Fiann

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    Ich hab aber jeweils das Gefühl, die Frau möchte beides: Dass ich die Initiative übernehme, aber trotzdem den ursprünglichen "Magnetismus" beibehalte.

    Ja, genau das ist es. Das könntest du hinbekommen, wenn du Souveränität behälst, also nicht bemüht wirkst, wie du schreibst. Das ist das Rezept dafür, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob es dir wirklich entspricht. Aber ein bisschen geht das auf jeden Fall in diese Richtung bei dir, das strahlst du auch hier aus auf mich.

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    Das mit dem sich verführen lassen war etwas ungenau ausgedrückt, ich meinte eher, dass sich die Frau um mich bemühen muss statt ich um sie.

    Mein Sohn ist wohl ein ähnlicher Typ, er wurde immer aufgerissen, nie umgekehrt;-) Allerdings gibts dann in der Beziehung schon Probleme, weil der Mann nicht ständig in dieser Rolle bleiben kann und je jünger die Frau, desto eher greifen solche Rollen. Hier arbeitet auf jeden Fall die Zeit mit.


    Das ist im Prinzip so ähnlich, wie du es beschreibst, der Mensch, der in der souveränen und geheimnisvollen Rolle steckt wird irgendwann diese Illusion auflösen müssen, die Illusion, dass man mit ihm vor dem Alltag und dem profan Menschlichen bewahrt bleibt. Außerdem liegt es auch daran, dass man mit diesem Verhalten tendentiell auch Frauen anzieht, die ein wenig "beziehungsscheu" sind, die dann von den Emotionen, die unweigerlich irgendwann kommen, irritiert werden.

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    Außerdem liegt es auch daran, dass man mit diesem Verhalten tendentiell auch Frauen anzieht, die ein wenig "beziehungsscheu" sind, die dann von den Emotionen, die unweigerlich irgendwann kommen, irritiert werden.

    Tatsächlich, genau das ist bei mir geschehen! Woran liegt das?! Eigentlich wäre es ja umgekehrt logischer: Die Frau, für die Gefühle irritierend sein können sucht sich einen Mann der gut einschätzbar ist, einer wo es gewährleistet ist, dass sie ihn besser kennt als er sie.

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    der in der souveränen und geheimnisvollen Rolle steckt wird irgendwann diese Illusion auflösen müssen, die Illusion, dass man mit ihm vor dem Alltag und dem profan Menschlichen bewahrt bleibt.

    Nun ja, ich glaube, wenn diese Rolle wirklich echt ist (Ausstrahlung = es "strahlt" tatsächlich von innen heraus, was genau auch immer...) kann man auch einiges davon in den Alltag hinüberretten. Es ist ja dann nicht nur eine Rolle, sondern wirklich etwas, das zum Wesen dieses Menschen gehört und auch nicht verschwindet beim verrichten alltäglicher Tätigkeiten, im Gegenteil, vielleicht würde dies dem Alltäglichen, Profanen sogar einen gewissen Glanz verleihen;-)

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    ich les hier so oft, wie schlecht ihr drauf seid, wie antriebslos ihr euch fühlt usw... Hat schon mal einer drangedacht, dass ihr vielleicht krank sein könntet? Dass ihr in einer Depression steckt, die eventuell behandelt werden könnte? Wie wärs, wenn ihr das mal dem Arzt vortragt? Depression ist unter anderem eine Stoffwechselerkrankung und es könnte sein, dass es euch um ein vielfaches besser gehen würde, wenn ihr dagegen Medis nehmt oder ne Therapie macht. Ich mein ja nur...

    man kann sich da auch schnell was einreden. Ich glaube dass jeder gesunde Mensch es schaffen kann, dass ihm ein Arzt oder Psychologe Antideperssiva verschreibt. Ein bisschen schlecht drauf sein ist noch nicht krank, meiner Meinung nach. Ich war mal kurzzeitig in ner Therapie und hab auch Medikamente bekommen. Nach deren Einnahme wusste ich erst mal was antriebslos heisst. Ich kannst also auch nicht empfehlen. Aber wer sich wirklich krank fühlt der sollte auch zum Arzt gehen.

    Fiann

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    Woran liegt das?! Eigentlich wäre es ja umgekehrt logischer: Die Frau, für die Gefühle irritierend sein können sucht sich einen Mann der gut einschätzbar ist, einer wo es gewährleistet ist, dass sie ihn besser kennt als er sie.

