@ Kwak

    Zitat

    Ich habe das Gefühl ich war nicht der Steuermann der Dinge sondern nur Passagier an dem alles vorbeirauscht. Die nächsten Ereignisse werfen bereits ihre Schatten voraus. Weitere Veränderungen kommen unweigerlich. Wie ich darauf reagiere und es endlich mal zu meinem Vorteil nutze weiß ich noch immer nicht.

    Opfermentalität. Genau das stört mich gerade ungemein. Meine Ohnmacht ggü. der Anbahnung mit Frauen schlägt genau in diese Kerbe. Ich weiß, dass ich aus der gelernten Opferrolle (Mutter) rauskommen muss.

    @ roadrunner

    Zitat

    Ich habe ein paar Fragen bezüglich eines Bordells:

    Also Huren wollen in erster Linie Geld verdienen. Ich glaube ein Jungmann der ziemlich schnell ist, ist ihnen lieber als ein Typ, der ne Großpackung Viagra gefressen hat und sie regelrecht wund stößt. Da gilt wohl der reine Effizienz-Gedanke. Die meisten, die ich bisher gesehen habe sind auch nett (klar, sind halt Dienstleister).


    Und, wie oft zitiert: 10% der Männer Ü30 sind noch sexuell unerfahren oder haben keine Beziehungserfahrung (weiß nicht mehr genau, auf was sich die Zahl bezog). Zu den Huren kommen also genug Leute hin, die keine Ahnung haben.


    Aber da habe ich mich neulich auch gefragt: Küsst man eine Hure, gibt es da ein Vorspiel o.ä.? Soweit ich weiß benutzen die meisten ohnehin Gleitmittel, insofern dürfte es recht schnell zur Sache gehen.


    Ich würde und werde (?) es im Zimmer gleich offenbaren. Es gibt sogar Bordelle, die Dienstleistungen auf Unerfahrene abgestimmt haben.

    Zitat

    Wie soll ich ernsthaft Frauen "verführen", wenn ich keine Ahnung habe wie es abläuft.

    Ich glaube das Thema wird maßlos überbewertet. Aber gerade Du zeigst sehr viel Angst vor einer möglichen Blamage (jemand könnte deinen JM-Status herausfinden). Mit meinen Arbeitskollegen wäre mir das unangenehm. Unter meinen Freunden eigentlich scheißegal.


    Kannst dich ja theoretisch vorbilden, vielleicht bringts was. Buchtipp z.B. "Öfter - länger - besser, Sextipps für den Mann". Titel ist etwas reißerisch, geht in Richtung Taoismus, hat aber auch sehr viele "anatomische" Tipps.

    @ Copper

    Zitat

    Wieso der spöttische Blick, haste das nur zur Illustration so formuliert? ;-) Spott, weil du Bier bestellst oder nicht tanzt??

    I don't really have a fake smile. Das schnelle abrufen guter Laune fällt mir schwer. Kann da ein bisschen Ankern, aber irgendwie bin ich wohl doch schwermütig. Die Leute interpretieren meinen Gesichtsausdruck als "frowning", d.h. miespetrig. Das ist nicht immer so, aber schonmal.


    Ich gehe meistens in Bars, manche davon haben eine kleine Tanzfläche oder ähnliches. Clubs finde ich meistens schrecklich, kalt, schlechte Musik, ...

    @ All

    Beim Lesen des Buches "Männlichkeit leben" ist mir einiges bewusst geworden:


    Z.B. dass ich meine Männlichkeit nicht auslebe, schon immer Konkurrenz gehasst habe, Aggression versucht habe zu unterdrücken. Beim Fussballspiel wünsche mir manchmal das Ende herbei, schaue weg, weil ich die Spannung nicht ertragen kann. Ähnlich bei guten Filmen. Irgendwie ist das unmännlich, denn genau darum geht es doch auch: Wettkampf und Eroberung. Auch die Opferrolle ist unmännlich.


    Das Konzept der Dreifaltigkeit


    In dem Buch wird dargestellt, dass Männer Frauen als einen der 3 Archetypen wahrnehmen und Frauen deshalb mystifizieren:


    > Hure (Erfüllt alle sexuellen Wünsche, ...)


