Zitat

    Warum so aggressiv heute? :-/

    Weil ich müde bin KWAK. All das Gerede hier, bringt uns nicht mehr weiter. Da hast ja im Prinzip 2 Alternativen:


    #1: Lebe weiter in einer unkonkreten Wunschvorstellung und verharre in Deiner Position. Dann versinke weiter im Selbstmitleid und in der Untat.


    #2: Finde Dich mit der Realität ab und versuche einfach mal irgendwas. Sei es noch so unvollkommen.


    Ich denke, was Dir fehlt, ist #2. Du hast halt keinen Druck, irgendetwas machen zu müssen, weil Dich Deine Eltern schlicht gesagt aushalten. Und Dein ganzes "Überlebenssystem" (Leistungswille, Mut zur Veränderubng etc.) verkümmert zunehmend.


    Ich merke mehr und mehr, dass mein eigentliches Problem, das Verharren auf der "Metaebene" ist, das ständige Sinnieren etc.

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    Weil ich müde bin KWAK.

    Ich auch.

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    Finde Dich mit der Realität ab und versuche einfach mal irgendwas. Sei es noch so unvollkommen.

    Alles was ich in den letzten 15 Jahren gemacht habe war unvollkommen. War es mangels Alternative oder aus unzureichendem Wissen und fehlender Erfahrung. Manches davon konnte nur schief gehen wenn ich es mit meinem heutigen Wissen betrachte. Aber Sch*** drauf. Ist nichtmehr zu ändern.

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    Und Dein ganzes "Überlebenssystem" (Leistungswille, Mut zur Veränderubng etc.) verkümmert zunehmend.

    Leistungswille :-/ Wenn ich den nicht gehabt hätte dann hätte ich wohl kaum ein Studium zu Ende geführt.


    Jetzt habe ich damit ein entscheidendes Problem. Ich musste immer wieder feststellen all das worin ich viel Kraft investiert habe lohnt sich danach nicht. Wenn ich nun die Früchte dieser Arbeit ernten könnte wäre ich zufrieden. Aber nun stehe ich trotz all der jahrelangen Arbeit in der Wüste und es gibt nicht zu ernten (um in Bild zu bleiben). Daher verflüchtigt sich meine Motivation.

    @ Luise

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    Endlich....!!!!! Auch wenn es Jahre gedauert hat...

    Das war wohlgemerkt bezogen auf das KWAK-Thema.


    Das eigentliche Thema hier ist aber zugegebenermaßen auch ausgereizt. Vielleicht wird das irgendwann mal wieder interessant, wenn die Praxis ansteht.

    @ KWAK

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    Alles was ich in den letzten 15 Jahren gemacht habe war unvollkommen. War es mangels Alternative oder aus unzureichendem Wissen und fehlender Erfahrung. Manches davon konnte nur schief gehen wenn ich es mit meinem heutigen Wissen betrachte.

    Es gibt da irgendso ein Sprichtwort, sinngemäß: Man kann das Leben nur im Rückblick verstehen, aber nur in der Gegenwart leben.

    Zitat

    Jetzt habe ich damit ein entscheidendes Problem. Ich musste immer wieder feststellen all das worin ich viel Kraft investiert habe lohnt sich danach nicht. Wenn ich nun die Früchte dieser Arbeit ernten könnte wäre ich zufrieden.

    Wie würden denn die Früchte konkret aussehen KWAK? Es gibt außerdem keinen Endzustand, außer den Tod. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Wenn Du die Früchte ernten willst: Such Dir einen Job, zieh aus, lebe Dein Leben. Wie viele Bewerbungen sind es inzwischen?

    @ colt

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    Wie würden denn die Früchte konkret aussehen KWAK?

    Bezogen aufs abgeschlossene Studium: unbefristeter Arbeitsvertrag mit angemessenen Konditionen bei einem brauchbaren Unternehmen mit guten Zukunftsaussichten.

    @ Meister_Glanz

    Wenn ich es aus der Perspektive von deinem Bild betrachte fehlt der fruchtbare Boden zu sähen.

    Zitat

    Bezogen aufs abgeschlossene Studium: unbefristeter Arbeitsvertrag mit angemessenen Konditionen bei einem brauchbaren Unternehmen mit guten Zukunftsaussichten.

    Wie wäre es denn mit einer Tätigkeit, die zumindest einen Teil der Zeit Spaß machen könnte?


    - Definiere bitte mal angemessene Konditionen, d.h. Gehalt.


    Bei Dir überwiegt komplett der Sicherheitsaspekt KWAK, deswegen bist Du auch so frustriert. Du bewegst Dich immer in der gleichen Komfortzone: fester Job, sicheres Gehalt, "Zukunftsaussichten", ich vermute mal, Firma sollte auch direkt vor der Haustür sein, ...


