Morrissey

    Vielleicht bin ich ja gar nicht positiv, sondern einfach ignorant?;-D Und - ehrlich: ich will weder Topf noch Deckel für jemanden sein. Küchengeräte... na danke... :-o Die benutze ich, aber ich identifiziere mich nicht mit ihnen. DEN Spruch hasst wohl jeder.;-)

    Hmm, warum sind Wochenenden immer so extrem sinnlos und langweilig? Ich ertappe mich immer, wie ich anfange zu arbeiten oder ich versuche den Rekord im Dauerschlafen zu brechen, nur um das Wochenende möglichst schnell rum zu kriegen. Und paradoxerweise freue ich mich Werktags immer auf das Wochenende ...

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    Hmm, warum sind Wochenenden immer so extrem sinnlos und langweilig?

    mein wochenende ist auch so. leider.


    es liegt daran, dass jemand so wie du, versucht,

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    den Rekord im Dauerschlafen zu brechen,

    . leider weiß ich nicht, warum derjenige lieber schläft, als mit mir ein schönes wochenende zu verbringen. aber das weiß er wohl auch nicht. das zieht mich ganz schön runter, denn auch ich

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    freue ich mich Werktags immer auf das Wochenende ...

    so ein scheiß!

    Oh je. Leider kann ich da null hilfreiche Ratschläge erteilen. Ich stelle es mir nur extrem schmerzhaft vor, wenn man dem Menschen, den man liebt, leiden sieht und nicht weiß, wie man daran etwas ändern kann. Habt ihr externe Hilfe? Die Mutter einer Freundin hatte mehrere Jahre sehr schwere Depressionen. Eine Therapie hat sie dann vorangebracht und heute kann sie wieder sehr gut mit sich und ihrem Leben umgehen. Ist einer der positivsten Menschen, die ich kenne...

    Nach 25 Jahren -bis dato war die intimste Berührung meines Lebens ein Händedruck- habe ich neulich tatsächlich meinen ersten Kuss erleben dürfen (hatte sie durch einen weltklasse Zufall


    kennengelernt, es war unser 3. Zusammentreffen, bzw das erste richtige Treffen aka "Date").


    Das mir (bis dahin) komplett unbekannte Gefühl zärtlicher Umarmungen und Streicheleinheiten war ebenfalls (zu) erregend. So sehr dass ich mich für meine Dauerlatte (die ich zwar zu


    "verstecken" versuchte, aber für sie sicherlich dennoch "spürbar" war) ein wenig schämte.


    War trotzdem ein erbaulicher Nachmittag der mir ein Gefühl von absoluter Zufriedenheit und Geborgenheit gab.


    Dann fragte ich mich wo diesmal der Haken ist.


    Strahlend blauer Himmel, die Sonne scheint, ich liege gemütlich draußen rum und auf (bzw neben, bzw mal das eine, mal das andere) mir liegt zufrieden schnurrend (und sich hin und wieder ganz


    fest an mich pressend) ein bildhübsches, blitzgescheites Mädel mit dem ich mich super verstehe und stundenlang ohne eine einzige Pause des unbehaglichen Schweigens labern kann?


    Das kann ich so nicht glauben. Irgendwas stimmt hier nicht.


    Und dann plötzlich.... gestand sie mir, dass sie erst 16 ist. Schätzte sie damals auf ~20 (sowohl optisch/biologisch als auch nachdem sie den Mund aufmachte und wir über alles mögliche geredet haben) und sie behauptete daraufhin erst 18 zu sein.


    Diese 7 Jahre Unterschied gaben mir schon ein wenig zu denken. Allerdings wirklich nur ein wenig. Ich dachte mir dass sie ja immerhin schon erwachsen ist (und wirkt), und ich ohnehin als 20, 21


    durchgehe. Und dass ich sexuell (nicht nur auf Sex an sich bezogen, sondern alles was über einen Händedruck hinausgeht) ohnehin eher einem 12-Jährigen gleiche.