    > Heilige (Jungfrau Maria, das göttliche Wesen)


    > Schöpferin/Urmutter (erschafft neues Leben, was Männer nicht können; sorgt für das Mamasöhnchen etc.)


    Die These des Autors lautet, man müsse diese drei Archetpyen integrieren, z.B. das menschliche in der Hure sehen, das sexuelle in der Heilgen (z.B. bei Tantra so), sich von der Urmutter lösen (Abhängigkeit lösen). Dieses Konstrukt kann man eigentlich problemlos über unsere Gedanken hier stülpen, fand ich.

    @ alle

    Boah, habt Ihr inzwischen viel geschrieben. Ich versuche mal, Anmelderungen an die einzelnen Teilnehmer zu adressieren:

    @ kwack

    Zitat

    Wirkliche Gleichberechtigung ist von den Frauen nicht gewollt. Sie wollen sich nur die Rosinen aus dem Kuchen picken. Die Vorteile genießen und gleichzeitig die unangenehmen Dinge weiterhin den Männern allein überlassen.

    Richtig, das sehe ich auch so! Das beziehe ich noch nicht einmal auf die praktischen Dinge, sondern schon auf die Geschlechterrollen: vor einer Beziehung sich zurücklehnen, und der Mann soll mal schön den umwerbenden Affen spielen. Ist dann die Beziehung da, will frau plötzlich bestimmen, wo's langgeht. Wobei das ja in Ordnung ist, aber dann bitte das Umwerben auch emanzipiert gestalten! Und das passiert fast nie!

    @ ssb2000

    Ja, das ist schon richtig, was Du schreibst. Aber wenn ich hier alle Aktionen aufzählen sollte, die ich in genau dieser Art schon unternommen habe, bekäme dieser Faden hier von jetzt auf gleich 50 Seiten dazu. Also daran liegt’s bei mir nicht. Mein Problem beginnt früher: die Damen wollen mit mir erst gar nicht in die Ausstellung gehen. Ich betone dabei wieder gern, daß ich ganz offensichtlich kein Kotzbrocken bin, denn als "normaler" Freund kann ich mich vor Frauen nicht retten, und meine Hilfe ist immer wieder gern gefragt (außerdem kann ich mich da wohl schon halbwegs richtig einschätzen).

    @ colt 2.0

    Die von Dir empfohlenen Bücher lese ich, eines habe ich schon bestellt. Danke!

    @ DamalsWindmann

    Zitat

    Hat Sie kein Interesse, dann pfeiff drauf! Nimm die Nächste und investiere bei den ersten Dates nicht zuviel an Gefühl, Zeit und Geld. Hier ist meiner - Meinung nach - Sensibilität völlig unangebracht. Nicht mehr zu investieren als man muss ist einfach vernünftig.

    Ja, das stimmt wohl. Mein Problem ist einfach, daß ich langsam nicht mehr weiß, wann ich etwas tun muß und was, um Interesse zu wecken, und wann ich etwas bleiben lassen muß, um nicht hinterherlaufend zu wirken. Einige Erfolgreiche schreiben ja, das würde man fühlen. Stimmt, ich glaube auch, daß ich es fühle. Aber: es interessiert sich keine Frau für mich, es versandet alles immer nach den ersten wenigen Treffen! Meine Freunde lernen diese Frauen auch manchmal kennen, meinen, das liefe doch wunderbar an, sie sei offensichtlich auch nicht unpassend für mich, aber dann zieht sich das entsprechende Mädel wieder zurück. Und jedesmal sagen meine Freunde (auch weibliche übrigens): "Ja so was, das kann doch schier nicht sein!"


    Daß Knutschen nichts aussagt über das Interesse, finde ich wieder irritierend (also nicht Deine Aussage, sondern die Tatsache als solche). Wenn ich schon mal soweit gekommen bin, sank ich vor Glück fast unter den Tisch!


    Und aus all dem schließe ich, daß es Merkmale an Männern gibt, die den einen unterschwellig "interessant" machen und den anderen unterschwellig "langweilig". Und ich glaube, das ist unser Problem hier.

