Frust

    Heute mal wieder einen totalen Reinfall erlebt. Ich war mal wieder im Bordell. So schlecht wie heute lief es schon lange nichtmehr. Die Frau war total lieb und hat sich viel Mühe gegeben. Aber es half alles nichts. :°( Ich ärgere mich jetzt über den Missglückten Besuch beim Urologen vom Jahresanfang. Kopfproblem – als ob ich das nicht wüßte. Aber das muss endlich anders werden. Warum hat der mir nicht einfach ein Rezept für Viagra oder etwas vergleichbares gegeben? Bevor er mir was verschreiben könnte müsste er meinen Hormonspiegel bestimmen was nicht von der Krankenkasse bezahlt wird. Ist das wirklich notwendig? Hatte ich zuvor noch nie gehört.


    Wenn es endlich einmal gelingen würde um diese verdammte Blockade zu durchbrechen. Gegen diese Wand renne ich nun seit Jahren an und komme nicht durch. Nichtmal einen Riss hat die Wand bislang bekommen.

    Viagra ist ein Medikament. Dass ein Arzt dies nicht einfach mal so aus Spass verschreibt, find ich ehrlich gesagt lobenswert. Es kann auch verheerende Nebenwirkungen haben. Darum machts Sinn, dass man dies nicht einfach so kriegt.


    Ausserdem würds dein Problem nicht beheben. Es wäre Symptombekämpfung.

    Und mal den unwahrscheinlichen Fall angenommen ich finde irgendwann mal eine Frau die mit mir ins Bett will ohne Bezahlung. Woher soll ich wissen ob es dann klappt. Ich glaube es langsam selbst nichtmehr. Woher soll ich das nötige Selbstvertrauen dazu nehmen wenn es nicht endlich besser wird sondern es immer wieder Rückschlöge wie heute gibt.

    Zitat

    Jeder Mensch braucht soziale Kontakte zum Überleben, nicht nur weil sie nützlich sind. Sondern auch weil Seele und Körper sie brauchen, siehe Bestseller "Die Glücksformel". Deine Grundmotivation im Leben ist es, im weitesten Sinne Geltung zu bekommen, ein egoistisches Motiv. Jeder Mensch will Beachtung und Anerkennung. Lies mal Bücher zu Transaktionsanalyse, dort spricht man von "Stroking" also Streicheleinheiten (im übertragenen Sinne).


    Wenn Frauen auf einen als Mann stehen, dann ist das eben diese Form von Beachtung, halt in sexueller Ausprägung. Der Sex für sich genommen wird in den wenigsten Fällen die Motivation sein, als vielmehr die Eroberung bzw. soziale Anerkennung durch die Frau.

    Diese Beachtung und Anerkennung habe ich mir mein ganzes Leben lang gewünscht, aber ich habe sie nie gespürt – einerseits weil ich tatsächlich schlechter bin als andere Männer, andererseits, weil meine Minderwertigkeitskomplexe es niemals zugelassen haben, diese annehmen zu können.


    Selbst jetzt, wo ich für meine Verhältnisse viel erreicht habe und stolz auf mich selbst bin, spüre ich immer wieder, dass viele Frauen mich nicht so akzeptieren wie ich bin. Ich bin zu schwach, habe keinen Mut auf sie zuzugehen und zu mir selbst zu stehen.


    Einige Frauen finden mich "nett" – schlimmer hätte es wirklich nicht kommen können. Es versteht sich von selbst, dass genau diese Frauen einen Freund / Ehemann haben, der das exakte Gegenteil von mir ist.


    Deshalb war meine Entscheidung richtig, mich von den unerfüllbaren Erwartungen der Anderen zu lösen, die Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren und nur noch meine eigenen, erfüllbaren Maßstäbe an mich anzulegen. Seitdem bin ich zwar einsamer als je zuvor, aber ich muss zugeben, dass ich auch glücklicher bin, denn Minderwertigkeit und Ablehnung in Gegenwart Anderer zu spüren war immer das Allerschlimmste für mich. Dem kann ich nur als Einzelgänger aus dem Weg gehen.


    Ich habe das nie so gewollt, weil ich mich sehr nach Liebe sehne, aber ich sehe für mich immer noch keine Alternative.