    16 war dann aber irgendwie doch ein ziemlicher Schock. Habe natürlich erstmal so gut wie möglich versucht mein blankes Entsetzen ein wenig zu maskieren.


    Immerhin bin ich nichtmal sicher, ob ich sie überhaupt nochmal wiedergesehen hätte, wenn ich das von Anfang an gewusst hätte. Von Vorurteilen überladen, die ihren Usprung vor Allem in meiner


    Erinnerung an mich selbst mit 16 haben. Allerdings ist sie in ihrem jetzigen Entwicklungsstand dem, was ich mit 16 war, ohne Frage um Lichtjahre voraus. Ein unfairer Vergleich also.


    Trotzdem plagte mich die ganze Zeit mein Gewissen mit allerlei bilderbuchmäßigen Engel-links-Teufel-rechts-Dialogen.


    Engelchen: "Hahaha, 16 und 25? Perverser Freak."


    Teufelchen: "Omg, du bist ein 25-jähriger JM. In dieser Gesellschaft bist du so oder so ein perverser Freak, als ob es darauf noch ankommt. Zumal sie ohnehin ca 10 mal mehr Erfahrung haben dürfte als du. Ok, 10 mal 0 ist immernoch 0, aber du weißt was ich meine."


    Abgesehen von diesem inneren Wertekonflikt, hat das ganze natürlich noch so unangenehme Nebenwirkungen wie die Tatsache, dass sie nicht die Freiheit genießt die ich habe. Sie steht halt noch unter der Fuchtel ihrer Eltern, braucht zum Abends fortgehen jedesmal eine 3 mal abgestempelte Sondergenehmigung usw.


    Zumal ich mich auch frage ob ihre Empfindungen über ein bloßes "cool, ein 25-jähriger steht auf mich" hinausgehen. Nicht dass ich vordergründig davon ausgehen musste, aber irgendwie gab es auch wenig zum Zerstreuen meiner Zweifel.


    Auch würde sie sich nie von alleine bei mir melden. Sämtliche Telefonate gingen von mir aus, auf ca 3 SMS von mir kommt eine von ihr.


    (PS: Ich hasse SMS aka Schüchternen-Abzocke, und gehöre nicht zu den Leuten die 90% ihrer Kommunikation darauf abwälzen. Aber hin und wieder mal was tipseln ist ganz ok).


    Wir haben dann 2 oder 3 Tage später auch nochmal einen ähnlich schönen (und sonnig warmen) Nachmittag auf der öffentlichen Wiese im Park verbracht.


    Und jetzt ist sie erstmal 2 Wochen auf Klassenfahrt in Frankreich, wobei wir beide vor dem 2. Treffen wussten dass sie vor ihrem Frankreich-Aufenthalt keine Zeit mehr haben würde.


    Auf meine obligatorische "Gute Nacht"-SMS am gleichen Tag kam keine Antwort mehr. Ich nahm das ganze mal als Anlass um zu sehen ob sie sich auch mal von alleine melden würde, was ich nach fast einer Woche nun verneinen kann. Nun ist sie ohnehin 2 Wochen im Ausland, und wird sich mit ziemlicher Sicherheit auch danach nicht mehr melden.


    Und ich werde es auch nicht. Zum Einen weil ich mich ohnehin schon beknackt genug dabei fühle einem Mädel hinterherzurennen (jaja, der verdammte Stolz), zum anderen weil ich mich (ob o.g. innerer Zweifel) noch beknackter fühlen würde wenn ich einer 16-jährigen hinterherrennen würde.


    Selbst ohne den Teil mit dem Hinterherrennen hätte ich mir das ganze noch 10 mal überlegt. So nimmt sie mir mögliche "Soll ichs wirklich machen oder lass ichs lieber sein - jein"-Überlegungen wenigstens ab.


    So urplötzlich verliebt ich vor dem "Ich bin erst 16"-Geständnis auch war, so schnell war die Sache für mich auch irgendwie wieder abgehakt.