    Zitat

    Eigentlich geht es um mehr als um Sex. Es geht um ein Gesamtpaket. Das Problem für den unfreiwilligen JM ist aber meiner Meinung nach etwas, dass sich in der fehlenden Beziehung ausdrückt. Und zu einer Paar-Beziehung gehört halt auch Sex. Und das ist wiederum das Problem des unfreiwilligen JM. Ich bin leider lange Jahre Sex und Intimität immer aus dem Weg gegangen.

    Das Problem habe ich, glaube ich, nicht. Ich hatte ja schon eine Freundin, die übrigens die Initiative ergriffen hat, und das hat sie wirklich geschickt und liebevoll gemacht. Ich habe noch Kontakt zu ihr, und wir lachen manchmal beide noch über ihr Vorgehen. Wirklich witzig! Wir haben Sexualität toll ausgelebt, und uns beiden kam nichts komisch vor, sondern es war total klasse. Daß sie mich als Freund genommen hat, hatte allerdings auch einen Grund, der wiederum mit mir nichts zu tun hatte, also ihr Wunschpartner war ich von Anfang an nicht.


    Aber: ohne ihre Initiative hätte es das nicht gegeben, und jetzt habe ich wieder dasselbe Problem.

    Zitat

    Du schreibst hier wirklich dass du keinen Sex haben willst. Ist das "Selbstsabotage"?

    Nein, nochmals: ich will nur nicht unbedingt sofort Sex, wenn mir eine Frau wirklich gefällt. Grundsätzlich natürlich schon.


    Nebenbei zu Deinem Training von 0 auf 42, auch wenn's thematisch nicht hierher gehört: ich laufe seit meiner Jugend, auch Halbmarathons und 25-km-Läufe, aber bis heute keinen Marathon, und ich weiß, warum. Falls Du bis dahin noch keinen Laufsport gemacht hast, sei vorsichtig! Diese Trainings suggerieren, man könne die 42 km nach Programm einfach so machen. Was Deine Gelenke dazu sagen, wirst Du sehen, wenn Du die ersten Schäden hast. Ich kenne genug Leute, denen mit ü30 plötzlich einfällt, laufen zu müssen. Die Gelenke sind bei denen – anders als etwa bei mir mit 30 Jahren Training – nicht "mitgewachsen", was die Belastung angeht!

    @ roadrunnerII

    Stimmt, Frauen zu treffen, wirkt aufheiternd. Das kann ich auch weiterempfehlen. Ich falle dann auch nicht unbedingt in so ein "Immer nur die anderen"-Loch, vorausgesetzt, die Frauen werden nicht von ihren Alphas umhegt und ich muß dabei zusehen. Das ist dann schlimm (s.u.)

    @ kyon

    Zitat

    Tja, also was ich hier die letzten Seiten so gelesen habe, finde ich zum Teil ziemlich erschreckend. Küssen bedeutet nichts, fremdgehen ist normal..... Das finde ich alles furchtbar kalt :-(. Ich gebe zu, ich bin auch ein Typ, der eine "zärtlichkeitsorientierte" Vorstellung von einer Beziehung hat. Was nicht heißt, dass ich kein Interesse an Sex hätte. Im Gegenteil. Aber ich sehne mich primär nach Nähe, Wärme.... .

    Ich empfinde wie Du in solchen Situationen! Vollkommen richtig!

    Zitat

    Das man automatisch unattraktiv sein soll, wenn man etwas braucht (also sich nach etwas sehnt), finde ich schon an sich grauenhaft

    So ist meine Erfahrung auch! Hier meine Frage wieder: was wollen die Frauen eigentlich? Einen Stecher oder einen Kerl, der auch an sie denkt. Ganz ehrlich: der Stecher hat doch Vorfahrt, oder?


    Zur Altersstruktur: ich stamme aus der ersten Hälfte der 1960er.

    @ Holadi

    Zitat

    Es gibt fuer eine Frau nichts Schlimmeres?! Es ist also in Ordnung, wenn der Mann ein richtiges Arschloch ist und die Frau schlecht behandelt, Hauptsache er bringt's im Bett?

