen kann, weil mans nicht gebacken bekommt, den ganzen Aufwand entsprechend zu belohnen. Das kann man dann auch nicht mehr bewusst überwinden. Wenn man sich zusammenreisst, begeht man wieder nur denselben Fehler und knechtet den Teil von sich, der auch was zurück haben will. Dieser Teil macht dann nicht mehr mit und hängt dir wie ein Klotz am Bein, versorgt dich allerdings regelmäßig mit Ängsten, Frust, Verzweiflung und so.


    Nun überwindest du dich und gehst in den Puff, weil du auf deine sexuellen Bedürfnisse hörst. In dieser Hinsicht konsequent und gut. Aber gleichermassen unterdrückst du die sozialen Bedürfnisse, weil Puff ja wieder nur bedeutet, das du den einfachsten Weg gehst. Da musst du dich nicht lange mit Leuten auseinandersetzen, kannst also deine Einzelgängerei pflegen. Und ich denke aber, du bist kein solcher Einzelgänger, weil du damit nicht zufrieden bist - es ist nur Gewohnheit. Also steht am Ende doch Frust. Siehst du das so oder ist das zu weit spekuliert?


    Konsequent was für dich zu tun würde meiner Meinung nach bedeuten, am Anfang dir klar zu werden, dass das jetzt nur Gewohnheit ist, dass du was anderes willst. Der nächste Schritt ist, herauszufinden, wie es sein soll. Dafür musst du was probieren, dafür musst du einige Gewohnheiten aufgeben, Unsicherheiten widerstehen undsoweiter. Es ist auch ganz sinnvoll, Schwächen einzugestehen. Wenn du es allein nicht schaffst, darfst du dir nicht zu schade sein, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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    Weil man es nicht anders kann und es deshalb unbewußt so macht.

    Das war ja eigentlich mein Ausgangspunkt vor ein paar Tagen:


    Wieso kann man das nicht, wieso macht man es unbewusst falsch - genau dann, wenns drauf ankommt? Es ist doch absurd, ne Gelegenheit abzuwürgen und dann hier ins Forum zu schreiben, dass Frauen einen nicht beachten ...undsoweiter.


    Das ist doch ein Zeichen für den Schüchternen/ Unerfahrenen, dass nicht das Leben ungerecht ist, denn das Leben versorgt einen ja mit Möglichkeiten, sondern dass man es sich selbst verbockt.


    Man kann sich natürlich immer noch beschweren, dass z.B. nie die Frauen einen anbaggern, auf die man steht - aber die Lösung des Problems liegt auf der Hand...

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    Hier muss ich mich etwas korrigieren. Ich wurde nie einfach so von einem Mädel angesprochen. Also nichts eindeutiges. An der Uni gab es mal ein Mädel das möglicherweise ein gewisses Anfangsinteresse an mir hatte. Ich fand sie auch interessant. Aber nach ein par Gesprächen verlief es sich im Sand. Ich war ihr dann nicht interessant genug.

    Das ist es ja. Wie soll sie dich interessant finden, wenn du selbst kaum weisst, was dich interessiert und fesselt?


    Vielleicht warst du viel zu unsicher, sodass sich bei den Gesprächen einfach kein gutes Gefühl einstellen konnte.


    Diese Sachen lassen sich aber nicht auf grundsätzliche Ablehnung zurückführen, darüber hinaus denk ich, dass diese Dinge dich selbst stören - es sind wie gesagt ungünstige Angewohnheiten und vermutlich nicht dein eigentliches Wesen.

    Ok, dann schreib ich derweil mal, was daraus geworden ist:

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    Gesagt, getan... und es kam schon was zurück. Na mal gucken, was sich da noch machen lässt.

    Wir hatten letzte Woche noch ein paar Mails ausgetauscht, und jetzt ist ein Kaffeedate draus geworden, obwohl ich gar nicht so direkt drauf abgezielt hatte. War sehr angenehm, sie hatte anscheinend etwas Zeit mitgebracht, ließ sich bereitwillig einladen und geschwatzt haben wir auch ganz schön.


    Verabredet für nächste Woche sind wir auch schon irgendwie, aber ich gehs ruhig an. Hatte ja die Führung sozusagen in der Hand, indem ich das selbst angekurbelt hab. Aber erstmal gucken, ich kann eh nicht so schnell.

    @ Copper

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    Deine Erfahrung kann ich dir nicht ausreden, aber ich denke, dass man davon ausgehen kann, solche Erfahrungen regelrecht zu produzieren. Zum Beispiel durch konsequentes Vermeiden von Kontakt zu anderen, zum Beispiel durch unterbewusstes Abblocken von Annäherungsversuchen.

    Um Kontakt zu anderen habe ich mich wenig bemüht. Das kann ich nicht abstreiten. Rückblickend betrachtet habe ich da in den letzten Jahren ein par Gelegenheiten ungenutzt gelassen. Nur der Zug ist nun abgefahren.

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    Am Anfang erscheint das schwer und ungerecht, sich "ändern zu müssen", aber wenn du mit deinen Problemen und Empfindungen dahingehend völlig zufrieden wärst, hättest du keinen Grund, dich zu beschweren. Das ist doch auch ein Zeichen aus dir heraus, dass du selbst "Veränderung" verlangst.

    Mit jeder Art von veränderung stellt sich erstmal die Frage wie??? Was sollte anders werden? Wie dieses Ziel erreichen?


    Es ist leider schwer sich selbst zu beobachten. Im Moment bin ich nicht zufrieden. Leider habe ich auch keine wirkliche (realistische) Vorstellung wie meine Situation aussehen sollte damit ich zufrieden wäre.