    Was bleibt sind Erfahrungen, Erkenntnisse und wunderschöne Momente (die mir keiner mehr nehmen kann):


    1.) Ich werde nun nicht mehr ungeküsst sterben (hooray)


    2a.) Was ich all die Jahre vermisste und zugleich nie kannte war nicht der Sex*, sondern einfach körperliche Nähe. Ein Gefühl der Zuneigung und Geborgenheit.


    Ja, ich hatte zwar -wie oben erwähnt- eine Dauererrektion als wir eng umschlungen unter dem Himmel lagen, aber nie den typische männlichen Drang "ihn reinzustecken".


    Genaugenommen war ich bereits in einem Zustand kompletter und nicht mehr zu überbietender nonplusultra Zufriedenheit.


    (* Evtl könnte sich diese Meinung ändern, sollte ich in diesem Leben tatsächlich noch GV haben)


    2b.) Letzteres legt die Vermutung nahe, dass mir evtl der ultimativ machohafte Ich-will-ficken-Trieb fehlt. Und dass das Fehlen dieses Triebs eine Teilschuld an meiner jungmännlichkeit trägt.


    (Ok, es ist nicht so dass dieser Trieb gänzlich fehlt, er ist nur nicht zwingend und ultimativ genug, nehme ich an).


    3.) Wieder einmal habe ich bestätigt bekommen, dass mein Hauptproblem mein (krankhaftes) Unvermögen Blickkontakt aufzubauen, und Frauen von mir aus (mit fadenscheinigem Vorwand) anzusprechen, ist. Sobald diese Hürde genommen ist, habe ich keine Probleme mehr (weder beim Smalltalk noch beim flirthaften Scherzeln noch beim Anrufen und Date klarmachen und dem "das Ganze auf eine konkretere Schiene schieben").


    Schade nur dass meine Blockade pro Schaltjahr nicht mehr als 0-1 Gespräche mit Frauen zulässt.


    4.) Ich fühle mich nahezu mental entjungfert. Was aber nicht wirklich viel Unterschied macht, da ich auch vorher relativ selbstbewusst und freudig durchs Leben schritt.


    Aber dieses überlagerte Gefühl der Leere, dass irgendwas Essentielles (was ich nie kannte, nie kennenlernen durfte aber dennoch in aller Munde ist und in jedem Film oder Lied glorifiziert wird) einfach fehlt - egal wie gelungen der Rest in meinem Leben eigentlich ist- hat sich ein wenig gewandelt.


    Evtl weil ein wenig von meiner kindlichen Neugierde vor dem komplett unbekannten abgebaut wurde, und ich mich eher wie ein "normaler Single" und nicht mehr wie ein komplett unberührter JM fühle. Technisch mag das ganze zwar schwachsinn sein, aber da das JM-Dasein zum großen Teil ein Kopfproblem ist, soll mich der pedantisch-technische Aspekt mal nicht interessieren.


    [Dieses zu lange Posting hat keinen Sinn, außer dem gelangweilten Autor die Möglichkeit zu geben sich Gedanken von der Seele zu schreiben.


    Habe bisher zudem so gut wie nichts hier geschrieben, habe den Faden aber bereits vor relativ langer Zeit in seinen Ursprüngen (also angefangen bei den legendären Cpt Future Posts) mitverfolgt. Zugegebenermaßen zwischendurch immer wieder mit Auszeiten, in denen hunderte neuer Seiten dazukamen die ich nie gänzlich nachgeholt habe. Sorry dass ich hier einfach so reinplatze ;-D]

    dein reinplatzen hatte was nettes. man hört doch gern, wenn jemand von ersten kuss und geborgenheits-erlebnissen berichten kann. schade natürlich, dass es durch die altersproblematik nichts werden wird. aber schön, dass du die erfahrung hast machen dürfen. mir hat mein erstes küssen, umarmen, knutschen und geborgenfühlen so gut getan. du solltest diese erfahrungen wirklich als positiv verbuchen, auch wenn es dabei bleiben sollte mit diesem mädchen. genieße die erinnerung und starte positiv durch!