    Tut mir sehr leid, aber genau das beobachte ich in meinem Freundeskreis immer, immer, immer wieder. Und ich bin kein Proll, und meine "platonischen" Freundinnen auch nicht. Ganz normale Frauen, gehobene soziale Schicht, Studium … aber der Kerl dazu: oft ein richtiges Arschloch! Das geht dann drei Jahre so, dann hat sich das nächste A… Besser wird’s erst gegen 40: da tickt für die Frauen die Uhr dann doch schon hörbar. Ich weiß, es gibt auch viele "gute" Männer, die unter die Haube gekommen sind. Aber die Negativ-Aggressiven haben im ersten Moment die besseren Karten.

    @ roadrunnerII

    Antworten zu deinen Fragen zum Bordell:

    Zitat

    - sitzen dort viele andere Männer, die mich als jungen Mann mit großen Augen anstarren?

    Ich vermute du denkst an ein Bordell das eine Bar hat an der man die Huren trifft und dann mit der Frau der wahl ins Zimmer geht. Davon rate ich dir ab.


    Geh in ein Wohnungsbordell oder in ein Laufhaus. Über mögliche Begegnungen mit anderen Männern brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Im Laufhaus triffst du natürlich auch auf andere Männer die ebenfalls auf der Suche nach einer Frau sind. Die schauen auf die Frauen und interessieren sich wenig dafür wer sonst noch dort rumläuft. Auch trifft man dort alle Altersgruppen an. Wegen deines Alters fällst du dort nicht auf. Im Laufhaus bin ich schon 18 oder 19 jährigen Jungs über den Weg gelaufen die nach der Schule dort unterwegs waren, Männern in meinem Alter und darüber, bis zu Rentnern die schon über 70 sind. Also alle Altersgruppen die du auch in der Fußgängerzone siehst.


    In Wohnungsbordellen habe ich 2 verschiedene Formen kennengelernt. Kleine Bordelle mit 2 bis 5 Frauen lassen die Männer nur nacheinander ein und achten darauf, dass du keinem anderen Begegnest. In einem größeren Bordell wurde ich auch in einen Barraum geführt (man konnte dort etwas trinken musste aber nicht) dort stellten sich die Frauen vor und man traf seine Wahl. Auch dort schauten die anwesenden Männer nur auf die Frauen und nicht werd sonst noch dort war.

    Zitat

    - kann man der Frau sagen, "bringen sie mir doch bitte etwas bei"?

    Im Bordell werden alle Frauen mit du angesprochen. Keine unnötigen Förmlichkeiten.;-) Wenn du in ein Wohnungsbordell gehst kannst du der Hure durchaus sagen, dass du noch unerfahren bist. Du solltest dann allerdings darauf achten zu einer Frau zu gehen die gut genug deutsch kann um es zu verstehen.


    Im Laufhaus findest du fast keine deutschen Frauen. Die meisten kommen aus Osteuropa mit sehr unterschiedlichen Deutschkenntnissen. Ich habe schon beides erlebt, Frauen mit denen man sich gut unterhalten konnte und welche die nur wenige Worte deutsch verstanden. Da hätte es wenig Sinn sie um Nachhilfeunterricht zu bitten.

    Zitat

    - kommen die Frauen alleine auf einen zu, oder muss man quasi selbst die Inititaive ergreifen und suchen?

    Im Wohnungsbordell stellen sich die frauen kurz vor und warten für welche du dich entscheidest. Im Laufhaus ergreifen die Frauen immer die Initiative um dich in ihr Zimmer zu locken. Manche machen es dezent indem sie nur nett "Hallo" sagen wenn du vorbeikommst. Wenn du sie interessant findest kannst du mit ihr reden und ihre Konditionen erfragen. Manche sind schon etwas aufdringlich, besonders an Tagen an denen das geschäft schlecht läuft und sie noch nichts verdient haben. Ich habe auch schon Frauen erlebt die mich in ihr Zimmer ziehen wollten. Die Huren die einen guten Service bieten sind im Regelfall nicht aufdringlich.

    Vielen Dank für deine ausführliche Antwort Kwak:-).


    Den Begriff Laufhaus habe ich schonmal gehört, Wohungsbordell höre ich zum ersten Mal. Ich denke google wird mir dazu mehr verraten können.

    Zitat

    Im Wohnungsbordell stellen sich die frauen kurz vor und warten für welche du dich entscheidest.

    Das wäre etwas wovor ich jetzt zunächstmal zurückschrecke, da klingt das Laufhaus schon "entspannter".