    Sehen wir mal der Realität ins Auge:


    - Hast Du ein Studium, dass irgendein "Alleinstellungsmerkmal" im weiteren Sinne hat? Oder bist Du wie die meisten einfach nur ein Generalist?


    - Ist Dir bewusst, dass Du mit Ü30 zunehmend uninteressant wirst, ohne Joberfahrung?


    Vor dem Hintergrund dieser Tatsachen, solltest Du realisieren, dass Du nicht in einer Anforderer-Rolle bist, sondern in der eines Bittstellers. Sorry, aber Du hast komplett falsche Vorstellung, von dem, was Dir zusteht.


    Versetz Dich mal in die Lage von Arbeitgebern. Glaubst Du die lesen Deinen Lebenslauf und sagen sich: "Wow, Kwak: viel zu alt, keine klaren Lebensvorstellungen, lebt mit Ü30 noch bei Mama und Papa, hat sich noch nie was getraut (Auslandsaufenthalte etc.) ... den brauchen wir!"


    Wie viele Bewerbungen sind es bisher KWAK? Ich habe damals so um die 60 geschrieben, hatte relativ viele Gespräche und bin durch viele Tiefs gegangen, weil man permanent hinterfragt wird. Du hast noch nicht mal angefangen und gibst schon auf.

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    Habt ihr auch das Gefühl am falschen Platz zu sein, zumindest manchmal? Ich habe dieses Gefühl seit einigen Tagen sehr deutlich. Ist nicht das erste Mal, hatte ich auch früher schon zeitweise. Aber diesmal ist es anders, stärker. Es ist noch immer die Sinnkrise über die ich vor Wochen schon geschrieben habe. Aber wohl nicht nur. Es passt nichts zusammen.

    Mich beschleicht öfter das Gefühl, dass meine "Grundkonstellation" einfach bestimmte Aspekte im Leben ausschließt:


    > zu wissen, was ich wirklich will (weil als Kind alles falsch war, was ich machte)


    > körperliche Nähe als selbstverständlich zu empfinden, eine Partnerin zu haben


    > anerkannt bei anderen Menschen zu sein


    Es ist aber gar nicht so schlimm. Denn es ist halt ganz einfach so. Sei's drum. Das Leben ist nicht perfekt und man hat keinen Anspruch auf eine perfekte Konstellation bzw. Ausgangssituation.


    Andere Menschen haben es noch schwerer. Und gerade das Abmühen macht das Leben doch interessant. Wenn ich finanziell ausgesorgt hätte, mir jede Frau zu Füßen läge etc. wäre ich mit Sicherheit unzufrieden. Denn gerade der Traum oder das Ziel treibt einen an.


    Man hat zwei Alternativen:


    1. Abzuwarten, bis der optimale "Ausgangszustand" gegeben ist, um von da aus optimal zu starten


    2. Irgendetwas auszuprobieren und per Try and Error sich weiterzubewegen


    Nr. 1 ist halt oft mit Sinnieren verbunden KWAK. Aus meiner Sicht kommt man so auch nicht weiter.

    Hi colt,


    zum einen muß ich dir zustimmen, zum anderen, von wegen Grundkonstellation, da muß ich dir widersprechen. Gerade du, wo du schon so viele Zusammenhänge erkannt hast, du hast alles in der Hand, das in der Kindheit dir Aufgezwungene wirklich loszuwerden, Selbstsuggestion kann da auch ganz nützlich sein :-)


    Wenn du schon weißt, daß in deiner Kindheit alles falsch war, war ja bei mir nicht anders, dann hast du es in der Hand dir selbst klar zu machen, daß du jetzt weißt, was dir richtig erscheint und wenn du das machst, daß du dir erlauben darfst, dich damit absolut wohl zu fühlen ohne es zu hinterfragen.


    Und worauf du Kwak hinweist, das ist sowieso selbstverständlich, zu warten, bis der optimale Ausgangszustand erreicht ist, wäre super, wenn nicht dabei das ganze Leben an einem vorbeisausen würde während man wartet.


    Zu einem deiner vorigen Beiträge, von wegen an die sechzig Bewerbungen, die du geschrieben hast, der hat mir persönlich insoweit gutgetan, als ich annehme, du hast diese Bewerbungen zu einer Zeit geschrieben als es noch keine Wirtschaftskrise gab und für dies ist es schon eine schöne Summe. Denn einer meiner Söhne sucht ja auch schon eine gewisse Zeit, und hat an die hundert Bewerbungen geschrieben, auch immer wieder Vorstellungsgespräche und geklappt hat es bloß zweimal mit zwei 'linken' Firmen, die trotz guter Durchhaltevorsätze nicht auszuhalten waren (Arbeitszeit und Einstufung Gehalt)


    Aber der Vergleich der Anzahl hat mir gutgetan und auch wenns nicht immer so ist, aber manchmal bringts halt doch die Masse und nicht nur die Qualität ;-)