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    Du nimmst dir doch normalerweise Sachen vor, die du zu erledigen hast, du willst dir auch mal selbst ne Freude machen, irgendwas. Aber oft liest man, dass du aus irgendwelchen Gründen daran scheiterst.

    Sachen die ich mir vornehme sind meistens Sachen die einfach erledigt werden müssen. Mir selbst eine Freude zu machen fällt mir schwer. Mir fällt nur selten etwas passendes ein. Wenn ich scheitere mit etwas das ich tun wollte kommen meist 2 Sachen zusammen. Es passiert etwas das mich stört und infolge dessen verliere ich die Lust an der ganzen Sache. So wars auch bei meinem Besuch im Laufhaus auf den ich die Lust verlor sobald ich dort war. Die Fahrt dort hin war stressig. Als ich dort ankam war die Sache schon so gut wie gelaufen. Ich hatte keine Lust mehr.

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    Also steht am Ende doch Frust. Siehst du das so oder ist das zu weit spekuliert?

    Als alter Realist ist mir klar, dass ich zur Zeit keine Frau zur Befriedigung meiner sexuellen Bedürfnisse finde ohne finanzielle Mittel einzusetzen. Ich wähle wenn immer möglich den unkompliziertesten Weg um das Risiko eines Misserfolgs klein zu halten. Mit sozialen Bedürfnissen hat ein Bordellbesuch für mich nichts zu tun.

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    Wieso kann man das nicht, wieso macht man es unbewusst falsch - genau dann, wenns drauf ankommt?

    Weil man es nicht anders kann. Man hat es nie anders gemacht, weiß nicht wie es anders geht.

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    Das ist es ja. Wie soll sie dich interessant finden, wenn du selbst kaum weisst, was dich interessiert und fesselt?

    Ich denke sie ist einfach ein völlig anderer Mensch als ich. Wir hätten nie zusammen gepasst. Nachdem sich die Sache im Sand verlaufen hatte und sich meine Enttäuschung gelegt hatte fand ich sie auch nichtmehr interessant.

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    War sehr angenehm, sie hatte anscheinend etwas Zeit mitgebracht, ließ sich bereitwillig einladen und geschwatzt haben wir auch ganz schön.

    Klingt schonmal gut.

    @ kwak

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    Nur der Zug ist nun abgefahren.

    Ist doch quatsch, zumindest wenn du das verallgemeinerst. Immer wenn du in irgendne neue Gruppe kommst, kannst du neue Leute kennenlernen. Oder auch nicht. Du entscheidest das selbst.


    Das geht auf Arbeit, beim Sport, an der VHS, was weiß ich noch... aber zu Hause eher nicht, klar.

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    Leider habe ich auch keine wirkliche (realistische) Vorstellung wie meine Situation aussehen sollte damit ich zufrieden wäre.

    Schon wieder so ne alte Leier


    Denk doch mal ein bissel drüber nach. Du lässt es doch selbst hier ständig durchblicken. Dann nimm das auch mal ernst. Dass du jetzt nicht zufrieden bist, heißt, dass es jetzt falsch läuft. Also mach was anderes.


    Hast du nicht manchmal den Eindruck, dass andere Leute irgendwie an deiner Stelle stehen? Stellst du dir vor, dass du das sein könntest bzw. müsstest? Dann kannst du davon ausgehen, dass es in diese Richtung gehen könnte. Wahrscheinlich willst du ein ganz normales Leben wie andere Leute auch, dafür spricht der Wunsch nach nem ordentlichen Job, nach ner Partnerschaft. Seltsamerweise machst du "unnormale" Sachen, wenn überhaupt irgendwas.


    Das ist widersprüchlich, finde ich. Wieso erkennt der logische, rationale kwak, wie wir ihn hier kennengelernt haben, das eigentlich nicht?

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    Als alter Realist ist mir klar, dass ich zur Zeit keine Frau zur Befriedigung meiner sexuellen Bedürfnisse finde ohne finanzielle Mittel einzusetzen. Ich wähle wenn immer möglich den unkompliziertesten Weg um das Risiko eines Misserfolgs klein zu halten. Mit sozialen Bedürfnissen hat ein Bordellbesuch für mich nichts zu tun.

    Als alter Realist sollte dir endlich mal klar werden, dass du des Lebens womöglich nicht froh wirst, wenn du so weitermachst. Natürlich hat ein Bordellbesuch nichts mit sozialen Bedürfnissen zu tun. Das ist ja das Problem dabei. War das missverständlich? Deswegen vergiss den Puff und mach endlich was richtiges. Ist zumindest mein persönlicher Standpunkt.


    Durch diese übertriebene Vorsicht - kein Risiko und so - beraubst du dich selbst auch vieler Möglichkeiten... das ist zum Beispiel ne ungünstige, blockierende Angewohnheit. Früher mal sinnvoll gewesen, in deiner jetzigen Situation vermutlich ein großes Hindernis.

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    Weil man es nicht anders kann. Man hat es nie anders gemacht, weiß nicht wie es anders geht.

    Naja, aber wenn man ins Bordell geht, dann weiß man doch auch, wie es anders geht. Ich weiß schon, du wirst sagen, dass das was anderes ist.


    Aber es geht jeweils um Frauen, auf die man scharf ist - darin besteht schon mal kein Unterschied. Mit der normalen Alltagsfrau muss man sogar nicht mal gleich ins Bett, sondern man braucht bloss ein bisschen rumspielen... ist doch in jeder Hinsicht viel einfacher, erst recht für Unerfahrene.