    Zitat

    Wenn du sie interessant findest kannst du mit ihr reden und ihre Konditionen erfragen.

    Also quasi: "Hallo, was wird mich das ganze kosten?"


    Bekomme ich dann eine Liste aufgeführt???, ich würde eh nur das "Standardprogramm" wollen.


    Ist es nicht auch so, dass man vorher in den Zimmern duschen muss? Ich meine darüber mal etwas gelesen zu haben.

    @ roadrunner

    Zitat

    Hast du vor erneut hinzugehen?

    Es wird sich früher oder später ergeben. Wenn ich mit nen paar Jungs weggehe, machen wir das schonmal zum Spaß, durchs Laufhaus laufen, wenn sonst nix los ist, nach nen paar Bierchen.


    Ich müsste es mal gezielt angehen, mir eine Frist setzen und es dann durchziehen. Aber ich schiebe das ehrlich gesagt vor mir her. Es wäre halt eine Maßnahme mehr oder weniger wider Willen, aber vielleicht eine notwendige Maßnahme.

    Zitat

    Den Begriff Laufhaus habe ich schonmal gehört, Wohungsbordell höre ich zum ersten Mal.

    Damit meine ich eine einfache Wohnung oder ein Haus in dem eine oder mehrere Huren arbeiten.

    Zitat

    Also quasi: "Hallo, was wird mich das ganze kosten?"

    Du kannst sie erst auch nach ihrem Namen fragen, wo sie her kommt oder ähnliches. Dann natürlich nach dem Preis. Du solltest dich vorher informieren was dort übliche Preise sind. Internet hilft oft weiter.

    Zitat

    Ist es nicht auch so, dass man vorher in den Zimmern duschen muss? Ich meine darüber mal etwas gelesen zu haben.

    Nein. Habe ich noch nie erlebt. Vorher Hände waschen ist üblich, manche Frauen wollen dass du deinen kleinen Freund vorher wäschst. In den meisten Zimmern gibt es nur ein Waschbecken, keine Dusche.

    @ Copper

    Zitat

    So gehts mir auch manchmal. Aber ich tröste mich mit dem Gedanken, dass ich früher, als ich aus heutiger Sicht eigentlich noch gar keinen Grund dazu hatte, auch schon so war.

    Genau das erschreckt mich, wie lange es bei mir so war. Mich stört nicht nur die fehlende Erfahrung mit Frauen sondern die gesamte Zeit die ungenutzt verstrichen ist ohne Nutzen für mich. Wenn ich damals irgendetwas anderes getan hätte was ich heute als positiv oder nützlich empfinden könnte dann wäre es nicht so schlimm bei Frauen nicht weiter gekommen zu sein.


    Wenn früher weniger schief gegangen wäre hätte ich mein Studium früher abschließen können dann wäre ich heute ein par Schritte weiter und könnte ein par Dinge verwirklichen die mich weiter bringen. aber so wie es nun ist ist es nicht befriedigend.

    Heute bin ich mal wieder niedergeschlagen (rührt aus einem gekränkten Ego und mangelnder Wertschätzung): Erfahre von nem Kumpel, dass er gleich "mehrere Stuten gleichzeitig auf der Rennbahn" hat.


    Dann blickt man zurück, sieht die eigenen paar kümmerlichen, bestenfalls krüppligen Anbahnungsversuche und fragt sich, ob sich das je ändern wird?


    Ist meine Erwartung zu hoch, dass die Sache mit Frauen irgendwann mal läuft? Wenn man sich charakterlich weiterentwickelt, versucht dominanter und männlicher zu werden?


    Es ist wie verhext, wie ein Fluch, gegen den ich nicht anzukommen vermag. Das ist diese bereits erwähnt Mauer, gegen die ich anrenne, aber nicht gegen sie ankomme. Sobald ich an all die Maßnahmen denke, die ich eigentlich durchführen müsste, kommt ein tieftrauriges Gefühl auf, diese Ohnmacht.


    Nun ja, zumindest ist mir in den vergangenen Tagen bewusst geworden, dass ich "unmännlich" bin und ein weiteres Feld gefunden habe, auf dem ich arbeiten kann.