    Und ich frage im Moment was die ganze Scheisse überhaupt soll. Ich werde nur noch das Überlebensnotwendigste tun und ansonsten auf einen Lottojackpot warten.


    Ich werde versuchen strikt rational zu handeln und die mir verbliebenen schwachen Kräfte zu bündeln und zielgerecht einzusetzen. Es darf kein Weglaufen vor der Realität mehr geben, so beschissen sie auch sein mag.

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    Wer mit 35 immer noch JM ist, dürfte so frustriert und verbittert sein, daß es sehr schwer für eine Frau wird, mit ihm eine Beziehung zu führen...

    Hat vielleicht schon was. Bin vermutlich auch ein wenig verbittert, auch wenn ich versuche, es zu verdrängen.


    Stimmt schon, es ist schwierig für eine solche Frau, sie Erlöserin, ob sie will oder nicht. Sie muss Fehler wieder gutmachen, Fehler, die andere, "böse" Frauen begangen haben.


    Denke, das ist das grösste Kunstwerk: Nicht verbittert werden, denn dann ist alles verloren.

    Fiann

    Jeder Mensch hat seine Geschichte. Ab einem gewissen Alter kommt jeder mit gewissen "Altlasten" in eine Beziehung und ich zweifle daran, ob ein Jungmann da unbedingt ganz oben auf der Liste der schwierigen Männer steht. Ich glaubs nicht..

    Ich glaube, wenn ich mit 35 noch keine Freundin habe, dann werde ich es aus Prinzip bis zum Ableben auch weiter so halten. Ich glaube das Gefühl 20 Jahre oder mehr des Lebens einfach so verschwendet zu haben, wenn es dann irgendwann hypothetisch geklappt hat, könnte ich nicht ertragen.

    wochenende ... der unterschied zur woche ist, ich kann 24 stunden untätig rumliegen, ohne mich gröber bewegen zu müssen. das leben findet innerhalb von 5 metern statt.


    darauf freu ich mich.


    wenn ich durch die stadt geh, leute seh, die abends schick essen gehn, danach etwas durch die gegend flanieren, dann was trinken und den tag dann zweisam auf dem sofa ausklingen lassen ...


    darauf würd ich mich auch freuen.


    eins davon kenn ich gut.

    Zitat

    Ich glaube das Gefühl 20 Jahre oder mehr des Lebens einfach so verschwendet zu haben, wenn es dann irgendwann hypothetisch geklappt hat, könnte ich nicht ertragen.

    Davor habe ich auch Angst. Plötzlich erkennen, was man verpasst hat, aber die Zeit nicht mehr zurückdrehen können. Deshalb ist es so wichtig, trotz JM-Problem den Tag zu nutzen, vorwärts zu kommen auf anderen Gebieten. Dann fällt man kaum in ein Vakuum wenns mal so weit sein sollte, man hat dann einen gewissen Rückhalt, das beruhigende Gefühl, wenigstens auf anderen Gebieten weiter zu sein als die Beziehungserfahrenen.


    Monika

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    Ab einem gewissen Alter kommt jeder mit gewissen "Altlasten" in eine Beziehung und ich zweifle daran, ob ein Jungmann da unbedingt ganz oben auf der Liste der schwierigen Männer steht. Ich glaubs nicht..

    Ermutigende Worte...welche Männer bzw. welche Altlasten sind denn aus deiner Sicht weiter oben auf der Liste als Männer mit JM-Problem?

    hm ...


    wenn ich jemanden ins team bekommen würde, dann wär mir jemand, dem ich noch was beibringen kann lieber, als jemand, der schon extrem festgefahren ist. der nichts neues mehr wissen will und eh alles besser weiss und kann.


    der jm will entdecken. erfahren.