herr koch

    Wir meinen schon das Gleiche...*:) Es ist wie mit den Äpfeln dieses Jahr. Gibt unheimlich viele und wenn ich die nur vom Baum nehme und hier anhäufe, steht bald alles voll und ich denke nur noch: "Meine Güte, viel zu viele Äpfel hier!" Dann würden sie verderben und ich hätte die Bescherung.


    Das mache ich aber nicht. Ich koche ein, backe Apfelkuchen, mache Apfelmus, verschenke einen Eimer voll und der Rest geht zum Mosten und gibt köstlichsten Apfelsaft für den Winter... ;-)

    Freundschaften

    Im Prinzip sehe ich das wie Aldi - ich habe einige Freundschaften mit Frauen, noch mehr gehabt. Manche haben auf Verliebtheit begonnen, manche hatten zwischendurch Verliebtheitsphasen, von der einen oder anderen Seite. Darueber kann man aber hinwegkommen.


    Wichtig finde ich, dass man klare Entscheidungen fuer sich macht und diese der anderen Seite auch mitteilt.


    Eine Freundschaft ist kein taugliches Mittel, etwas anderes zu bekommen, d.h. die Freundschaft kann funktionieren, wenn man wirklich die Freundschaft um ihrer selbst Willen moechte und anderes entweder nicht will, oder aber den Umstand, dass es anderes nicht gibt, bedingungslos zu akzeptieren bereit ist.


    Um das mal wieder zu erzaehlen: Meine einzige bisher erlebte nennenswerte glueckliche Liebesgeschichte ist aus einer solchen Freundschaft entstanden - aber ich hatte, bevor sich das schliesslich nach Jahren so entwickelte, eine klare Entscheidung getroffen, dass es mir nicht darum geht - und haette ich das nicht nach den allerersten Anfaengen klargehabt, waere es mit ziemlicher Sicherheit spaeter nicht so gekommen, wie es gekommen ist.

    Aldi

    Zitat

    UND ihr durch Flirten dein Interesse zu vermitteln? Offensichtlich geht sie ja davon aus, dass du keines an ihr hast – also kläre ihren Irrtum dahingehend doch mal spielerisch auf. Necke, flirte, bring ein paar Sprüche; sei aber auch ernsthaft und für sie da. Kurz – präsentiere dich als potentieller Partner. Wenn du dann siehst, wie sie darauf reagiert, kannst du dich doch immer noch zurückziehen und Distanz wählen, wenn sie kein Interesse hat.

    Dafür nochmals x:):)*! Bin grad in so einer Situation, wo ich realisiert habe, dass ich vielleicht doch mehr möchte, aber andererseits die Freundschaft auf keinen Fall aufs Spiel setzen will. %-|

    binneu

    Naja, wir haben uns halt kennengelernt ueber eine gemeinsame Freundin; da war ich so 27 und noch JM. Dann haben wir begonnen, uns anzufreunden, also zusammen ins Kino und solche achen. Dann habe ich angefangen, mich in sie zu verlieben, so nach zwei Monaten, und hab's ihr sehr schnell mitgeteilt (endlich mal mutig gewesen), und dann hat sie mich halt zurueckgepfiffen. Ja, und dann habe ich ganz schnell beschlossen, die Finger von ihr zu lassen (mehr oder weniger im woertlichen Sinne ;-D), mich nach anderen Frauen umzusehen, die Freundschaft aber weiterzufuehren. Das hat so funktioniert. Nach und nach hat sie wohl mehr Vertrauen bekommen; sie wusste, dass ich mich an meine eigenen Beschluesse halte, und dann hat sie sich irgendwann in mich verliebt. Das war total ueberraschend fuer mich, in der Zwischenzeit hatte ich schon mehrere andere Frauen im Auge gehabt (eine von denen hat mich entjungfert, aber viel mehr war dann nicht), aber ich habe mich dann halt darauf eingelassen. Meine eigene Verliebtheit zu "reaktivieren" war nicht schwer - wobei sie das allerdings auch sehr schoen gefoerdert hat. :-D