    Zitat

    Heute bin ich mal wieder niedergeschlagen (rührt aus einem gekränkten Ego und mangelnder Wertschätzung): Erfahre von nem Kumpel, dass er gleich "mehrere Stuten gleichzeitig auf der Rennbahn" hat.

    Von sowas darf man(n) sich nicht runterziehen lassen. Ich hatte in all den Jahren nur einmal einen Freund bei dem das


    auch der Fall war. Bei allen anderen lagen auch meist Monate zwischen Dates. Ich hatte auch schon Phasen von > 1 Jahr


    ohne jeglichen Erfolg, also ohne ein einziges Date, geschweige denn mehr.

    Zitat

    Dann blickt man zurück, sieht die eigenen paar kümmerlichen, bestenfalls krüppligen Anbahnungsversuche und fragt sich, ob sich das je ändern wird?

    Dass man ueber Nacht zu einem Womanizer wird, darauf sollte man nicht hoffen...

    Es ist ganz natürlich sich schlecht zu fühlen wenn man sieht andere bekommen problemlos was man selbst gerne hätte aber es nicht bekommt.

    Zitat

    Erfahre von nem Kumpel, dass er gleich "mehrere Stuten gleichzeitig auf der Rennbahn" hat.

    Bei Sprüchen wie diesen sollte man den Wahrheitsgehelt kritisch hinterfragen. Ist er wirklich so erfolgreich wie er vorgibt? Warum erzählt er sowas? Klingt für mich sehr nach Angeberei oder virlleicht einfach Wunschdenken.


    Der wirklich Erfolgreiche genießt und schweigt.

    @ DamalsWindmann

    Zitat

    Wie definierst du "Männlichkeit"?

    Gute Frage. Das versuche ich gerade für mich zu beantworten.


    Ich kann nur sagen, welche Seiten von mir tendenziell unmännlich sind:


    > Hypersensibilität


    > Verkopftheit


    > oft wehklagend


    > den "Wettkampf", das "Spiel" nicht annehmend


    > seine Aggressionen nicht in vernünftige Bahnen lenken


    > Passivität / manchmal nicht mutig genug


    Im Momment ist gut zu sehen, dass es so ziemlich bei allen im Bekanntenkreis läuft, in Bezug auf Frauen. Ich befinde mich gerade leider wieder in der Frauenhass-Schleife, kombiniert mit den Gedanken, was denn nicht mit mir stimmt. Ich sollte das Oberstübchen einfach abschalten und diesen Teil aus meinem Leben ausschließen: Macht kapput, was Euch kapput macht!

    @ colt 2.0

    Der Buchtip "Männlichkeit leben" ist wirklich klasse gewesen, nochmals vielen Dank! Ich habe das Buch fast durchgelesen und mich in manchem wiedererkannt, in anderem, was ich sozusagen richtig mache, eher weniger oder gar nicht. Ich werde nun an mir feilen, was die verbesserungswürdigen Punkte angeht. Hübscherweise sind das auch genau die Dinge, die mich an mir selber schon immer gestört haben.


    Zu Deinem letzten Beitrag @ DamalsWindmann: ich weiß zwar nicht, wie Du genau wirkst, weil ich Dich ja nur von diesen Buchstaben hier kenne, aber manches, was Du schilderst, würde ich als nicht unbedingt negativ sehen. Du nennst:

    Zitat

    Hypersensibilität, Verkopftheit, oft wehklagend, den "Wettkampf", das "Spiel" nicht annehmend, seine Aggressionen nicht in vernünftige Bahnen lenken, Passivität / manchmal nicht mutig genug

    Die Hypersensibilität kann wohl ungünstig wirken, muß aber u.U. nicht. Ich habe einen Kollegen, der ist in fast jeder Hinsicht so was von hypersensibel und hypochondrisch, aber der konnte sich seine Frau aussuchen.


    Verkopft bin ich auch, jedenfalls meistens. Das sagen mir auch alle Frauen. Sie finden es aber auch wieder schön, weil ich Probleme löse, wo andere Männer nur schwafeln (aber da sind wir wieder bei der Nice-Guy-Falle). Es gibt Momente, da fällt das Verkopftsein von mir ab, aber das war vor einigen Jahren noch nicht so. Zum Beispiel kann ich heute angenehm aufgelöst (kopflos) sein, wenn ich in einem guten Konzert sitze oder mit netten Menschen ein Glas Wein trinke. Ich wirke dann wohl glücklich, und ich bin das dann auch. Alkohol (in Maßen!) ist da nicht ganz schlecht, finde ich. Ein Glas Wein ist für mich genau die richtige Menge. Vielleicht kannst Du das auch mal probieren!