    Ich glaube, das liegt daran, dass ein Mensch seelisch keineswegs nur von logischen Erwägungen gesteuert wird, nicht umsonst ziehen sich Gegensätzlichkeiten oft an. Sexuell gesehen hat Unnahbarkeit auf viele Menschen einen großen Reiz, weil es eben so souverän wirkt. Auch unnahbare, nicht lenkbare Frauen sind für bestimmte Männertypen unwiderstehlich. Der Sex selber muss dann gar nicht so toll sein, auch das Leben mit so jemandem nicht, es geht hier ja mehr um den Beginn einer Affäre oder Beziehung. Und Menschen, die selber nicht so sehr emotional sind, können sich auf so jemanden eher einlassen als auf die Schmusetypen.


    Es kommt noch dazu, dass einschätzbare Menschen oft sehr geradlinig eine Beziehung aufbauen und das ist für eher Beziehungsscheue erst recht beängstigend. Sie brauchen ein wenig den Fluchtweg vor Augen...also mehr Unverbindlichkeit, zumindest am Anfang.

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    Es ist ja dann nicht nur eine Rolle, sondern wirklich etwas, das zum Wesen dieses Menschen gehört und auch nicht verschwindet beim verrichten alltäglicher Tätigkeiten, im Gegenteil, vielleicht würde dies dem Alltäglichen, Profanen sogar einen gewissen Glanz verleihen

    Oja, anstrengend, aber sehr reizvoll...;-)


    Tatsächlich aber ist es doch bei den meisten mehr Rolle, als echte Souveränität, die ist selten, noch dazu in jüngeren Jahren. Dahinter verbirgt sich oft sehr viel Unausgeglichenheit.

    @Ina-Maria

    Ich denke Medikamente werden das Problem nicht lösen können. Ich fühle mich oft mies weil ich weiß wieviel mir in den letzten Jahren entgangen ist. Ich weiß dass da vieles falsch gelaufen ist. Aber das ist jetzt nicht mehr zu ändern. Eine Problemlösung ist im Moment nicht in Sicht. Ein Arzt könnte mir dabei nicht helfen.

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    Ich fühle mich oft mies weil ich weiß wieviel mir in den letzten Jahren entgangen ist.

    Hey das Leben ist doch noch lang. Man sagt doch immer Frauen wollen mit dem Alter immer mehr Sex und Männer immer weniger, vielleicht sind wir dann aber durch das späte Einsteigen noch länger spitz, wir haben ja einiges nachzuholen. :-D Keine sehr ernsthaft Betrachtungsweise, ok. Aber vielleicht muss man es ja mal ein bißchen lockerer sehn. ;-) ... Ich weiß dass das nicht so leicht ist wenn´s einen grad belastet. :°_


    Wenn das an deinem Problem total vorbeigeht, tut´s mir leid, ich hab hier nur ab und zu mitgelesen, kann also durchaus sein...

    Nachzuholen gibts genug.


    Aber

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    Man sagt doch immer Frauen wollen mit dem Alter immer mehr Sex und Männer immer weniger

    Das glaube ich nicht. Frauen geben vielleicht weniger offen zu es zu wollen aber sie wollen sicher trotzdem.

    Kwak

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    Das glaube ich nicht. Frauen geben vielleicht weniger offen zu es zu wollen aber sie wollen sicher trotzdem.

    Also bei mir trifft es zu, ich konnte zeitweise total sexlos leben, von Sb mal abgesehen. Lag natürlich auch mit am schlechten Sex. Dennoch kann ich sagen, dass ich in den letzten 6 Jahren mehr Lust hatte als die 20 Jahre davor zusammen genommen.

    hm ... das heisst, wenn ich noch 10 jahre oder so überbrück, hab ichs geschafft? mein, meine lust darauf ist nicht riesig (natürlich auch aus gründen der unverfügbarkeit) und später wirds noch weniger? ;-)

    Hmmm... also so von Anfang 20 bis 30 war's ein bisschen "ruhiger" bei mir. Dafür ist jetzt der Teufel los.;-D Aber ich vergaß: Frauen haben ja null Bock auf Sex. *mein mantra wieder rauskram und runterbete*:-p

    Zitat

    das muss toll sein... so ohne verlangen

    Ja, vor allem, weil man solche Phasen oft dann hat, wenns grad überhaupt nicht sein sollte..Sinnigerweise selten, wenn man sowieso grad ohne Partner ist.