    nochmal zu der ablenkungsgeschichte

    in unserer gesellschaft ist es (leider) so, daß man durch medien, werbung, andere leute usw. dauernd "daran erinnert" bzw. darauf aufmerksam gemacht wird, daß sex bzw. auch partnerschaft ein ganz normaler bestandteil des menschlichen lebens ist - eine art "grundbedürfnis". was einen mann natürlich schon verzweifeln lassen kann, wenn er - wie wir - keine gelegenheit dazu hat.


    wenn ich es mir recht überlege, war man da zu früheren zeiten besser beraten. damals wurde über das thema sex in der öffentlichkeit noch der deckmantel des schweigens gedeckt und ein junggeselle wurde nicht dauernd daran erinnert, etwas zu verpassen. auch von kirchlicher seite wurde sex nicht als etwas "wünschenswertes" dargestellt.


    so kann ich mir durchaus vorstellen, daß männer mit sexmäßigen bzw. parternschaftlichen defiziten sich damals besser gefühlt haben müssen.


    natürlich will ich deswegen nicht gleich in eine "früher war alles besser" -mentalität verfallen - aber ich möchte halt nur darauf hinweisen, daß das gefühl der "sexmäßigen defizitite" auch ein produkt unserer neuzeutlich gesellschaft ist.

    binneu

    Ich sag's nochmal: Entscheidend fuer dich ist, was du fuer Entscheidungen triffst.


    Du kannst entscheiden, dass du auch Abstand willst. (Dann musst du ihr Gekuschel stoppen.)


    Du kannst entscheiden, dass du sie weiter als Geliebte umwirbst, womit du riskierst, dass sie dir heftiger als bisher einen auf den Deckel gibt und letztlich nichts mehr mit dir zu tun haben will - aber bitte.


    Du kannst entscheiden, dass du Freundschaft willst aber mehr nicht brauchst, in welchem Falle du in ihr Verhalten weiter nichts hereininterpretieren solltest - denn wenn sie mehr will, ist das dann erstmal ihr Problem und nicht deines. Jedenfalls muesste sie dann den naechsten klaren Schritt machen - du hast dein Pulver verschossen.

    binneu

    Ich habe es eben schon gesagt:


    Wichtig ist nicht, "wie das einzuordnen ist", sondern was du entscheidest.


    Entscheide etwas und verhalte dich danach. Was du entscheiden sollst, kann dir keiner sagen, wenigstens ich nicht.


    Das ist vielleicht so ein typisches JM-Problem: Anstatt eine eigene Linie zu finden, mutmasst man herum, was das wohl bedeutet, was die Frau tut.


    Ich fuehle mich erinnert an die beruehmten "Arschloch"-Diskussionen hier im Faden. Ich habe nie geglaubt (und glaube bis heute nicht), dass "die" Frauen auf Arschloecher stehen und man als Netter keine Chance haette.


    Aber wenn man so nett ist, dass man wie das Kaninchen vor der Schlage darauf achtet, was sie tut und sich immer bang fragt, "was bedeutet das jetzt" bzw. "will sie mich nun oder nicht", anstatt ein bisschen egoistisch fuer sich selbst zu entscheiden und zu handeln, dann verliert man sie an jemanden, der besser auf sich selber achtet, und den man deswegen wohl leicht fuer ein "Arschloch" halten koennte...

    binneu

    Wie gehts dir denn mit dieser Unklarheit? Ich finde Kuscheleien von ihrer SEite absolut unangebracht, insbesondere, wenn man weiß, dass Derjenige sich Hoffnung macht auf mehr. In diesem Fall handelt die Frau egoistisch, dass ist auch nicht viel besser als das hier angebrangerte IKEA- Handwerkerausnutzungssyndrom.