    Oft wehklagend: autsch, das würde ich mir wirklich abgewöhnen bzw. nach den Ursachen suchen. Wehklagen, sofern meine Äußerungen diesem harten Begriff überhaupt gerecht werden, tue ich allenfalls dann (ein bißchen), wenn man mir eine Anstrengung wirklich schon ansieht oder die Umstände eine andere Deutung nicht mehr zulassen.


    Den Wettkampf nicht annehmen: das kommt darauf an. In Deiner Buchempfehlung habe ich das auch gelesen, daß Männer Wettkämpfe gegenseitig annehmen, um sich besser kennenzulernen und näherzukommen. Ich muß aber sagen, daß mancher "Wettkampf" – im Büro zum Beispiel – einfach Affentheater ist, und das mache ich nicht mit, weil da nicht Männer sich messen, sondern groß gewordene Kinder (oder nicht erwachsen gewordene Männer). Also auch das hat seine Grenzen. Wenn es aber um meine Reputation angesichts einer wirklichen Herausforderung oder um ein erstrebenswertes Ziel geht, da kneife ich nicht.


    Was Du mit Aggressionen nicht in vernünftige Bahnen lenken meinst, verstehe ich nicht. Vielleicht schreibst Du dazu noch mal was!


    Passiv und manchmal nicht mutig genug: auch das kenne ich, aber je nach Situation unterschiedlich. Wenn ich gerade wieder meine Frauenhaßphase habe (hübsche Worterfindung von Dir), dann bin ich in Situationen, in denen es darauf ankäme, auf eine Frau zuzugehen, vollkommen mutlos und passiv, dabei sehr melancholisch. Das ist wie eine Narkose: ich kann dann gar nicht tätig werden. In anderen Situationen wache ich auf und werde tätig, aber das mache ich nicht mit dem Kopf, sondern in mir "wühlt" dann etwas.

    Zitat

    Die Persönlichkeitsentwicklung hin zu einem proaktiven, nicht-bedürftigen, selbstbewussten, kommunikativen Mann und zwar durch nicht-sexuelle Dinge: Kampfsport, beruflicher Erfolg, Hobbies, ...

    Abschließend will ich dazu noch sagen, daß ich bei Frauen ja auch nicht ankomme, und das, obwohl ich immer langfristige Projekte betrieben habe, so daß ich heute mit ü45 meine Fertigkeiten auf beruflichem wie außerberuflichem Gebiet habe, und zwar fest mit mir verwachsen und zu mir gehörend. Ich habe nie mal dies, dann wieder mal das gemacht, sondern immer "meine" Dinge gehabt, die ich vorangetrieben habe, und jeder sagt über mich: "Ja, der pianoforte, der kann das richtig, den kannste fragen.". Diese "meine Dinge" sind praktischer wie musischer Natur. Ich zehre von Ihnen, weil sie mich erfüllen, weil ich sie immer meinetwegen können wollte, weil sie ästhetisch sind, weil sich in mir etwas regt, wenn ich sie betreibe. Wenn Du klagst, daß Du das bis dahin nicht entwickelt hast, dann beginne HEUTE damit! Es bringt Dir Erfüllung – mit oder ohne Frau. Horch' aber in Dich hinein, was Du wirklich können willst! Was hast Du bei anderen immer schon anerkennend bewundert und gefühlt, daß Du das auch können möchtest – und zwar um Deiner selbst willen, nicht, um Eindruck zu schinden. :)*


    ABER: eine Frau haben mir meine Fertigkeiten auch nicht gebracht. Hier lauert zudem wieder ein anderes Problem. Manche Frau scheint sich auszurechnen, ob sie einem Mann überhaupt gerecht werden kann. Wenn man(n) "zuviel" kann, wirkt das womöglich wieder ungünstig, weil frau Angst bekommt. Andererseits findet die eine oder andere Frau genau das wieder attraktiv – vielleicht. ;-)